Forum / Mein Baby

Depression oder Hormone? Schwanger und hilflos!!

Letzte Nachricht: 2. Juli 2013 um 23:27
16.06.13 um 1:14

Hallo ihr Lieben,

ich weiss, mein Problem passt nicht ganz ins Thema, aber ich weiss nicht wohin mit mir und muss schnellstens loswerden, was mich belastet:

Ich befinde mich gerade in der 25+0 SSW.
Kurz zu mir: ich bin 28, mein befristeter Vertrag ist gerade ausgelaufen und nicht verlängert worden und bin daher den ganzen Tag (seit 1,5 Monaten) zuhause, weswegen ich wahrscheinlich mehr grüble, als ich es womöglich mit Job täte.
Ich war gerade 2 Monate mit meinem Freund zusammen als ich erfuhr, dass ich schwanger bin.
Ich bin in ein Loch gefallen, denn mein Freund erzählte mir, dass es mit seiner Ex nie mit einem Baby klappte, er daraufhin beim Arzt war und dieser ihm bestätigte, dass er keine Kinder mehr zeugen könne.
In keiner Sekunde habe ich an einen SS-Abbruch gedacht; was aber nicht heisst, dass ich plötzlich voller Vorfreude war. Im Gegenteil, mir gings nach dieser "Schocknachricht" dreckig, ich wollte einfach nicht in dieser Situation sein und nicht vor so einer Entscheidung stehen müssen. Letztlich liess ich einfach die Zeit entscheiden (wobei ich insgeheim niemals in der Lage gewesen wäre,einen Abbruch zu vollziehen).

Die ersten 3 Monate gings mir nicht gut, ich war ständig müde, launisch und behandelte meinen Freund schlecht. Dann pendelten sich die Hormone ein und ich entdeckte meine Liebe zu diesem Mann neu. Irgendwann zog er sich allerdings immer mehr zurück, sein Hobby, seine Freunde...alles andere ist ihm wichtiger. An dieser Stelle sollte ich viellt erwähnen, dass er bereits 40 ist und kein verantwortungsloser Teenie mehr.
Ich schrieb ihm die Tage, dass ich wohl momentan einfach nicht in sein Leben passe und die Situation,wie sie ist, nicht länger ertrage. Das ist mittlerweile 5 Tage her, ich habe nichts gehört bislang.
Da wir nicht mal zusammen in einem Ort wohnen, versuche ich mich allmählich immer mehr mit dem Gedanken anzufreunden, allein zu sein. Es ist so ungerecht: auch ich würde am liebsten fliehen, nur kann ich es nicht. Und er kann sich einfach fein raus halten.

Ich habe Panik, fühle mich überfordert. Ich wollte das Kind nicht bzw es war nicht geplant und nun stehe ich da, ganz allein mit der Verantwortung. Ich vermisse das Gefühl, geliebt zu werden. Manchmal habe ich dem Baby gegenüber ein schlechtes Gewissen,dass ich so denke und fühle. Und es gibt auch wenige Momente, in denen ich so etwas wie Freude empfinde (wenn ich z.B. die Bewegungen spüre). Aber in erster Linie sieht alles so schwarz aus. Ich habe Angst durchzudrehen, weil ich der Aufgabe nicht gewachsen bin.
Seitdem ich nicht mehr arbeite, lebe ich sehr zurück gezogen, verlasse kaum das Haus, kriege den Haushalt nicht mal auf die Reihe. Dabei war ich sonst immer so lebensfroh, habe viel gelacht. Ich glaube, das habe ich dieses Jahr nicht ein Mal.
Leider habe ich auch kaum Bezugspersonen hier. Meine engste Vertraute ist gerade frisch verliebt und schwebt auf Wolke 7, verbringt jeden freien Moment mit ihrem Lover. Ansonsten habe ich nur oberflächliche Kontakte.

Ich weiss nicht, wie es weitergehen soll. Ich habe Angst, dass es sich um eine Depression handelt. Ich habe auch körperliche Beschwerden wie Unruhe, Übelkeit, Magenschmerzen, Verstopfung, Unwohlsein, Müdigkeit und Abgeschlagenheit und trotzdem finde ich nur schwer in den Schlaf.
All die Symptome, ob körperlich oder seelisch, sind abends besonders schlimm.
Ich weiss einfach nicht weiter und das schlimme ist: Das bin nicht ich.

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18.06.13 um 9:32

Wer sind WIR in einer Schwangerschaft?
Hallo misslady85,

deine Lage erinnert mich fast an meine.
Seit beginn der SS leide ich schon unter dieser inneren Unruhe. Plötzlich stelle ich ALLES in Frage, nörgele wegen jeder Kleinigkeit und weiß weder ein, noch aus.
Ich wurde auch im 2 Monat nach Beginn der Beziehung schwanger (jedoch geplant). Ich habe Schuldgefühle dem Kind gegenüber, denn manchmal gebe ich einfach dem Kind die Schuld lt. dem Motto "Was wäre wenn ich nicht schwanger wäre...?"

Dein Mann wird sicherlich auch mitbekommen haben, dass du dich innerlich veränderst. Und auch er verändert sich.
Ich würde nicht sagen, dass er sich zurückzieht um dich allein in der Situation zu lassen. Er wird sich vermutlich nur bewusst, dass ihr bald zu dritt seid und er nicht mehr die nötige Freizeit für Hobby, Freunde etc. haben wird. Auch Männer haben Ängste, leider sprechen sie kaum darüber.

In letzter Zeit nehmen bei mir die Streiterein zu und ich habe Angst meinen Mann dadurch zu verlieren. Jedoch gibt er mir immer zu verstehen, dass er mich niemals allein lassen wird. Und selbst sowas stell ich dann in Frage.
Ich bin die ganze Woche allein zu Haus, gehe zwar arbeiten aber hab trotzdem viiiiel zu viel Zeit um über alles nachzudenken, sodass ich mittlerweile in einer Spirale festsitze.

Auch wenn euer Baby nicht geplant war, ist es nun da.
Rede mit deinem Mann sachlich über deine Ängste, dein Unwohlsein und fahrt einfach ein paar Tage weg. Das hilft den Kopf wieder freizukriegen. Allein zu grübeln macht er nur schlimmer (du siehst ja, welche Konsequenz mittels nachricht du dann zusätzlich zu tragen hast).
Lass den Ballast los, anstatt ihn dir aufzulasten.

Ich bin übrigens in der 30. SSW
(alles etwas wirr geschrieben, aber auch ich muss meinen Frust auch loswerden, sry)

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute!

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18.06.13 um 19:16

*seufz*
Hallo Francese,
Danke für deine liebe Antwort.
Das mit dem gemeinsamen Wegfahren ist leider mehr als schwierig....Sein Hobby, was eigentlich eher sein Leben ist (er hasst es, wenn ich "Hobby" sage), beansprucht ihn eigentlich ständig und geht ihm auch über alles. Um keinen Streit oder eine evtl. Trennung zu provozieren, muss ich das ganze einfach so hinnehmen, schliesslich habe ich ihn ja auch so kennengelernt.
Jedes 2.Wochenende kümmert er sich um seinen Teenie-Sohn, die anderen Wochenenden gehen halt eben meist für iwelche Veranstaltungen seitens seines Motorrad-Clubs drauf, bei denen er aufgrund div. Umstände einfach nicht fehlen darf!
Unter der Woche arbeitet er bis spät abends. so dass er -wenn er von der Arbeit kommt- nur noch tot ins Bett fällt. Folglich sehen wir uns dann eben auch nicht, denn ich will meine freien Tage nicht gelangweilt bei ihm aufm Dorf verbringen (wo ich nix und niemanden habe), nur um ihm dann beim duschen,essen und einschlafen zuzusehen...
Ich sage ja: alles absolut nicht geplant und daher bin ich auch soo mega unzufrieden. Da nützt das beste Wetter gerade auch nichts...
Und nach der Geburt? Ich fühl mich dem ganzen nicht gewachsen. Keine Ahnung, ob und wie ich das allein durchstehen soll. Ich bin keine Mami

Dein Mann ist wenigstens für dich da und steht zu dir, sagt dir, dass er dich bzw euch nicht verlassen möchte.
Das ist doch schön...Mein Freund schwebt ganz plötzlich nicht mehr auf de rosa Wolke, ist daher immer sehr nüchtern bzw manchmal sogar ziemlich pessimistisch,was mich zeitweise wirklich verletzt...

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19.06.13 um 9:52

Kopf hoch
Ein Motorradfahrer - wie meiner.
Aber was will man (Frau) dagegen schon tun.

Darf ich dich mal fragen, wie du dir eure Beziehung vorgestellt hättest, wenn du nicht schwanger wärst? Der Teenie-Sohn, der Motorradclub, die Arbeit und das dörfische Leben wären doch dennoch da?!

Ich habe mich gestern, nach 9 Jahren, mit einer ehemaligen Freundin getroffen und einfach nur geredet, geredet, geredet. Hast du denn alte Kontakte, die du knüpfen kannst?
Wenn du mit Mann nicht zur Ruhe kommst, dann versuch es ohne - glaub mir: das hilft. Raff dich auf, geh ein Stück spazieren, schwimmen etc.
Du weißt am Besten was dir gut tut.

Wenn du selbst wieder das Glück der SS erkennst wird vielleicht die Freunde auf deinen Mann überspringen?! Mein Mann hat auch das lachen verlernt und zieht mich dadurch runter - aber das darf ich nicht dauerhaft zulassen, sonst komme ich niemals aus den Depressionen heraus.

Kennst du das Zitat "Jeder Mann ist nur so stark, wie die Frau, die hinter ihm steht"?
Heißt: Wenn ICH glücklich und zufrieden mit mir selbst bin, dann ist es mein Mann auch. Ich versuche einfach gerade dieses Motto auszuleben, denn so geht es nicht weiter. (Ich hoffe, dass du das genauso siehst)
Vergrab dich nicht. Tu alles erdenklich mögliche.

Und wenn du deinem Mann nicht beim duschen und essen zusehen möchtest, dann duscht und kocht zu zweit Dein Mann muss an dieser Stelle auch Verständnis zeigen. Wälz nicht alles auf dich ab!

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19.06.13 um 15:49

Im Moment wieder ein Hoch
es liegt vielleicht doch gerade am schönen Wetter oder auch an dem Austausch mit anderen, wie z.b. mit dir, wo man sieht, dass man LEIDER nicht allein steht mit seinen Problemen.... aber gerade erlebe ich wieder eher positive Tage. Gestern war ich beim Arzt und habe was Pflanzliches gegen die miese Stimmung verschrieben bekommen. Bislang musste ich das Zeug nicht mal einnehmen

Um ehrlich zu sein: Als ich von der SS erfuhr, waren wir gerade 2 Monate ein Paar und im Prinzip wollte ich auch gar nix festes, sondern mir hat was lockeres gereicht, ich fands auch gut, das wir uns nicht ständig gesehn haben.
Allerdings war er bis über beide Ohren verknallt...Und nun scheint sich das Blatt ja gewendet zu haben....
Mir war immer klar, dass ich mit dem Typen nicht alt werden will, dafür waren wir und alles drum herum einfach zu unterschiedlich. Aber mit der SS kamen auch iwann die tieferen Gefühle für diesen Menschen. Für mich gehören Mutter-Vater-Kind einfach zusammen.
Ich meine, ich bin zwar selbst ein sog Scheidungskind und kann nicht behaupten, das mir das geschadet hat. Aber dennoch wünsch ich mir dieses klassische Familienidyll und kann, jetzt wo ich selber Mutter werde, mir einfach nicht vorstellen, wie man als werdender Vater so leichtfertig alles aufgeben kann.

Mein Freund hat mich vergangene Woche falsch verstanden, ich habe ihm gesagt, dass ich im Moment nix mehr will.
Plötzlich war Funkstille ein paar Tage, er meldete sich nicht.
Als ich ihn drauf ansprach schrieb er mir, dass er dachte ich hätte mich getrennt und das das viellt gar nicht die schlechteste Idee wäre, weil ich sein Leben eh nicht verstehe und er so wenig Zeit hat für mich....

Ich erklärte ihm, dass ich nie von Trennung sprach und dann nahm er auch alles zurück,was er gesagt hat. Dabei klang es so, als sei er erleichtert, als er davon ausging, wir sind nun getrennt. Er sagt zwar alles ist gut, aber unser Verhältnis is sehr kühl und distanziert.

Ich finde es schwierig zu kämpfen, wenn man das Gefühl bekommt, der andere hat gar kein Interesse daran. Er hätte die Trennung ja scheinbar kampflos hingenommen.
Das tut weh, aber trotzdem möchte ich noch nicht aufgeben.

Ist dein Mann denn auch in nem richtigen Club, der viel Zeit beansprucht, oder fährt er "bloss" gern Motorrad?

Du hast Recht, vergraben ist nicht der richtige Weg.
Doch spätestens abends, wenn ich zur Ruhe komm,bricht es meist über mich ein.
Denn eigentlich wären das so die Momente, in denen ein liebevoller Partner gemeinsam mit einem auf dem Sofa liegt, den Bauch streichelt und sich gemeinsam auf den Nachwuchs freut

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20.06.13 um 11:10

Behalte deine gute Stimmung
Wenigstens bekommst du irgendwann gegen dieses Tief. Meine FA hat mich nur belächelt -.-'

Für mich ist dieser typische Gedanke an das Familienidyll auch das wichtigste. Ich hab ein super Verhältnis zu meiner ganzen Familie und kann mir gar nicht vorstellen, wie es ohne Vater wäre. Gerade weil wir einen Jungen bekommen.
Kinder brauchen ELTERN!

Lass es mit deinem Mann ruhig angehen. Gerade wenn du die Beziehung anfangs sehr locker sahst. Seht ihr euch überhaupt regelmäßig (wochenends oder so), sodass ihr mal gemeinsam etwas abspannen könntet?

Er wird nun mit der Situation auch überfordert zu sein, oder? Wie denkt er denn zu der plötzlichen SS? Wollte er überhaupt noch ein Kind? Stand für ihn eine Abtreibung in Frage?

Mein Mann ist in keinem Club, fährt dazu von 8.00 bis 20.00 Uhr durch die Gegend. (wir führen eine WE Beziehung)
Eigtl. würde ich gern mit ihm das ganze WE verbringen, aber er gibt mir auch zu verstehen, dass er nun sich nochmal "ausleben" will. Also lass ich ihn. Wenn das Baby erstmal da ist, wird er sich mehr Zeit für uns nehmen.
Ich hoffe, dass das bei dir auch der Fall ist.

Abends auf dem Sofa geht es mir auch so...es ist so leer überall Aber bald lieg ich dort mit meinem Sohn ^^

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20.06.13 um 21:00

Aaaalsoooo....
bis vor 4 Wochen haben wir uns zwar auch nicht regelmäßig gesehn, aber schon häufiger.
Er war unter der Woche mal öfters bei mir, was er nun gar nicht mehr macht und dann haben wir uns jetzt sage und schreibe 4 Wochen am Stück nicht gesehn!!!!!
Ich war dann am Sonntag paar Stunden bei ihm.
Es ist schwierig, weil jedes 2.Wochenende für seinen Sohn und der Rest fürs Motorrad drauf geht und unter der Woche arbeitet er so ewig lang, das mittlerweile sogar deutlich weniger Anrufe und auch weniger SMS drin sind.
Fühlt sich aber eher danach an, als wenns mit seinen Gefühlen zutun hat, er streitets aber ab und meint, alles sei palletti.

Er wurde von seiner letzten Freundin sehr sehr verletzt und enttäuscht, ich bin so viel anders als sie. Vielleicht macht ihm das Angst? Klar ist aber auch, dass sie seine Traumfrau war und er mit Sicherheit nicht annähernd so tiefe Gefühle für mich hat wie einst für sie...Also zumindest sind sie anders.
Er war geschockt von der SS, weil er ja lt. Arzt angeblich keine Kinder mehr kriegen kann:War aber gegen Abtreibung und hat sich dann iwie damit arrangiert. Ich meine, noch ist er ja eh nicht so in die Sache involviert. Er hält sich fein raus, verdrängt viellt sogar. Hat keinen Bezug zu meinem Bauch/dem Baby.

Ist eigentlich ne Frechheit: Männer leben sich weiter aus, gehen nach wie vor ihrer Wege und wir müssen uns einschränken. Keine Parties mehr, keinen Alkohol, nicht rauchen... und wenn sie die Schnauze voll haben, flüchten sie, setzen sich stundenlang auf ihr Bike,schalten ab, machen ihr Ding.
Alles unmöglich, wenn man schwanger ist, daher wag ich es auch nicht, für iwelche typen Verständnis aufzubringen.
Sie haben doch auch keines und dass wir in jeglicher Hinsicht die Arschkarte haben, interessiert sie oben drein nicht. Ach, alles Lappen!!

So, nu gehts mir besser

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21.06.13 um 10:15

Exakt!
Sie dürfen und wir nicht -.-'

Du hast Recht. Die toben sich aus, anstatt sich zu fragen wie es uns geht. Wir wurden einfach in diese Situation gesteckt und MÜSSEN damit klarkommen.
Es gibt für Schwangere oft kein JA oder NEIN mehr - alles darf man plötzlich nicht mehr was spannend oder gefährlich ist -.-' Ständig dieses vorwurfsvolle "Du musst an dein Kind denken" und diese altklugen Ratschläge machen mich langsam wahnsinnig.
Ich würde mich liebendgern vor der Geburt drücken, da ich wahnsinnige Angst vor den Schmerzen hab, aber ich kann mich wohl nicht wehren

4 Wochen am Stück ist leider wirklich nicht mehr normal :l
Dass du nicht wie seine Ex bist, ist klar. Aber sie ist nicht umsonst die Ex geworden (da brauchen wir dann auch nicht mehr von Traumfrau zu sprechen). Ex ist Ex. Dein letzter Partner war sicherlich auch anders als dein jetziger ^^

Auch wenn mir dieser Gedanke persönlich schwerfällt: Denkst du, du würdest auch ohne Vater das Kind lieben und erziehen können? Hast du Rückhalt und Unterstützung von deiner Familie? Wenn er sich emotional zurückzieht, dann solltest du nichts erzwingen.
Lass ihn noch seinen Weg gehen bis zur Geburt. Wird er denn dabei sein?? Wann ist ET?

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21.06.13 um 17:57

Zum Glück....
...ist die Schwangerschaft ja absehbar
Hab auch ziemlich Panik vor der Geburt, aber es haben ja genug vor uns geschafft. Lohnt sich nicht, sich im Vorfeld so verrückt zu machen. Ich glaube, iwann ist man auch bloss froh, dass das Kind raus ist.

Eigentlich wollte mein Freund immer bei der Geburt (Ende Sept) dabei sein, aber die Tage sagte er, er will lieber nicht.
Echt krass, wie er sich immer weiter von mir distanziert und auch von dem Baby.
Kürzlich sagte er sogar noch, ich soll einen Geb.vorb.Kurs wählen, zu dem auch er mitkommen kann. Hab mittlerweile alledings einen "männerfreien".

Da die SS ja völlig ungeplant und unverhofft kam, kann ich mir das nur schwer vorstellen, mit dem Baby von ihm allein gelassen zu werden. Ne miese Sache, das alles an uns Frauen hängen bleibt. Aber eine Wahl habe ich nicht, denn ich habe mich ja dafür entschieden. Ich fürchte aber, dass es schwierig wird und ich trau mir den Job nicht wirklich zu, weil ich einfach keine Mutti bin, die darin aufgeht, sich jeden Tag mit vollgekackten Windeln, Wehwehchen, Fläschchen, Spielplatz und "Dada-Dudu"- Spielchen zu beschäftigen...
Für manche mag das die Erfüllung sein, aber ich will iwie mehr vom Leben; einerseits wird mich diese Rolle - so schätze ich- überfordern, anders herum aber auch unterfordern....

Mein familiärer Hintergrund ist jetzt nicht so enorm, bzw. ich wohne auch nicht in der Heimat und kanns mir auch nicht vorstellen, dort wieder hinzuziehen. Ausserdem wurde ich zur Selbstständigkeit und Selbstverantwortlichkeit erzogen, kann also nicht allzu viel Hilfe erwarten

Hast ja Recht, will nix erzwingen, aber ich würd sooooo gern alles schön haben, mit ihm. Ich meine, er ist ja nun auch nicht mehr der Jüngste. Irgendwann wirds doch mal Zeit, dass Mann sesshaft wird -.-

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24.06.13 um 9:39


Ich sehe mich auch (noch) nicht als Mutti. Erst gestern sagte ich zu meinem Mann, dass ich wünschte, ich wäre am WE nicht schwanger - dann wäre alles so wie früher.
Das war hart, aber ehrlich.

Das mit der Geburt wird er sich hoffentlich nochmal überlegen. Bei uns hieß es anfangs auch "nein", dann "ja"...dann wieder "vielleicht", jetzt will er wieder dabei sein ^^
Und zum Geb.vorb.kurs geh ich ohnehin allein. Bis dato musste ich auch alles allein mache; jeden FA Termin, Ultraschall, CTG, Babykino. Mir persönlich tut sowas schon in der Seele weh. Ich möchte so gern, dass der Papa seinen Sohn kennenlernt, aber es geht beruflich nicht!!

Ich kann nur hoffen, dass ich diese mütterlichen Gefühle entwickle. Ich kann nichtmal in sein Babyzimmer gehen, ohne zu heulen.

Was nützt uns denn dieses jammern und meckern?
Ich glaub, dass uns das nur weiter nach unten bringt?
Die Ängste werden mehr und die Distanz zwischen uns und unserem Partner wird größer. Wir müssen es auf uns zukommen lassen und irgendwann wird sich dein Partner auch entscheiden. Als Mütter wir werden in diese Verantwortung gezwungen, aber als Vater hat man immernoch die "freie Wahl".
Lasst ihr die Vaterschaft vor der Geburt anerkennen?

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02.07.13 um 8:15

Nach jedem Hoch folgt ein Tief...
Die letzten 2 Wochen gings mir mal wieder gut; habe das einwöchige Tief vor rund 14 Tagen irgendwie gemeistert.
Ich habe ein pflanzl. Medikament verschrieben bekommen, das ich bislang allerdings nicht angerührt habe (da es Alkohol enthält).

Gestern Abend war ich bei der Geburtsvorbereitung. Da wurde das Thema Wochenbett behandelt, irgendwie ging da schon meine Laune in den Keller, da ich ein wenig Panik vor der Hormonumstellung habe...
Heute früh wache ich auf und seh diesen riesen Berg Babywäsche vor mir, den ich noch waschen muss und plötzlich kommt ein Gefühl von Panik in mir auf...Ich fühle mich auf einmal total schlecht, mir wird übel und ich hab Angst, das alles nicht zu schaffen. Und eigentlich auch gar nicht zu wollen....dieses Hin und Her macht mich wahnsinnig und ich fürchte, durchzudrehen. Es ist so schlimm, da ich niemanden habe, der für mich da ist, an den ich mich in so einer Situation wenden kann...Ich weiss nicht, wie lange ich das aushalte und hoffe jedes Mal, das es nicht schlimmer wird. Leider hilft da auch kein Ablenken, denn im Prinzip schiebe ich dadurch meine Sorgen nur für einen Moment beiseite

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02.07.13 um 8:57
In Antwort auf

Nach jedem Hoch folgt ein Tief...
Die letzten 2 Wochen gings mir mal wieder gut; habe das einwöchige Tief vor rund 14 Tagen irgendwie gemeistert.
Ich habe ein pflanzl. Medikament verschrieben bekommen, das ich bislang allerdings nicht angerührt habe (da es Alkohol enthält).

Gestern Abend war ich bei der Geburtsvorbereitung. Da wurde das Thema Wochenbett behandelt, irgendwie ging da schon meine Laune in den Keller, da ich ein wenig Panik vor der Hormonumstellung habe...
Heute früh wache ich auf und seh diesen riesen Berg Babywäsche vor mir, den ich noch waschen muss und plötzlich kommt ein Gefühl von Panik in mir auf...Ich fühle mich auf einmal total schlecht, mir wird übel und ich hab Angst, das alles nicht zu schaffen. Und eigentlich auch gar nicht zu wollen....dieses Hin und Her macht mich wahnsinnig und ich fürchte, durchzudrehen. Es ist so schlimm, da ich niemanden habe, der für mich da ist, an den ich mich in so einer Situation wenden kann...Ich weiss nicht, wie lange ich das aushalte und hoffe jedes Mal, das es nicht schlimmer wird. Leider hilft da auch kein Ablenken, denn im Prinzip schiebe ich dadurch meine Sorgen nur für einen Moment beiseite

Dieses hin und her
Es macht mich auch verrückt. Angst, Ungewissheit, diese Panik dem ganzen nicht gewappnet zu sein, dem Kind keine Mutter sein zu können, es vielleicht "abzustoßen".
Selbst mit dem Kauf der Babyklamotten war ich damals überfordert und hätte mich heulend in eine Ecke setzen können. Übrigens muss ich diesen Berg auch noch waschen :/ ...und die Kliniktasche iiiirgendwann packen :/

Aber wir kommen eben mit diesen negativen Gedanken nicht weiter! Im Gegenteil!
Du kommst aus dieser Situation, jetzt und hier, nicht mehr raus. Wenn dein Baby da ist, wird es deine Welt verändern.
So schlecht ich auch manchmal denken mag, aber eins ist Fakt: ICH ziehe dieses Kind groß. (Ich würde in dem Zusammenhang nicht einmal ansatzweise daran denken können, mein Kind zur Adoption freizugeben.)

Deine Sorgen wird dir einfach niemand abnehmen können. Man kann dir tausendmal sagen, dass alles wieder gut wird, aber deine Angst bleibt trotzdem.
Bei mir wirkt auch alles "Gutgerede" nur kurz und in irgendeinem leisen Moment kommt ALLES schlagartig in mir hoch. Und dann ist da niemand. Keiner, der es richtig versteht. Nur altkluge Sprüche.

Nur noch ein paar Wochen. Wir schaffen das!
...dann wachst du auf und siehst dieses süßen Fratz lächeln

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02.07.13 um 23:27

Furchtbar
...wenn einen dieses Gefühl halt ganz plötzlich überkommt, und man ihm so völlig ausgeliefert ist.
Scheiss, unberechenbare Hormone...
Gut. wenn diese Phase auch wieder weggeht, aber trotzdem nervig. Ist ja leider nicht nur ein schlecht drauf sein, sondern schon eine Panik, die da in mir hoch kommt und wo ich so hilflos bin und nicht weiss, wohin mit mir. Schwer zu erklären.

Ja ich hoffe, dass sich iwann ein rundum positives Gefühl einstellt. Mein Baby tut mir auch immer leid, wenn ich nörgel. Das hat es ja nicht verdient; nur kann ich auch nicht anders...

Vieles wäre einfacher, mit Mann an der Seite. Und wenn es nur der seelische Halt im HIntergrund ist.
Natürlich ist eine Adoption keine Option oder Lösung. Schliesslich habe ich dieses Baby 10 Monate lang in mir; es ist ein Teil von mir.....Dennoch überfordert diese Verantwortung,v.a. wenn sie nicht geplant war und der Halt fehlt -.-
Keine Ahnung ob es der richtige "Job" für mich ist, aber ich will auch nicht versagen sondern alles gut machen. Dem Baby soll es an nichts fehlen....

Heute habe ich endlich eine Spieluhr gefunden (das war ein Akt, war da etwas wählerisch). Hab geheult vor Freude, als ich das Teil auf den Bauch legte und mein Bauch plötzlich zu einer Turnhalle wurde und das Baby nur so strampelte. Habs ja lieb aber trotzdem sind da diese düsteren Momente, und die machen mir echt Angst....

Find ich gut, wie optimistisch du bist und dich immer wieder selbst hochziehst....

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