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Die Härte der älteren Generation

31. August 2012 um 16:40

Kennt ihr das?
Die ältere Generation wirkt irgendwie "härter" im Umgang mit Kindern.
Also zum Beispiel wenn ein Kind hinfällt und gesagt wird "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" oder " Bis zur Hochzeit ist es wieder verheilt" etc.
Oft wird ja gesagt, dass die ältere Generation "härter" sei weil früher andere Ansichten galten; es z.B. als normal galt ein Baby weinen zu lassen.

Aber meint ihr nicht, dass es vielleicht das Leben als solches ist, was einen Opa/Oma "hart" wirken lässt oder "hart" gemacht hat?

Das beschäftigt mich gedanklich im Moment.

Was denkt ihr?

LG
Pupsigel

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31. August 2012 um 16:44

Ja, ja
dass mit dem Schreienlassen kenne ich auch. Das hat man halt früher so empfohlen. Das sind noch die Auswüchse der Nazionalsozialistischen Erziehung.

zwei sehr lesenswerte Links dazu:

http://besucherritze.npage.de/problemfall-kinderschlaf/guter-rat-aus-alter-zeit.html

und dieser Text ist super für Unbelehrbare )

http://besucherritze.npage.de/zum-buch/leseprobe-ein-kleiner-selbstversuch.html

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31. August 2012 um 16:46

Ja, dein letzter Satz
ist toll.
Da ist sicher viel dran.

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31. August 2012 um 16:47

Mmh.
Ich dachte an Menschen, die 50 aufwärts sind.

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31. August 2012 um 16:51

Nun
Ich finde manchmal eher, die heutigen eltern sind zu verunsichert durch 1000 informationsquellen!

Der eine raet dies, der andere das.... Und anstatt sich mal auf sich zu verlassen, werden hundert leute gefragt, was nun richtig und gut ist!

Ich muss nicht bei jedem kratzer zum arzt laufen und jeden huster nem kinderarzt melden.... Wenn man hier jahrelang mitliest, tun sich bei manchen fragen wirklich abgruende auf, ueber die unsere grosseltern nur lachen konnten....

Nicht alles, was man frueher gemacht hat, war schlecht! Vieles wurde heute durch forschung verbessert, aber ich nehm es auch eher locker mit meinem sohn! Und uns geht es wirklich gut damit. Da ist aus jeder generation was passendes dabei!

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31. August 2012 um 19:49

Der
letzte Satz von summergale trifft es denke ich!

Meine Großeltern hatten Landwirtschaft.
Da wurde meine Mutter mit dem Schlafsack im Bett fest gemacht und dann gingen sie aufs Feld 3,4 Stunden
Das war wohl normal Damals. Sie mussten ja Arbeiten und wussten nicht wohin mit Kind...

Meine Oma meint aber auch, dass die Babys heute viel viel schneller weiter sind als Damals, weils einfach eine andere Zeit ist und Mama sich mehr mit dem Nachwuchs beschäftigt.

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31. August 2012 um 20:24

Mit
welchem Logo???

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31. August 2012 um 20:31

Oder
die Erdkugel

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31. August 2012 um 21:21


Als Altenpflegerin habe ich so ziemlich alles schon erlebt & die alten Herrschaften & Damen sind un ihren Ansichten so bunt verschieden wie jede andere Generation auch.

Es gibt welche die sagen das was du schreist & Leben auch danach, aber genauso viele sind im Umgang das Gegenteil. Bloß das Würmchen nicht weinen lassen, komm Oma gibt dir ein Bussi auf das Aua- hat das Pflaster schon vom Opa holen lassen.

Es kommt immer drauf wo man mit wem Erfahrungen sammelte.

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31. August 2012 um 21:53

Puh
ich würde da jetzt nicht alle 'harten' Richtungen auf alle alten Leute schieben. Was ist 'hart'?
Klar, dass mit dem Schreien lassen kam anfangs des 20. jh bald auf und hängt dann eher noch in den älteren Generationen, das verliert sich ja jetzt erst wieder im gofem-Zeitalter Aber damls dachten die Leute eben, sie tun ihren Kindern was gutes damit...es wurde ja als Stabilisierend probagiert und das wollten die Leute ja.., sie wussten nicht, dass die Kinder dadurch statt weniger, womöglich noch mehr Angst kriegen...

Allerdings, wenn ich meinen Sohn tröste, wenn er hinfiel oder so, komme ich mir oft auch unter den jungen Leuten wie ein Sonderfall vor..wenn man Angst hat, das Kind wird sonst zu 'verweichlicht' und lernt dann nicht, selbst aufzustehen, dann hält man das für gut und richtig für das Kind, einfach schnell zu animieren, dass alles gut ist. Den Spruch mit der Hochzeit mochte ich zwar nie, aber 'hart' finde ich ihn eigentlich auch nicht..bis dahin fällt man noch so einige Male...Ich persönlich nehm meinen Sohn nach dem Sturz (wenn er weint) kan kurz so ganz tief und betüdelnd in den Arm mit eventuell noch Pusten oder Küsschen-volles Programm-allerding, habe ich SO gemerkt, dass er damit binnen kurzer Zeit alles irgendwie wegsteckt und weiter spielt und eigentlich ist das doch nicht schlecht? Ich persönlich mag ihm schon viel zutrauen..so 'Kinder-aus-Bullerbü'mäßig auf Bäume klettern und die ein oder andere Schramme wegstecken können, dafür aber eben ganz nah dran an der eigenen Natur sein und nicht so überängstlich vor jeder Möglichkeit stehen...ich kann mir durchaus vorstellen, dass andere Methoden auch klappen, wenn der Mensch insgesamt noch 'lieb' zu dem Kind ist und nicht immer ZU locker...Früher hat man glaube schon auch Wert auf diese ganzen Kinderreime gelegt-damit kann man auch viel 'weiche' Bindung aufbauen..

Wobei, wenn man aber gleich 7 oder 19 Kinder betüdeln muss, dann muss man sich ja sowieso noch mal was anderes ausdenken

Liebe Grüße

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31. August 2012 um 22:19

Das
mit dem Schreien lassen war doch ein Ding der 70er.
Da wollten sie alles anders machen, als die vorherigen Generationen. War halt so eine Protest und Anti-Zeit. Da war es auch plötzlich Mode möglichst schnell abzustillen.

Die Generation davor (Geb. um die 1920) war meist ordentlich lange am Stillen, denn für sie war es schwer in anderer Form für Nahrung zu sorgen. Aber dafür fanden sie es irgentwie toll das Baby sogar im Winter ne Zeitlang rauszustellen..so ganz verstanden hab ich das auch nicht.

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31. August 2012 um 22:33


meine oma hat mir die tage erzählt,liebe habe sie als kind nie erfahren.sie ist noch während des kriegs geboren worden.sie erzählt,kinder wurden damals quasi als kleine erwachsene betrachtet. in ihrem speziellen fall machte ihre mutter ihr zum vorwurf dass sie geboren wurde und sie deswegen ihren mann heiraten musste/oder ihre ausbildung nicht machen durfte(iwie so) . sie war immer nur "das luder" . musste auf die geschwister aufpassen und diese beschäftigen etc. gekocht hatte die mutter allerdings und saubere schicke kleidung gabs auch immer. nur an der liebe hats gehapert. erst als sie selber mit meiner mutter schwanger war wurde das anders und ihre mutter verwöhnte das enkelkind nach strich und faden. so ist das mit mir und meiner mutter heute quasi auch. meine oma konnte meiner mutter nie liebe zeigen und hat sie auch geschlagen etc,aber immer darauf geachtet dass genug zu essen und schicke kleidung da war. und als ich dann auf der welt war hat oma mich behütet und vieles für mich unternommen und meine mutter unterstützt damit es mir gut ging. meine mutter ist jetzt nicht die klügste(nicht böse gemeint) und ziemlich naiv,hat mir aber seit ich denken kann immer vermittelt dass sie mich liebt. jetzt bin ich selber schwanger.ich hoffe,ich habe aus den erzählungen und meinen erfahrungen genug resumee gezogen,dass ich mein kind gut und liebevoll,und trotzdem mit den nötigen grenzen aufziehen werde einige von omas ratschlägen werde ich jedenfalls nicht annehmen ^^(kind muss auch bei 40grad socken und mütze tragen,baby muss auch mal schreien damits nich verwöhnt wird,etc.. )

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31. August 2012 um 22:42
In Antwort auf maamam

Das
mit dem Schreien lassen war doch ein Ding der 70er.
Da wollten sie alles anders machen, als die vorherigen Generationen. War halt so eine Protest und Anti-Zeit. Da war es auch plötzlich Mode möglichst schnell abzustillen.

Die Generation davor (Geb. um die 1920) war meist ordentlich lange am Stillen, denn für sie war es schwer in anderer Form für Nahrung zu sorgen. Aber dafür fanden sie es irgentwie toll das Baby sogar im Winter ne Zeitlang rauszustellen..so ganz verstanden hab ich das auch nicht.

Im totalitären
Erziehungsstil gag es das auch schon...damit die kleinen beeinflussbarer sind...den Muttis wurde erzählt, die KInder würden dadurch selbstständiger; jedenfalls meine ich, dass man so rausgelesen zu haben.

Kann mir vorstellen, dass das nach dem 2. WK erschüttert wurde und dann in den 70ern wieder aufkam? So nach dem Motto: Wir sind freie obercoole Eltern?

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31. August 2012 um 22:52

Naja,
ich denke, da muss man unterscheiden...Du möchtest deinem Kind ja etwas geben, mit dem Gefühl, dass dir das damals gefehlt an irgendeiner Ecke gefehlt hat...Dein Partner ist wahrscheinlich trotz oder gerade durch die Sparsamkeit an irgendeiner Ecke zufrieden geworden.
Ich glaube, das steckt oft in einer gewissen härte: Man möchte nicht, dass die KInder später einsacken, wenn sie 'verwöhnt' sind, sondern eher von vornherein die Dinge im Leben zu schätzen lernen(was ja eben oft durch Einbußungen geschieht-wenn es nur Sonntags Fleisch gibt, dann ist Fleisch wertvoll)..man hat dabei ja eigentlich nur sich selbst als Maßstab und mit der eigenen Persönlichkei ist man ja irgendwie zu Hause und strebt diese eher ja auch für sein Kind an. So wie glückliche Einzelkinder das auch so für ihr Kind wollen und Leute mit vielen Geschwistern wollen ihren Kindern DAS ermöglichen.

Dazu kommen ja noch schwammige Grenzen..ein bisschen achten ja die meisten drauf, dass das Kind nicht ein Haufen SchnickSchnak zum Glücklichsein braucht.

Liebe Grüße

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1. September 2012 um 9:32
In Antwort auf maamam

Das
mit dem Schreien lassen war doch ein Ding der 70er.
Da wollten sie alles anders machen, als die vorherigen Generationen. War halt so eine Protest und Anti-Zeit. Da war es auch plötzlich Mode möglichst schnell abzustillen.

Die Generation davor (Geb. um die 1920) war meist ordentlich lange am Stillen, denn für sie war es schwer in anderer Form für Nahrung zu sorgen. Aber dafür fanden sie es irgentwie toll das Baby sogar im Winter ne Zeitlang rauszustellen..so ganz verstanden hab ich das auch nicht.

Nein
Dir Wurzeln zum Schreienlassen kamen im Kaiserreich auf zur vorletzten Jahrhundertwende. Und der Höhepunkt war im 3. Reich, wo jede Mutter das nette Buch Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind von Johanna Haarer bekam. Da stand genau drin, wie man seine Kinder schon als Säugling zu behandeln hatte (absolut nur das Mindestmaß an Nähe, Schreien lassen und andere nette Sachen), und von allen Seiten bekam die Mutter zu hören, wenn sie nur einmal gegen die Regeln verstößt bekommt sie einen Tyrannen und das Kind wird ein Verbrecher. Ziel war es Erwachsene zu bekommen, die ohne wenn und aber Befehlen gehorchen und keine eigene Meinung haben. Man glaubte auch Babys haben noch keine Gefühle und daher muss man darauf ja auch keine Rücksicht nehmen. Das Buch gab es dann bis in die 80er odr 90 er Jahre immer noch unter dem Titel Die Mutter und ihr erstes Kind. Es wurde immer mal wieder neu editiert, zuerst wurden nach dem 2. WK die nationalsozialistischen Sachen rausgestrichen, später wurde wohl auch nach und nach alles etwas abgeschwächt. Anwendung gefunden hat es auch noch in den 70ern und teilweise in den 80ers in KH, wo es dann so nette Regeln gab wie nur alle 4 Stunden Stillen und nachts 8 oder 12 Stunden gar nichts (ab Geburt). Kein Wunder dass bei vielen die Milch nicht gereicht hat. Und ich persönlich glaube, dass viele SIDS-Fälle in der Zeit darin begründet waren, dass die Kinder nachts vor Untertuckerung aufgehört haben zu atmen, in Kombination mit dem fast überall gegenwärtigen Zigarettenrauch.

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1. September 2012 um 10:05
In Antwort auf noah_12558413

Nein
Dir Wurzeln zum Schreienlassen kamen im Kaiserreich auf zur vorletzten Jahrhundertwende. Und der Höhepunkt war im 3. Reich, wo jede Mutter das nette Buch Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind von Johanna Haarer bekam. Da stand genau drin, wie man seine Kinder schon als Säugling zu behandeln hatte (absolut nur das Mindestmaß an Nähe, Schreien lassen und andere nette Sachen), und von allen Seiten bekam die Mutter zu hören, wenn sie nur einmal gegen die Regeln verstößt bekommt sie einen Tyrannen und das Kind wird ein Verbrecher. Ziel war es Erwachsene zu bekommen, die ohne wenn und aber Befehlen gehorchen und keine eigene Meinung haben. Man glaubte auch Babys haben noch keine Gefühle und daher muss man darauf ja auch keine Rücksicht nehmen. Das Buch gab es dann bis in die 80er odr 90 er Jahre immer noch unter dem Titel Die Mutter und ihr erstes Kind. Es wurde immer mal wieder neu editiert, zuerst wurden nach dem 2. WK die nationalsozialistischen Sachen rausgestrichen, später wurde wohl auch nach und nach alles etwas abgeschwächt. Anwendung gefunden hat es auch noch in den 70ern und teilweise in den 80ers in KH, wo es dann so nette Regeln gab wie nur alle 4 Stunden Stillen und nachts 8 oder 12 Stunden gar nichts (ab Geburt). Kein Wunder dass bei vielen die Milch nicht gereicht hat. Und ich persönlich glaube, dass viele SIDS-Fälle in der Zeit darin begründet waren, dass die Kinder nachts vor Untertuckerung aufgehört haben zu atmen, in Kombination mit dem fast überall gegenwärtigen Zigarettenrauch.

Dann
war das wohl auch die Zeit, als die Babies ohne Narkose operiert wurden. Ich hatte einen Kinderarzt gefragt, ob sowas wirklich gemacht wurde und er hat mir das bestätigt..

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1. September 2012 um 15:54
In Antwort auf noah_12558413

Nein
Dir Wurzeln zum Schreienlassen kamen im Kaiserreich auf zur vorletzten Jahrhundertwende. Und der Höhepunkt war im 3. Reich, wo jede Mutter das nette Buch Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind von Johanna Haarer bekam. Da stand genau drin, wie man seine Kinder schon als Säugling zu behandeln hatte (absolut nur das Mindestmaß an Nähe, Schreien lassen und andere nette Sachen), und von allen Seiten bekam die Mutter zu hören, wenn sie nur einmal gegen die Regeln verstößt bekommt sie einen Tyrannen und das Kind wird ein Verbrecher. Ziel war es Erwachsene zu bekommen, die ohne wenn und aber Befehlen gehorchen und keine eigene Meinung haben. Man glaubte auch Babys haben noch keine Gefühle und daher muss man darauf ja auch keine Rücksicht nehmen. Das Buch gab es dann bis in die 80er odr 90 er Jahre immer noch unter dem Titel Die Mutter und ihr erstes Kind. Es wurde immer mal wieder neu editiert, zuerst wurden nach dem 2. WK die nationalsozialistischen Sachen rausgestrichen, später wurde wohl auch nach und nach alles etwas abgeschwächt. Anwendung gefunden hat es auch noch in den 70ern und teilweise in den 80ers in KH, wo es dann so nette Regeln gab wie nur alle 4 Stunden Stillen und nachts 8 oder 12 Stunden gar nichts (ab Geburt). Kein Wunder dass bei vielen die Milch nicht gereicht hat. Und ich persönlich glaube, dass viele SIDS-Fälle in der Zeit darin begründet waren, dass die Kinder nachts vor Untertuckerung aufgehört haben zu atmen, in Kombination mit dem fast überall gegenwärtigen Zigarettenrauch.

Das Buch ist so krass
habe da mal Teile gelesen und echt geheult.
Die Olle hatte sie nicht mehr alle.

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