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Diskussionsfrage: Selbstjustiz für Kinderschänder in Lateinamerika

8. Juni 2014 um 21:32

Richtig so.
Sollte überall so gemacht werden.

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8. Juni 2014 um 21:32

IM
o. g. Artikel geht es aber nicht nur um Gefängnisinsassen, sondern auch um normale Bürger in Freiheit.

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8. Juni 2014 um 21:33

Auch mein erster gedanke
"Jaaaa, der hats verdient!" Dann stellt sich mir aber die Frage, ob ichs gut finde, wenn ein Nderer Gefängnisinsasse den Pädophilen zu Tode quält? NEIN! Die anderen Insassen, die sich nun zum Rächer aufschwingen, sitzen sicher selbst nicht grundlos ein, wahrscheinlich auch wegen Mord, Vergewaltigung etc. Und die nehmen sich dann das Recht heraus, einen anderen zu verurteilen? Sicher spielt auch deren Lust an der Gewalt eine Rolle, denn ein moralisch integrer Mensch wäre mMn nicht im Stande, jemanden 20mal zu vergewaltigen.
Also nein, ich finde nicht, dass Selbstjustiz in Ordnung ist, in keinem Fall!

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8. Juni 2014 um 21:35
In Antwort auf kokomooo

IM
o. g. Artikel geht es aber nicht nur um Gefängnisinsassen, sondern auch um normale Bürger in Freiheit.

Ach das wär aber hier auch so
nur nicht so extrem.

Wenn du wüstets, dass dein Nachbar im Gefängnis war weil er kleine Mädchen und Jungem misbraucht hätte, und das spricht sich in der Gegend rum. Na meinst du der Nachbar kann dann noch ruhig schlafen? Dann gäbe es auch Atakenauf ihn...er soll wegziehen. Müsste sich Beschimpfungen anhören, Und wenn es jemanden gibt, der Gewaltbereit ist, dann ist er bestimmt der erste der Verhauen wird.

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8. Juni 2014 um 21:36
In Antwort auf cjl5

Ach das wär aber hier auch so
nur nicht so extrem.

Wenn du wüstets, dass dein Nachbar im Gefängnis war weil er kleine Mädchen und Jungem misbraucht hätte, und das spricht sich in der Gegend rum. Na meinst du der Nachbar kann dann noch ruhig schlafen? Dann gäbe es auch Atakenauf ihn...er soll wegziehen. Müsste sich Beschimpfungen anhören, Und wenn es jemanden gibt, der Gewaltbereit ist, dann ist er bestimmt der erste der Verhauen wird.

Na
nur weil es das gibt, muss ich das doch nicht gut heißen oder unterstützen.

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8. Juni 2014 um 21:42
In Antwort auf kokomooo

Na
nur weil es das gibt, muss ich das doch nicht gut heißen oder unterstützen.

Wenn du wüsstest
das dein Nachbar ein Kinderschänder ist. Würdest du deine Kinder alleine zur Schule gehen lassen?

Ich hätte da immer ein mulmiges Gefühl bei. Und ja ich möchte solche nicht in meiner Nähe wissen.
Reabilitiert? Glaubst du bei Pädophilen dran?

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8. Juni 2014 um 21:44
In Antwort auf cjl5

Wenn du wüsstest
das dein Nachbar ein Kinderschänder ist. Würdest du deine Kinder alleine zur Schule gehen lassen?

Ich hätte da immer ein mulmiges Gefühl bei. Und ja ich möchte solche nicht in meiner Nähe wissen.
Reabilitiert? Glaubst du bei Pädophilen dran?

Ich denke nicht,
dass jeder Ex-Strafgefangene, der wegen sowas nicht, auf jeden Fall wieder rückfällig wird. Ich glaube, das viele diese Neigung auch "unterdrücken" bzw nicht am lebenden Objekt ausüben, weißt du?

Wenn jemand in meiner Nachbarschaft leben würde und ich das wüsste, würde ich natürlich meien Kinder dementsprechend sensibilieren und schützen. Aber dem Lynchmob würde ich mich aber nicht anschließen.

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8. Juni 2014 um 21:55

Schockierend,
die Meinung von vielen hier im Thread.

Für viele hier sind Menschenleben offenbar einen Scheißdreck wert.

Und das Ganze dann noch unter dem Deckmäntelchen der angeblichen Gerechtigkeit und des angeblichen Opferschutzes? Da wird einen wirklich schlecht.

Diejenigen hier, die nach Gewalt, Folter, Lynchjustiz schreien, das für richtig finden, sind in meinen Augen schlimmer, als jeder Straftäter.

Das Sauberfrau-Image, das man hübsch nach außen hin pflegt. Und heimlich geilt man sich an schlimmen Geschichten, an Gewalt, an Straftaten auf.

Außen hui, innen pfui..

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8. Juni 2014 um 22:19

Mal eine "hübsche" kleine Geschichte
wir hatten mal einen Mandanten in der Kanzlei - gegen den ein Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern lief. Er sollte seine eigene 5jährige Tochter sexuell missbraucht haben.

Es wurde ermittelt, ein kinderpsychologisches Gutachten erstellt, die Kleine befragt, weitere Zeugen befragt, das Verfahren schließlich eingestellt.

Ein Verfahrensbeteiligter ging in Beschwerde - es wurde weiter ermittelt, ein zweites psychologisches Gutachten erstellt, weitere Zeugen befragt, das Verfahren schließlich erneut eingestellt.

Ein Verfahrensbeteiligter strebte ein Klageerzwingungsverfahren an - das schließlich ebenfalls abgelehnt wurde.

Der Mandant war also "frei", war also erwiesen unschuldig.

Das humanste, was ich fand, was man dem Mandanten noch gutes tun könnte - nach Abschluss der Monate und aber Monate andauernden Ermittlungen - ihm einen hübschen Strick kaufen und dabei behilflich sein, einen netten Baum zum Aufhängen zu finden.

Denn obwohl NICHTS gegen ihn ermittelt werden konnte; obwohl die Strafverfolgungsbehörden, von Polizei, über Staatsanwaltschaft, bis hin zum Gericht, von seiner Unschuld überzeugt waren, hatte der den Stempel "Kinderschänder" auf der Stirn stehen.
Das soziale Umfeld hatte sich, bis auf zwei, drei wirkliche Freunde abgewandt, tuschelte, es müsste ja was dran sein, wenn doch ermittelt worden wäre, bestimmt sei er doch schuldig.
Seine Wohnung hatte er verloren, weil er auch eine Zeitlang in U-Haft saß, seinen Job hatte er ebenfalls verloren.

Das ganze Leben in Trümmern.

Weil Leute urteilen, vorverurteilen, einfach nur hinhängen und lynchen wollen.

Hatte ich schon erwähnt, dass die Anzeige wegen Missbrauchs der Tochter von der Noch-Ehefrau kam? Die im Scheidungs-/Umgangsverfahren den "hübschen Joker" Kindesmissbrauch gezogen hatte, um ihren Noch-Ehemann mal kurz eins auszuwischen?


Nicht jeder, gegen den ermittelt wird, von dem es heißt, es hätte Dreck am Stecken, hat sich tatsächlich etwas zu schulden kommen lassen.
Und nicht einmal jeder, der verurteilt, für schuldig befunden wurde, ist tatsächlich schuldig.
Es gibt keine offiziellen Statistiken, aber namhafte Juristen (u.a. Richter des Bundesgerichtshofes) gehen davon aus, dass jeder 4. Verurteilte zu Unrecht verurteilt wird.

Jeder 4., 25 von 100, die unschuldig im Knast sitzen, denen Dinge vorgeworfen werden, die sie tatsächlich nicht begangen haben.
Die Wahrscheinlichkeit, da einen Unschuldigen zu erwischen, beim Ausleben der eigenen Gewaltphantasien, ist da gar nicht so gering.

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8. Juni 2014 um 22:24


nie, nie, niemals!
ich bin nicht betroffene mutter, als kind wurde sich nicht an mir vergangen, aber viele hier kennen meine geschichte, und NIEMALS würde ich selbstjustiz dulden!
und der einwand 'die sind ja eh schon täter' ist genauso brettig wie eine aussage 'der kann sich ruhig wieder an anderen vergehen, er hat es ja schonmal getan'. wie zum teufel kann man gewalt mit gewalt beantworten????

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8. Juni 2014 um 22:31

Dem
Schließe ich mich an.

Es ist auch genauso, wenn Frauen Männern vorwerfen, dass diese sie sexuell belästigt haben. Damit kann ein Leben zerstört werden - ganz gleich, ob an dem Vorwurf etwas dran ist oder nicht. Es wird schließlich ermittelt.

Zum Thema selbst... Schließe ich mich Minchen an. Und auch ich finde, dass es für manche Taten härtere Strafen geben sollte. Aber das ist ein anderes Thema, mit dem ich mich - zum Glück - nicht beschäftigen muss.

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8. Juni 2014 um 22:47
In Antwort auf wachsperle09

Schockierend,
die Meinung von vielen hier im Thread.

Für viele hier sind Menschenleben offenbar einen Scheißdreck wert.

Und das Ganze dann noch unter dem Deckmäntelchen der angeblichen Gerechtigkeit und des angeblichen Opferschutzes? Da wird einen wirklich schlecht.

Diejenigen hier, die nach Gewalt, Folter, Lynchjustiz schreien, das für richtig finden, sind in meinen Augen schlimmer, als jeder Straftäter.

Das Sauberfrau-Image, das man hübsch nach außen hin pflegt. Und heimlich geilt man sich an schlimmen Geschichten, an Gewalt, an Straftaten auf.

Außen hui, innen pfui..

Danke wachsperle,
so sehe ich das auch. Einfach nur ekelhaft was manche für eine Einstellung haben. Erst bei solchen Themen erkennt man das ware Gesicht einiger Userinnen

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8. Juni 2014 um 23:11

Ich verstehe
Jeglichen hass der opfer oder Hinterbliebenen gegenuber den Tätern, jedoch ändert die Selnstjustiz nichts an der Sache des Geschehens.
Dessen sollte man sich immer bewusst sein.
Ich erlebr sehr oft auf der Arbeit, was mit einem Kinderschander, einem Mörder passiert.
Der wird keine ruhige sekunde im knast haben.
Da werden grüppchen gebildet und ab geht's.
So jemand wird von einem "normalen knacki" im knast nicht akzeptiert. ..

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8. Juni 2014 um 23:16

Das ist richtig, Kaffee
der Mandant in meinem Beispiel war es aber, davon bin ich überzeugt.

Und ansonsten lasse ich lieber 100 Schuldige, denen ich es nicht wirklich beweisen kann, laufen, als dass ich auch nur einen Unschuldigen zu Unrecht irgendwelchen Sanktionen unterwerfe.

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8. Juni 2014 um 23:28


Ich habe keine Kinder, dass mein Kind Opfer wird, kann mir damit tatsächlich nicht passieren. Ansonsten weißt Du doch aber gar nichts von mir, vor allem nicht, ob mir selbst vielleicht irgendwas in dieser Hinsicht passiert ist.
Nur weil Du es Dir nicht vorstellen kannst, dass man sich auch, oder gerade, als Opfer gegen Gewalt, Rache, Selbstjustiz etc. aussprechen kann, muss das doch nicht für alle gelten.

Was ich sagen wollte, mit dem Satz - bei Straftätern weiß ich, woran ich bin.
Bei vielen vermeintlich bzw. angeblich "normalen", "gesetzestreuen" Bürgern weiß man das nicht; wenn man sich die Phantasiewelten von etlichen hier anschaut.. Vor allem finde ich es heuchlerisch, sich als moralische Instanz hinzustellen, wenn es rein tatsächlich doch nur um das Ausleben von irgendwelchen abartigen Vorstellungen geht.

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8. Juni 2014 um 23:36


Richtig, Kaffee!

Man kann bestimmte Taten nicht nach Situation bzw. danach, wer Opfer ist, verurteilen oder aber gutheißen und beklatschen.

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8. Juni 2014 um 23:56

Woher die das erfahren? ?
das ist Alltag. ...
das ist normal.das hat null mit schkupflöchern zu tun...

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9. Juni 2014 um 0:14

Richtig
ich finde eine Tat, die aus Rache begangen wird, IMMER schlimmer, als die ursprüngliche Tat.

Weil Gewalt nie eine Lösung ist.
Und weil man nicht eine Tat verurteilen kann, aber dann selbst zu genau den gleichen Mitteln greift und sich dabei auch noch als überlegen und "gut" ansieht.

Ein Mann, ein Täter, darf nicht vergewaltigen und töten.
Aber wenn man selbst dann beides tut, oder Dritten, die es tun, zujubelt und applaudiert, dann ist das plötzlich was ganz anderes? Dann darf plötzlich vergewaltigt und getötet werden?

Oder noch anders:
Es gibt also Menschen, die man nicht vergewaltigen und töten darf.
Und solche, die minderwertiger sind, und vergewaltigt und umgebracht werden dürfen?

Man selektiert also, steckt Menschen in Schubladen, bildet Wertigkeiten bei Menschen?

NIEMALS!

Vor allem kommt man bei solchen merkwürdigen "Ausnahme"-Überlegungen ganz schnell an Grenzen.
Was machst Du, wenn der Täter selbst noch minderjährig ist? Es gab schon Fälle, in denen 12, 13 Jährigen kleinere Kinder vergewaltigt, bzw. missbraucht haben.
Willst Du dann das Kind, das Täter wurde, lynchen?
Oder machst Du da dann wieder irgendwelche Ausnahmen?

Ausnahmen sind einfach Mist.

Man vergewaltigt NIEMANDEN, man foltert NIEMANDEN und man tötet NIEMANDEN; egal, wie alt der Mensch ist, welches Geschlecht er hat und was er selbst getan hat.

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9. Juni 2014 um 7:58

Ich finde es richtig so
Weg mit diesem abartigen Dreck der Gesellschaft

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9. Juni 2014 um 8:03
In Antwort auf wachsperle09

Mal eine "hübsche" kleine Geschichte
wir hatten mal einen Mandanten in der Kanzlei - gegen den ein Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern lief. Er sollte seine eigene 5jährige Tochter sexuell missbraucht haben.

Es wurde ermittelt, ein kinderpsychologisches Gutachten erstellt, die Kleine befragt, weitere Zeugen befragt, das Verfahren schließlich eingestellt.

Ein Verfahrensbeteiligter ging in Beschwerde - es wurde weiter ermittelt, ein zweites psychologisches Gutachten erstellt, weitere Zeugen befragt, das Verfahren schließlich erneut eingestellt.

Ein Verfahrensbeteiligter strebte ein Klageerzwingungsverfahren an - das schließlich ebenfalls abgelehnt wurde.

Der Mandant war also "frei", war also erwiesen unschuldig.

Das humanste, was ich fand, was man dem Mandanten noch gutes tun könnte - nach Abschluss der Monate und aber Monate andauernden Ermittlungen - ihm einen hübschen Strick kaufen und dabei behilflich sein, einen netten Baum zum Aufhängen zu finden.

Denn obwohl NICHTS gegen ihn ermittelt werden konnte; obwohl die Strafverfolgungsbehörden, von Polizei, über Staatsanwaltschaft, bis hin zum Gericht, von seiner Unschuld überzeugt waren, hatte der den Stempel "Kinderschänder" auf der Stirn stehen.
Das soziale Umfeld hatte sich, bis auf zwei, drei wirkliche Freunde abgewandt, tuschelte, es müsste ja was dran sein, wenn doch ermittelt worden wäre, bestimmt sei er doch schuldig.
Seine Wohnung hatte er verloren, weil er auch eine Zeitlang in U-Haft saß, seinen Job hatte er ebenfalls verloren.

Das ganze Leben in Trümmern.

Weil Leute urteilen, vorverurteilen, einfach nur hinhängen und lynchen wollen.

Hatte ich schon erwähnt, dass die Anzeige wegen Missbrauchs der Tochter von der Noch-Ehefrau kam? Die im Scheidungs-/Umgangsverfahren den "hübschen Joker" Kindesmissbrauch gezogen hatte, um ihren Noch-Ehemann mal kurz eins auszuwischen?


Nicht jeder, gegen den ermittelt wird, von dem es heißt, es hätte Dreck am Stecken, hat sich tatsächlich etwas zu schulden kommen lassen.
Und nicht einmal jeder, der verurteilt, für schuldig befunden wurde, ist tatsächlich schuldig.
Es gibt keine offiziellen Statistiken, aber namhafte Juristen (u.a. Richter des Bundesgerichtshofes) gehen davon aus, dass jeder 4. Verurteilte zu Unrecht verurteilt wird.

Jeder 4., 25 von 100, die unschuldig im Knast sitzen, denen Dinge vorgeworfen werden, die sie tatsächlich nicht begangen haben.
Die Wahrscheinlichkeit, da einen Unschuldigen zu erwischen, beim Ausleben der eigenen Gewaltphantasien, ist da gar nicht so gering.

Du vergleichst gerade einen "Unschuldigen" mit einem Kindervergewaltiger und Mörder
Wie bist du denn drauf? Der oben beschriebene Fall ist tatsächlich passiert und der Täter wurde verurteilt.

Das gegen diesen Mandanten ermittelt wurde, wird schon seine Gründe gehabt haben.

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