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Der Grund für die Funktion als Pflegeeltern

12. April 2007 um 9:07 Letzte Antwort: 29. Mai 2007 um 14:43

Ich denke, es ist ein großer
Unterschied, ob
man Pflegeeltern
ist, weil man
selbst keine Ki-
nder bekommen kann oder ob man
diese Funktion
ausübt,so wie sie eigentlich
sein sollte,eine
vorüber gehende
Pflege.Ich habe
den Eindruck,
dass sich immer
mehr Paare, die
keine Kinder be-
kommen können, den Weg zur
Pflegefamilie
einschlagen,weil
es zuwenig Kin-
der für Adoption
gibt.Dies zeigt
der Trend, dass
immer mehr Kind-er unberechtigt aus Familien herausgerissen
werden.

LG Mary

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12. April 2007 um 19:44

Ich denke, dass auch die Vorbereitung auf das Pflegeelterndasein....
....seitens der Ämter eine grosse Rolle spielt.
Zum einen herrscht hier deutschlandweit ein enormer Pflegeelternmangel, zum anderen muss auch dafür gesorgt sein, dass die zukünftigen Pflegeeltern genau wissen, auf was sich sich einlassen.

Viele Pflegekinder kommen schwerst geschädigt (misshandelt, vergewaltigt, traumatisiert, depriviert....) in eine Pflegefamilie. Auch damit muss man umgehen können. Zusätzlich zu dem oft schweren Schicksal, das das Kind mit sich bringt, muss eine Pflegefamilie auch mit der Herkunftssituation des Kindes umgehen können und darf die leibl. Eltern nicht ausschliessen.
Einem Kinderwunschpaar eine Pflegekind als "letzte Lösung" zu vermitteln, um doch an ein Kind zu kommen, wäre eine brandgefährliche Angelegenheit - da das Schicksal der Pflegekinder mit ihren oft traumatischen Gewalt- bzw. Deprivationserfahrungen ganz und gar nicht mit den Voraussetzungen verglichen werden kann, die leibliche Kinder einer heilen und geborgenen Familie mit sich bringen.

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14. April 2007 um 19:57
In Antwort auf

Ich denke, dass auch die Vorbereitung auf das Pflegeelterndasein....
....seitens der Ämter eine grosse Rolle spielt.
Zum einen herrscht hier deutschlandweit ein enormer Pflegeelternmangel, zum anderen muss auch dafür gesorgt sein, dass die zukünftigen Pflegeeltern genau wissen, auf was sich sich einlassen.

Viele Pflegekinder kommen schwerst geschädigt (misshandelt, vergewaltigt, traumatisiert, depriviert....) in eine Pflegefamilie. Auch damit muss man umgehen können. Zusätzlich zu dem oft schweren Schicksal, das das Kind mit sich bringt, muss eine Pflegefamilie auch mit der Herkunftssituation des Kindes umgehen können und darf die leibl. Eltern nicht ausschliessen.
Einem Kinderwunschpaar eine Pflegekind als "letzte Lösung" zu vermitteln, um doch an ein Kind zu kommen, wäre eine brandgefährliche Angelegenheit - da das Schicksal der Pflegekinder mit ihren oft traumatischen Gewalt- bzw. Deprivationserfahrungen ganz und gar nicht mit den Voraussetzungen verglichen werden kann, die leibliche Kinder einer heilen und geborgenen Familie mit sich bringen.

Also mir ist ein
Fall bekannt,da
ist die Pflege-
mutter in einer
Fernsehsendung
aufgetreten,weil
sie ein kind zur Pflege bekam,von dem sie weder
Herkunft noch was
mit dem Kind ge-
schehen war, er-
fahren durfte.
Diese Pflege -mutter stand dem
obersten Leiter
eines JA gegen-
über und bekam zu hören, dass
das JA überfor- dert sei.
Aber dass es zu -wenig Pflege -eltern gibt, den
Eindruck haben
aber Eltern nicht
eher für schwer-
traumatisierte
Kinder gibt es zu
wenig Plätze,weil
diese Personen
eingelernt werden
müssen.Aber wir
Frauen, die es
mit Vätern zu tun
haben,die in der Familie Gewalt anwenden,weil sie für ihre Kinder kein
Unterhalt zahlen
wollen, sind dort
gerne gesehen,um
nicht zu sagen,
man wartet schon
auf sie.
Die bekommen alle
mögliche Unter-
stützung, um die Mütter so hinzu-
stellen,dass sie nicht erziehungs-fähig sind und
da sind aber immer schnell
Pflegefamilien zu Stelle.

LG Mary

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4. Mai 2007 um 11:40

Unberechtigt aus Familie herausgerissen...
werden die Pflegekinder ja sicherlich nicht gerade. Ich kenne viele Pflegefamilien und deren Pflegekinder Kinder wurden keinesfalls unberechtigt aus Familien herausgerissen. Was meines Erachtens nicht sein darf ist, das Kind aus seiner
Ursprungsfamilie herauszureißen, ein paar Jahre in die Pflegefamilie zu belassen, um es dann dort wieder herauszureißen und in die Ursprungsfamilie zurückzuführen. Dieses Vorgehen macht die Kinder letztendlich kaputt, denn, wenn das Kind ein paar Jahre beziehugnsweise eine längere Zeit (dies kommt auf das Alter des Kindes an, denn ein Baby hat ein deutlich anderes Zeitempfinden wie ein größeres Kind) in seiner Pflegefamilie gelebt hat und dort gut versorgt wird und positive Bindungen aufgebaut hat, sollte man das Kind auch dort belassen, alles andere schädigt das Pflegekind nur sehr. Eine Rückführung zu seinen leiblichen Eltern sollte nur durchgeführt werden, wenn das Kind eine weitere Trennung verkraften kann ohne Schaden anzunehmen und dies muss sehr, sehr sorgfältig vom Jugendamt geprüft werden und hierbei sollten die Kinder als Menschen und nicht als Akte betrachtet werden. Das Jugendamt sollte vor einer Inobhutnahme übrigens sehr gut prüfen, ob Hilfen für die Familie möglich sind, so dass das Kind in seiner Herkunftsfamilie bleiben kann. Ist aber dieses Risiko zu groß, so dass das Kind Schaden nehmen könnte (siehe Fall Kevin aus Bremen und andere Fälle), muß gehandelt werden und das Kind umgehend aus der Ursprungsfamilie genommen werden. Pflegeeltern zu werden ist eine sehr, sehr große Herausforderung und viele Pflegekind-bewerber sind sich nicht bewusst, was es bedeutet, ein Pflegekind aufzunehmen. Das kann ein sehr schwieriger Weg werden, der da zu bewältigen ist und ohne Unterstützung (Schulungen, Kurse, Beistände etc.) ist dies kaum zu schaffen. Die Jugendämter sollten den Bewerbern besser klar machen, dass es künftige Pflegeeltern sehr schwer haben könnten und sollten den Pflegeeltern noch eine viel bessere Unterstützung bieten.

Gruß Maria

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29. Mai 2007 um 14:43
In Antwort auf

Unberechtigt aus Familie herausgerissen...
werden die Pflegekinder ja sicherlich nicht gerade. Ich kenne viele Pflegefamilien und deren Pflegekinder Kinder wurden keinesfalls unberechtigt aus Familien herausgerissen. Was meines Erachtens nicht sein darf ist, das Kind aus seiner
Ursprungsfamilie herauszureißen, ein paar Jahre in die Pflegefamilie zu belassen, um es dann dort wieder herauszureißen und in die Ursprungsfamilie zurückzuführen. Dieses Vorgehen macht die Kinder letztendlich kaputt, denn, wenn das Kind ein paar Jahre beziehugnsweise eine längere Zeit (dies kommt auf das Alter des Kindes an, denn ein Baby hat ein deutlich anderes Zeitempfinden wie ein größeres Kind) in seiner Pflegefamilie gelebt hat und dort gut versorgt wird und positive Bindungen aufgebaut hat, sollte man das Kind auch dort belassen, alles andere schädigt das Pflegekind nur sehr. Eine Rückführung zu seinen leiblichen Eltern sollte nur durchgeführt werden, wenn das Kind eine weitere Trennung verkraften kann ohne Schaden anzunehmen und dies muss sehr, sehr sorgfältig vom Jugendamt geprüft werden und hierbei sollten die Kinder als Menschen und nicht als Akte betrachtet werden. Das Jugendamt sollte vor einer Inobhutnahme übrigens sehr gut prüfen, ob Hilfen für die Familie möglich sind, so dass das Kind in seiner Herkunftsfamilie bleiben kann. Ist aber dieses Risiko zu groß, so dass das Kind Schaden nehmen könnte (siehe Fall Kevin aus Bremen und andere Fälle), muß gehandelt werden und das Kind umgehend aus der Ursprungsfamilie genommen werden. Pflegeeltern zu werden ist eine sehr, sehr große Herausforderung und viele Pflegekind-bewerber sind sich nicht bewusst, was es bedeutet, ein Pflegekind aufzunehmen. Das kann ein sehr schwieriger Weg werden, der da zu bewältigen ist und ohne Unterstützung (Schulungen, Kurse, Beistände etc.) ist dies kaum zu schaffen. Die Jugendämter sollten den Bewerbern besser klar machen, dass es künftige Pflegeeltern sehr schwer haben könnten und sollten den Pflegeeltern noch eine viel bessere Unterstützung bieten.

Gruß Maria

Mit welchem recht...
erlaubt sich dass jugendamt einfach kinder aus einer familie zunhmen, in der es dem kind gut geht???

in selber mam von einem fast 2Jahre alt sohn, den man mir ohne ersichtlichen grund weggenommen hat.

Gruß Kristin

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