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Elterngeld wird ja vom Brutto berechnet: Warum lohnt sich dann angeblich ein Wechsel der Steuerklassen?

24. Januar 2017 um 18:33

Hallo zusammen,

aus aktuellen Grund beschäftige ich mich mit dem Elterngeld: Wir erwarten im Herbst Nachwuchs

Ich hoffe, hier kann jemand Licht ins Dunkel bringen, ob nun das Elterngeld vom Brutto oder vom Netto berechnet wird.
Alltemein findet man oft die Bezeichnung "Netto" als Grundlage für die Berechnung, aber damit ist ja nicht das Netto vom Lohnzettel gemeint, sondern ein generalisiertes Netto, welches vom 12-Monats-Brutto berechnet wird. Warum lohnt sich dann (laut einer Vielzahl von Quellen) ein rechtzeitiger Wechsel der Steuerklasse, um angeblich mehr Elterngeld zu bekommen?

Ich habe dazu mal 3 Quellen im Internet gefunden:
#1
Die Höhe des einkommensabhängigen Elterngeldes berechnet sich grundsätzlich nach dem maßgeblichen Nettoeinkommen der Antragstellerin oder des Antragstellers. Dieses wird nach besonderen elterngeldrechtlichen Vorgaben ermittelt.
Dazu wird zunächst das persönliche steuerpflichtige Brutto-Erwerbseinkommen in den maßgeblichen zwölf Kalendermonaten vor dem Geburtsmonat des Kindes ermittelt. Nicht berücksichtigt werden steuerfreie Einnahmen sowie Einnahmen, die nach lohnsteuerlichen Vorgaben als sonstige Bezüge zu behandeln sind (insbesondere Einmalzahlungen wie Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld).
Vom durchschnittlichen monatlichen Bruttoeinkommen vor der Geburt werden dann in einem vereinfachten Verfahren Steuern und Sozialabgaben abgezogen, um das maßgebliche Nettoeinkommen zu bestimmen. Aus diesem errechnet sich das Elterngeld.

http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/Service/fragen-und-antworten.html?frage=227622

#2
Werdende Eltern können die Höhe des Eltern­geldes selbst beein­flussen. Sind die Partner verheiratet, können sie mehrere Steuerklassen wählen. Die Steuerklasse beein­flussen das vom Arbeit­geber ausgezahlte Netto­gehalt. Und da sich das Eltern­geld nach der Geburt am Netto­gehalt vor der Geburt orientiert, gilt: Derjenige Eltern­teil, der nach der Geburt zu Hause bleibt und Eltern­geld beziehen wird, sollte in eine für ihn güns­tige Steuerklasse wechseln.
https://www.test.de/Steuerklasse-wechseln-Ein-Riesenplus-beim-Elterngeld-4577976-0/

#3
Bei der Berechnung des Elterngeldes wird das Nettoeinkommen als Grundlage verwendet, das in den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Babys verdient wurde
http://www.babyclub.de/magazin/recht-und-rat/Elterngeld/elterngeld-berechnet.html


Was stimmt denn jetzt?
Hat sich schon jemand durch diesen Jungel gewühlt und weiß, warum der Steuerklassenwechsel angeblich mehr Elterngeld zur Folge hätte?

Vielen Dank fürs Lesen und für Antworten und Anregungen

Viele Grüße
Mordoch

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24. Januar 2017 um 19:16

Hallo, das elterngeld wird vom Nettolohn berechnet. Deshalb lohnt es sich wenn Mutter klasse 3 hat vor der Geburt.
LG

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24. Januar 2017 um 19:17

Das Elterngeld wurde vor einiger Zeit überarbeitet, mit dem auch die Änderung der Berechnung ("generalisiertest Netto" einher ging. Früher wurde das tatsächliche Nettogehalt herangezogen, ich glaube sämtliche Quellen beziehen sich noch auf das alte EG. Ein Wechsel bringt jetzt keine Vorteile mehr.

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24. Januar 2017 um 20:52

Also ich hatte davon noch nicht wirklich etwas gehört und fand das nun doch interessant. Habe unter elterngeld.net einen Elterngeld Rechner gefunden, der tatsächlich vom brutto ausgeht. Bei mir macht das aber keinen grossen Unterschied zu den anderen Rechnern die nur nach dem netto fragen. Letztendlich gilt ja eh was die elterngeldstelle berechnet. Das letzte mal war das bei mir kommt knapp weniger als die Rechner online!

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24. Januar 2017 um 21:51

Ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, aber der Wechsel wird auch wegen der zeit des eltergeldbezugs empfohlen. 
Das Elterngeld unterliegt ja dem progressionsvorbehalt und wenn ich mich recht erinnere, dann machte es dann bei der Steuererklärung schon teils einen großen Unterschied, ob man die Klassen 3/5 oder 4/4 gewählt hatte.

wie gesagt, ich weiß es nicht mehr ganz genau, hatte das nur jetzt noch irgendwie im hinterkopf

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