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Einschlafhilfe abgewöhnen? Hin und hergerissen

7. November 2008 um 9:36 Letzte Antwort: 7. November 2008 um 10:45

Hallo allerseits,

hab ein großes Probelm mit dem Schlafverhalten meiner Tochter (knapp 16 Monate). Sie war schon immer ein sehr schlechter Schläfer, hat die ersten 8 Monate in unserem Bett verbracht, wollte trotzdem teilweise stündlich gestillt werden nachts. Durchgeschlafen hat sie quasi noch nie. Tagsüber schläft sie in ihrem Bett in ihrem Zimmer, das geht auch recht problemlos. Nachdem sie zweimal aus unserem Bett gepurzelt ist, wurde mir das mit dem Familienbett zu gefährlich und nach der langen Zeit sehnte ich mich auch dringend nach etwas mehr Platz zum Schlafen für mich als die 30 cm, die sie mir ließ, von meinen Rückenschmerzen mal ganz abgesehen Seit ca. einem halben Jahr schläft sie nun ausschließlich in ihrem eigenen Zimmer.

Nun zu meinem Problem:
Sie hat sich angewöhnt, beim Einschlafen meine Hand zu halten. "Wie süß!" werden jetzt sicherlich viele sagen... ja, fand ich anfangs ja auch. Nur geht ohne MEINE Hand (Papas will sie nicht) jetzt gar nichts mehr. Sie hält sie nicht nur, sie grabbelt ununterbrochen an meinen Finger herum, bohrt mir ihre Nägel in die Hand, kneift... das tut teilweise so mächtig weh, daß mir die Tränen in die Augen schießen. Sie macht das alles im Halbschlaf, deshalb beiße ich die Zähne zusammen, um sie nicht wieder aufzuwecken.
Außerdem dauert es immer länger, bis sie trotz Händchenhalten einschläft. Ich habe oft das Gefühl, daß sie sich durch das Gegrabbel selbst wach- bzw. vom Tiefschlaf abhält. Das kann ja auch nicht Sinn einer Einschlafhilfe sein

So richtig fertig macht mich aber, daß sie nachts bis zu 8 mal wach wird und ohne meine Hand nicht wieder einschläft. Ich muß also jedesmal raus und sitze dann zwischen 10 Minuten (erträglich) und 2 Stunden (!) neben ihrem Bett und lasse meine Hand foltern... Das geht so nicht weiter, ich kann das einfach nicht mehr

Ich hatte mir jetzt fest vorgenommen, sie von ihrer Mamas-Hand-Manie zu entwöhnen. Hab sie also hingelegt, mich neben ihr Bett gesetzt und dann ging das Geschrei los! Nach 2 Stunden war sie völlig fertig, hatte sich total in Rage geschrien, war naßgeschwitzt und alles "Schhhhhhhhh", Lieder singen und sonstige Beruhigen half nichts. Nach 3 Stunden ist sie endlich eingeschlafen - und siehe da: sie hat bis morgens durchgeschlafen!!!! Mittags ging das Spielchen dann schon nur noch 1 Stunde, abends wieder 2 Stunden... am nächsten Tag schließ sie mittags ohne einen Pieps innerhalb von 20 Sekunden ein und abends ebenso! Und dann schön ruhig bis morgens um 8 Uhr. Das war soooo erholsam!

Alles gut, sollte man nun meinen...
Die letzten 2 Nächte waren wieder der Horror. Beim Hinlegen hat sie sich plötzlich an meine Hand geklammert wie eine Ertrinkende, und als ich sie vorsichtig wegziehen wollte, hat sie wie am Spieß geschrien.Ich hab mir das eine halbe Stunde angehört und dann sie schlimmsten Gewissensbisse bekommen, meinem Kind die körperliche Nähe vorzuenthalten. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll: Einerseits denke ich, es wäre richtig, sie zu entwöhnen, damit sie nachts auch ohne (meine) Hilfe wieder in den Schlaf finden kann (ist ja auch für sie besser, wenn sie ruhiger schläft), andererseits darf ich sie beim Einschlafen eben gar nicht mehr berühren, weil sie sich dann sofort an meine Hand klammert und ich mir wie eine kaltherzige Rabenmutter fühle, wenn ich ihr die wegziehe. Dazu kommt natürlich die derzeitige Trotzphase, in der sie immer sofort losschreit, wenn sie ihren Willen nicht bekommt...


Sorry, für den Megatext, aber ich weiß im Moment wirklich nicht mehr, was das Richtige ist... vielleicht habt ihr einen Tipp für mich, wie ich ihr das von mir unabhängige Einschlafen erleichtern kann. (Stofftiere, Schnuffeltuch, etc, haben wir alles schon probiert, nimmt sie nicht)

LG,
Kuschelkeks mit handsüchtigem Keks (16 Monate)


Tagsüber ist sie fast immer ein Strahlekind mit guter Laune, unabhängig wie mies die Nacht war und wieviel sie geweint hat.

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7. November 2008 um 10:16

Hallo
Ich denke auch, Du musst ihr die Hand abgwöhnen. Klar gefällt ihr das nicht, aber es ist für euch beide besser, denn auch sie schläft ja nachts ruhiger. Natürlich ist es gerade mit der Trotzphase noch schwieriger. Wichtig ist halt jetzt konsequent zu bleiben, sonst wirds irgendwann noch schwieriger und das sie sich das von alleine abgewöhnt ist leider nicht zu erwarten. Und Du bist auf keinen Fall eine Rabenmutter, wenn Du Deinem Kind dabei hilfst zu lernen alleine einzuschlafen. Ich habe selber extreme Schlafprobleme und weiß daher aus eigener Erfahrung wie wichtig so was ist.
Ich würde Dir mal ein Schlafbuch empfehlen. Ich selber habe Jedes Kind kann schlafen lernen und finde es nicht schlecht. Es beschreibt sehr gut den kindlichen Schlaf und die Ursache für Schlafprobleme. Und ja es enthält auch ein umstrittenes Schlafprogramm, aber das macht nur einen kleinen Teil des Buches aus. Ich denke das Buch kann Dir dabei helfen, für euch eine gute Lösung zu finden, wenn Du erst einmal besser die Schlafprobleme Deiner Tochter verstehst. Die Lösung mit einem Kuscheltier oder ähnlichen halte ich für ziemlich gut. Dem tut das gekneife auch nicht weh.

LG
Morgaine

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7. November 2008 um 10:45

Vielen Dank...
für eure lieben Beiträge und die Bestätigung, was mein Gefühl mir ja auch schon sagt. Das tut so gut!

Ich werde das jetzt durchziehen, wir schaffen das schon. Auch wenn es mir das Herz zerreißt, wenn die Kleine nach meiner Hand jammert
Aber wir kuscheln tagsüber superviel, ich werde mir jetzt abends vor dem Zubettgehen auch noch eine Viertelstunde nehmen, in der gekuschelt wird - aber in ihr Bett geht nur sie, nicht ich (auch nicht stückweise :lol. Punkt.

LG,
Kuschelkeks, die jetzt eine große Tüte Konsequenz, starke Nerven, Oropax und ein neues Kuscheltier für den Keks auf dem Einkaufszettel hat



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