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Das schwarze Schaf der Familie

4. August 2013 um 21:33

Hallo Ihr Lieben...

Nun, ich bin das schwarze Schaf der Familie...
Und heute habe ich mal wieder gemerkt, dass das garnicht schön ist...

Ich Liebe meine Familie, sie haben mir in vielen Lebenslagen geholfen, sich für mich eingesetzt und unterstützen mich auch heute noch...
ABER, sie, besonders mein Vater können nicht damit umgehen das ich nicht "normal" bin...
Seiner Meinung nach würde ich mich hinter meiner Krankheit (dem Borderline) verstecken und es vorschieben um nicht Arbeiten zu müssen...
JA, ich habe keine Ausbildung (habe aber mein Abitur geschafft und 2 Jahre gearbeit bevor meine Tochter kam), und JA ich weiß im moment nicht wie es weiter gehen soll mit mir, ich schwebe in der Luft und kann daran grade nichts ändern (mein Lebensgefährte befindet sich ein einem Erbschaftsstreit mit seiner Schwester und das nimmt mich sehr mit).
Ich bin ein Mensch der sich einen Plan machen muss, ich kann nicht entscheiden, wenn noch so viel unklar ist...
Ich muss ja auch an meine 13 Monate alte Tochter denken...
Ausbildung, Haushalt und Kind?
Im Moment schaffe ich das nicht....

Und genau damit können meine Eltern nicht umgehen....
Mein vater ist sehr erfolgreich, meine Mutter arbeit auch, obwohl sie es nicht müsste,- meine schwester studiert...
Alle in meiner Familie haben den "normalen" Weg genommen.
Schule, Ausbildung, Beruf, Kind...

Und Ich?
"Tja, und was sage ich meinen Kollegen wenn sie Fragen was du machst?" fragte mein Vater heute....
"Sag ihnen dass ich Reitunterricht für Kinder gebe..." antwortete ich darauf (ich gebe jeden Samstag für ein paar Stunden den unterricht)
"Das ist ja aber nichts richtiges, wie siehts mit ner Ausbildung aus?" mein Dad daraufhin.

Jaaa... ich bin das schwarze Schaf....
Ich passe nicht in das "heile friedefreude Eierkuchen" Leben meiner Familie...
Aber was soll ich denn machen?


Sorry fürs ausheulen.. aber ich weiß grade nicht wohin damit....

lg mel...

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4. August 2013 um 21:45

Ich glaube nicht, dass deine Eltern dich als schwarzes
Schaf sehen.
Vielleicht schämem sie sich ein wenig,weil sie sich in ihrer eitelkeit verletzt fühlen, mag sein, aber glaubst du nicht, dass das Verhalten deiner Eltern vielmehr aus Sorge zu dir resultiert?
Jede Eltern wollen für ihr Kind das beste.
Und sie haben dir scheinbar ermöglicht das Abitur zu machen, die unterstützt etc. Du hast also super tolle Voraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Karriere und alles was damit zusammenhängt (finanzielle Sicherheit, das Gefühl etwas zu tun zu haben, gebraucht zu werden, gesellschaftliches Ansehen etc.)
Welche Eltern wollen das nicht für ihr Kind?
Würdest du dir das für dein Kind nicht auch wünschen?
Was würdest du deinem Kind raten wenn es in deiner Lage wäre?

Ich möchte deine Eltern nicht verteidigen, aber dein Text liest sich für mich ein wenig so, also würdest du dich scheuen Verantwortung zu übernehmen und den leichteren Weg wählen, nämlich den, die "Schuld" deinen Eltern zuzuschieben.
Keiner lebt in einer Friede- Freude- Eierkuchenwelt.

Du bist doch sicher in Therapie, wenn die deine Borderlinestörung so sehr beeinträchtigt, oder?
Besprich dich doch mit deinem Therapeuten, macht einen Plaan wie es weitergehen soll.

Viel Kraft.

LG
Pupsigel

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4. August 2013 um 21:52


Hey du,

wenn man das so liest - kann es sein dass in deiner Familie eine ziemlich hohe Erwartungshaltung, ein hoher Erfolgsdruck herrscht?
Warum ist es deinem Vater so wichtig, einem Kollegen sagen zu können was du machst? Du bist daheim mit deinem kleinen Kind, ist das keine Leistung?
Lass dich von solchen Erwartungen nicht überfahren (jaja, leicht gesagt). Es ist nicht wichtig, dass du für das Umfeld deiner Eltern "präsentabel" bist, sondern dass es euch GUT geht. Versuch deine eigenen Prioritäten zu setzen, anstatt immer die Erwartungen deiner Eltern erfüllen zu wollen. Das geht in aller Regel ohnehin schief...
Mach dir einen Plan für DICH, nach deinem "Geschmack"/Möglichkeiten/Interessen - und fang an ihn umzusetzen. Egal ob du dann als "schwarzes Schaf" gilst oder nicht - Hauptsache du bist glücklich damit!!!

Du schaffst das!

Tiri


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5. August 2013 um 11:43

Danke
für eure Antworten....

Ja, es herrscht in unserer Familie großer Druck. Zumindest für mein empfinden....

Weil weiter unten die Frage kam ob ich in Therapie bin...
Nein bin ich leider nicht... weil die Therapeuthen hier in meiner Gend, die sich auch mit dem Themengebiet auskennen, noch nicht mal mehr auf die warteliste schreiben lassen, weil sie so voll sind :/

Und natürlch machen meine Eltern sich Sorgen um mich..., wir haben an sich ein sehr gutes Verhältniss, aber sie können sich einfach nicht in mich reinversetzen...
Sie können nicht nachfühlen, dass jeder Tag für mich eine neue herrausvorderung für mich ist.
Klar, niemand ohne die Krankheit kann das...
Aber ich habe das Gefühl, dass besonders mein Vater sich auch garnicht damit befassen will...
Und das macht mich traurig...
Er wusste ja noch nichtmal, dass Borderline ein Leben lang exsistent ist..., er dachte das wäre sone "pubertätssache..."
Meine Mama ist da einfühlsamer, und hat meinen Papa da gestern auch ein wenig gebremst... Aber es ist halt trotzdem ein blödes Gefühl...

Heute bin ich zum Essen bei ihnen..., mal sehen ob wir das nochmal ansprechen....

Lg Mel

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5. August 2013 um 11:53

Es ist gut dass du
deine grenze selber erkennst....das ist so viel wert.
lass dich zu nichts drängen, wenn DU sagst, du kannst dass jetzt nicht, dann lass es bleiben.

ich habe den fehler gemacht und mich in eine Ausbildung gestürzt, zu einem Zeitpunkt, der absolut nicht der richtige war.
irgendwie aus den gleichen gründen, wie bei dir, nur dass meine Familie nicht so offensiv was sagte, aber ICH immer das gefühl hatte, ich bin nur was wert, wenn ich eine Ausbildung habe.
ich wollte mich mit dem stempel junge mutter,alleinerziehend,ohne Ausbildung einfach nicht abgeben, ich hatte das gefühl ich müsste es mir jetzt beweisen, dass ich was kann, dass ich das schaffe....

Tja, ende vom lied, ich stecke mitten in der Ausbildung, die ich auch von den noten her gut schaffe, aber um welchen preis?? ich war 10 tage im Krankenhaus, mir ging es gesundheitlich so wahnsinnig schlecht, auch zur zeit schaffe ich den alltag nur mit Medikamenten...setzte ich diese ab, würde ich binnen kurzer zeit wieder im kkh landen...also werde ich jetzt wohl die nächsten 2 jahre diese Medikamente nehmen müssen, um die Ausbildung zu schaffen...meinem körper tut das nicht gut.

es war so falsch von mir, so früh eine Ausbildung anzufangen....oder zumindest diese Ausbildung, ich wusste , dass sie recht lernintensiv ist....aber auch gerade dass hat mich gereizt, wenn schon kein Studium, dann zumindest was anspruchsvolles....

hör auf dich und dein gefühl....DIR muss es damit gut gehen....

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