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Depressiv und allein mit Kind. Wie gehts weiter?

22. Januar 2009 um 8:33

Hallo!
Ich brauche eure Hilfe. Ich erzähl euch mal meine Geschichte:
Ich bin 31 Jahre alt und mein Sohn ist 2 1/2 Jahre. Ich war 8 Jahre mit meinem Mann zusammen und davon 4 1/2 Jahre mit ihm verheiratet. Ich liebe ihn über alles.
Wir haben uns vor WEihnachten gestritten und bis Silvester nicht miteinander geredet. Er ist dann Silvester ausgezogen.
Mittlerweile weiß ich, dass er nie zurückkommen wird. Ich war sein Streßfaktor, jetzt geht es ihm gut und er hat keinerlei Gefühle mehr für mich.
Ich habe dann Anfang des Jahres alles einer Freundin erzählt. (Normalerweise habe ich immer die heile WElt vorgespielt. Niemand wußte, wie es zu Hause war.) Sagte ihr, dass mein Mann gegangen ist, weil ich seit 2 1/2 Jahren nicht mehr mit ihm schlafe, ich nachmittags noch im Pyjama auf der Couch gesessen habe, mich an nichts mehr freuen konnte, den Haushalt nicht mehr geschafft habe und mich ständig mit ihm gestritten habe. Daraufhin meinte sie, ich solle darüber nachdenken, ob ich an Depressionen leide.
Vorgestern hatte ich einen Notfalltermin beim Neurologen, weil gar nichts mehr ging. Dort bekam ich die Diagnose: klinisch relevante schwere Depression. Auf einer Skala von 1-5 bin ich eine 5.
Ich bekomme jetzt Antidepressiva, die in 3 Wochen wirken sollen und in 6 Wochen habe ich den nächsten Termin. Ich stehe auf der Warteliste für eine Gesprächstherapie - WArtezeit 2 Jahre.
Aber bis dahin werde ich das nicht aushalten. Ich weiß ja jetzt schon nicht mehr weiter. Ich muss mich doch um meinen Sohn kümmern. Das ist das Einzige, zu dem ich mich noch zwingen kann.
Ich kann nicht essen, nicht schlafen und die Tage sind so lang.
Soll ich mich mit ihm stationär behandeln lassen? Oder schadet ihm das? Ich glaube, mir würde das helfen, meinen Alltag zu bewältigen und wieder mit dem Leben klar zu kommen. Außerdem muss ich ja auch noch meine große Liebe begraben. Ich will nur das Beste für meinen Sohn - ich liebe ihn!!!
Was soll ich tun?

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22. Januar 2009 um 12:55

Hallo muedmaus!
Es tut mir leid, daß Du Dich im Teufelskreis Depression gefangen fühlst! Ich bin kein Psychologe und habe mit der Erkrankung keinerlei Erfahrungen. Ich denke nur, daß es vielleicht ratsam wäre, wenn Dein Sohn vielleicht erstmal besser beim Vater untergebracht wäre oder bei den Großeltern. Kümmert sich der Vater denn? Es geht nicht nur darum, daß es möglicherweise Deinem Sohn besser ginge, wenn er nicht das volle Ausmaß Deiner Erkrankung und deren Konsequenzen miterlebt. Ich denke, daß es auch gut für Dich wäre, wenn Du Dich erst einmal nur um Dich selbst kümmern müßtest. Umso schneller Du wieder gesund wirst, je besser kannst Du dann auch wieder als Mutter agieren und für Deinen Sohn da sein. Aber momentan befindest Du Dich in diesem Strudel, und Dir wächst alles über den Kopf. Ich glaube, daß Du nur das Beste für Deinen Sohn willst und ihn liebst Ich kenne Deine Geschichte nicht und weiß nicht, wie es zu dieser Situation gekommen ist. Ich würde mir Hilfe holen bei einer Beratungsstelle, die Deine Interessen dringlich machen und Dir helfen, diese durchzusetzen. Auch hier wäre dann mal die Hilfe vom Jugendamt nicht ganz abwegig, um Dir eine Erziehungshilfe zu gewähren oder Dir Wege aufzuzeigen, wie Du Deine Lage meistern kannst. Eine Mutter-Kind-Kur wäre auch eine Lösung, aber ich befürchte, daß das allein nicht reichen könnte bei dem Ausmaß Deiner Depression. Du mußt überlegen, was für Dich und Deinen Sohn am besten ist und Dir jemand Drittes suchen, der das mit Dir durchboxt, da Du ja durch die Erkrankung allein nicht motiviert und stark genug bist, um bei den Ämtern aufzutrumpfen und Dich durchzusetzen. Sonst schau doch einfach im Internet mal nach Beratungsstellen in Deiner Umgebung. Ich weiß ja auch nicht, wie das Verhältnis zu Deinem Mann noch ist. Wenn Du mit ihm reden würdest, daß Du nun erkannt hast, daß Du unter Depressionen leidest, und Du ihn- sei es um des Kindes Willen- bittest, Dich zu unterstützen, vielleicht würde er Dir dann ja unter die Arme greifen und Dir seine Hilfe anbieten. Das wäre natürlich die Ideallösung, allein fürs Kind. Ein Hand-in-Hand-Arbeiten der Eltern gibt dem Kind auch zusätzliche Sicherheit. Eine Schlammschlacht und ein Sorgerechtskrieg würde Dir und dem Jungen natürlich noch zusätzlich schaden und die ganze Situation belasten. Ich wünsche Euch, daß Ihr alles zu Eurem Besten regeln könnt! Liebe Grüße...

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22. Januar 2009 um 13:05
In Antwort auf katee_12046626

Hallo muedmaus!
Es tut mir leid, daß Du Dich im Teufelskreis Depression gefangen fühlst! Ich bin kein Psychologe und habe mit der Erkrankung keinerlei Erfahrungen. Ich denke nur, daß es vielleicht ratsam wäre, wenn Dein Sohn vielleicht erstmal besser beim Vater untergebracht wäre oder bei den Großeltern. Kümmert sich der Vater denn? Es geht nicht nur darum, daß es möglicherweise Deinem Sohn besser ginge, wenn er nicht das volle Ausmaß Deiner Erkrankung und deren Konsequenzen miterlebt. Ich denke, daß es auch gut für Dich wäre, wenn Du Dich erst einmal nur um Dich selbst kümmern müßtest. Umso schneller Du wieder gesund wirst, je besser kannst Du dann auch wieder als Mutter agieren und für Deinen Sohn da sein. Aber momentan befindest Du Dich in diesem Strudel, und Dir wächst alles über den Kopf. Ich glaube, daß Du nur das Beste für Deinen Sohn willst und ihn liebst Ich kenne Deine Geschichte nicht und weiß nicht, wie es zu dieser Situation gekommen ist. Ich würde mir Hilfe holen bei einer Beratungsstelle, die Deine Interessen dringlich machen und Dir helfen, diese durchzusetzen. Auch hier wäre dann mal die Hilfe vom Jugendamt nicht ganz abwegig, um Dir eine Erziehungshilfe zu gewähren oder Dir Wege aufzuzeigen, wie Du Deine Lage meistern kannst. Eine Mutter-Kind-Kur wäre auch eine Lösung, aber ich befürchte, daß das allein nicht reichen könnte bei dem Ausmaß Deiner Depression. Du mußt überlegen, was für Dich und Deinen Sohn am besten ist und Dir jemand Drittes suchen, der das mit Dir durchboxt, da Du ja durch die Erkrankung allein nicht motiviert und stark genug bist, um bei den Ämtern aufzutrumpfen und Dich durchzusetzen. Sonst schau doch einfach im Internet mal nach Beratungsstellen in Deiner Umgebung. Ich weiß ja auch nicht, wie das Verhältnis zu Deinem Mann noch ist. Wenn Du mit ihm reden würdest, daß Du nun erkannt hast, daß Du unter Depressionen leidest, und Du ihn- sei es um des Kindes Willen- bittest, Dich zu unterstützen, vielleicht würde er Dir dann ja unter die Arme greifen und Dir seine Hilfe anbieten. Das wäre natürlich die Ideallösung, allein fürs Kind. Ein Hand-in-Hand-Arbeiten der Eltern gibt dem Kind auch zusätzliche Sicherheit. Eine Schlammschlacht und ein Sorgerechtskrieg würde Dir und dem Jungen natürlich noch zusätzlich schaden und die ganze Situation belasten. Ich wünsche Euch, daß Ihr alles zu Eurem Besten regeln könnt! Liebe Grüße...

Wenn ich meinen Sohn zu meinem Mann gebe,
dann habe ich ihn verloren. Mein Mann wohnt zurzeit bei seiner Mama und die ist der Meinung, dass ich meinen Sohn komplett falsch erziehe. Ich möchte nicht, dass er dort ist. Und ich möchte auch nicht ohne ihn sein, weil ich Angst habe, dass ich mich dann gar nicht mehr aufraffen kann.
Eine Mutter-Kind-Kur habe ich beantragt, die ist aber abgelehnt worden, weil für mich keine medizinische Notwendigkeit besteht.
Mein Mann will im Moment alles falsch verstehen, was ich sage und ist mir keine Hilfe. Er macht mich nur nieder. Jedes Mal, wenn er den Kleinen abholt und wieder gemein ist, muss ich hinterher nur noch weinen. Das macht mich fertig. Ihm wird egal sein, warum ich ihn vertrieben habe und dass es Symptome einer Krankheit waren. Ich bin ihm durch mein Verhalten gleichgültig geworden.

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22. Januar 2009 um 14:50
In Antwort auf leni_12242029

Wenn ich meinen Sohn zu meinem Mann gebe,
dann habe ich ihn verloren. Mein Mann wohnt zurzeit bei seiner Mama und die ist der Meinung, dass ich meinen Sohn komplett falsch erziehe. Ich möchte nicht, dass er dort ist. Und ich möchte auch nicht ohne ihn sein, weil ich Angst habe, dass ich mich dann gar nicht mehr aufraffen kann.
Eine Mutter-Kind-Kur habe ich beantragt, die ist aber abgelehnt worden, weil für mich keine medizinische Notwendigkeit besteht.
Mein Mann will im Moment alles falsch verstehen, was ich sage und ist mir keine Hilfe. Er macht mich nur nieder. Jedes Mal, wenn er den Kleinen abholt und wieder gemein ist, muss ich hinterher nur noch weinen. Das macht mich fertig. Ihm wird egal sein, warum ich ihn vertrieben habe und dass es Symptome einer Krankheit waren. Ich bin ihm durch mein Verhalten gleichgültig geworden.

Hallo muedmaus!
Das ist eine brenzlige Situation. Ich verstehe, wenn Du Deinen Sohn lieber bei Dir haben willst und ihn nicht verlieren möchtest voll und ganz. Dann bleibt Dir nur der Weg über eine Beratungsstelle. Wichtig ist natürlich auch, daß Du den Jungen nicht bei Dir behältst, nur weil Du Angst hast, Dich ohne ihn nicht mehr aufraffen zu können. Eigentlich sollte es eher der Fall sein, daß Du erstmal Ruhe hast, daß Du wieder genesen kannst und dann vor Augen hast, endlich wieder entspannt und glücklich mit Deinem Sohn zusammen leben zu können. Depressionen sind für viele Menschen schwer zu verstehen. Wahrscheinlich hat sich diese ganze Sache sehr lange hingezogen, wenn Du schon schreibst, daß Ihr über Jahre keinen Sex hattet etc. Da hätte man schon früher handeln müssen. Jetzt ist es für ein Zusammensein wohl zu spät, aber für Dich ist es auch ein neuer Anfang. Du darfst jetzt nicht den Mut verlieren. Je nach Ausmaß Deiner Erkrankung wird entschieden, ob Du mit einer ambulanten Therapie zurecht kommst oder tatsächlich stationär untergebracht werden mußt. Da wird es dann aber leider zu dem Brennpunkt kommen, daß der Junge evtl. zum Vater geht, wenn es keine schwerwiegenden Gründe dagegen gibt. Ich vermute, Ihr habt das gemeinsame Sorgerecht. Und wenn Du- sei es vorübergehend- nicht für Deinen Sohn sorgen kannst, dann ist der Vater der Erste, an den sich gewandt wird. Ich kann Dir leider nicht mehr Rat geben. Wie sehr Du Hilfe benötigst, kann am besten eine Fachperson beurteilen. Fakt ist, daß Depressionen nicht von alleine besser werden, sich eher im Laufe der Zeit noch verschlimmern.

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22. Januar 2009 um 17:06
In Antwort auf leni_12242029

Wenn ich meinen Sohn zu meinem Mann gebe,
dann habe ich ihn verloren. Mein Mann wohnt zurzeit bei seiner Mama und die ist der Meinung, dass ich meinen Sohn komplett falsch erziehe. Ich möchte nicht, dass er dort ist. Und ich möchte auch nicht ohne ihn sein, weil ich Angst habe, dass ich mich dann gar nicht mehr aufraffen kann.
Eine Mutter-Kind-Kur habe ich beantragt, die ist aber abgelehnt worden, weil für mich keine medizinische Notwendigkeit besteht.
Mein Mann will im Moment alles falsch verstehen, was ich sage und ist mir keine Hilfe. Er macht mich nur nieder. Jedes Mal, wenn er den Kleinen abholt und wieder gemein ist, muss ich hinterher nur noch weinen. Das macht mich fertig. Ihm wird egal sein, warum ich ihn vertrieben habe und dass es Symptome einer Krankheit waren. Ich bin ihm durch mein Verhalten gleichgültig geworden.

Meinst
du bei seinem Vater ginge es ihm schlecht?

Gib den kleinen seinem Vater und schau das du wieder gesund wirst.

Das ist oberste Priorität.

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22. Januar 2009 um 20:15
In Antwort auf katee_12046626

Hallo muedmaus!
Das ist eine brenzlige Situation. Ich verstehe, wenn Du Deinen Sohn lieber bei Dir haben willst und ihn nicht verlieren möchtest voll und ganz. Dann bleibt Dir nur der Weg über eine Beratungsstelle. Wichtig ist natürlich auch, daß Du den Jungen nicht bei Dir behältst, nur weil Du Angst hast, Dich ohne ihn nicht mehr aufraffen zu können. Eigentlich sollte es eher der Fall sein, daß Du erstmal Ruhe hast, daß Du wieder genesen kannst und dann vor Augen hast, endlich wieder entspannt und glücklich mit Deinem Sohn zusammen leben zu können. Depressionen sind für viele Menschen schwer zu verstehen. Wahrscheinlich hat sich diese ganze Sache sehr lange hingezogen, wenn Du schon schreibst, daß Ihr über Jahre keinen Sex hattet etc. Da hätte man schon früher handeln müssen. Jetzt ist es für ein Zusammensein wohl zu spät, aber für Dich ist es auch ein neuer Anfang. Du darfst jetzt nicht den Mut verlieren. Je nach Ausmaß Deiner Erkrankung wird entschieden, ob Du mit einer ambulanten Therapie zurecht kommst oder tatsächlich stationär untergebracht werden mußt. Da wird es dann aber leider zu dem Brennpunkt kommen, daß der Junge evtl. zum Vater geht, wenn es keine schwerwiegenden Gründe dagegen gibt. Ich vermute, Ihr habt das gemeinsame Sorgerecht. Und wenn Du- sei es vorübergehend- nicht für Deinen Sohn sorgen kannst, dann ist der Vater der Erste, an den sich gewandt wird. Ich kann Dir leider nicht mehr Rat geben. Wie sehr Du Hilfe benötigst, kann am besten eine Fachperson beurteilen. Fakt ist, daß Depressionen nicht von alleine besser werden, sich eher im Laufe der Zeit noch verschlimmern.

Mein Mann
ist den ganzen Tag arbeiten. Das würde bedeuten, dass mein Sohn von meiner Schwiegermama "erzogen" werden würde. Sie macht alles anders als ich (z.B. wenn ich sage, er bleibt beim Essen sitzen, bis alle fertig sind, dann sagt sie, dass er aufstehen kann). Und was wäre an den 2 Tagen in der Woche, wo sie dann arbeiten ist?
Ich habe in unserer Stadt jetzt eine Klinik entdeckt, die gerade Mütter mit Depressionen behandelt. Auf der einen Seite gibt es eine Tagesklinik oder auf der anderen Seite eine stationäre Therapie mit Kind. Mein Sohn würde in meinem Zimmer schlafen und tagsüber gäbe es eine Betreuung für ihn.
Ich werde jetzt erstmal versuchen abzuwarten, wie die Medikamente helfen und eine Beratungsstelle will sich morgen auch noch melden und Termine mit mir ausmachen. Vielleicht hilft das ja schon etwas.
Ich habe angefangen, die Sachen von meinem Mann in Kartons zu packen, damit ich endlich nicht mehr an ihn denken muss. Das hindert mich nämlich daran, mich auf mich zu konzentrieren. Er möchte nämlich alles so lassen, wie es ist. Die Sachen nicht abholen, alles weiter bezahlen und sich nicht scheiden lassen.

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