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Depression oder pure Überforderung?

26. März 2015 um 3:29

Hallo,
ich weiß nicht so recht, ob ich hier überhaupt richtig bin aber ich fange einfach mal mit meiner Geschichte an..
Ich denke, alles fing damit an, als ich letztes Jahr viel mehr von meiner Seite aus "ungewollt" schwanger wurde. Meinen Mann hat es natürlich sehr gefreut und im Nachhinein fing ich auch an mich zu freuen und konnte es trotz monatelanger extremer Übelkeit und anderer Komplikationen kaum erwarten den Zwerg in meinen Armen zu halten.

Dann vor ca. 6 Wochen bekam ich spät Abends Wehen und das in der 32. Ssw.. ich kam mir sehr einsam vor und hatte Angst, weil ich nicht so recht wusste, was diese Schmerzen waren. Mein Mann schlief seelenruhig weiter und interessierte sich nicht die Bohne, bis ich nach 6 Std Wehen nun doch ins Krankenhaus wollte. Daraufhin kamen 4 weitere Tage im Krankenhaus mit Wehen trotz Wehenhemmer und keinen Schlaf. Bis plötzlich alles ganz schnell ging und ich im Kreißsaal landete und nach knapp 3 Std Presswehen und Geburtsstillstand dann doch der kleine Mann endlich auf der Welt war. Er wurde mir direkt entzogen und ich noch Notoperiert, sodass ich den kleinen erst am nächsten Tag in der Kinderklinik im Inkubator anschauen durfte.

Dann ging alles los.. ich hatte viel zu verarbeiten mit der Geburt und den letzten Tagen, war allein in meinem Zimmer ohne Kind und musste die ganzen anderen Mütter ertragen mit ihren Kindern. Durfte mein eigenes Kind immer nur stundenweise sehen und hatte solche Sehnsucht und heulte mehrmals am Tag, ganz besonders als ich die Klinik ohne Kind entlassen musste und mir alleine Zuhause verloren vor kam und ständig an die turbulente Geburt denke musste.

Jetzt ist der Kleine endlich Zuhause und nun ist alles anders..
Ich habe das Gefühl, keine Bindung zu diesem Kind aufbauen zu können. Ich bin oft genervt sobald er einfach nur anfängt zu schreien und ich ihn nicht beruhigen kann. Ich verliere oft die Fassung, streite nur noch mit meinem Mann, da er mir auch oft an den Kopf wirft, dass ich Überfordert wäre und es mein Job wäre mich um alles zu kümmern und ich gefälligst was tun soll.
Ich sehe dieses Kind an und kann nur noch weinen, weil ich es einfach nur lieben will, es aber nicht kann. Ich ertrage es oft nicht, ihn länger auf dem Arm zu halten als nötig. Es ist nun ganz anders als noch in der Klinik zuvor, obwohl ich ich so gefreut hatte, ihn Zuhause zu haben. Jetzt hab ich nur noch das Gefühl, nichts mehr hin zu bekommen. Ich kann nicht mehr essen, weder 2Std am Stück schlafen oder mich an irgendwas erfreuen. Einfach nur noch weinen und mich verkriechen oder am besten alles ein Ende setzen..

Ich schäme mich einfach nur noch dafür und darüber in der Familie reden kann ich schon mal gar nicht und dabei wollte ich alles besser machen, als meine eigene Mutter..

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