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Forum / Mein Baby

Depressionen

Letzte Nachricht: 25. Oktober 2013 um 16:53
A
an0N_1272209599z
25.10.13 um 10:58

Hallo,

Eigentlich bin ich eine bekannte Userin, nun wollte ich aber nicht, dass die betreffende Person, das vielleicht zufällig liest, deswegen der andere Nick.
Ich muß mir das von der Seele schreiben.

Es geht um eine Bekannte, unsere Großen gingen zusammen in den Kiga. Wir haben uns ab und ab mal getroffen, unterhalten uns immer gut.

Nun zum Problem.
Sist ist alleinerziehend und macht das auch alles super. Die Kleine ist ein Sonnenschein, gemütliche Wohnung, immer tiptop saube rund ordentlich. Sie unternimmt ganz viel mit der Kleinen. Alles in allem eine Person, wo man denkt, sie ist stark und hat ihr Leben gut im Griff.Der Vater kümmert sich leider nicht, wohnt in der Türkei.

Vor ca. einem Jahr gabs ein Ereignis, sie rief mich Nachts an und meinte, es ginge ihr nicht gut. Sie weinte und man merkte auch, das sie was getrunken hat.
Sie erzählte mir dann, dass sie mit 14/15 einen Freund hatte, der sich in der Garage erhängt hat und sie das noch nciht verarbeitet hat, sie fühlt sich schuldig deswegen.
Er redete erst eine Weile mit ihr und dann meinte sie, sie springt nun vom Balkon.
Ich dann zu ihr hin gefahren, hatte Panik, ihre Tochter war ja auch zu Hause.
Dort haben wir bestimmt noch 2h geredet.Hatte aber das Gefühl es war wie ein Kreis, sie war ruhig, dann wieder sie bringt sich um, sie ist scheiße, dann war wieder gut und zwischendrin trnk sie so kleine Liköre.

Irgendwann konnte ich gehen, ihr ging es besser.

Sie fing dann wohl eine Gesprächstherapie an, mit dem Ergebnis, dass sie wohl mal eine Muki-Kur machen soll und sich Freiräume schaffen.

Vor einer Woche war es wieder soweit, da war dann wohl ihre Mutter da.
So, gestern Nacht rief sie an, ich hörte schon an ihrer Stimme, was los war.
Ja dann erzählte sie mir von dem Ereignis vor einer Woche und es geht ihr schon wieder so.
Sie hatte wieder getrunken, redete vom Suizid und dass ihr Kind wohl besser in einer Pflegefamilie aufgehoben wäre.
Krankenwagen lehnte sie ab.
Irgendwann bekam ich die Nummer ihrer Mutter raus und rief sie an. Die Mutter war komisch "Ach, schon wieder soweit, na was sollen wir da machen. Sie hört ja nicht"

Ich war völlig fertig und meinte dann, bitte, es soll mal jemand nach ihr schauen. Es war 1:00 Nachts inzwischen.
Ja, ok, der Bruder kommt.
20min später, meine Bekannte, es kommt keiner, sie springt jetzt.
So, ich die Mutter angerufen, nee der Vater kommt.

Okay, ich blieb bis 2:00 am Telefon, da war der Vater erstmal da.

Leute, ich habe gezittert. Ich war ganz ehrlich überfordert.
Was macht man da?
Ich will helfen aber sie muß es auch wollen?

Sind das Depressionen? Manisch/Depressiv?
Meint ihr, sie würde sich umbringen?

Ihre Kleine hat schon Panik und will ihren Kleidern schlafen, nicht allein sein.
Mich schockiert, dass es der Mutter so egal war.
Sie meinte nur, ja was sie wohl hat, weiß sie auch nicht.

Ach man, das nimmt mich total mit. Ich lass das wieder zu dicht an mich ran.

Danke an alle, die den langen Roman gelesen haben.

Lg

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A
an0N_1272209599z
25.10.13 um 12:29

Schubs

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A
an0N_1272209599z
25.10.13 um 14:21

Keiner

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H
henye_12743902
25.10.13 um 15:33

Schwierig!
So hart es sich anhört, aber normalerweise kündigen Menschen die sich ernsthaft töten wollen das nicht vorher an.

Ich kann dir nur raten dass du fich nicht zu tief rein ziehen lässt. Aus eigener Erfahrung weeis ich das man sich damit auf lange Sicht kaputt macht.
Wenn das nächste mal eine Selbstmorddrohung kommt ruf die Polizei. Diese handelt sofort und deine Freundin bekommt hilfe.
Helfen kannst du ihr in so einem Fall leider wenig. Dafür gibt es Fachleute, den Hobbypsyochologie ist da Fehl am Platz

Ich hoffe du verstehst was ich meine und bekommst es nicht in den falschen Hals.

Liebe Grüße
Simone

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O
olga_12339352
25.10.13 um 15:41

Das klingt wie meine Mama
Du kannst zum sozialpsychiatrischen Notdienst - die helfen dir auch! Und ruf das nächste mal einen Krankenwagen! Dann wird sie 24 Stunden beobachtet... Das Kind tut mir leid

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A
an0N_1272209599z
25.10.13 um 15:43
In Antwort auf henye_12743902

Schwierig!
So hart es sich anhört, aber normalerweise kündigen Menschen die sich ernsthaft töten wollen das nicht vorher an.

Ich kann dir nur raten dass du fich nicht zu tief rein ziehen lässt. Aus eigener Erfahrung weeis ich das man sich damit auf lange Sicht kaputt macht.
Wenn das nächste mal eine Selbstmorddrohung kommt ruf die Polizei. Diese handelt sofort und deine Freundin bekommt hilfe.
Helfen kannst du ihr in so einem Fall leider wenig. Dafür gibt es Fachleute, den Hobbypsyochologie ist da Fehl am Platz

Ich hoffe du verstehst was ich meine und bekommst es nicht in den falschen Hals.

Liebe Grüße
Simone

Saphira
ich versteh, was du meinst. Mich nimmt das auch voll mit. Stehe heute totale neben mir.hab Magenschmerzen.

Wenn sie das nächste Mal hier anruft und es solte so ein, dann werde ich auch die Pollizei rufen oder ist in dem Fall ein Rettungswagen besser?

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A
an0N_1272209599z
25.10.13 um 15:45

Chrissy
ich werde ihr anbieten mit ihr zum Arzt zu gehen um eine Therapie zu bekommen. Wenn sie das nicht möchte, werde ich wohl nichts machen können aber ich habe kein Problem mit ihr dahin zu gehen, um ihr zu zeigen, dass sie nciht allein ist.

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A
an0N_1272209599z
25.10.13 um 15:50
In Antwort auf olga_12339352

Das klingt wie meine Mama
Du kannst zum sozialpsychiatrischen Notdienst - die helfen dir auch! Und ruf das nächste mal einen Krankenwagen! Dann wird sie 24 Stunden beobachtet... Das Kind tut mir leid

Puuupa
das tut mir leid. Wurde deiner Mama geholfen?
Ja, das Mädchen bekommt alles mit, will nun immer mit Sachen schlafen und schläft abends auf dem Sofa ein, so ist sie bei der Mama in der Nähe

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O
olga_12339352
25.10.13 um 15:58
In Antwort auf an0N_1272209599z

Puuupa
das tut mir leid. Wurde deiner Mama geholfen?
Ja, das Mädchen bekommt alles mit, will nun immer mit Sachen schlafen und schläft abends auf dem Sofa ein, so ist sie bei der Mama in der Nähe

Nein
Meine Mama reflektiert ihre Erkrankung nicht (bipolare Störung, Alkoholismus) und gibt immer anderen die schuld... Da ich zur zeit die Schuldige bin, habe ich (Gott sei dank???) keinen Kontakt zu ihr

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P
piotr_12845406
25.10.13 um 16:01


Hallo liebe TE, erst einmal will ich dir sagen, dass ich es toll von dir finde, wie du dich um deine Freundin kümmerst und dir ihre Probleme zu Herzen nimmst. Das zeigt, dass du eine wahre Freundin bist.

Für manche (und wohl auch für dich) dürfte die Aussage ihrer Mutter hart klingen. Allerdings kann ich dir dazu was sagen. Dabei muss ich ganz tief in meinem Privatleben kramen aber ich mache es jetzt mal trotzdem.

Meine Eltern haben sich vor über 10 Jahren getrennt, nach 18 Ehejahren. Die Trennung kam von Seite meiner Mutter und mein Papa hat dies nie verkraftet.
Die ersten 2 Jahren waren die Hölle für uns Kinder (ich habe noch 4 jüngere Geschwister)
Er fing an zu trinken, war dem Alkohol total verfallen. Dann fingen die Suiziddrohungen an. Mindestens 3 mal die Woche hat er mich nachts wach geklingelt am Telefon um sich von mir zu verabschieden, da er sich jetzt das leben nehmen wird.
Anfangs rannte ich rum, mitten in der nacht alleine mit Handy in der Hand um ihm gut zuzureden, fragte wo er sei, dass ich gleich bei ihm bin usw... Das kostete mich viel Nerven, Tränen und Kraft! Und er drohte mir noch, dass wenn er tot ist und ich zulasse dass meine Mutter auf die Beerdigung kommt, er mir nachts immer im Traum erscheinen wird um mich zu beschimpfen.
Ich war sogar soweit, dass ich meine Mutter anbettelte ihn wieder zurück zu nehmen, obwohl ich diese trennung befürwortete, denn sie hat einiges mitmachen müssen in der ehe. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Hilfe von Therapie hat er abgelehnt.

Es kam die zeit, wo ich seine Drohungen nicht mehr wahr genommen habe. So eklig es sich auch anhören mag, aber ich sagte ihm: mach was du willst! Ich kann nimmer!!
Und als er bemerkte, dass niemand mehr springt wenn er mal wieder droht dass er sich was antuen will, hörte das ganze auf!
Es verwandelte sich um in Wut und Hass auf meine Mutter.
Heute lebt er immer noch und es geht ihm viel besser.

Deine Geschichte hat mich sowas von zurück versetzt an diese eklige zeit damals...

Du kannst da wirklich nicht viel tun, außer ihr deine Hilfe anbieten. Sie weiß wohl nicht was sie ihrer Tochter mit ihrem verhalten antut.
Aber bitte, lass nicht zu dass dich das psychisch kaputt macht. Vergiss nicht dass du auch ein eigenes leben hast und auch eine Familie, für die du deine kraft und zeit benötigst.
Ich wünsche dir alles gute weiterhin und ich hoffe dass sie es einsieht dass sie ein Problem hat und Hilfe in Anspruch nimmt.

Sorry für meinen Roman!
Lg

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A
an0N_1272209599z
25.10.13 um 16:07
In Antwort auf olga_12339352

Nein
Meine Mama reflektiert ihre Erkrankung nicht (bipolare Störung, Alkoholismus) und gibt immer anderen die schuld... Da ich zur zeit die Schuldige bin, habe ich (Gott sei dank???) keinen Kontakt zu ihr

Das tut mir leid
die fehlende Krankheitseinsicht ist ein riesen Problem, weil man helfen möchte aber es nicht kann.
In dem Fall ist es wohl besser den Kontakt abzubrechen

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A
an0N_1272209599z
25.10.13 um 16:22
In Antwort auf piotr_12845406


Hallo liebe TE, erst einmal will ich dir sagen, dass ich es toll von dir finde, wie du dich um deine Freundin kümmerst und dir ihre Probleme zu Herzen nimmst. Das zeigt, dass du eine wahre Freundin bist.

Für manche (und wohl auch für dich) dürfte die Aussage ihrer Mutter hart klingen. Allerdings kann ich dir dazu was sagen. Dabei muss ich ganz tief in meinem Privatleben kramen aber ich mache es jetzt mal trotzdem.

Meine Eltern haben sich vor über 10 Jahren getrennt, nach 18 Ehejahren. Die Trennung kam von Seite meiner Mutter und mein Papa hat dies nie verkraftet.
Die ersten 2 Jahren waren die Hölle für uns Kinder (ich habe noch 4 jüngere Geschwister)
Er fing an zu trinken, war dem Alkohol total verfallen. Dann fingen die Suiziddrohungen an. Mindestens 3 mal die Woche hat er mich nachts wach geklingelt am Telefon um sich von mir zu verabschieden, da er sich jetzt das leben nehmen wird.
Anfangs rannte ich rum, mitten in der nacht alleine mit Handy in der Hand um ihm gut zuzureden, fragte wo er sei, dass ich gleich bei ihm bin usw... Das kostete mich viel Nerven, Tränen und Kraft! Und er drohte mir noch, dass wenn er tot ist und ich zulasse dass meine Mutter auf die Beerdigung kommt, er mir nachts immer im Traum erscheinen wird um mich zu beschimpfen.
Ich war sogar soweit, dass ich meine Mutter anbettelte ihn wieder zurück zu nehmen, obwohl ich diese trennung befürwortete, denn sie hat einiges mitmachen müssen in der ehe. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Hilfe von Therapie hat er abgelehnt.

Es kam die zeit, wo ich seine Drohungen nicht mehr wahr genommen habe. So eklig es sich auch anhören mag, aber ich sagte ihm: mach was du willst! Ich kann nimmer!!
Und als er bemerkte, dass niemand mehr springt wenn er mal wieder droht dass er sich was antuen will, hörte das ganze auf!
Es verwandelte sich um in Wut und Hass auf meine Mutter.
Heute lebt er immer noch und es geht ihm viel besser.

Deine Geschichte hat mich sowas von zurück versetzt an diese eklige zeit damals...

Du kannst da wirklich nicht viel tun, außer ihr deine Hilfe anbieten. Sie weiß wohl nicht was sie ihrer Tochter mit ihrem verhalten antut.
Aber bitte, lass nicht zu dass dich das psychisch kaputt macht. Vergiss nicht dass du auch ein eigenes leben hast und auch eine Familie, für die du deine kraft und zeit benötigst.
Ich wünsche dir alles gute weiterhin und ich hoffe dass sie es einsieht dass sie ein Problem hat und Hilfe in Anspruch nimmt.

Sorry für meinen Roman!
Lg

Athene
Dein Post geht mir total nahe
Ich kann das jetzt gerade so mitfühlen, weil ich gestern Nacht einfach so hilflos war. Ich hab nur ins Telefon gefleht, dass sie bitte sich nichts antut.

Ich denke bei ihr kommen viele Dinge zusammen. Ihre Eltern sind auch geschieden, die Mutter war wohl immer sehr distanziert. Sie und ihre 2 Brüder blieben beim Vater, zu dem hat sie einen guten Kontakt.
Der eine Bruder lebt noch beim Vater und verlässt nie das Haus. Sie sagt, sie traut sich auch mit ihrem Kind da nicht hin, weil er immer mal aggressiv wird und auch dann Möbel durch die Gegend fliegen Also besucht ihr Vater sie, damit er sein Enkelkind sieht. Er hat wohl auch Angst vor dem Sohn

Dann die Sache mit dem Freund, der sich erhängte

Der Vater ihrer Tochter ist Türke, wurde in D geboren, lebt aber in der Türkei. Dort lernte sie ihn kennen. Sie wurde schwanger und erzahlte das ihrer Familie auch erst im 7.Monat.
Er will von dem Kind ncihts wissen, hat sie auch erst ein paar Mal gesehen. Sie besuchte ihn sogar in der Türkei, da macht er sich aus dem Staub, war nicht auffindbar.

Sie lebt vom hartz4. kommt lt ihren Aussagen ganz gut klar, arbeiten würde sie wohl gern, meint aber es lohne sich nicht, da sie ja dann Anzüge hat, weil sie alleine mit dem Kind nur einige Stunden könnte.

Vielleicht würde ihr das gut tun, ich weiß nicht.

Es tut mit nur einfach leid, sie ist gerade mal 30.

Ich merke, dass ich das echt (zu) dicht an mich ran lasse. ich bin aber echt ein Mensch, der von anderen oft das Sorgenkissen ist.

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H
henye_12743902
25.10.13 um 16:53
In Antwort auf an0N_1272209599z

Saphira
ich versteh, was du meinst. Mich nimmt das auch voll mit. Stehe heute totale neben mir.hab Magenschmerzen.

Wenn sie das nächste Mal hier anruft und es solte so ein, dann werde ich auch die Pollizei rufen oder ist in dem Fall ein Rettungswagen besser?

112
Ruf die 112 an und schilder den Fall. Die Leitstelle veranlasst alles weitere.

Und ganz wichtig! Red dir kein schlechtes Gewissen ein. Du tust schon alles was du tun kannst. Mehr geht nicht und du hilfst keinem damit wenns dir nachher nicht mehr gut geht.

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