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Dreijährige aggressiv gegen Baby

Letzte Nachricht: 28. November 2011 um 16:20
28.11.11 um 9:49

Kennt jemand das Problem? Unsere Große ist schon seit langer Zeit total aggressiv gegen die Kleine. Tritt, schubst, knallt die Tür zu, durch die sie grad krabbeln will... Dabei ist die Kleine ein aufgewecktes Kind, das viel lacht und ihre Schwester auch mag. Heißt: Sie krabbelt immer gern zu ihr hin und sucht sich dann was zum Hochziehen (z.B. den Tripptrappstuhl, auf dem sie grad am Tisch sitzt). Und die Große tritt ihr dann ins Gesicht, unterm Tisch Oder sie greift nach Spielzeug, das rumliegt. Dann kommt "Nein, das is meins" und reißt es ihr weg. Und zwar so, dass sie mit dem Kopf auf den Boden knallt.

WIr wissen nicht, was tun. Ne Zeitlang haben wir ihrs erklärt. Sie hat sich dann immer sehr "interessiert" gezeigt. Ich glaub aber gar nicht, dass sie so dumm ist, das nicht zu wissen, dass sie dem Baby damit wehtut. Zur Zeit bringen wir sie dann immer ins andere Zimmer, wenn sie ihr wehgetan hat. Dann heult sie dort rum, aber das ist ja auch cniht immer förderlich (zB wenn man frühstücken oder sie in den Kiga bringen will).

Man kann auch gar nicht immer schnell genug dazwischen. Es wäre wirklich gut, wenn wir irgendwann das Vertrauen haben könnten, dass sie verantwortungsvoll mit ihrer Schwester umgeht.

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28.11.11 um 10:11

Also
die kleine ist erst 7 monate, aber mobil wie ne einjährige.
wir haben nur ein kinderzimmer. babyfreie zone gibts nicht. nur den laufstall...
klar, ihr lieblingsspielzeug lassen wir der kleinn nicht nehmen. aber wenn das baby IRGENDWAS nimmt, will sies immer haben.

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28.11.11 um 10:27

Eifersucht ist nicht leicht zu bekämpfen
aber irgendwie müsst ihr das schaffen. Deine große ist dem Baby gegenüber ja nicht grundlos gemein, oder weil ihr das einfach Spaß macht. Sonst würde das im Umgang mit anderen Kindern auch auftreten. So wie es aussieht, sieht sie sich von der Kleinen bedroht. Das klingt zwar komisch, aber das Baby nimmt ihr so viel weg: jede Menge Aufmerksamkeit.

Dass sie alles haben will, was die kleine gerade hat, ist da ganz logisch. Im Moment scheint sie auf alles, was die Kleine macht eifersüchtig zu sein.

Ich würde versuchen, möglichst viele klare Grenzen zu ziehen. Und damit meine ich jetzt keine Grenzen im Sinne von Verboten, sondern von Zuordnungen. Das ist Dein Spielzeug, das ist ihrs. Eine Babyfreie Zone wäre echt keine schlechte Idee. Das kann man auch mit einem gemeinsamen Zimmer umsetzen. Dazu muss man vielleicht etwas kreativ sein, den Laufstall so zwischen Möbel stellen, dass dahinter eine Ecke entsteht, wo das Baby nicht hinkann, ein Teil des Kinderzimmers abtrennen (Zum Beispiel durch Spielzeugkisten, ich hab ja keine Ahnung wie es bei euch aussieht, und welches "Baumaterial" für eine solche Trennung zu Verfügung stünde).

Und was natürlich ganz wichtig ist: Die große sollte möglichst selten das Gefühl bekommen, dass sie durch das Baby hinten angestellt wird. Klar, kann sie nicht (mehr) immer die Nummer eins sein. Aber das muss für sie gerecht entstehen. Nur, weil sie älter ist, ist keine gute Begründung, warum sie warten soll. Klar, ein Baby lässt man als Mutter weniger gern warten, aber manchmal muss das sein. Im Vergleich ist Deine Große zwar viel vernünftiger, aber sie kann es nicht schaffen, immer die Vernünftige zu sein. Sie braucht auch Momente, wo sie die Nummer eins ist und die Kleine warten muss.

Ich weiß nicht, wie der Tagesablauf bei euch aussieht. Und vielleicht sagst Du jetzt "ich mache das doch schon, dass die Große Momente nur für sich hat". Kann ja gut sein. Aber es sind für Deine Tochter wohl zu wenige Momente. Gleichzeitig wird es natürlich kontraproduktiv sein, wenn Du Dir den Ablauf von der Großen diktieren lässt...

Es ist echt nicht einfach, da den richtigen Weg zu treffen. Zwischen Gleichberechtigung und dem Eingehen auf die speziellen Bedürfnisse.

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28.11.11 um 11:13


hallo,
habt ihr eine babyfreie zeit? das heißt bspw, dass in dieser zeit (am besten) papa was mit der großen macht, was babys "noch nicht können".
ich sag am besten papa, weil der vater für die loslösung steht und sie durch sein vorbild unabhängig werden kann. die bindung zur mutter bleibt ja trotzdem ein leben lang bestehen.

als zweites fällt mir noch die induktion ein. es kann durchaus sein, dass sie eben nicht weiß, wie weh es dem baby tut, wenn sie tritt oder schlägt.
bei der induktion wird das baby nach so einem schlag übertrieben medizinisch versorgt, auch mit worten wie:"das hat bestimmt totaaaaaal weh getan!" die grosse schwester aber nicht ausschimpfen! damit wird emphathie und mitleid geweckt. vielleicht ist das noch nicht passiert.

viele grüße

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28.11.11 um 16:20

Schieb...
vielleicht hat ja noch jemand eine idee dazu?

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