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Die Typologie der Spielplatz-Eltern

1. Mai 2014 um 14:01

Hier der Link von Stern.de

http://mobil.stern.de/familie/kinder/von-manager-mama-bis-hippie-papa-kennen-sie-die-typologie-der-spielplatz-eltern-2106793.html?mobil=1

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1. Mai 2014 um 14:12

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Ich bin eine Mischung aus allen (außer Klatschbase)... Kommt auf die Situation an

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1. Mai 2014 um 15:01

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Ich glaube damit sind Hippies gemeint, oder? Oder sind Hippies und Hipster das gleiche?
Unter Hippies stelle ich mir die Apfelschnitz-Mütter in Leinenhose und Rastalocken vor (haben wir auch auf dem Spielplatz). Und Hipster sind für mich die Szeneboys (und -girls), die unbedingt anders sein wollen und doch alle gleich sind. Vom Aussehen her so wie die Jungs von Bastille

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1. Mai 2014 um 20:06


Heutzutage geht ja kaum ein Kind mehr alleine auf den Spielplatz, mindestens ein Elternteil ist immer dabei. Hier eine kleine Übersicht über die verschiedenen Typen - und Strategien zum Umgang.

Vorbei die Zeiten, als Kinder den Spielplatz für sich allein hatten und sich gegenseitig bespaßen oder mit dem Schäufelchen auf die Rübe kloppen konnten, bis einer weint. Heute rutschen und baggern die Kleinen fast immer in Begleitung (unter Überwachung) ihrer Eltern. Und die ähneln sich oftmals erstaunlich in Verhalten und Gebaren - von desinteressierten Manager-Eltern bis hin zu den Übervorsichtigen ist alles dabei. Überall. Immer wieder.

Natürlich gibt es auch ganz normale Eltern auf dem Spielplatz - Sie sind ja schließlich auch da. Und für Sie ist daher auch diese kleine Typologie der Spielplatz-Eltern. Und - damit sich kein Konflikt hochschaukelt und Ihr Blutdruck nicht auf 180 klettert - zusätzlich ein paar Tipps zum Umgang.

Die Klatschbase. Für ihn oder sie geht es primär ums sehen und gesehen werden. Farblich zu Crocs oder Uggs abgestimmtes Eimerchen, der Spross voll ausgerüstet mit North-Face-Outdoorklamotten. Kommt man mit einer Klatschbase ins Gespräch, gibt es nur ein Thema: die anderen. "Hast du schon gehört..." oder "Ich will ja nichts sagen, aber..." sind klassische Phrasen. Er oder sie kennt jede Verfehlung und überblickt als einzige/r das soziale Geflecht der großen und kleinen Spielplatzbesucher. Und egal, wie innig er oder sie mit Ihnen ins Lästern vertieft ist - sobald jemand Spannenderes auftaucht, sind Sie abgeschrieben. Und werden im Zweifelsfall selbst zum Thema.

Strategie im Umgang:
Kommt eine Klatschbase in Gesprächsabsicht auf Sie zu, einfach mit dem Finger auf einen nahestehenden Baum zeigen, "Oh, ein Eichhörnchen - wie süß!" rufen und weggehen.

Der/ die Manager/in. Er oder sie steht oft etwas abseits, hat stets das Smartphone im Anschlag und nie Zeit zum Anschwung geben. "Ja, gleich Mäuschen - ich muss nur noch mal kurz..." und "Mach' mal eben alleine, ich komm' ja gleich..." gehören zum Standard-Repertoire. Der Manager-Typus checkt permanent Mails und Social-Media-Aktivitäten und versucht, Kind und Karriere unter einen Hut zu kriegen, scheitert dabei aber an der eigenen Unorganisiertheit - Spielplatzzeit ist nicht Arbeitszeit. Der bedauernswerte Nachwuchs verbleibt nämlich unschlüssig, ob er jetzt allein spielen darf oder doch auf Mama oder Papa warten soll.

Strategie im Umgang:
Ein Gespräch wird sich wahrscheinlich nicht ergeben, daher einfach die Initiative ergreifen und Interaktion mit dem Kind anregen, vielleicht mit: "Wie schön Ihr Kind schaukelt. Das wäre sicher ein tolles Instagram-Motiv."

Das Hippie-Elterntier. Schwebt im Sommer barfuß und in ein gar nicht so dezentes Patchouli-Wölkchen gehüllt über den Spielplatz. Kniet gern zwecks tiefer, gemeinsamer Erfahrung mit dem Kind im Sand ("auf Augenhöhe"), leitet den Sprössling zum Spielplatz-Yoga an und reicht bei Bedarf vorgeschnittenes Obst und zuckerfreie Amaranth-Riegel. Lieblingssätze. "Mir ist bio ja superwichtig..." und "Das muss er/sie für sich selbst herausfinden..." Problem: Das Hippie-Kind benimmt sich zuweilen wie die Axt im Walde, macht Arschbomben in frisch gebaute Sandburgen oder schubst, wenn Mutti/Vati sich grad eine American Spirit dreht, andere Kinder von der Rutsche.

Strategie im Umgang:
Das Hippie-Kind in einem unbeobachteten Moment mit Snickers, Schokobons oder Maoams anlocken und ihm zuflüstern: "Wenn du den Scheiß sein lässt, kriegst du vielleicht noch eins."

Der/ die Begleiter/in. Zählt strenggenommen nicht zu den Eltern. Steht zumeist planlos am Rand herum, hält Ausschau nach dem zu betreuenden Kind und ist heillos überfordert. Häufigste Sätze: "Haben sie den Kleinen im roten Pulli irgendwo gesehen?" und "Verletzen sich hier eigentlich oft Kinder?" Der/ die Begleiter/in hat keinen eigenen Nachwuchs, ist nur kurz eingesprungen (wahrscheinlich für den Manager-Typus) und hat furchtbare Angst, was falsch zu machen.

Strategie im Umgang:
Falls noch Schokolade übrig ist - stecken Sie ihm oder ihr eins zu, legen Sie die Hand auf die Schulter und sagen: "Wissen Sie noch, als Sie damals klein waren? Sie haben es überlebt, alles wird gut. Der Kleine im roten Pulli steht übrigens grad oben auf der Rutsche und winkt."

Der/ die Entertainer/in. Geht insgeheim offensichtlich viel lieber auf den Spielplatz als sein Kind und hat dort den Spaß seines Lebens. Der Entertainer trällert uralte Smash-Hits von Rolf Zuckowski, die außer ihm keiner mehr kennt, steht als erstes ganz oben auf dem Klettergerüst und nervt alle mit Tante-Erna-Witzchen. Typische Sätze: "Guck mal, der Papa macht's dir eben vor..." und "Von den blauen Bergen kommen wir...". Wenn dann die erste Sandkistenpolonaise angeführt wird, wendet sich nicht nur sein Kind beschämt ab.

Strategie im Umgang:
Eigentlich reicht ein Satz. "Schon schade, dass Sie nicht mehr in die Rutsche passen." Danach ist erst mal Ruhe. Für zehn Minuten.

Der/ die Übervorsichtige. Die Essenz der Helikopter-Eltern, kreist mit Argusaugen um die Brut. Klassische Phrasen: "Lass' das!", "Komm' da SOFORT runter!", "Fass' das JA nicht an!" Der/ die Übervorsichtige ist häufig über 40 und versucht nun - nach gelungener Karriere - sich durch Fortpflanzung und Aufzucht eines weiteren Erfolgsmenschen zu verwirklichen. Da ein zweites Kind nur unter großer Anstrengung was werden könnte, muss das erste besonders gut behütet werden. Zum Leidwesen des gesamten Spielplatzes.

Strategie im Umgang:
Verwickeln Sie ihn oder sie in ein Gespräch über frühkindliche Musik-Erziehung und Kindergarten-Mandarin. So kann das Kleine vielleicht mal zehn Minuten ordentlich im Dreck wühlen.

Und jetzt: Viel Spaß auf dem Spielplatz!

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1. Mai 2014 um 20:06
In Antwort auf kelcey_12500188


Heutzutage geht ja kaum ein Kind mehr alleine auf den Spielplatz, mindestens ein Elternteil ist immer dabei. Hier eine kleine Übersicht über die verschiedenen Typen - und Strategien zum Umgang.

Vorbei die Zeiten, als Kinder den Spielplatz für sich allein hatten und sich gegenseitig bespaßen oder mit dem Schäufelchen auf die Rübe kloppen konnten, bis einer weint. Heute rutschen und baggern die Kleinen fast immer in Begleitung (unter Überwachung) ihrer Eltern. Und die ähneln sich oftmals erstaunlich in Verhalten und Gebaren - von desinteressierten Manager-Eltern bis hin zu den Übervorsichtigen ist alles dabei. Überall. Immer wieder.

Natürlich gibt es auch ganz normale Eltern auf dem Spielplatz - Sie sind ja schließlich auch da. Und für Sie ist daher auch diese kleine Typologie der Spielplatz-Eltern. Und - damit sich kein Konflikt hochschaukelt und Ihr Blutdruck nicht auf 180 klettert - zusätzlich ein paar Tipps zum Umgang.

Die Klatschbase. Für ihn oder sie geht es primär ums sehen und gesehen werden. Farblich zu Crocs oder Uggs abgestimmtes Eimerchen, der Spross voll ausgerüstet mit North-Face-Outdoorklamotten. Kommt man mit einer Klatschbase ins Gespräch, gibt es nur ein Thema: die anderen. "Hast du schon gehört..." oder "Ich will ja nichts sagen, aber..." sind klassische Phrasen. Er oder sie kennt jede Verfehlung und überblickt als einzige/r das soziale Geflecht der großen und kleinen Spielplatzbesucher. Und egal, wie innig er oder sie mit Ihnen ins Lästern vertieft ist - sobald jemand Spannenderes auftaucht, sind Sie abgeschrieben. Und werden im Zweifelsfall selbst zum Thema.

Strategie im Umgang:
Kommt eine Klatschbase in Gesprächsabsicht auf Sie zu, einfach mit dem Finger auf einen nahestehenden Baum zeigen, "Oh, ein Eichhörnchen - wie süß!" rufen und weggehen.

Der/ die Manager/in. Er oder sie steht oft etwas abseits, hat stets das Smartphone im Anschlag und nie Zeit zum Anschwung geben. "Ja, gleich Mäuschen - ich muss nur noch mal kurz..." und "Mach' mal eben alleine, ich komm' ja gleich..." gehören zum Standard-Repertoire. Der Manager-Typus checkt permanent Mails und Social-Media-Aktivitäten und versucht, Kind und Karriere unter einen Hut zu kriegen, scheitert dabei aber an der eigenen Unorganisiertheit - Spielplatzzeit ist nicht Arbeitszeit. Der bedauernswerte Nachwuchs verbleibt nämlich unschlüssig, ob er jetzt allein spielen darf oder doch auf Mama oder Papa warten soll.

Strategie im Umgang:
Ein Gespräch wird sich wahrscheinlich nicht ergeben, daher einfach die Initiative ergreifen und Interaktion mit dem Kind anregen, vielleicht mit: "Wie schön Ihr Kind schaukelt. Das wäre sicher ein tolles Instagram-Motiv."

Das Hippie-Elterntier. Schwebt im Sommer barfuß und in ein gar nicht so dezentes Patchouli-Wölkchen gehüllt über den Spielplatz. Kniet gern zwecks tiefer, gemeinsamer Erfahrung mit dem Kind im Sand ("auf Augenhöhe"), leitet den Sprössling zum Spielplatz-Yoga an und reicht bei Bedarf vorgeschnittenes Obst und zuckerfreie Amaranth-Riegel. Lieblingssätze. "Mir ist bio ja superwichtig..." und "Das muss er/sie für sich selbst herausfinden..." Problem: Das Hippie-Kind benimmt sich zuweilen wie die Axt im Walde, macht Arschbomben in frisch gebaute Sandburgen oder schubst, wenn Mutti/Vati sich grad eine American Spirit dreht, andere Kinder von der Rutsche.

Strategie im Umgang:
Das Hippie-Kind in einem unbeobachteten Moment mit Snickers, Schokobons oder Maoams anlocken und ihm zuflüstern: "Wenn du den Scheiß sein lässt, kriegst du vielleicht noch eins."

Der/ die Begleiter/in. Zählt strenggenommen nicht zu den Eltern. Steht zumeist planlos am Rand herum, hält Ausschau nach dem zu betreuenden Kind und ist heillos überfordert. Häufigste Sätze: "Haben sie den Kleinen im roten Pulli irgendwo gesehen?" und "Verletzen sich hier eigentlich oft Kinder?" Der/ die Begleiter/in hat keinen eigenen Nachwuchs, ist nur kurz eingesprungen (wahrscheinlich für den Manager-Typus) und hat furchtbare Angst, was falsch zu machen.

Strategie im Umgang:
Falls noch Schokolade übrig ist - stecken Sie ihm oder ihr eins zu, legen Sie die Hand auf die Schulter und sagen: "Wissen Sie noch, als Sie damals klein waren? Sie haben es überlebt, alles wird gut. Der Kleine im roten Pulli steht übrigens grad oben auf der Rutsche und winkt."

Der/ die Entertainer/in. Geht insgeheim offensichtlich viel lieber auf den Spielplatz als sein Kind und hat dort den Spaß seines Lebens. Der Entertainer trällert uralte Smash-Hits von Rolf Zuckowski, die außer ihm keiner mehr kennt, steht als erstes ganz oben auf dem Klettergerüst und nervt alle mit Tante-Erna-Witzchen. Typische Sätze: "Guck mal, der Papa macht's dir eben vor..." und "Von den blauen Bergen kommen wir...". Wenn dann die erste Sandkistenpolonaise angeführt wird, wendet sich nicht nur sein Kind beschämt ab.

Strategie im Umgang:
Eigentlich reicht ein Satz. "Schon schade, dass Sie nicht mehr in die Rutsche passen." Danach ist erst mal Ruhe. Für zehn Minuten.

Der/ die Übervorsichtige. Die Essenz der Helikopter-Eltern, kreist mit Argusaugen um die Brut. Klassische Phrasen: "Lass' das!", "Komm' da SOFORT runter!", "Fass' das JA nicht an!" Der/ die Übervorsichtige ist häufig über 40 und versucht nun - nach gelungener Karriere - sich durch Fortpflanzung und Aufzucht eines weiteren Erfolgsmenschen zu verwirklichen. Da ein zweites Kind nur unter großer Anstrengung was werden könnte, muss das erste besonders gut behütet werden. Zum Leidwesen des gesamten Spielplatzes.

Strategie im Umgang:
Verwickeln Sie ihn oder sie in ein Gespräch über frühkindliche Musik-Erziehung und Kindergarten-Mandarin. So kann das Kleine vielleicht mal zehn Minuten ordentlich im Dreck wühlen.

Und jetzt: Viel Spaß auf dem Spielplatz!


für watte...

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1. Mai 2014 um 22:16

....
Bin irgendwie keins davon. Und auf den Spielplatz auf den wir immer gehen ist auch niemand der so ist.

Einzige was wir immer alle dabei haben sind unmengen an essen

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2. Mai 2014 um 19:47

Ich
.bin ne mischform- ein tratschender hippie der auf die rutsche klettert und die kinder durch die büsche jagt- wenn sie danach fragen...wenn.wir allein sind oder er an den anderen kindern kein intetesse hat, spiel ich mit...ist seine " gang" da, sind wir ollen muttis aber eh abgeschrieben

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3. Mai 2014 um 7:26

Es fehlt:
der "niemand nimmt das Schäufelchen von meinem Leon-Maximilian"-Typ. In Deutschland sehr verbreitet . Ich saß hier neulich im Sandkasten. Konzept des Spielplatzes: Es liegt überall Spielzeug rum, mit dem jeder spielen kann. Das gehört zum Spielplatz (liegt immer da, jeder kann was "spenden"). Läuft normal sehr harmonisch. Da höre ich unter den ganzen englischen Stimmen eine mit deutschem Akzent raus: "Das ist aber unsere Schippe!!! Gib die s o f o r t zurück!!!" Und, wohlgemerkt: Maximilian-Leon hat gerade gar nicht damit gespielt, die Schippe lag vorher unbeachtet im Sand.

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4. Mai 2014 um 12:41

Aha
Ich glaub jedes Verhalten hat eine Berechtigung. Der Manager ist für mich das Schlimmste, aber manchmal ist es eben so. Und die Übervorsichtigen sind auch schade, aber ich kanns nachvollziehn. Ich ruf auch meine Jungs, wenn sie sich bald den Hals brechen zu mir. Warum auch nicht? Würde man nur zugucken und es passiert was, wer muss sich dann anschauen lassen? Die Kids können es nicht wissen. Und immer durch Erfahrung lernen ist nicht notwendig.

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