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Das Erste Mal - Der Babysitter allein zu Haus

22. Juni 2015 um 7:37 Letzte Antwort: 22. Juni 2015 um 16:58

Hallo ihr!

Ach Mensch. Ich weiß ja gar nicht so richtig was ich jetzt hier von euch will. Vielleicht einfach mich mitteilen.

Unsere Kleine wird jetzt am Donnerstag genau 3 Monate alt. Und am Freitag haben mein Mann und ich vor, das erste Mal wieder alleine Abends aus zu gehen. Wir würden gern Essen gehn, danach ev. noch einen Cocktail trinken und dann wieder heim. Also vielleicht so 3h weg sein.

Unsere Kleine schläft nun seit ein paar Wochen die Nächte durch. Das Babysittig würde die Tante von ihr übernehmen. Wir würden sie erst hinlegen, warten bis sie schläft und dann gehen.

Klingt alles problemlos oder? Wenn da ich mit meinem Mamahirn nicht wär. Hatte mich schon richtig drauf gefreut und gestern als ich dann im Bett lag kamen die Gedanken: Was ist, wenn ausgerechnet da die Atemkontrolle anschlägt? Ich würd ja schon Panik bekommen, aber könnte die Tante mit der Situation umgehen. Was ist, wenn was schreckliches passiert? Naja ich brauch euch wahrscheinlich nicht erzählen, wie die Gedanken sich in einer Spirale in meinem Gehirn gedreht haben.

Erzählt mal. Wie geht es euch, wie ging es euch als ihr eure Kleinen das erste Mal alleine gelassen habt. Wie alt waren sie. Wie war das Gefühl? Konntet ihr den Abend genießen? Mein Mann hat zwar gestern nicht viel dazu gesagt als ich ihm von meinen Gedanken erzählt hab, aber ich hab ihm angemerkt, dass er von mir genervt war...Hat er recht genervt zu sein, oder darf man als Mama von einem 3-monatigem Baby noch klammern und fragen ob man wirklich schon bereit ist sie, sei es auch nur nachts und ein paar Stunden, fremden Händen anzuvertrauen?
Ach, ach....Ich hab ja schon das Gefühl, dass ich eine eher "gluckenhafte" Mama bin, aber in dem Alter ist das doch noch okay oder?

GlG Plici

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22. Juni 2015 um 8:08

Huhu
unser kleiner wurde letzten Dienstag auch genau 3 Monate alt und wir waren an diesem Abend das erste mal wieder am Abend weg.
Wir wollten unbedingt einen Säuglings Erste Hilfe Kurs machen , und leider auf die Abendtermine angewiesen ..
Habe mir natürlich auch total die Gedanken im voraus gemacht , ob das alles gut geht , zumal wir schon um halb 7 los mussten und der Kleine da ja noch wach ist...
Aber der Onkel hat das super gemacht , obwohl der Kleine die abgepumpte MuMi vereigert hat

War schon ein komisches Gefühl , so ohne Kind unterwegs zu sein (waren erst um halb 11 zurück, weil der Kurs 3 std ging). Aber zur Not hätte ein Anruf genügt und wir wären innerhalb ner viertel Std zuhause gewesen.

Ich kann deine Ängste total gut verstehen, aber es tut auch gut, mal wieder etwas allein zu unternehmen und ihr seid ja nicht aus der Welt...

Bin gespannt, ob ihr es dennoch wagt.
Lg Bine

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22. Juni 2015 um 10:11

Schön,
dass es nicht nur mir so geht.

In meinem Bekanntenkreis werden die Kinder auch recht früh mal abgegeben damit die Eltern was gemeinsam unternehmen können, wie Wellnessen oder Abends weggehen. Ich fasse halt generell schwer Vertrauen in andere, dass die etwas genauso gut machen wie ich - das macht das alles halt nicht leichter.

Mein Mann hat mich auch gerade wieder angerufen, ob ich mich nun schon entschieden hätte wegen Freitag, da er gern schon planen möchte Is ja vielleicht nett gemeint, aber halt falsch getroffen, wenn ich sagen ich würde das gern am Freitag spontan entscheiden wohin wir gehen und ob wir gehen. Tja Männer und Frauen ist wohl immer eine schwierige Kommunikation.

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22. Juni 2015 um 16:58

Hi Plici,
ich habe unseren Kleinen das erste Mal mit sechs Wochen zu meiner Mama gegeben. Anlass war die Hochzeit meiner besten Freundin bei der ich als Trauzeugin involviert war. Nachmittags in der Kirche war der Kleine noch dabei. Anschließend ist mein Freund mit ihm nach Hause gefahren. Ich bin bei der Hochzeitsgesellschaft geblieben. Die Tage zuvor hatte ich ausreichend Milch abgepumpt. Mein Freund hat den Kleinen abends, nachdem er ihn mit der Flasche gefüttert hat, gegen 19 Uhr zu meiner Mama gebracht, um zur Hochzeitsfeier nachkommen zu können. Um Mitternacht haben wir den Kleinen wieder abgeholt. Er hat die kompletten 5 Stunden bei meiner Mutter durchgeschlafen. War also alles ganz easy. Als ich ihn dann wieder im Arm hatte, war die Wiedersehensfreude riesig, schließlich war ich 8 Stunden ohne mein Kind! Die Feier konnte ich aber genießen. Was aber daran lag, dass ich meiner Mutter da zu 100 Prozent vertraue und ganz sicher bin, dass sie in Notfällen vielleicht sogar besser reagieren würde als ich selbst. Ich denke, dass ist das A und O: Das Vetrauen zum Babysitter.

Dennoch denke ich, dass deine Sorgen und Gefühle normal sind. Ich kenne diese Gedanken auch und hätte auch die Option gehabt, den Kleinen mit zur Feier zu nehmen. Aber ich habe dann entschieden, dass es besser für den Kleinen ist in ruhiger Umgebung gut betreut zu sein als dass 100 Partygäste dauernd in den Kinderwagen gaffen und der Kleine bei so viel Trubel vielleicht Panik bekommt.

Wenn du allerdings vorher schon weißt, dass du den Abend nicht genießen kannst, dann lohnt sich der Aufwand wahrscheinlich nicht.

Ich frage mich auch, warum man als Mama immer so voller Sorge ist und die Papas so oft alles ganz unproblematisch finden... Aber auch wenn die Papas da entspannter sind, wäre eine verständnisvolle Reaktion des Partners natürlich hilfreicher als eine genervte, denke ich.

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