Anzeige

Forum / Mein Baby

Elterngeld, Partnermonate und ALG1

Letzte Nachricht: 19. Januar 2014 um 20:33
R
rene_12670936
15.01.14 um 14:27

Hallo zusammen,

dies ist mein erster Beitrag hier und er dreht sich gleich um das allseits bekannte Elterngeld und spezielle Fragen, wo wir nicht mehr recht durchblicken:

Die Mama war bisher immer erwerbstätig und bekommt nach der Geburt ja 8 Wochen Mutterschaftsgeld in voller Höhe zum jetzigen Netto Gehalt (sie ist Lohnsteuerklasse 3).
Danach bleibt sie 24 Monate zuhause und splittet das Eterngeld auf 24 Monate auf.

Da kommt schon die erste Frage. Kann bei der Aufsplittung auf 24 Monate der Partner dann auch 4 Partnermonate, anstatt nur 2 beantragen, wie es ja bei 12 Monaten Elternzeit üblich ist?

Und kann er diese ab dem Geburtstermin gleich nehmen?

Der Papa ist selbstständig, doch wegen schlechter Auftragslage bekommt er momentan ALG1.
Daher die Frage, kann er 2 Monate oder 4 Monate dann das Elterngeld bekommen, sprich in seinem Fall weiterhin ALG1 (die 300 zusätzlich bekommt er ja nicht wie ich das verstanden habe).

Die Mama nimmt dann nach den 8 Wochen Mutterschaftsgeld dann 24 Monate das Elterngeld in Anspruch.

So ist das geplant und hoffentlich auch der richtige Weg.

Kann man in der Zeit wo der Papa Alg1 bekommt sonst noch was zusätzlich bekommen oder bekommt die Mama in diesem Fall mehr Geld, als nur die 65% Elterngeld?
Weil das ALG1 vom Papa ist wg. Lohnsteuerklasse 5 ja auch eher dürftig.

Bis wann muss man das eigentlich bei der zuständigen Behörde eingereicht haben?

Danke vorab für eure Hilfestellung

Mehr lesen

J
jewell_12169763
15.01.14 um 14:31

Vorsicht!
Kann zu dem mit dem Partner nichts sagen, aber:
Die zeit, wo sie mutterschaftsgeld bezieht wird angerechnet auf das elterngeld, sprich sie bekommt 10 monate Elterngeld bzw gesplittet 20.

Gefällt mir

C
cassy_13021794
15.01.14 um 14:49

Also ich verstehe nicht
die Frage nicht ganz:
"Daher die Frage, kann er 2 Monate oder 4 Monate dann das Elterngeld bekommen, sprich in seinem Fall weiterhin ALG1 (die 300 zusätzlich bekommt er ja nicht wie ich das verstanden habe)."

Das ALG wird höher sein als das Elterngeld, daher wäre es sinnvoll, das Elterngeld für ihn erst in Anspruch zu nehmen wenn das ALG abgelaufen ist. Also im Anschluss an das ALG.
Splitten auf 4 Monate dürfte er auch können, mir ist jedenfalls nichts Gegenteiliges bekannt.

Das Elterngeld der Mutter berechnet sich allein nach ihrem Einkommen und ist völlig unabhängig davon, ob die Familie arm oder reich ist.
Da gibts nicht mehr und auch nichts zusätzlich.


Gefällt mir

C
cassy_13021794
15.01.14 um 14:51

Man kann es nicht
gleichzeitig beziehen, da man entweder in Elternzeit oder arbeitssuchend ist.

Gefällt mir

Anzeige
R
rene_12670936
15.01.14 um 15:00

Sehr undurchsichtig
Was, die 2 Monate Mutterschaftsgeld wird auch noch vom Elterngeld abgezogen? Bei 12 Monaten wären das also nur 10, bei 24 also nur 22?

Mit den Partnermonaten war es so gemeint, da bei 12 Monaten der Partner ja 2 Monate Anspruch hat und dachte, dass sich das bei 24 Monaten Elternzeit dann auch verdoppelt, sprich von 2 Monate auf 4 Monate.

Natürlich warten wir nicht bis beim Partner ALG1 ausläuft, das wäre ja erst in 10 Monaten und bis dahin hat er ja längst wieder Aufträge. Das ALG ist nur über den Winter zur Überbrückung und natürlich will er auch gleich ab der Geburt zusammen die Partnermonate.
Dass das ALG natürlich höher ist wie das Elterngeld ist natürlich auch klar, denn das berechnet sich ja momentan aus dem ALG und davon die 67%. Ansonsten bekäme er ja ohnehin nur den Mindestsatz von 300 monatlich. Wenn aber weiterhin ALG bezahlt wird, muss er theoretisch auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen?
Also irgendwie ist das alles schon sehr seltsam.
Was wäre dann, wenn der Partner dann ein Angestellten Verhältnis in der Zwischenzeit fände und er dann in Lohnsteuerklasse 3 wechselt, wo die Mama bisher war. Würde dann das Elterngeld vorübergehend wieder neu berechnet werden für Sie, die ja dann in LS Klasse 5 fällt?
Und wenn er dann wieder die Selbstständigkeit aufnimmt wird wieder neu berechnet.

Da blickt doch kein Mensch mehr durch.

Gefällt mir

B
berlin_13021259
15.01.14 um 15:19
In Antwort auf rene_12670936

Sehr undurchsichtig
Was, die 2 Monate Mutterschaftsgeld wird auch noch vom Elterngeld abgezogen? Bei 12 Monaten wären das also nur 10, bei 24 also nur 22?

Mit den Partnermonaten war es so gemeint, da bei 12 Monaten der Partner ja 2 Monate Anspruch hat und dachte, dass sich das bei 24 Monaten Elternzeit dann auch verdoppelt, sprich von 2 Monate auf 4 Monate.

Natürlich warten wir nicht bis beim Partner ALG1 ausläuft, das wäre ja erst in 10 Monaten und bis dahin hat er ja längst wieder Aufträge. Das ALG ist nur über den Winter zur Überbrückung und natürlich will er auch gleich ab der Geburt zusammen die Partnermonate.
Dass das ALG natürlich höher ist wie das Elterngeld ist natürlich auch klar, denn das berechnet sich ja momentan aus dem ALG und davon die 67%. Ansonsten bekäme er ja ohnehin nur den Mindestsatz von 300 monatlich. Wenn aber weiterhin ALG bezahlt wird, muss er theoretisch auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen?
Also irgendwie ist das alles schon sehr seltsam.
Was wäre dann, wenn der Partner dann ein Angestellten Verhältnis in der Zwischenzeit fände und er dann in Lohnsteuerklasse 3 wechselt, wo die Mama bisher war. Würde dann das Elterngeld vorübergehend wieder neu berechnet werden für Sie, die ja dann in LS Klasse 5 fällt?
Und wenn er dann wieder die Selbstständigkeit aufnimmt wird wieder neu berechnet.

Da blickt doch kein Mensch mehr durch.

Mit Lohnsteuerklassen
kenne ich mich nicht aus.

Aber wenn das ALG höher als das Elterngeld ist, würde ich doch das ALG wählen. Daheim ist er sowieso und wenn die Vermittler wissen, dass die Arbeitslosigkeit nur vorübergehend ist, werden sie ihn in aller Regel auch nicht zu sehr in die Mangel nehmen zwecks Stellensuche.

Theoretisch muß er zwar vermittelbar sein, aber eben nur theoretisch, denn wer würde ihn denn für so eine kurze Zeit einstellen!

Übrigens VORSICHT:
ALG zählt als null Einkommen, es werden also keine 67% vom ALG genommen sondern das ALG zählt als null Einkommen mit (es wird also nicht ausgeklammert), da sinkt das Elterngeld drastisch.

Gefällt mir

M
mde_12078391
15.01.14 um 18:41

So undurchsichtig ist das doch gar nicht
1. nimmt nur ein Elternteil Elternzeit stehen euch 12 Monate zu, nehmt ihr beide EZ stehen euch 14 Monate zu
2. die Elternzeit beginnt mit der Geburt (man kann nicht bestimmen, dass die EZ / Zahlung erst im 2. oder 3. Monat beginnt)
3. da du noch 2 Monate Mutterschaftsgeld bekommst, wird beides verrechnet, man erhält tatsächlich also nur 10 bzw 12 Monate EG
4. EG errechnet sich aus dem Einkommen 12 Monate vor der Geburt.
5. ALG zählt als 0 Einkommen
6. die Änderung der Lohnsteuerklasse muss 7 Monate vor der Geburt erfolgt sein, sonst zählt die Änderung nicht; aber Achtung man darf die LsKl nur 1x im Jahr wechseln
8. wollt ihr die Zahlung des EG ausdehnen, halbiert sich der Betrag (also entweder 10x volle EG oder 20x das halbe EG) und die Elternzeit ist davon losgelöst zu betrachten. Nimmt dein Partner seine 2 Monate EZ kann er die Zahlung auf 4 Monate ausdehnen, er hat deswegen aber keine längere EZ, also trotzdem nur 2 Monate und ist danach wieder arbeitslos oder was auch immer

Hoffe ich konnte dir etwas helfen. Sonst frag.

Gefällt mir

Anzeige
R
rene_12670936
16.01.14 um 2:01

Jetzt ist einiges klarer
Danke für die Ausführungen.
Dann ist ja soweit alles klar.

Das heißt also auch im Umkehrschluss, dass der Papa wenn er nach seinen 2-4 Monaten Elternzeit (sprich er bekommt einfach das ALG1 weiter...) einen lukrativen Angestellten Job finden würde, er auf LS Klasse 3 (mom. 5) wechseln könnte und es hätte dann für die Mama keinen Einfluss auf die Summe des Elterngeldes.

Alternativ nimmt er einfach nach den 2-4 Monaten wieder die Selbstständigkeit auf (so wie es derzeit geplant ist) und alles nimmt dann seinen Lauf.

Die Mama wird natürlich die 2 Monate Mutterschaftsgeld voll nehmen zum Abfangen erstmal und danach eben 20 Monate Elterngeld beziehen (das waren die 1800 maximal) bzw. dann 900 auf die restlichen 20 Monate gerechnet.

Im dritten Jahr, also nach den insgesamt 22 Monaten muss man dann komplett mit seinem Ersparten über die Runden kommen, bis sie nach 3 Jahren wieder Teilzeit arbeiten geht. Oder kann man das Elterngeld auch auf 36 Monate irgendwie aufsplitten lassen (zumindest versicherungstechnisch o.ä.), wenn man 3 Jahre arbeitgeberseitig in Mutterschaftszeit ist? Oder gibt es dafür auch noch was zu Beachten bei Antragsstellung oder sogar eine weitere Finanzierungsmöglichkeit?

Wie jeder will man natürlich auch das maximal mögliche ausschöpfen. Schließlich haben wir beide jahrelang auch genug einbezahlt durch gute Verdienste.
Finanziell ist es so oder so ein herber Einschnitt den man natürlich größtenteils sowieso mit Eigenkapital auffüllen muss.

Danke bereits für die rege Teilnahme und hilfreichen Tipps!






















Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

C
cassy_13021794
16.01.14 um 15:24
In Antwort auf rene_12670936

Jetzt ist einiges klarer
Danke für die Ausführungen.
Dann ist ja soweit alles klar.

Das heißt also auch im Umkehrschluss, dass der Papa wenn er nach seinen 2-4 Monaten Elternzeit (sprich er bekommt einfach das ALG1 weiter...) einen lukrativen Angestellten Job finden würde, er auf LS Klasse 3 (mom. 5) wechseln könnte und es hätte dann für die Mama keinen Einfluss auf die Summe des Elterngeldes.

Alternativ nimmt er einfach nach den 2-4 Monaten wieder die Selbstständigkeit auf (so wie es derzeit geplant ist) und alles nimmt dann seinen Lauf.

Die Mama wird natürlich die 2 Monate Mutterschaftsgeld voll nehmen zum Abfangen erstmal und danach eben 20 Monate Elterngeld beziehen (das waren die 1800 maximal) bzw. dann 900 auf die restlichen 20 Monate gerechnet.

Im dritten Jahr, also nach den insgesamt 22 Monaten muss man dann komplett mit seinem Ersparten über die Runden kommen, bis sie nach 3 Jahren wieder Teilzeit arbeiten geht. Oder kann man das Elterngeld auch auf 36 Monate irgendwie aufsplitten lassen (zumindest versicherungstechnisch o.ä.), wenn man 3 Jahre arbeitgeberseitig in Mutterschaftszeit ist? Oder gibt es dafür auch noch was zu Beachten bei Antragsstellung oder sogar eine weitere Finanzierungsmöglichkeit?

Wie jeder will man natürlich auch das maximal mögliche ausschöpfen. Schließlich haben wir beide jahrelang auch genug einbezahlt durch gute Verdienste.
Finanziell ist es so oder so ein herber Einschnitt den man natürlich größtenteils sowieso mit Eigenkapital auffüllen muss.

Danke bereits für die rege Teilnahme und hilfreichen Tipps!






















Auf drei Jahre
kann man das Elterngeld nicht splitten, versicherungstechschnisch ist das auch unnötig, da Du in Elternzeit ohnehin 3 Jahre versichert bist.

Im dritten Jahr kann man Betreuungsgeld bekommen wenn man keinen staatlichen Betreuungsplatz in Anspruch nimmt.

Gefällt mir

Anzeige
R
rene_12670936
18.01.14 um 19:19

Betreuungsgeld?
Bekommt man das Betreuungsgeld nicht schon nach 15 Monaten? Ab August Pauschal dann 150 , oder wirklich erst nach dem Elterngeld, sprich bei 2 Jahren erst nach den 22 bzw. 24 Monaten?

Gefällt mir

M
mayme_12167818
18.01.14 um 19:29
In Antwort auf rene_12670936

Betreuungsgeld?
Bekommt man das Betreuungsgeld nicht schon nach 15 Monaten? Ab August Pauschal dann 150 , oder wirklich erst nach dem Elterngeld, sprich bei 2 Jahren erst nach den 22 bzw. 24 Monaten?

Wie unten schon steht
bekommst du nur Betreuungsgeld wenn dubdas Kind selber betreust im 3 Jahr. im ersten und zweiten Jahr hast du ja Erziehungsgeld

Gefällt mir

Anzeige
P
pina_12157173
18.01.14 um 19:41
In Antwort auf mayme_12167818

Wie unten schon steht
bekommst du nur Betreuungsgeld wenn dubdas Kind selber betreust im 3 Jahr. im ersten und zweiten Jahr hast du ja Erziehungsgeld

Das ist nicht korrekt
Betreuungsgeld wird nach dem 15. LM für längstens 22 Monate gezahlt. Die Auszahlungsvariante des Elterngeldes hier auf 2 Jahre gestreckt, spielt dabei keine Rolle.

Gefällt mir

R
rene_12670936
18.01.14 um 20:10
In Antwort auf pina_12157173

Das ist nicht korrekt
Betreuungsgeld wird nach dem 15. LM für längstens 22 Monate gezahlt. Die Auszahlungsvariante des Elterngeldes hier auf 2 Jahre gestreckt, spielt dabei keine Rolle.

Genau das wollte ich hören
Danke für den Beitrag, genau das wollte ich wissen.
Also ist es unabhängig ob man 12 oder 24 Monate Elterngeld bekommt, das Betreuungsgeld gibt es ab dem 15. Monat bis einschließlich dem 36.
Danach kommt die Kleine ja sowieso in den Kindergarten.

Bis wann muss man den Antrag gestellt haben, weiß das auch jemand aus dem Stegreif?

Danke und Grüße
Mino

Gefällt mir

Anzeige
B
berlin_13021259
19.01.14 um 20:33
In Antwort auf rene_12670936

Genau das wollte ich hören
Danke für den Beitrag, genau das wollte ich wissen.
Also ist es unabhängig ob man 12 oder 24 Monate Elterngeld bekommt, das Betreuungsgeld gibt es ab dem 15. Monat bis einschließlich dem 36.
Danach kommt die Kleine ja sowieso in den Kindergarten.

Bis wann muss man den Antrag gestellt haben, weiß das auch jemand aus dem Stegreif?

Danke und Grüße
Mino

Da gibts keine feste Frist,
Eben zeitnah und nicht zu knapp

Gefällt mir

Diskussionen dieses Nutzers
Anzeige