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Dem Kind beibringen "anders" wütend zu sein

7. Januar 2014 um 12:20

Hallo,

es ist ein schwieriges Thema, ich hoffe einige können mir helfen.

Also es geht darum, meine Tochter ist oft sehr sehr wütend und das zeigt sie in dem sie mich schlägt, kneift und tritt. Ich schimpfe dann nicht mit ihr, denn ich sehe es nicht als ihren Fehler an. Sie weiß nur nicht, wie sie ihren Fehler anders rausbringen kann. Ich bleibe in diesen Situationen bei ihr und zeige ihr dass ich sie trotzdem lieb habe.

Dennoch ist es schwer an sie ranzukommen. Sie ist dann wie in Rage und weiß nicht was sie will. Ich sage ihr, dass es okay und gut ist wütend zu sein, aber es ist nicht okay, andere zu hauen oder sachen kaputt zumachen.

Den Situationen aus dem Weg gehen ist auch nicht möglich, da sie im moment bei jeder Situationen so ausrasten kann.

Ich möchte ihr helfen und ihr andere Wege zeigen. ZB laut schreien, mit dem Fuß stampfen, in ein Kissen boxen, eben einfach alles rauslassen.

wie geht ihr mit so Wirbelwinden um?

LG Soul

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7. Januar 2014 um 12:32

Wie alt ist deine Kleine?
Ich würde übrigens schimpfen, sie sollte merken, dass du Gewalt nicht akzeptierst, dass Gewalt keine Lösung ist.

Hilf ihr, ihre Wut anders zu kanalisieren.

Zum Beispiel in dem du während eines Wuntanfalls ganz laut sagst: " Ich sehe, du bist wütend. Mir hilft es auf den Boden zu stampfen (oder ähnliches)" Und dann stampft du ganz laut auf den Boden.


Wir haben das Thema auch gerade und ich setze deutlich die Grenze, dass Hauen keine Option ist.
Heute morgen wurde ich beim Anziehen geschlagen.
Ich habe ihn abgesetzt, laut "aua" gesagt, gesagt, dass nicht geschlagen wird und dass ich traurig bin und bin aus dem Zimmer gegangen.
Inzwischen kommt er mir nach (dauert manchmal eine Minute), nimmt mich in den Arm und sagt "Entschuldigung" und wirft das Aua weg.


Manchmal, wenn ich sehe er wird wütend/frustiert, dann hauen wir auf ein Kissen oder sowas ähnliches, dann kann er Dampf ablassen- auf eine gute Art.


LG
Pupsigel

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7. Januar 2014 um 18:47

Sally
nur kurz, gleich gehe ich intensiver auf alles ein.

also ich hab mich blöd ausgedrückt. Ich sage ihr nicht, dass ich sie trotzdem lieb habe, dass habe ich
jetzt nur im Satz für euch so benutzt.

Natürlich habe ich sie immer und jederzeit bedingungslos lieb.

Ich verstehe aber was gemeint ist Dankeschön

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7. Januar 2014 um 21:42

Ich finds immer toll,
wenn du zu so etwas schreibst

Mein Zwerg ist noch winzig, aber von der Wahrnehmung und dem, wie ich mir wüsnche später mit ihr umzugehen triffst du immer genau mein Gefühl und meine Sichtweise!

Musste ich mal loswerden.

Ich seh vor Allem auch sehr oft, dass Erwachsene keinerlei Strategien haben mit ihrer eigenen Wut umzugehen, sie entweder nur unterdrücken, oder verletzten, auf welche Art auch immer. Im Erwachsenenalter ist es wirklich schwer sich "umzuschulen", daher hoffe ich gerade diesbezüglich meiner Tochter gut auf den Weg zu helfen.
Und solche Threads hier und User, wie du, Sally und einige andere sind wirklich eine große Hilfe

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8. Januar 2014 um 11:20

So jetzt antworte ich euch mal
Also erstmal muss ich sagen, dass Misssaleen es richtig sieht und es auch gut erklärt.

Eins möchte ich aber noch erwähnen:

Erstmal, ich sitze da nicht rum und lasse mich verprügeln. Ich bin da schon in sicherer Entfernung bzw. halte ihre Hände fern.

Ich muss noch aber noch etwas erzählen:

Ich habe das erste Mal so bei einem Wutanfall so ihr gegenüber reagiert. Bisher habe ich auch so reagiert, wie ihr es mir vorgeschlagen habt (hätte ich im Anfangsthread erwähnen müssen) bzw. ist auch oft mein Freund eingeschritten.

Jedenfalls habe ich mich nicht aufgewühlt dadurch und ich hatte komischerweise ein gutes Gefühl. Es hat sich richtig angefühlt. Ich war in einer schwierigen Situation für meine Tochter da. Ich habe ihr gezeigt, dass sie nicht alleine ist und sie keine Angst haben braucht.

Es ist eben so wie Misssaleen es beschreibt.

Und naja, hört sich vllt komisch an, aber das Ergebnis ist schon vorhanden.

Diese Situation war am Montag. Gestern und auch heute morgen, war das Verhältnis zu meiner Tochter irgendwie anders. Viel harmonischer. Ich habe mich ihr näher gefühlt als sonst. Sie hat mir gestern Abend im Bett auch beim Haare kämmen plötzlich gesagt:,, Mama ich bin wütend auf dich!" Ich habe sie gefragt warum sie wütend auf mich ist und sie sagte, weil ich ihr beim Haare kämmen wehgetan habe. Ich habe mich bei ihr entschuldigt und ihr gesagt, das ich jetzt vorsichtiger sein werde. Ich wollte sie nicht loben, da ich es nur so hätte formulieren können, dass sie mich dadurch glücklich gemacht hat und es nicht ihre Aufgabe mich glücklich zu machen und sie soll nicht das Gefühl kriegen, dass wenn sie mal nicht so reagiert, dass sie mich dann unglücklich macht und sich dann schlecht fühlt.

Ich denke jeder geht seinen eigenen Weg und jeder kann nur aus seinen Erfahrungen lernen.

@Sally
Ich werde mir das Buch mal kaufen/ausleihen. Vielen Dank

Auch an alle anderen Danke

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8. Januar 2014 um 11:53

Es ist ja
völlig normal, dass jeder das macht was er für richtig hält.

Ich habe es bisher auch so gemacht, weil man es überall so "hört". Man soll dem Kind zeigen und sagen was es falsch macht. Aber ich habe nun eine andere Art und Weise kennengelernt, angewendet und ich fühle mich so besser.

Ich hätte meiner Tochter auch gerne gestern abend gesagt, wie toll ich das finde, dass sie mir das sagt. Aber ich habe mir gedanken darüber gedacht und ich finde, wenn ich ihr das gesagt hätte, dann hätte sie den Eindruck vermittelt bekommen: Wenn ich so und so reagiere, dann ist meine Mutter stolz und glücklich.

Das möchte ich aber nicht, dass sie aus diesen Gründen so reagiert. Denn so hat sie doch die Verantwortung mich stolz und glücklich zu machen und so etwas sollten Kinder niemals haben.

Misssaleen hat mir mal folgende Worte geschrieben:

"Das Hauptbedürfnis aller Kinder ist: Freude und Spaß bereiten
Und ein Bedürfnis was sie von uns brauchen ist: Bedinungslose Liebe"

Ich finde das sehr einleuchtend und habe es mir sehr zu Herzen genommen.

Aber Sally, eins möchte ich dir noch nahelegen. Nur weil ich so empfinde und denke, bedeutet das nicht, dass du deinem Sohn etwas schlechtes tust. Ich kann und will niemals bewerten, wie du deinen Sohn erziehst. Du weißt selber am besten was richtig und was falsch ist. Also du darfst solche Worte nicht persönlich nehmen.

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8. Januar 2014 um 12:21

Klar darfst du fragen
also erstmal, hier kollidiert absolut gar nichts mit deiner Erziehung, deswegen habe ich ja den unteren Absatz noch geschrieben.

Ich fand den Satz für mich einfach nur unglaublich einleuchtend, ich möchte ihn die auch nicht nahelegen, sondern habe ihn einfach erwähnt.

Hm ich sehe da ganz klare Unterschiede:

Zum einem ist ein Lob für ein gutes Verhalten mir gegenüber (sie hat ihre Wut mit ruhigen Worten rausgebracht und mich nicht gehauen).

Und zum anderen, hat meine Tochter etwas aus eigener Leistung wunderbar vollbracht. Und natürlich kann, werde und will ich in diesen Situationen die Freude meiner Tochter darüber teilen. Ich werde mich einfach mit ihr freuen und ihr dadurch ein positives Feedback geben.

Ich kann zB sagen:

Das macht mich sehr stolz und freut mich sehr, dass du so eine gute Note geschrieben hast.

oder

Wunderbar. Das hast du super gemacht. Juhuuu. Das hast du dir verdienst und du kannst sehr stolz auf deine Leistung sein.

Ich kann mich schwer ausdrücken, aber vllt versehst du ja was ich meine. Durch das erste Beispiel, rede ich über mein gutes Gefühl und beim zweiten Beispiel rede ich über ihr gutes Gefühl und zeige ich lediglich meine Freude darüber. Dadurch gebe ich ihr nicht die Verantwortung mein Gefühl zu verbessern, sondern eher ihr Gefühl zu verbessern.




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8. Januar 2014 um 12:38

Wenn jemand lacht und strahlt
und ich lache dann mit und strahle auch, kann das auch teilen sein. Da braucht man keine Worte für.

Also wenn ich weiß, ihr liegt Mathe nicht, dann würde ich mit ihr Lösungswege besprechen, wie Nachhilfe, gemeinsames Lernen usw.

Wenn sie die 5 aber einfach aus reiner Faulheit geschrieben hat, dann würde ich ihr die logischen Konsequenzen aufzeigen:
- mehr lernen, weniger Fernsehen, weniger Freizeit und gegebenfalls auch mehr Kontrolle unsererseits und evtl auch gemeinsames Lernen.

Aber ich würde ihr nicht sagen, dass ich traurig und enttäuscht darüber bin.

Es kommt aber doch auch immer auf die Situation drauf an. Ich weiß doch nicht wie und was sein wird, wenn mein Kind mal in der Schule ist.

Jeder kann da ja auch anders reagieren und es ja auch jedem das Seine.

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8. Januar 2014 um 13:17

Sally
ich schreibe dir gleich eine PN.

Das geht zu sehr in die Tiefe und geht andere nichts mehr an

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8. Januar 2014 um 14:21

Klappt ablenken?
Ansonsten emohathie zeigen, und fragen, warum sie so sauer ist. Am besten bevor sie sich reinsteigert.
LG

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