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Der Klaps und seine Langszeitfolgen

17. Januar 2017 um 15:10

http://fassungslos.net/2017/01/14/das-passiert-mit-kindern-die-ab-und-zu-1-mal-klaps-bekommen/?utm_content=bufferc2e3b&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

Ich lass den Link einfach mal so kommentarlos stehen, spiegelt eigentlich das wieder was wir schon darüber wissen, nur noch mal interessant warum es so ist.

Lg

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17. Januar 2017 um 15:21

Zu dem Grundthema brauch ich nichts sagen....

allerdings finde ich ich die Quelle nicht seriös und wissenschaftlich aussagekräftig (natürlich stimmt der Tenor trotzdem....)

und was was ich mich frage....ist es wissenschaftlich in Ordnung fünf Jahre bei "milden" körperlichen Züchtigungen zuzuschauen?  Oder doch eher unterlassene Hilfeleistung....

lg 

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18. Januar 2017 um 7:19

Sehe es wie fussi. Quellenseriosität ist eher naja. Aber nichtsdestotrotz ist es dennoch erstaunlich, dass sogar ein Rückgang des IQ bemerkt wurde.

Aber ich sehe es genauso, kein(!) Klaps hat auch noch nie jemandem geschadet

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18. Januar 2017 um 8:14

ich möchte mal, ohne der grundaussage zu widersprechen, in den Raum werfen, ob nicht auch ein gewisses Maß an Vererbung bei der Intelligenz mitspielt? Und man auch evtl. den Umkehrschluss erlauben darf: Die weniger intelligenten Menschen neigen eher zum Schlagen, als intelligentere? Ohne jetzt wieder in einen Sihtstorm auszubrechen, NEIN, ich rede nicht von Einzelpersonen, sondern von einer statistisch signifikanten Gruppe. Es gibt bestimmt auch total intelligente Menschen, die ihre Kinder schlagen und sicher auch weniger intelligente, die es nicht tun.

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18. Januar 2017 um 8:16
In Antwort auf flyingkat

ich möchte mal, ohne der grundaussage zu widersprechen, in den Raum werfen, ob nicht auch ein gewisses Maß an Vererbung bei der Intelligenz mitspielt? Und man auch evtl. den Umkehrschluss erlauben darf: Die weniger intelligenten Menschen neigen eher zum Schlagen, als intelligentere? Ohne jetzt wieder in einen Sihtstorm auszubrechen, NEIN, ich rede nicht von Einzelpersonen, sondern von einer statistisch signifikanten Gruppe. Es gibt bestimmt auch total intelligente Menschen, die ihre Kinder schlagen und sicher auch weniger intelligente, die es nicht tun.

Genau das dachte ich auch gerade.

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18. Januar 2017 um 9:04

Schwieriges Thema... ich denke auch, dass bei der Intelligenz die Vererbung eine Rolle spielt. Aber ob das mit dem Schlagen zusammen hängt? Schwer zu sagen... ich denke es zieht sich durch jegliche Bevölkerungsschichten. Allerdings glaube ich auch, dass wirklich intelligente Menschen oder sagen wir lieber empathische Menschen, würden keine anderen Menschen schlagen oder ihnen sonst irgendwie Leid antun... die Wissen, dass sich das nicht gehört und die wissen acuh, welche Folgen das haben kann...
Leider gibt es immernoch so viele, die der Meinung sind, dass das alles kein Problem ist und es ja "noch keinem geschadet hat "

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18. Januar 2017 um 9:19

ja das denke ich auch, deswegen schrieb ich ja, "sagen wir die empathischeren Menschen"
Intelligenz ist ja eh so eine Sache... aber reden wir nicht drüber

Ich sehe übrigens immernoch einen (kleinen) Unterschied in den Eltern, die "ein Kläppschen" für "in gewissen Situationen angemessen" halten und diesen "als letzte Lösung" nutzen... und einem Elternteil, das in völliger Überforderung die Nerven verliert, sich aber bewusst ist falsch gehandelt zu haben und sich anschließend Hilfe holt...
 

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18. Januar 2017 um 10:02

mich würde ja mal interessieren, wer von uns von seinen eigenen Eltern einen Klapps o.ä. bekommen hat. Wie sieht die Langzeitwirkung bei euch aus - so aus der Retrospektive?

Ich z.B. habe schon hin und wieder einen "Klapps" auf die Finger oder den Po bekommen, wenn ich Mist angestellt habe (so ca. im Alter von 5-9) das war mir dann auch immer eine Lehre. z.B. habe ich mal einen Lolli mitgehen lassen, als mein Vater das bemerkte gabs einen Klapps als Bestrafung. Danach habe ich nicht mal im Ansatz daran gedacht, so etwas noch einmal zu tun. Der Schock danach war einfach zu groß.

Ich kann auch sagen, dass es mir persönlich jetzt nicht geschadet hat. Ich bin weder psychisch labil noch emotional isoliert. Habe auch Abitur und Ausbildung, beides im oberen 2er Schnitt. Scheine also auch nicht dumm dadurch geworden zu sein (bitte kein Shitstorm, ist nur meine Meinung).
 

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18. Januar 2017 um 10:24
In Antwort auf virginiaflowers

mich würde ja mal interessieren, wer von uns von seinen eigenen Eltern einen Klapps o.ä. bekommen hat. Wie sieht die Langzeitwirkung bei euch aus - so aus der Retrospektive?

Ich z.B. habe schon hin und wieder einen "Klapps" auf die Finger oder den Po bekommen, wenn ich Mist angestellt habe (so ca. im Alter von 5-9) das war mir dann auch immer eine Lehre. z.B. habe ich mal einen Lolli mitgehen lassen, als mein Vater das bemerkte gabs einen Klapps als Bestrafung. Danach habe ich nicht mal im Ansatz daran gedacht, so etwas noch einmal zu tun. Der Schock danach war einfach zu groß.

Ich kann auch sagen, dass es mir persönlich jetzt nicht geschadet hat. Ich bin weder psychisch labil noch emotional isoliert. Habe auch Abitur und Ausbildung, beides im oberen 2er Schnitt. Scheine also auch nicht dumm dadurch geworden zu sein (bitte kein Shitstorm, ist nur meine Meinung).
 

Mh... die Frage ist doch, ob du ohne die Klappse besser im Abi oder in der Ausbildung gewesen wärst, oder? Das kann wohl keiner beantworten.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob man sich daran als Langzeitfolge unbedingt so aufhängen wollte, es geht doch eher um andere Dinge. Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein. Das Verhältnis zu sich selbst, was bin ich wert? Bin ich gut so wie ich bin? Werde ich auch geliebt, wenn ich Fehler mache?
Ich habe als Kind auch ab und an einen "Klaps" bekommen und ich muss sagen, ja das hat geschadet. Sicherlich in Kombination mit anderen Dingen, das will ich nicht unbedingt ausschließen, aber dennoch.
Ich hatte wirklich wenig Selbstwertgefühl, war als Kind extrem unsicher, auch noch als junger Erwachsener. Das was ich jetzt habe, das musste ich mir mühsam aufbauen, mein Mann hat dabei eine wesentliche Rolle gespielt, ebenso die Tatsache,dass ich Mama geworden bin.
Und ja, ich habe auch Abitur und studiert und halte mich ebenfalls nicht für dumm bzw dümmer als andere....

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18. Januar 2017 um 10:57

Wie macht denn ein Klapps einem Kind die Konsequenz seines Handelns klar? 

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18. Januar 2017 um 11:19

Puh.. Ehrlich, ich weiß grad gar nicht was ich dir antworten soll... 
Ich frage mich was du glaubst, was deine Kinder daraus lernen?
Bevor ich mir irgendwo weh tue, macht Mama das? 
Und immer dieses Beispiel mit dem auf die Straße rennen...  Klar ist das sehr gefährlich und ja man muss sein Kind davor schützen.. aber das geht definitiv ohne Schläge! Mein Sohn (und auch die meisten anderen Kinder, die ich kenne) haben noch nie in ihrem Leben einen Klapps o.ä. bekommen und die leben alle noch sehr gut und keins davon rennt einfach auf die Straße...! 
Mit der Herdplatte, was muss da passiert sein, dass ein Kind deshalb auf die Intensivstation muss?
Mein Sohn hat auch einmal drauf gefasst, das tat natürlich weh und er hat die Hand sofort weggezogen.... das war ihm definitiv eine Lehre und er ist bisher da immer sehr vorsichtig.... ich hätte das vermieden, aber es ging super schnell und er tat mir sooo leid, hätte ich ihm da dann etwa einen Klapps geben sollen? Dein Ernst? 

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18. Januar 2017 um 11:40

Mit Selbstgefälligkeit und Ergötzen sollte das nichts zu tun haben. Ich finde es auch fragwürdig darüber zu diskutieren ob psychische oder physische Gewalt schlimmer ist. Kinder, alle Kinder, haben ein Recht auf grundsätzlich gewaltfreie Erziehung. Das ist unabhängig davon ob sie einen Akademiker-Kiga besuchen oder eine Regeleinrichtung.
Ich bin für Grenzsetzung, möchte die Einhaltung aber ohne Gewalt durchsetzen. Das schliesst nicht aus, dass ich in Gefahrensituationen auch mal beherzt zugreife.........nicht um Schmerz zuzufügen sondern um vor grösserem Schmerz zu bewahren.
 

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18. Januar 2017 um 11:54

Deine Antwort macht mich sprachlos... Allein die Aussage, ich hätte mein Kind vorher klappen sollen... Wirklich...? 
Noch dazu.. Mein Sohn ist nie "um den Herd herumgetigert" bei uns zu Hause war dieser auch im übrigen gesichert,  sondern er wollte schauen was da ist und fasste auf die Platte... Bei meiner Mutter in der Küche.. ich stand quasi direkt daneben aber es ging sooo schnell, innerhalb von einer Sekunde und dann wars schon wieder vorbei... 
Und was deine Akademikerkita angeht (was soll das eigentlich sein?   was heißt "die Kinder werden robust angefasst? Meiner geht lediglich in einen popeligen Evangelischen Kiga und dennoch ist das,  auch ohne "robustes Anfassen" noch kein Kind auf die Straße gelaufen. Seltsam oder? 
Und nein, psychische Gewalt ist nicht viel schlimmer,  es ist beides gleich schlimm! Da gibt es nix zu diskutieren. 
Man tut anderen Menschen einfach keine Gewalt an, weder psychisch noch physisch. Und ja ein Klapps ist auch absolut nicht ok! 

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18. Januar 2017 um 12:25

Eigentlich wollte ich mich ja jetzt raushalten, denn deine Meinung zum klapsen steht so fest wie meine und ich denke dass man hier nicht mit jedem auf einem Nenner sein muss.
Trotzdem sage ich ganz deutlich, dass es hier nicht um dein Erachten geht. Klaps ist hauen, also Gewalt. Das ist zu Recht gesetzlich verboten. Und Recht gilt auch für Menschen mit super Abi und in Akademiker-Kigas. 
Du kannst verbrannte Finger doch nicht nur mit einem Klaps verhindern.

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18. Januar 2017 um 12:47

Und ich glaube da liegt der Ursprung deines Denkens: du wurdest auch geklapst. Mag sein, dass du es deshalb als weniger harmlos bezeichnest, weil du keinen Schaden davongetragen hast. Aber wer sagt, dass deine Kinder genauso damit umgehen. Und zum Thema rosa Welt etc... Schön, dass du dein Kind in eine "Akademikerkita" schickst, da lernen deine Kinder bestimmt, wie vielfältig die Welt sein kann  sorry ich kann deine Beiträge irgendwie nicht ernst nehmen 

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18. Januar 2017 um 12:54

Bist du schon mal auf die Idee gekommen,  dass man auch konsequent sein kann ohne jede Art von Gewalt? Oder gibt es das nur in meiner Regenbogen-Glitzer-Einhornwelt? 
Und was meinst du mit "Klappsen ist besser als Kinder sich verbrennen lassen"? 
Wer sagt denn hier, dass er seine Kinder sich verbrennen lässt? Unfälle passieren, man versucht diese mit allen Mitteln zu verhindern,  aber es kann passieren... Klappse können nicht passieren, dürfen nicht passieren....
Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß in deiner tollen Akademikerwelt

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18. Januar 2017 um 13:28

Oh nein, eine super Mami bin ich bestimmt nicht. Mein Sohn- der mich mit seinem Schlafverhalten in den Wahnsinn treibt- ist bestimmt nicht immer einfach. Ich habe oft nachts in mein Kissen gebissen vor Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit. Aber selbst einen Klaps könnte ich mir nicht verzeihen. Ich möchte, dass mein Sohn lernt, Respekt vor anderen Menschen zu haben - wie soll er es lernen wenn ICH keinen Respekt vor ihm habe und ihn klapse?? Meine Eltern sind beide mit körperlicher und seelischer Gewalt aufgewachsen und haben sich geschworen, es anders zu machen. Ich bin Ihnen dankbar, dass beide tatsächlich alles mit mir "tot diskutiert" haben. Als Kleinkind (das weiß ich natürlich nur aus Erzählungen) und auch als Teenie. Und nicht die Hand gehoben, geklapst... Whatever. 

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18. Januar 2017 um 13:48

Was ich damit sagen wollte ist, dass ich oft an meine Grenzen stoße und trotz allem nicht klapse. Natürlich schläft mein Sohn nicht mit Absicht schlecht, dein Kind läuft aber auch nicht mit Absicht auf die Straße...wofür soll man das Kind dann Klapsen?  Und was ich nicht verstehe... Wenn dein Kind doch trotz des Klapses während des Kita Ausflugs auf die Straße gerannt ist, scheint es ja nicht gefruchtet zu haben?!? 

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18. Januar 2017 um 13:55

Komisch, dass Eltern die klapsen, den übrigen Eltern stets vorwerfen, dass man in einer rosa-roten Wattewelt lebe. 

Nö, lebe ich persönlich nicht, aber es ist schon ziemlich nah dran , denn ich habe es noch nie für nötig gehalten mein Kind zu klapsen, um es zu erziehen. Für mich ist klapsen keine Erziehungsart, sondern ein ohnmächtiges Verhalten, wenn einem nichts anderes mehr einfällt.

Strassenbeispiel: Immer, immer, immer, immer und immer wieder zurückziehen, erklären. Eine Million Mal. Fertig. Und wenn das Kind sich im Kindergarten im Straßenverkehr nicht zu benehmen weiß- Ausflugsverbot. Alles andere bringt die ErzieherInnen nur in Teufelsküche. Allerdings laufen Kleinkinder an der Hand- immer. Da wird nicht losgelassen, oder sie fahren in einer dafür vorgesehenen Karre. Niemand möchte dafür verantwortlich sein, das ein Kind überfahren wird- um das zu erlernen, braucht es allerdings keinen Klaps, sondern Geduld.

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18. Januar 2017 um 14:14

Also, das Beispiel mit der Herdplatte. Klar, Unfälle passieren. Davor ist niemand gefeit, wie oft hab ich mich schon beim Kochen verbrannt?

Um Prävention zu betreiben kann man im Kleinkindalter ohne Verständigung durch Sprache seitens des Kindes- wegbringen, wegbringen, wegbringen, erklären, erklären, erklären. Geduld beweisen. 
Dann auf den Arm nehmen, Herd an, mit der Hand 10cm über der Platte fühlen lassen, dass es heiß wird, und "heiß" sagen. Dafür muss man nicht klapsen. Auch nicht, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Das Kind hat schon Schmerzen genug, da muss es nicht auch noch zusätzlich gedemütigt werden- vorher auch nicht.
 

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18. Januar 2017 um 14:25

Es war fast klar, dass dieses Thema heftig diskutiert  wird.
Ich glaube nicht, das alle Eltern , die schonmal geklapst haben, schlechte Eltern sind. Es gibt Grenzsituationen, in denen eher die Hand ausrutscht als in anderen. Für meine Kinder und mich wünsche ich, dass ich auch weiterhin ohne auskomme. Aber es wäre gelogen, wenn ich noch nie gedacht hätte :" puh......heute könnte ich....." Es zu tun ist aber etwas anderes. Und der Gedanke, dass ein Kind das verdient hätte, ist schrecklich.  Alle Kinder haben es verdient gewaltfrei aufzuwachsen. Frei von jeglicher Gewalt. Vorsätzlich zu klapsen, weil man glaubt das Recht zu haben,  sein Kind so lenken zu dürfen,  macht mich traurig. Wann geht das endlich in alle Köpfe. Gewalt erzeugt Gegengewalt.
Man kann nichts in Kinder hinein prügeln, auch keine Verkehrsregeln. Aber man kann so viel kaputt machen.
Das heisst nicht, dass ich mir auf der Nase rumtanzen lasse oder Gefahrensituationen eskalieren lasse. Konequenz, Liebe und Geduld....... führen auch zum Ziel.......wenn nötig pupse ich dafür auch glitzerne Regenbögen

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18. Januar 2017 um 14:29
In Antwort auf ani19671

Es war fast klar, dass dieses Thema heftig diskutiert  wird.
Ich glaube nicht, das alle Eltern , die schonmal geklapst haben, schlechte Eltern sind. Es gibt Grenzsituationen, in denen eher die Hand ausrutscht als in anderen. Für meine Kinder und mich wünsche ich, dass ich auch weiterhin ohne auskomme. Aber es wäre gelogen, wenn ich noch nie gedacht hätte :" puh......heute könnte ich....." Es zu tun ist aber etwas anderes. Und der Gedanke, dass ein Kind das verdient hätte, ist schrecklich.  Alle Kinder haben es verdient gewaltfrei aufzuwachsen. Frei von jeglicher Gewalt. Vorsätzlich zu klapsen, weil man glaubt das Recht zu haben,  sein Kind so lenken zu dürfen,  macht mich traurig. Wann geht das endlich in alle Köpfe. Gewalt erzeugt Gegengewalt.
Man kann nichts in Kinder hinein prügeln, auch keine Verkehrsregeln. Aber man kann so viel kaputt machen.
Das heisst nicht, dass ich mir auf der Nase rumtanzen lasse oder Gefahrensituationen eskalieren lasse. Konequenz, Liebe und Geduld....... führen auch zum Ziel.......wenn nötig pupse ich dafür auch glitzerne Regenbögen

Genau. Ich schmeiß noch etwas Konfetti 

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18. Januar 2017 um 14:48

Also da muss ich jetzt mal widersprechen, die gelöschte userin ist phasenweise hier aktiv und sogar länger hier angemeldet als ich. Unter diversen Namen.

Sie ist definitiv kein fake.

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18. Januar 2017 um 15:02

Hat oder wurde sie gelöscht? 

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18. Januar 2017 um 15:11

Hi Julchenmiteli,

das mit deiner Mutter und deinen späteren Erfahrungen tut mir sehr Leid! Ich finde es gut, dass du weiter an dir arbeitest!

Unsere Ausgangssitationen scheinen aber sehr verschieden gewesen zu sein. Ich war schon immer ein sehr selbstbewusstest, teils freches und aufmüpfiges Kind.

Aus meiner Sicht habe ich keinen Schaden oder Schwachpunkte in der sozialen Kompetenz. Aber das mögen andere Menschen anders sehen . An Selbstwert Gefühl mangel es mir nicht, aber ich kann schon verstehen, dass von Natur aus sensible Kinder eher negativ auf so einen Umgang in der Familie reagieren. Da sind die Eltern aber gefragt, ihr Kind richtig einschätzen zu können. Auch ein positiver Ausgleich ist wichtig für die Entwicklung, also nicht immer nur "Schläge / Klapps" sondern auch Liebe und Verständnis!!

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18. Januar 2017 um 15:31

Sorry auf die Seriosität der Quelle hab ich jetzt so gar nicht geachtet mir ging es einfach nur darum dass darin eigentlich Dinge stehen die Wir, vor allem Betroffene, mehr oder weniger wissen.
Mein Mann und ich wurden als Kinder bis in die Jugend geschlagen und ja wir hatten/haben unser Päckchen damit zu tragen.
Gerade auch in Zeiten von Überforderung in Erziehungsdingen müssen Wir aufpassen dass unsere erhöhte Tonlage (weil wir grad schimpfen) z.B. nicht im Schreien wie bei unseren Eltern ausartet etc.....sprich wir müssen wirklich sehr arg darauf achten nicht die selben Muster wie unsere Eltern zu entwickeln.
Das ist nicht einfach, mit zunehmender Reife habe ich das gelernt, und viel Arbeit an sich selbst bringt es mit.
Rückblickend auf unserer beider Kindheit muss ich sagen differenziere ich nicht zwischen physischer und psychischer Gewalt allerdings sollte man grad wenn hier Damen beichten Ihnen sei "mal die Hand ausgerutscht....", nicht gleich Vorwurfsvoll daher kommen und behaupten das "würde ich NIE machen.....", etc....
Erstens weiss man NIE wie man sich selbst in mancher Situation mal verhalten wird, zweitens sind solche Ausrutscher, und da differenziere ich tatsächlich aus selbst erlebtem, eben keine Erziehungsmethode, etwas dauerhaftes wie wir es erlebt haben.
Bei unseren Eltern gehörte es zum täglichen Usus, da eine auf die Birne, da eine mit dem Gürtel drüber, spurste wieder nicht "hier wirf ich dir die hohen Haken an den Kopf etc....", tagtäglich für Nichtigkeiten, als Erziehungsmethode, und NICHT weil Mama mal überfordert war, nein sondern weil wir nicht funktionierten wie wir es hätten sollen.
Ich habs hier schon mal geschrieben der Lieblingspruch meiner Mutter auch noch zu meinen Teeniezeiten war "Ich schlag deinen Kopf gegen die Wand bis das Hirn runterläuft....", sich dann wundern dass ich heute noch an Anorexie leide, mein Abi verkackt sowie ne erste Ehe verkackt habe, ist naja.......
SO wie meine Eltern bin ich nicht, auch wenn mir vor 15 Jahren bei meiner Großen ein zweimal durch Klaps aufn Po die Hand ausgerutscht ist, und dann nie wieder.
Zum Thema Herd: Wir haben nie den Herd abgesichert, erstens hatten wir lange ein Laufgitter vor der Küche und zweitens das Glück Induktion zu haben. Steht also kein Topf mehr auf der Platte ist die Herdplatte kalt, Sofort. Rate ich jungen Eltern sehr dazu, vlt. etwas teurer aber sehr kindersicher.
Ausserdem wollte ich auch keine so Stellage sondern hab dann eher als das Türgitter weg war immer wieder erklärt etc.....
Zum Strassenverkehr: rannte meine Kleine weg, hab ich sie in den Buggy gesetzt ganz einfach, hats an der Hand laufen nicht geklappt auch wieder in den Buggy uns sonst auch immer wieder tausend Mal erklären.
Zum robusten Anfassen, ich differenziere hier ganz deutlich : Gefahrensituation da kanns schon mal sein dass ich "unsanft" mein Kind da wegziehe bevor es zu schaden kommt, oder eben sich als ( Elite)pädagoge Über das Kind zu stellen nur damit es spurt.
Scheint eh ein Phänomen grad unter älteren Pädagoginnen zu sein, dass körperliche Züchtigung wie am "Arm zerren.....", Kinder gegen den Willen festzuhalten etc....ganz gezielt eingesetzt wird, erlebe ich zumindest momentan auf Arbeit.
Davon halte ich null, Pädagogik wie vieles andere ist immer im Wandel und da sollte man immer Up to date sein.
Muss noch was anführen was mich derzeit beschäftigt. Eine Bekannte hat auch nen sehr "rauen Ton " mit ihren Kindern, zu Hause wird denen vieles Verboten, Freiraum eingeschränkt etc....kommen die zu uns zu Besuch zum Spielen lassen die die "Sau raus...", vor wenigen Monaten haben sie meiner kleinen den Kassettenrekorder geschrottet, zuletzt jetzt hat der Sohnemann der Dame mit meinem grossen Gymnasitk Ball auf unseren Tannenbaum geworfen und mit voller Wucht mit beiden Füssen einfach so auf die Holzschienen der Eisenbahn meiner Kleinen gesprungen. Zu HAUSE bei sich würde der nen Anpfiff ersten Grades von seiner Mutter bekommen und wahrscheinlich noch mehr, hier keine Reaktion von ihr.
Jedenfalls bin ich der Auffassung dass Kinder die etwas "robuster" erzogen werden wohl tatsächlich wie im Artikel beschrieben auch lernen dass z.B. mit schlagen oder Schreien oder eben zerstören mehr erreicht als anderswie weil sie es anders nicht lernen.
Lg

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18. Januar 2017 um 15:37

Mal eine Frage, die nicht ganz das Thema trifft, aber vielleicht doch im "Fahrwasser" liegt:

Wie bereitet Ihr Eure Kinder darauf vor, dass es passieren kann, dass sie, zB im Kindergarten oder in der Schule, aggressiven Menschen begegnen, zB Gleichaltrigen Bullies, von denen sie unter Umständen auch körperlich angegriffen/geschlagen/getreten werden und gegen die sie sich dann wehren müssen, wozu dann aber gehört, dass man einen Klaps oder Schlag, den man nicht komplett abgeblockt hat, auch mal wegstecken können muss ohne gleich komplett aus den Wolken und den Schuhen zu fallen?

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18. Januar 2017 um 15:51
In Antwort auf SkyCaptain07

Mal eine Frage, die nicht ganz das Thema trifft, aber vielleicht doch im "Fahrwasser" liegt:

Wie bereitet Ihr Eure Kinder darauf vor, dass es passieren kann, dass sie, zB im Kindergarten oder in der Schule, aggressiven Menschen begegnen, zB Gleichaltrigen Bullies, von denen sie unter Umständen auch körperlich angegriffen/geschlagen/getreten werden und gegen die sie sich dann wehren müssen, wozu dann aber gehört, dass man einen Klaps oder Schlag, den man nicht komplett abgeblockt hat, auch mal wegstecken können muss ohne gleich komplett aus den Wolken und den Schuhen zu fallen?

Wir haben diverse kindgerechte Literatur über Gefühle, Selbstwert etc....ausserdem wird meine Kleine demnächst ne Psychomotorik Gruppe besuchen, da wird auch noch mal Körpergefühl etc... trainiert. Dann geht sie zum Fussball, Manschaftssprot macht auch Selbstbewusst und mit 5 soll sie noch zum Karate gehen zwecks Selbstverteidigung. Nebenher beherrscht sie schon die Stop-Regel und "Gute-Geheimnisse und Böse Geheimnisse" wo auch Petzen eben in Fällen von geschlagen werden von anderen Kindern Erlaubt ist, weils ja dann eigentlich kein Petzten ist denn genauso wie im Fall von sexuellem Missbrauch ein Opfer ja Nie was dafür kann wenn es bedrängt wurde, so braucht sich auch ein geschlagenes Kind nicht zu schämen zu erzählen dass ein anderes Kind es geschlagen hat. Wegstecken MUSS mein Kind gar nix, was mit Gewalt zu tun hat.
Lg

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18. Januar 2017 um 16:06

hm. also erstmal finde ich nicht, dass klapsen gleich prügeln ist. das einfach mal nur vorab. unter klapsen versteh ich so einen leichten raschen klaps auf die finger zum beispiel. vielleicht auch noch einen gezielten klaps auf den po. aber was man hier zum teil liest, das würde ich als prügeln bezeichnen. wenn in blinder wut geschlagen wird oder so. 
das will aber nicht heissen, dass ich klapsen befürworte. meine kinder sollen ohne solche züchtigungen gross werden, bisher ist mir das auch gelungen. dennoch denke ich auch bei diesem thema: sag niemals nie. man weiss nie, in welchen ausnahmesituationen man sich mal befinden wird. 

naja, also auf alle fälle habe ich als kind doch schon mal einen klaps auf den po gekriegt. als strafe für unerlaubtes. meine mutter hat mir mal eine saftige ohrfeige gegeben, als ich auf dem heimweg vom einkaufen einfach nur am rumstänkern und rumnölen war und nicht weiter laufen wollte. sie hatte schwer zu tragen und war wohl in der situation einfach völlig am ende mit ihren nerven. darüber gesprochen hab ich mit ihr nie. einmal als ca zweijährige hab ich ihr in nem wutanfall ihre brille aus dem gesicht geschlagen, die ging dabei kaputt. da hat sie mir auch eine geknallt. das weiss ich vorallem aus erzählungen. mein vater hat manchmal auch mit dem teppichklopfer auf den po gegeben. ich war ein unglaublich wählerischer esser und habe nur ganz weniges wirklich gegessen. salat zum beispiel kaum. besonder rote beete fand ich immer mega eklig. meistens war das so akzeptiert, aber manchmal war mein vater der meinung, ich müsse das jetzt einfach mal essen und hat mich dann unter androhung des teppichklopfers dazu gezwungen, einen teller zu essen. 
wahnsinnig oft das kam das alles nicht vor. irgendwann so mit acht jahren oder so hab ich den teppichklopfer glaub ich mal versteckt. 
also klar in diesen momenten fand ich das schon ätzend und so, aber so im grossen und ganzen find ich das für mich alles nicht schlimm. ich nehms meinen eltern auch nicht krumm. für die war das halt einfach normal. früher (zu ihrer zeit) war es halt einfach so. (in einigen familien mehr in anderen weniger). ich selber finde auch nicht, dass ich als kind verprügelt worden bin. überhaupt nicht. ich bin auch nicht jemand, der schwer vertrauen fasst, überhaupt nicht. ich kann anderen gut vertrauen und habe auch kein problem, beziehungen zu einzugehen und zu führen. 

für mich als normal intelligente erwachsene mit allem wissen und aller information, die ich besitze, finde aber für mich, dass schläge in einer erziehung keinen platz haben sollten. schlagen ist schon respektlos und ich möchte meinen kindern mit respekt begegnen. ihre sicherheit kann ich gewiss auch ohne klapse gewährleisten. allerdings find ich jetzt dieses einen klaps auf die finger wenn das kind die hand nach ner heissen herdplatte ausstrecken möchte auch nicht dramatisch. das wird wahrscheinlich nicht mal weh tun, sondern einfach einen schuss vor den bug signalisieren: höchste alarmstufe. ich selber würde es aber dennoch vermeiden wollen. denke aber, dass dieses beispiel hier überdramatisiert wird und auch unnötig hochgespielt.

die studie oben aus dem link hab ich nicht gelesen. deswegen äussere ich mich dazu nicht.

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18. Januar 2017 um 16:17
In Antwort auf rebecca438

Wir haben diverse kindgerechte Literatur über Gefühle, Selbstwert etc....ausserdem wird meine Kleine demnächst ne Psychomotorik Gruppe besuchen, da wird auch noch mal Körpergefühl etc... trainiert. Dann geht sie zum Fussball, Manschaftssprot macht auch Selbstbewusst und mit 5 soll sie noch zum Karate gehen zwecks Selbstverteidigung. Nebenher beherrscht sie schon die Stop-Regel und "Gute-Geheimnisse und Böse Geheimnisse" wo auch Petzen eben in Fällen von geschlagen werden von anderen Kindern Erlaubt ist, weils ja dann eigentlich kein Petzten ist denn genauso wie im Fall von sexuellem Missbrauch ein Opfer ja Nie was dafür kann wenn es bedrängt wurde, so braucht sich auch ein geschlagenes Kind nicht zu schämen zu erzählen dass ein anderes Kind es geschlagen hat. Wegstecken MUSS mein Kind gar nix, was mit Gewalt zu tun hat.
Lg

Danke dafür, wie Du mir das alles erklärt hast. Im Moment bin ich 21 Jahre alt und noch kein Papi, will aber schon noch einer werden bevor ich die 30 überschritten habe. Meine Kinder sollen schliesslich mal einen Papi haben, der noch belastbar ist, an dem sie rumzerren und mit dem sie Hoppe-Reiter spielen können, und der Sachen mit ihnen unternehmen und noch Möbelaufstellen helfen kann wenn sie zum Studienanfang von daheim ausziehen. Da interessiert mich vorbereituungshalber, wer mit welchen Elternschaftsfragen wie umgeht.

Mit "Wegstecken" habe ich nicht gemeint, dass das Kind später über Gewalterlebnisse nicht mehr reden dürfe und alles beiseiteschieben und in sich reinfressen müsse, sondern, dass in dem Moment, wo der gewaltausübende Gegner/Bully den Treffer gelandet hat, das Kind diesen Treffer nicht in einer Weise auf sich wirken lassen sollte, durch die es selbst lahmgelegt ist, sondern das Kind bei aller Unbill und Pein trotzdem in der Situation soweit die Fassung behält wie nötig um sich in der Situation effizient und verhältnismäßig gegen weitere Attacken wehren zu können.

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18. Januar 2017 um 16:29

Ich bin es leid, im Jahr 2017 immer noch von euphemistischen "Klapsen" und verharmlosenden Sätzen ala "das hat noch keinem geschadet!" zu lesen!

Das trifft meine Meinung ziemlich gut zusammen:
http://mobil.berliner-zeitung.de/nur-klapskoepfe-klapsen-15692598

Und um mal juristisch zu werden:
"Totz der nach wie vor weit verbreiteten Ansicht, ein kleiner Klaps hätte noch keinem Kind geschadet, ist in Deutschland jede Form der Prügelstrafe gesetzlich verboten. Kinder haben ein Recht drauf, ohne körperliche und seelische Gewalt großgezogen zu werden. Die Geschichte von dem angeblich immer noch bestehenden angemessenen und maßvollen Züchtigungsrecht der Eltern ist daher ein längst überholtes Märchen. Vielmehr ist grundsätzlich jede Ohrfeige strafbar. Schlagenden Eltern droht deshalb strafrechtlich entweder eine Geldstrafe oder eine teilweise langjährige Haftstrafe. Familienrechtlich kann ihnen im schlimmsten Fall das Sorgerechtentzogen werden, wenn die Prügelstrafe das Kindeswohl gefährdet." 
(https://www.anwalt.de/rechtstipps/ohrfeige-und-klaps-auf-den-po-was-ist-in-der-kindererziehung-erlaubt-und-was-verboten_093903.html)

Es ist KEINE Ansichtssache, was unter den Begriff Gewalt fällt; es gibt Abstufungen und niemand behauptet, dass eine psychische Anwendung von Gewalt (Erpressung,Liebesentzug, Vernachlässigung) besser sei als die physische Gewalt, aber Gewalt ist der Klaps und die Ohrfeige und die seelische Erpressung ganz genau so wie die Schläge, die blaue Flecken machen und Knochen brechen! 
 

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18. Januar 2017 um 16:36
In Antwort auf thilda1978

Ich bin es leid, im Jahr 2017 immer noch von euphemistischen "Klapsen" und verharmlosenden Sätzen ala "das hat noch keinem geschadet!" zu lesen!

Das trifft meine Meinung ziemlich gut zusammen:
http://mobil.berliner-zeitung.de/nur-klapskoepfe-klapsen-15692598

Und um mal juristisch zu werden:
"Totz der nach wie vor weit verbreiteten Ansicht, ein kleiner Klaps hätte noch keinem Kind geschadet, ist in Deutschland jede Form der Prügelstrafe gesetzlich verboten. Kinder haben ein Recht drauf, ohne körperliche und seelische Gewalt großgezogen zu werden. Die Geschichte von dem angeblich immer noch bestehenden angemessenen und maßvollen Züchtigungsrecht der Eltern ist daher ein längst überholtes Märchen. Vielmehr ist grundsätzlich jede Ohrfeige strafbar. Schlagenden Eltern droht deshalb strafrechtlich entweder eine Geldstrafe oder eine teilweise langjährige Haftstrafe. Familienrechtlich kann ihnen im schlimmsten Fall das Sorgerechtentzogen werden, wenn die Prügelstrafe das Kindeswohl gefährdet." 
(https://www.anwalt.de/rechtstipps/ohrfeige-und-klaps-auf-den-po-was-ist-in-der-kindererziehung-erlaubt-und-was-verboten_093903.html)

Es ist KEINE Ansichtssache, was unter den Begriff Gewalt fällt; es gibt Abstufungen und niemand behauptet, dass eine psychische Anwendung von Gewalt (Erpressung,Liebesentzug, Vernachlässigung) besser sei als die physische Gewalt, aber Gewalt ist der Klaps und die Ohrfeige und die seelische Erpressung ganz genau so wie die Schläge, die blaue Flecken machen und Knochen brechen! 
 

Danke Thilda für deinen Beitrag... ! 
Ich bin es so leid, dass immernoch unterschieden wird in... ein kleiner Klaps.. oder ein großer... Klappsen ist nicht gleich schlagen blaa blaa... keinem geschadet... usw. 
Ich verstehe nicht warum man meint, Kinder zu züchtigen sei ok. So lange man es so macht, dass es keine Spuren hinterlässt, zumindest keine körperlichen. 

Ich versteh es nicht 

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18. Januar 2017 um 16:56
In Antwort auf virginiaflowers

mich würde ja mal interessieren, wer von uns von seinen eigenen Eltern einen Klapps o.ä. bekommen hat. Wie sieht die Langzeitwirkung bei euch aus - so aus der Retrospektive?

Ich z.B. habe schon hin und wieder einen "Klapps" auf die Finger oder den Po bekommen, wenn ich Mist angestellt habe (so ca. im Alter von 5-9) das war mir dann auch immer eine Lehre. z.B. habe ich mal einen Lolli mitgehen lassen, als mein Vater das bemerkte gabs einen Klapps als Bestrafung. Danach habe ich nicht mal im Ansatz daran gedacht, so etwas noch einmal zu tun. Der Schock danach war einfach zu groß.

Ich kann auch sagen, dass es mir persönlich jetzt nicht geschadet hat. Ich bin weder psychisch labil noch emotional isoliert. Habe auch Abitur und Ausbildung, beides im oberen 2er Schnitt. Scheine also auch nicht dumm dadurch geworden zu sein (bitte kein Shitstorm, ist nur meine Meinung).
 

Meine Kindheit wurde nahezu täglich von Gewalt begleitet, eben weil es in "unserer" Kultur normal war.
Und das waren nicht nur Klapser, sondern auch mit dem Gürtel oder sonstigen Gegenständen. 
Ob es mich in meiner Entwicklung gestört hat? Ja
Ich war kein einfaches Kind, kein einfacher Teenager, was aber die Schläge nicht entschuldigt.
Ich habe mein Abi durch Umwegen und zig Schulwechsel gepackt. Aber hinter dem Rücken meiner Eltern. Grund: ich wollte nicht, dass sie stolz und der Meinung sind alles richtig gemacht zu haben. Das haben sie eben nicht. Ich hab es für mich gemacht. Die Schläge haben mich auch nicht dümmer gemacht als ich schon war  und noch heute bin ich ein lebensfroher Mensch, der viel lacht. 
Ich bin aber in der selben Ausgangssituation wie meine Eltern, mein ältester Sohn (ich bin ebenfalls auch die Älteste) ist wie ich mathematisch Hochbegabt und hat die selben Züge wie ich als Kind.
Dennoch werde ich mich nie (!!!) auf dieses Niveau herablassen, kein Klapser, kein Schlagen (obwohl es hier erlaubt wäre).

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18. Januar 2017 um 17:01
In Antwort auf SkyCaptain07

Danke dafür, wie Du mir das alles erklärt hast. Im Moment bin ich 21 Jahre alt und noch kein Papi, will aber schon noch einer werden bevor ich die 30 überschritten habe. Meine Kinder sollen schliesslich mal einen Papi haben, der noch belastbar ist, an dem sie rumzerren und mit dem sie Hoppe-Reiter spielen können, und der Sachen mit ihnen unternehmen und noch Möbelaufstellen helfen kann wenn sie zum Studienanfang von daheim ausziehen. Da interessiert mich vorbereituungshalber, wer mit welchen Elternschaftsfragen wie umgeht.

Mit "Wegstecken" habe ich nicht gemeint, dass das Kind später über Gewalterlebnisse nicht mehr reden dürfe und alles beiseiteschieben und in sich reinfressen müsse, sondern, dass in dem Moment, wo der gewaltausübende Gegner/Bully den Treffer gelandet hat, das Kind diesen Treffer nicht in einer Weise auf sich wirken lassen sollte, durch die es selbst lahmgelegt ist, sondern das Kind bei aller Unbill und Pein trotzdem in der Situation soweit die Fassung behält wie nötig um sich in der Situation effizient und verhältnismäßig gegen weitere Attacken wehren zu können.

Ah okay dann hab ich den zweiten Absatz ja doch richtig beantwortet, eben durch Erlernen von Kampfsport, meine Große hat Fechten gelernt, die Kleine wird Karate lernen. Selbstverteidigung grad für Mädels finde ich verdammt wichtig und durchaus effizient.
Lg

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18. Januar 2017 um 17:10
In Antwort auf thilda1978

Ich bin es leid, im Jahr 2017 immer noch von euphemistischen "Klapsen" und verharmlosenden Sätzen ala "das hat noch keinem geschadet!" zu lesen!

Das trifft meine Meinung ziemlich gut zusammen:
http://mobil.berliner-zeitung.de/nur-klapskoepfe-klapsen-15692598

Und um mal juristisch zu werden:
"Totz der nach wie vor weit verbreiteten Ansicht, ein kleiner Klaps hätte noch keinem Kind geschadet, ist in Deutschland jede Form der Prügelstrafe gesetzlich verboten. Kinder haben ein Recht drauf, ohne körperliche und seelische Gewalt großgezogen zu werden. Die Geschichte von dem angeblich immer noch bestehenden angemessenen und maßvollen Züchtigungsrecht der Eltern ist daher ein längst überholtes Märchen. Vielmehr ist grundsätzlich jede Ohrfeige strafbar. Schlagenden Eltern droht deshalb strafrechtlich entweder eine Geldstrafe oder eine teilweise langjährige Haftstrafe. Familienrechtlich kann ihnen im schlimmsten Fall das Sorgerechtentzogen werden, wenn die Prügelstrafe das Kindeswohl gefährdet." 
(https://www.anwalt.de/rechtstipps/ohrfeige-und-klaps-auf-den-po-was-ist-in-der-kindererziehung-erlaubt-und-was-verboten_093903.html)

Es ist KEINE Ansichtssache, was unter den Begriff Gewalt fällt; es gibt Abstufungen und niemand behauptet, dass eine psychische Anwendung von Gewalt (Erpressung,Liebesentzug, Vernachlässigung) besser sei als die physische Gewalt, aber Gewalt ist der Klaps und die Ohrfeige und die seelische Erpressung ganz genau so wie die Schläge, die blaue Flecken machen und Knochen brechen! 
 

Ich denke dennoch, dass man einen Klaps im Affekt nicht mit regelmäßigen Züchtigungen mit dem Gürtel auf eine Stufe stellen sollte. Denn das würde bedeuten, eine Momentsituation wie z.B. Reflex in Strassenverkehrs-Schrecksekunde gleich einzuordnen und zu bestrafen wie konsequentes Prügeln bis zur Bewusstlosigkeit. Und so war mein ich auch die Intention der meisten Posts her.

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18. Januar 2017 um 17:20
In Antwort auf rebecca438

Wir haben diverse kindgerechte Literatur über Gefühle, Selbstwert etc....ausserdem wird meine Kleine demnächst ne Psychomotorik Gruppe besuchen, da wird auch noch mal Körpergefühl etc... trainiert. Dann geht sie zum Fussball, Manschaftssprot macht auch Selbstbewusst und mit 5 soll sie noch zum Karate gehen zwecks Selbstverteidigung. Nebenher beherrscht sie schon die Stop-Regel und "Gute-Geheimnisse und Böse Geheimnisse" wo auch Petzen eben in Fällen von geschlagen werden von anderen Kindern Erlaubt ist, weils ja dann eigentlich kein Petzten ist denn genauso wie im Fall von sexuellem Missbrauch ein Opfer ja Nie was dafür kann wenn es bedrängt wurde, so braucht sich auch ein geschlagenes Kind nicht zu schämen zu erzählen dass ein anderes Kind es geschlagen hat. Wegstecken MUSS mein Kind gar nix, was mit Gewalt zu tun hat.
Lg

Die Sache mit dem Karate interessiert mich noch: Ist das ein Wunsch von Eurer Tochter oder kommt das von Euch, also den Eltern? Welche Stilrichtung?

Meine Vettern und Cousinen und ich wurden als Grundschulkinder alle zusammen zum Judo geschickt. Ich hab das als Sechstklässler mit dem 2. Kyu-Grad (Blauer Gurt) hingeschmissen weil da der Shihan aus der Stadt weggezogen ist. Eine meiner Cousinen hat dann in Sachen Wado-Ryu-Karate den Frontrunner der Familie gemacht und durch sie bin ich auch dazugekommen. War toll. Dadurch, dass wir üben mussten, hatten wir immer einen Vorwand, uns gegenseitig zu hauen. Hab aber aus Zeitgründen, als ich meine Freundin kennengelernt hab, wieder damit aufgehört und mache seither lieber mit ihr Tanzkurse.
(Nach dem "Standardprogramm" in den Grundkursen haben wir uns fokussiert auf die lateinamerikanischen Tänze, also Samba, Rumba, Cha-cha-cha, Paso Doble. Und Jive. Und natürlich Lambada, Merengue und Carimbó. Aber vor allem Tango und Tango Argentino.)
Mannschaftssport in der Schule hab ich auch zu Genüge gemacht. Beim Fussballspielen musste ich immer als Mittelstürmer oder Stoßstürmer, je nachdem, wer sonst noch in der Mannschaft war, mir die Hacken ablaufen, während die Mädels im benachbarten Hallenteil Volleyball spielen durften. Ich hasse Fussballspielen. Aber was solls.
 

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18. Januar 2017 um 17:20
In Antwort auf waldmeisterin1

Ich denke dennoch, dass man einen Klaps im Affekt nicht mit regelmäßigen Züchtigungen mit dem Gürtel auf eine Stufe stellen sollte. Denn das würde bedeuten, eine Momentsituation wie z.B. Reflex in Strassenverkehrs-Schrecksekunde gleich einzuordnen und zu bestrafen wie konsequentes Prügeln bis zur Bewusstlosigkeit. Und so war mein ich auch die Intention der meisten Posts her.

Absolut richtig! Es gibt Abstufungen von Gewalt und unterschiedliche Bewertungen, aber Gewalt bleiben beide Formen des körperlichen Übergriffs. 

Ich lese hier allerdings die übliche Verharmlosung von "sanfter" körperlicher Züchtigung, deswegen mein Beitrag. 

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18. Januar 2017 um 18:00

...und Klio hat sich mal wieder gelöscht. Schon peinlich, nicht zu seinen Aussagen zu stehen und das trotz Promotion 3. Grades 

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18. Januar 2017 um 19:10

Ach lana, du rechtsextremer, gewaltbereiter, aufmischender Gofemtroll, du überspannst den Bogen mal wieder immens. Hoffentlich bleibst du dabei, dass du keine Kinder möchtest. 

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18. Januar 2017 um 19:27
In Antwort auf SkyCaptain07

Die Sache mit dem Karate interessiert mich noch: Ist das ein Wunsch von Eurer Tochter oder kommt das von Euch, also den Eltern? Welche Stilrichtung?

Meine Vettern und Cousinen und ich wurden als Grundschulkinder alle zusammen zum Judo geschickt. Ich hab das als Sechstklässler mit dem 2. Kyu-Grad (Blauer Gurt) hingeschmissen weil da der Shihan aus der Stadt weggezogen ist. Eine meiner Cousinen hat dann in Sachen Wado-Ryu-Karate den Frontrunner der Familie gemacht und durch sie bin ich auch dazugekommen. War toll. Dadurch, dass wir üben mussten, hatten wir immer einen Vorwand, uns gegenseitig zu hauen. Hab aber aus Zeitgründen, als ich meine Freundin kennengelernt hab, wieder damit aufgehört und mache seither lieber mit ihr Tanzkurse.
(Nach dem "Standardprogramm" in den Grundkursen haben wir uns fokussiert auf die lateinamerikanischen Tänze, also Samba, Rumba, Cha-cha-cha, Paso Doble. Und Jive. Und natürlich Lambada, Merengue und Carimbó. Aber vor allem Tango und Tango Argentino.)
Mannschaftssport in der Schule hab ich auch zu Genüge gemacht. Beim Fussballspielen musste ich immer als Mittelstürmer oder Stoßstürmer, je nachdem, wer sonst noch in der Mannschaft war, mir die Hacken ablaufen, während die Mädels im benachbarten Hallenteil Volleyball spielen durften. Ich hasse Fussballspielen. Aber was solls.
 

Also Fußball hat sich die kleine selbst ausgesucht, Kinderturnen ist nicht so ihres, da Muss Mehr Action gehen beim Sport, von mir hat sie das nicht.....
Karate kam uns in den Sinn weil wir wegen ihrer Motorik eben Psychomotorik machen sollen und eben so Kampfsport wie Karate auch viel Körpergefühl beinhaltet und wir das eben gleichzeitig zum Effekt der Selbstverteidigung stärken wollen.
Wir werden da ab 5 mal "schnuppern", wenns ihr gefällt soll sie es machen, wenn nicht ist auch gut.
Die Große wollte von sich aus ins Fechten, mir sagte das aber auch sehr zu wegen dem Selbstverteidigungs Wert.
Wow Tanzen ist auch ne tolle Sache um Körpergefühl zu erfahren, da hat sich kürzlich auch davon geschwärmt, aber alle Tanzschulen hier sind 30, 40 km entfernt das einzige wäre Minihofbalett bei ner Narrenzunft, das sagt uns aber nicht zu, ich bin nicht so der Narr und hab auch keine Lust da jedes Wochenende während die Narren auf Hochtouren sind, Halligalli zu machen, da hock ich dann lieber bei nem Fußballspiel wenns dann mal soweit ist, und feuere an.
Sie liebt Fussball, noch.
Lg

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18. Januar 2017 um 19:36

Du laberst Scheiße mit Verlaub.
Deine Spässe waren schon spassiger.
Magersucht, jahrelange Therapien Sind also in deinen Augen kein Anzeichen das Etwas was MAL mit einem Klaps anfing, psychisch kaputt macht.
Problematik dabei ist nämlich die Tatsache dass diejenigen Eltern die aus Gründen der Züchtigung, Erniedrigung und Machtdemonstration "Klapse" verteilen, nicht nur einmal sondern mehrmals, eine niedrige Hemmschwelle haben Richtig zuzuschlagen.
Ich red jetzt explizit Nicht von Ausrutschern, und selbst diese können ne Kinderseele sehr verletzen.
Mir gehts aber jetzt wirklich um die Schläger unter den Eltern.
Da wird aus nem Klaps ne Ohrfeige, aus der Ohrfeige ne Kopfnuss, dann kommt der Gürtel weil der so schön knallt etc.....
Alles nur ein kleiner Klaps der Null umbringt und null psychisch kaputt macht.....
Frag mal bei schutzlos-wehrlos nach wieviele Kinderschicksale toter Kinder auf einen, am Anfang, harmlosen "Klaps" zurückzuführen sind.
Vlt. erzählst du sonst keinen solchen Mist, der übrigens wie blanker Hohn in den Ohren von Opfern klingt.
Oder sagst du zu ner Frau die Vergewaltigt wurde auch noch "Eine Kleine Vergewaltigung hat noch nie ne Frau umgebracht oder psychisch kaputt gemacht ?!"

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18. Januar 2017 um 20:41
In Antwort auf rebecca438

Du laberst Scheiße mit Verlaub.
Deine Spässe waren schon spassiger.
Magersucht, jahrelange Therapien Sind also in deinen Augen kein Anzeichen das Etwas was MAL mit einem Klaps anfing, psychisch kaputt macht.
Problematik dabei ist nämlich die Tatsache dass diejenigen Eltern die aus Gründen der Züchtigung, Erniedrigung und Machtdemonstration "Klapse" verteilen, nicht nur einmal sondern mehrmals, eine niedrige Hemmschwelle haben Richtig zuzuschlagen.
Ich red jetzt explizit Nicht von Ausrutschern, und selbst diese können ne Kinderseele sehr verletzen.
Mir gehts aber jetzt wirklich um die Schläger unter den Eltern.
Da wird aus nem Klaps ne Ohrfeige, aus der Ohrfeige ne Kopfnuss, dann kommt der Gürtel weil der so schön knallt etc.....
Alles nur ein kleiner Klaps der Null umbringt und null psychisch kaputt macht.....
Frag mal bei schutzlos-wehrlos nach wieviele Kinderschicksale toter Kinder auf einen, am Anfang, harmlosen "Klaps" zurückzuführen sind.
Vlt. erzählst du sonst keinen solchen Mist, der übrigens wie blanker Hohn in den Ohren von Opfern klingt.
Oder sagst du zu ner Frau die Vergewaltigt wurde auch noch "Eine Kleine Vergewaltigung hat noch nie ne Frau umgebracht oder psychisch kaputt gemacht ?!"

Das finde ich jetzt aber auch eine ziemlich hohe Hausnummer, zum Thema Klapse Vergewaltigungen als Analogie mit ins Spiel zu bringen.

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18. Januar 2017 um 20:51
In Antwort auf waldmeisterin1

Das finde ich jetzt aber auch eine ziemlich hohe Hausnummer, zum Thema Klapse Vergewaltigungen als Analogie mit ins Spiel zu bringen.

Für Mich ist der Vorsätzliche Klaps, immer wiederkehrend als Erziehungs und Züchtigungsmassnahme körperliche Misshandlung, auf eine Stufe zu stellen wie andere körperliche Misshandlungen darunter auch sexuelle Misshandlungen.
Für mich jedenfalls, weil für mich der vorsätzliche Klaps kein Kavaliersdelikt ist.
Diese Ansicht muss man natürlich nicht teilen.
Lg

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18. Januar 2017 um 22:34

Ich denke, es kommt sehr darauf an, in welchem Geiste man das Kind klapst und dass, während es passiert, das Kind sich trotzdem vollkommen sicher und geliebt fühlen kann weil es nicht um eine Situation geht, in der Dinge wie Willen brechen oder Selbstachtung und Selbstwertgefühl austreiben oder jemanden statusmäßig schlechterstellen eine Rolle spielen.

Meine Mom und ich haben uns, als ich ein Kleinkind war, oft im Spaß gegenseitig auf den Po geklapst und dann Haschen/Fangen miteinander gespielt, was dann oft in Schmusen übergegangen ist.

Meine Oma hat mich mal, als ich im obersten Stockwerk verbotswidrig auf den Balkon gegangen war und mich verbotswidrig aufs Balkongeländer und somit an den Abgrund gestellt hatte und am Regenfallrohr weiterklettern wollte um aufs Hausdach zu gelangen -- warum ich das überhaupt wollte, weiss ich heute nicht mehr, hatte was mit der Geschichte "Karlsson vom Dach" von Astrid Lindgren zu tun -- vom Balkongeländer gerissen, auf dem Balkonboden auf die Füße gestellt und mich dabei angebrüllt und mir eine gescheuert. Das war hauptsächlich Teil ihrer Angst- und Schreckreaktion weil sie mich da so am Abgrund stehen sehen hatte.

Mein Opa hat gerne Rumpedipumpedi mit uns gespielt als wir klein waren. Das war ein Spiel, ähnlich Hoppe-Reiter, bei dem er einen Vers aufgesagt und uns dabei in allen möglichen Lagen auf seinem Schoß durch die Gegend geschaukelt und gekitzelt und gezwickt und geklemmt und geklapst und uns auf dem Kopf eine kleine "Zwiebelreibe" verabreicht hat und solche Sachen. Insgesamt war das schon ein bisschen rau, aber meine Cousins und Cousinen und ich haben das geliebt.
Von meinem Opa hab ich auch des öfteren sanfte Schläge und Tritte kassiert wenn er mir Tricks gezeigt hat, wie ich beim Rangeln in der Schule mit den Leuten besser fertigwerde.

Mit meiner Lieblingstante hab ich als Kleinkind, wenn sie zum Kaffeetrinken bei uns war, öfter das Spiel gemacht, dass ich so getan habe als wollte ich ihren Kuchen vom Teller klauen und sie müsse mich davon abhalten indem sie mir auf die Hände klapst. Ich hab dann die Hände immer ganz schnell zurückgezogen damit sie mich beim Klapsen nicht erwischt und wenn sie mich doch erwischt hat, hat sie triumphiert. Manchmal hat sie den Spiess auch umgedreht und so getan, als wollte sie mir was vom Teller klauen und ich musste dann sie aufhalten. Manchmal hat sie so getan als würde sie sich auf meine herannahenden Hände konzentrieren und im nächsten Moment hat sie aber meine Nase geschnappt und solche Sachen. Aber das war ein Spiel und das wussten wir beide und das hat uns beiden damals Spaß gemacht.

Das alles hat mir weder geschadet noch mich traumatisiert oder dumm gemacht. Aber alle diese Situation hatten gemeinsam, dass es weder darum ging, mich abzuwürdigen oder zu demütigen noch darum, mir etwas gegen meinen Willen aufzuzwingen.

Ich denke, so richtig übel wird es, wenn das Kind davon ausgeht, dass die Klapse/Schläge dazu dienen, seinen Willen zu brechen und ihm seine Selbstachtung und sein Selbstwertgefühl auszutreiben und es in Vergleich zu anderen statusmäßig schlechter zu stellen.

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19. Januar 2017 um 11:24

ICH bin aufm Boden.
Und Kenne anders als Du offensichtlich auch die Gesetzeslage.
Ein Klaps ist strafbar und fällt unter Körperverletzungsdelikte.
Darüber braucht man doch gar nicht diskutieren, zum Glück ist die Gesetzeslage da ja eindeutig.
Auch auch von der menschlichen Logik her ist es eindeutig.
Sobald man nämlich seine Hand gegen Schutzbefohlene hebt, misshandelt man, nämlich rein nach der Definition schon, die da wäre: Misshandlung: jede üble und unangemessene Behandlung eines anderen Menschen“ .
Wo ich jetzt also abhebe und welches Problem du mit der Definition Misshandlung hast, kann ich leider nicht wirklich einordnen.
Und wenn Du richtig lesen würdest differenziere ich zwischen "Ausrutscher" und Maßnahme aus Erniedrigung.
Jedoch ist rein von der Definition her und Auch von der Gesetzeslage eindeutig unumstritten dass ein Klaps eine Misshandlung darstellt genauso wie die Ohrfeige die ne Steigerung ist.
Was daran nicht zu verstehen ist, ist mir schleierhaft.
 

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19. Januar 2017 um 12:00

Doch Lana,  das ist es !!!!!!
Gut, dass du nicht der Gesetzgeber bist. Aber dran halten musst auch du dich, obwohl ich begrüssen würde, wenn sich Eltern aus Überzeugung daran halten.
Ausrutscher kommen vor und dürfen nicht überbewertet werden, aber Klapse dürfen nicht als legitime Erziehungsmethode gewählt weden. Wer das doch tut, macht sich strafbar. ........und erhält keinen Klaps.....weil es eben auch anders geht.
Wenn du jetz wieder von Glucken usw schwätzt , ist das für mich nicht ernstzunehmen, da du ja nicht mal beabsichtigst, das Kindeswohl über deine Möglichkeiten zu stellen.
Ach ja......wieviele Kinder hast du denn zum klapsen ? Oder haben sie Glück und sind noch nicht geboren ?

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19. Januar 2017 um 12:27

Lana... jetzt stell dir mal vor, dein Chef würde dir wegen eines Fehlers auf den Po hauen- wäre das Misshandlung oder völlig in Ordnung?

 

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19. Januar 2017 um 12:54

Mal abgesehen davon, dass Gewalt auch juristisch nicht immer gleich Gewalt bedeutet, also dass eine Mutter, die ihrem Kind reflexartig eine Ohrfeige verpasst nicht die selbe Strafe zu erwarten hat, wie jemand, der seinem Kind zuvor schon mehrfach Knochenbrüche zugefügt hat, sehe ich da auch eine andere moralische Schuld.

wenn Eltern ihr Kind einmalig reflexartig schlagen, dann ist das nicht schön, aber für mich nicht sonderlich verwerflich. Meine Mutter hat mich in meinem Leben genau ein einziges Mal geschlagen und das war, als ich mit ungefähr 3 Jahren losgerannt bin und sie mich erst nach dem überqueren der dichtbefahrensten Bundesstraße Deutschlands eingefangen hat (sie hatte damals noch meinen ungefähr 2 Monate alten Bruder im Arm und ich bin tatsächlich einfach über die Straße gerannt, ohne jegliche Rücksicht auf gefahren). Damals habe ich dann eine Ohrfeige bekommen und meine Mutter hat sich direkt bei mit weinend entschuldigt und mir erklärt, dass sie mit ihrer Angst und dem Schreck nicht anders umzugehen wusste. Insofern bin ich der Meinung, dass schlagen niemals die richtige Reaktion ist, aber dass man die Reaktion dem Kind verständlich machen kann und dass in solchen, seltenen Momenten auch kein Schaden angerichtet wird.
nichtsdestotrotz finde ich, dass jegliche Form von bewusste Ausübung von Gewalt und dabei ist die Intensität egal, Schäden anrichten kann. 

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19. Januar 2017 um 13:45

Aber bei Kindern sich drüber aufregen? Welch Doppelmoral!

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19. Januar 2017 um 15:06

Ich wurde als Kind auch mal hin und wieder gestätschelt. Es gab keine Beschwerden. Und wenn jetzt einer kommt mit sieh dir an trans hier trans da. Das hat damit NIX zu tuN!!! Es gibt Menschen die brauchen mal eine vorn Latz weil man sonst nicht lernt.

Sorry ich bin keine PsychologeIn oder sonst aber ich finde man verweichlicht die Kinder. Wenn ich einen Sohn hätte gäbe es nicht Hiebe, Schläge, Tritte, Schläge...... es wäre astrologisch zu sehen. Aber ich finde wenn es mit mir passierte es gab keinen Schaden.

Danke meine FreundInnen, einen gesegneten Tag in der anderen Welt! 

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