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dringend Hilfe überfordert

20. August 2014 um 19:05

Guten abend Ladys

Ich muss mich mal auskotzen...
Mein großer 2,5 Jahre alt macht was er will.. er hört nicht,
macht nur Blödsinn und schreit und jammert rum...
Vom einkaufen mag ich gar nicht reden.. wir brauchen fast immer ne Stunde heute zwei!!! und ich bin danach immer so fertig dass ich heulen könnte... es ist soooooo schlimm geworden...ich will dass das aufhört ich kann einfach nicht mehr..bin nur noch geladen..und das schlimmste was ich nicht verstehe wenn er mit seinem Papa alleine ist hört er 1 a genauso wenn er bei meiner Mutter ist... nur wenn ich mit im Raum bin oder alleine mit ihm bin dreht er durch
abends im bett kuscheln wir und er sagt das er mich lieb hat und er ist so süß aber das ist nur abends...und ich versuche
ihm zu erklären dass ich das total toll finde wenn er so lieb ist
Aber wie gesagt dass ist nur abends. ..

Habt ihr vielleicht einen rat? Oder wisst ihr wieso er nur
Bei mir so ein Teufelchen ist? Oder was ich tun kann?


Liebe grüße starmuffin mit noel 2,5 und leon 8 Monate

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20. August 2014 um 20:53


er weiß eben dass du ihn liebst ... und deswegen testet er bei dir die grenzen aus weil er weiß du würdest ihn nie verlassen

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20. August 2014 um 20:55

Danke Carrie
Ja es klingt ja auch eigentlich ganz simpel und auch verständlich... trotzdem ist es irgendwie verletztend dass es woanders einfach klappt... und ja meine Nerven sind gaaaanz weit unten...drücke dir die Daumen dass es bei euch nicht ganz so hart wird

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20. August 2014 um 22:00

...
Also das mit der Bezugsperson finde ich - sorry - nur Schöngerede. Es gibt Kinder, die sich bei Fremden total daneben benehmen und allein bei Mutti auf lieben Engel machen, Kinder, die in der umgekehrten Konstellation aufgehen und natürlich auch Kinder die fast immer "brav" oder fast immer "nervig" sind. Das hängt erstens von Charakter des jeweiligen Kindes ab und zweitens von der Erziehung.

Sich zu sagen, mein Kind benimmt sich so, weil es mich am meisten lieb hat, mag sich ja für die Mami wirklich nett anhören, bringt aber im Endeffekt weder dem Kind, noch der Mutter etwas.

Sieh es erst einmal von der positiven Seite: Dein Kind ist prinzipiell "gut" erzogen, es akzeptiert (zumindest bei anderen nahestehenden Menschen) Grenzen und weiß sich zu benehmen. Nun, warum tut er das bei dir nicht? Das ist relativ einfach zu beantworten, es gibt Mamas, die ihre Kinder nahezu mit Liebe überschütten. Die über alle Maßen geduldig, fürsorglich, liebevoll, wohlwollend usw. ihrem Kind gegenüber stehen. Das ist an und für sich natürlich nichts schlechtes. Nur manchmal passiert es dann eben, dass diese Mütter es verpassen, dem Kind gegenüber konsequent Grenzen aufzuzeigen. Das ist anfangs hart, wird mit der Zeit aber immer einfacher.

Du musst dir einfach klar machen, dass DU es bist, die die Zügel in der Hand hält und nicht dein Kind. Dein Kleiner reagiert nur auf die Impulse, die von Mama kommen. Du musst agieren, nicht reagieren. Folglich bist du auch nicht völlig hilflos, sondern kannst mit deinem Verhalten auf das deines Kindes enorm einwirken.

Erstmal: Dass du deinem Kleinen abends erzählst, dass es schön ist, wenn er so lieb ist, ist in Ordnung. Erhoffe dir aber nicht zu viel davon. Er ist noch jung und in den Situationen, wo er quasi "austickt" erinnert er sich erstens ohnehin nicht daran und zweitens kann er sich da dann sowieso nicht wirklich steuern.

Am besten schreibst du mal einiges auf, am besten auf kleine Zettel oder Karteikarten. Jedes Kärtchen steht für eine Situation, die dich persönlich belastet. Beispiel: Einkaufen. Dann schreibst du darunter, welches Verhalten dich genau nervt: Kind schreit, möchte nicht im wagen sitzen bleiben, räumt Sachen aus dem Regal usw.

Für jedes Verhalten überlegst du dir, wie du bis jetzt reagiert hast. Hat deine Reaktion etwas gebracht? Wenn nein, dann überlege dir eine bessere Vorgehensweise. Zum Beispiel: Kind räumt Sachen aus - "Ich möchte nicht, dass du die Regale ausräumst. Wenn du das noch einmal machst, kommst du in den Wagen." Du nimmst es ihm aus der Hand, stellst es zurück. Er macht das nochmal, dann setze ihn in den Wagen. Vielleicht wird er schreien, schimpfen usw. - dann lass ihn im Wagen bocken. Wenn er rausklettert oder sich nicht rein setzen lässt: "Entweder du bleibst jetzt sitzen, oder wir gehen wieder. ". Bleibt er sitzen, gut, wenn nicht, dann mache deine Drohung wahr. Denke nicht darüber nach, was die anderen Leute um dich herum denken könnten, zur Not lasse den Wagen einfach stehen und gehe. Wichtig ist nur, dass du die Kosequenz auch umsetzt. Nach spätestens 3-4 Mal ist mit diesem Verhalten Schluss.

Am einfachsten ist es, wenn du mal mit ihm Einkaufen gehst, obwohl du eigentlich gar nicht unbedingt etwas benötigst. Dann kannst du dich in der Situation voll und ganz auf das Kind konzentrieren und bist nicht so gestresst, weil du denkst "irgendwie muss ich das Ganze jetzt hinter mich bringen, wir brauchen ja etwas zu Essen!"

Das ist jetzt nur mal ein Beispiel von vielen vielen möglichen Varianten. Wie du in welcher Situation reagierst und wo du deine Toleranzgrenze steckst, musst du selbst herausfinden.

Aber ich würde folgendes beachten: Kurze Erklärungen geben - ja, unbedingt, aber bitte wirklich kurz und kindgerecht! Ewig lange Diskussionen a la bitte bitte, jetzt benimm dich doch mal usw. - Nein!

Auf "Drohungen" immer auch Taten folgen lassen. Demzufolge nur Dinge androhen, die man auch bereit ist, umzusetzen. Konsequenzen sollten immer im direkten Zusammenhang stehen mit dem Verhalten und zeitnah erfolgen.

Er ist nun einmal in dem Alter, wo er seinen eigenen Willen entwickelt. Das ist gut und sollte auch gefördert werden - aber DU allein entscheidest, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Wenn man Kindern in dem Alter keine Grenzen aufzeigt, passiert es nicht selten, dass sie auch später nicht mit Grenzen umzugehen wissen. Es gibt meiner Meinung nach eben auch hierfür eine Art Lernfenster.


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20. August 2014 um 22:10
In Antwort auf schokilade1

...
Also das mit der Bezugsperson finde ich - sorry - nur Schöngerede. Es gibt Kinder, die sich bei Fremden total daneben benehmen und allein bei Mutti auf lieben Engel machen, Kinder, die in der umgekehrten Konstellation aufgehen und natürlich auch Kinder die fast immer "brav" oder fast immer "nervig" sind. Das hängt erstens von Charakter des jeweiligen Kindes ab und zweitens von der Erziehung.

Sich zu sagen, mein Kind benimmt sich so, weil es mich am meisten lieb hat, mag sich ja für die Mami wirklich nett anhören, bringt aber im Endeffekt weder dem Kind, noch der Mutter etwas.

Sieh es erst einmal von der positiven Seite: Dein Kind ist prinzipiell "gut" erzogen, es akzeptiert (zumindest bei anderen nahestehenden Menschen) Grenzen und weiß sich zu benehmen. Nun, warum tut er das bei dir nicht? Das ist relativ einfach zu beantworten, es gibt Mamas, die ihre Kinder nahezu mit Liebe überschütten. Die über alle Maßen geduldig, fürsorglich, liebevoll, wohlwollend usw. ihrem Kind gegenüber stehen. Das ist an und für sich natürlich nichts schlechtes. Nur manchmal passiert es dann eben, dass diese Mütter es verpassen, dem Kind gegenüber konsequent Grenzen aufzuzeigen. Das ist anfangs hart, wird mit der Zeit aber immer einfacher.

Du musst dir einfach klar machen, dass DU es bist, die die Zügel in der Hand hält und nicht dein Kind. Dein Kleiner reagiert nur auf die Impulse, die von Mama kommen. Du musst agieren, nicht reagieren. Folglich bist du auch nicht völlig hilflos, sondern kannst mit deinem Verhalten auf das deines Kindes enorm einwirken.

Erstmal: Dass du deinem Kleinen abends erzählst, dass es schön ist, wenn er so lieb ist, ist in Ordnung. Erhoffe dir aber nicht zu viel davon. Er ist noch jung und in den Situationen, wo er quasi "austickt" erinnert er sich erstens ohnehin nicht daran und zweitens kann er sich da dann sowieso nicht wirklich steuern.

Am besten schreibst du mal einiges auf, am besten auf kleine Zettel oder Karteikarten. Jedes Kärtchen steht für eine Situation, die dich persönlich belastet. Beispiel: Einkaufen. Dann schreibst du darunter, welches Verhalten dich genau nervt: Kind schreit, möchte nicht im wagen sitzen bleiben, räumt Sachen aus dem Regal usw.

Für jedes Verhalten überlegst du dir, wie du bis jetzt reagiert hast. Hat deine Reaktion etwas gebracht? Wenn nein, dann überlege dir eine bessere Vorgehensweise. Zum Beispiel: Kind räumt Sachen aus - "Ich möchte nicht, dass du die Regale ausräumst. Wenn du das noch einmal machst, kommst du in den Wagen." Du nimmst es ihm aus der Hand, stellst es zurück. Er macht das nochmal, dann setze ihn in den Wagen. Vielleicht wird er schreien, schimpfen usw. - dann lass ihn im Wagen bocken. Wenn er rausklettert oder sich nicht rein setzen lässt: "Entweder du bleibst jetzt sitzen, oder wir gehen wieder. ". Bleibt er sitzen, gut, wenn nicht, dann mache deine Drohung wahr. Denke nicht darüber nach, was die anderen Leute um dich herum denken könnten, zur Not lasse den Wagen einfach stehen und gehe. Wichtig ist nur, dass du die Kosequenz auch umsetzt. Nach spätestens 3-4 Mal ist mit diesem Verhalten Schluss.

Am einfachsten ist es, wenn du mal mit ihm Einkaufen gehst, obwohl du eigentlich gar nicht unbedingt etwas benötigst. Dann kannst du dich in der Situation voll und ganz auf das Kind konzentrieren und bist nicht so gestresst, weil du denkst "irgendwie muss ich das Ganze jetzt hinter mich bringen, wir brauchen ja etwas zu Essen!"

Das ist jetzt nur mal ein Beispiel von vielen vielen möglichen Varianten. Wie du in welcher Situation reagierst und wo du deine Toleranzgrenze steckst, musst du selbst herausfinden.

Aber ich würde folgendes beachten: Kurze Erklärungen geben - ja, unbedingt, aber bitte wirklich kurz und kindgerecht! Ewig lange Diskussionen a la bitte bitte, jetzt benimm dich doch mal usw. - Nein!

Auf "Drohungen" immer auch Taten folgen lassen. Demzufolge nur Dinge androhen, die man auch bereit ist, umzusetzen. Konsequenzen sollten immer im direkten Zusammenhang stehen mit dem Verhalten und zeitnah erfolgen.

Er ist nun einmal in dem Alter, wo er seinen eigenen Willen entwickelt. Das ist gut und sollte auch gefördert werden - aber DU allein entscheidest, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Wenn man Kindern in dem Alter keine Grenzen aufzeigt, passiert es nicht selten, dass sie auch später nicht mit Grenzen umzugehen wissen. Es gibt meiner Meinung nach eben auch hierfür eine Art Lernfenster.


Danke
Für deine ausführliche und direkte Antwort das Problem bleiben wir mal beim einkaufen, ich kann ihn ja nicht in den wagen weil ich ja den kleinen im Kinderwagen vor mich herschiebe... aber das mit dem einfach gehen werde ich mal probieren...

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20. August 2014 um 22:15

Ich kann Schokilade
fast voll und ganz zustimmen!

Schön, dass er dir sagt, dass er dich lieb hat.
Schön, dass er bei anderen nicht einen auf absolut unbändigen 2-jährigen macht!

Und jaaa, einkaufen mit kleinen Kindern ist anstrengend und läuft nie wie geplant.
Aber es sollte auch nicht so laufen, dass du danach komplett fertig bist. Ok, es darf mal so laufen, aber eben nicht jedes Mal.
Ein bißchen muss auch ein 2-jähriger erkennen, wo die Grenzen sind.
Das Ganze ist aber auch ein Kreislauf! Du schreibst selbst, dass du nur noch geladen bist und dann reagiert auch dein Kind entsprechend.
Versuche ruhiger zu werden und setze Grenzen. Auch das ist zunächst anstrengend, aber es wirkt wirklich meist schon Wunder, wenn man einmal knallhart reagiert, auch wenn einem dabei fast das Herz bricht und es furchtbar anstrengend ist.
Kinder wollen wirklich manchmal Grenzen. Das sind dann echt Geländer an denen sie sich festhalten. Manche Kinder brauchen das weniger, andere fordern es geradezu heraus.
Ich hatte keine von der letzteren Sorte, daher war mein Leben weniger anstrengend. Ich konnte relativ relaxt den Alltag durchziehen mit entspannten und extremen Situationen. Die hielten sich die Waage. Ich hatte immer das Gefühl: "Ok, das heute war eine Ausnahme, ansonsten klappt alles ganz gut!"
Wenn du dieses Gefühl aber nicht mehr hast und alle moderaten Versuche nicht helfen, dann musst du eben wirklich Konsequenzen auspacken. Dann geht ihr eben wieder, wenn es im Laden nicht klappt!
Und du gehst in Ruhe einkaufen, wenn dein Partner zu Hause ist. Ist nervig, aber weniger nervig als 2 Stunden mit Kleinkind im Laden.
Es läuft doch sowieso folgendermaßen: Du denkst, dass er eh gleich wieder nicht hört und das spürt er und hört nicht und du bist genervt und kannst daher nicht ruhig eingreifen. Das spürt er und macht daher weiter und so läuft es dann bis ihr wieder zu Hause seid bzw. bis er eben abends im Bett liegt.
Ich mag es nicht, wenn man Kleinkindern "Berechnung" vorwirft, aber ihr Verhalten ist einfach ein Produkt von Aktion, Reaktion und Gegenreaktion und am Ende potenziert sich das alles noch wunderbar. Wahrscheinlich schiebt sich noch ein Logarithmus dazwischen oder eine exponentielle Funktion. So genau kann ich das nicht skizzieren...
Aber die Umkehrgleichung ist eine relativ simple: je überzeugter die Mutter von ihrem Handeln ist, umso besser reagiert das Kleinkind. Zwar in Abhängigkeit von Tagesform und anderen Unbekannten, aber auch ich, die ich hier immer als inkonsequente Mutter galt, hatte nie Lust mich regelmäßig im Edeka zum Affen zu machen.
Ich lasse einiges zu, was für andere niemals in Frage käme, aber ich lass mir das Einkaufen von ihm nicht zur Hölle machen.

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