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Er hoert einfach nicht auf mich...

22. Oktober 2012 um 20:46

Hey,
ich brauche Eure Hilfe, ich weiss einfach nicht mehr, wie ich konsequent mit meinem Sohn umgehen kann.

Das koennt jetzt`n halber Roman werden, es sind einfach so viele Situationen, in denen mir auffaellt, dass es ihm absolut egal ist, was ich sage/mache:

Er ist jetzt 2 1/2 und ein richtiger Wildfang. Ich liebe es wirklich, dass er so aktiv und extrovertiert und selbstsicher ist. Er will immer etwas zu tun haben, sitzt nicht still und hat einen enormen Bewegungsdrang.
Ich beziehe ihn ausreichend in alles ein, gebe ihm kleine Aufgaben und lobe ihn.
Er spuert jetzt seinen eigenen kleinen Dickschaedel und dass Mama nicht immer das macht, was er will. Sondern dass auch ich meine Grenzen habe. Diese sind ja nicht vollkommen ueberzogen, jedoch reagiert er bei jeglichen "Anweisungen" meinerseits wahnsinnig stur: er spuckt mich an, haut, er ignoriert mich, bruellt, dreht sich weg, macht das genaue Gegenteil von dem, was ich ihm sage.

Ich versuche positive "Wenn..., dann-"Konsequenzen folgen zu lassen (Also: "Wenn wir uns jetzt fix anziehen, koennen wir auf den Spielplatz!"), ihn spielerisch mit einzubeziehen, aber momentan fruchtet rein gar nichts.
Allerdings bin ich auch nicht soo streng oder rigoros (dass ich ihn bspw. nichts mehr essen lasse, wenn er sich am Tisch nicht benimmt. Oder dass wir sofort vom Spielplatz gehen, sobald er staenkert).

Es faengt bei harmlosen Sachen an: dass er sich nicht die Zaehne putzen lassen will oder nach dem Spielen nicht mithilft, aufzuraeumen. Und es geht bis zu richtig argen Sachen: er hoert nicht auf Stopp-Rufe; und ich HASSE das, wenn er teilweise dann noch schneller rennt! Bei Strassen, Kreuzungen etc. ist es ein absolutes Muss, dass er hoert.

Ich brauche einfach einen anderen Weg, den ich gehen kann. Klar, er testet seine Grenzen aus. Er will sehen, wie weit er gehen kann. Und ist wuetend/traurig/enttaeuscht, dass es nicht so laeuft, wie er es sich vorstellt. Aber ich weiss einfach nicht, wie ich das fuer uns beide leichter gestalten kann bzw. wie ich auf sein nicht folgsam Sein reagieren kann (ich dressier ihn ja nicht wie`n Huendchen oder will, dass er rueckwaerts auf allen Vieren laeuft).

Habt ihr vielleicht einen Rat fuer mich?

LG

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22. Oktober 2012 um 22:00

Also
Manchmal bun ich auch nicht konsequent, aber cemi kniff mir letztens aus wut weil er waas nicht bekam ins bein. .
Rucki zucki war er im bett, das ist meine grenze beim hauen, spucken usw klar schrie er aber strafe muss sein

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22. Oktober 2012 um 22:09

Naja das bett ist es ja nicht
So oft weil er da wieder rausklettert meistens stell ich ihn ins zimmer, man muss sich vom kind beissen oder hauen lassen.
Grade meiner braucht eine konsequente haltung, er kommt schlecht mit veraenderung klar wenn er seinen papa haut dann liegt papa auf dem sofa und heuelt selber fast und cem sitzt daneben und lacht muss echt nicht sein

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22. Oktober 2012 um 22:24


...Manchmal beruhigt es allerdings auch ein wenig, zu wissen, dass man doch nicht allein ist!

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22. Oktober 2012 um 22:37

Danke,
Mimi, fuer deine Antwort!

Jesper Juul find ich ganz klasse! Es klingt in meinen Ohren logisch und nachvollziehbar. Vieles von ihm klaert Sichtweisen, auch wenn die Situation an sich nicht leichter wird, die innere Einstellung dazu veraendert sich.

Ich war noch nie ein Freund von "Mein boeses, tyrannisches Kind untergraebt absichtlich meine Autoritaet - jetzt zeig ich ihm mal, wo der Hammer haengt!" - ich moechte meinem Sohn doch mit Liebe und Verstaendnis entgegenkommen, jedoch mit Konsequenz und Autoritaet.
Er soll ja nicht aus Angst vor Boesem (Schlaege, ins Zimmer Sperren, Ignorieren) kuschen. Sondern aus Vernunft das machen, was richtig ist

Klar spielt da auch die Angst ein wenig mit, "was waere, wenn..." - das, was man ueberall zu hoeren bekommt: "Wenn du jetzt nicht durchgreifst, tanzt er dir bald vollkommen auf der Nase herum und du hast ihn NIE im Griff!!!!!"... Aber wie er meine muetterliche Autoritaet zu schaetzen lernt, weiss ich (noch) nicht so wirklich.

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22. Oktober 2012 um 22:40


Ja diese Phase haben wir auch gerade bei meiner Tochter.
Wenn sie draußen nicht hört und es Richtung Strasse geht, halte ich sie fest und sag ihr ernst dass wir nicht draussen sein können , wenn sie nicht hört.
Ich sag es ernst und auch (bemüht) streng. Bin auch schon mal wieder nach Hause gegangen, weil sie testen wollte ob ich es ernst meinte, der Weg zurück nach Hause war die Hölle, ein schreiendes , tobendes Kind an der Hand.
"Wer an der Strasse nicht hören kann, darf nicht alleine gehen!"
Da muss ich sagen bin ich auch konsequent.
Mittlerweile gibt es Auszeiten, letztens hat sie mich getreten, da kam sie auf ihren Stuhl, hab ihr gesagt, dass das mir weh tut und ich es nicht möchte! Sie hat weiter gebrüllt und ich hab ihr klar gesagt sie bleibt da sitzten bis sie sich beruhigt hat und das ging recht flott. Hab dann noch mal gefragt ob sie treten darf. Antwort "Ja!" mit nem fetten Grinsen im Gesicht.
Hab ihr nochmal gesagt, dass ich nicht möchte das sie tritt, haut etc. Und hab sie gefragt ob sie das verstanden hat.
Antwort:"Nein!" wieder grinsend.
Ok, bleib sitzten überleg es dir nochmal.
ein, zwei mInuten später wieder gefragt und sieh da, ja verstanden.
Ich hock mich immer zu ihr wenn ich mit ihr rede, find es doof von oben auf sie herab zureden.

Aber das was ich androhe (Bsp. Dann gehen wir nach Hause!etc) zieh ich auch durch.
Ich droh nix an, was ich nicht auch machen würde.
Dass mit der Auszeit klappt gut, hätte ich nicht gedacht

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22. Oktober 2012 um 22:56


Das zieht natuerlich mehr, weil es Sachen sind, die er unbedingtunbedingtunbedingt "behalten" will - aber dieses staendige Damoklesschwert, das da ueber ihm haengt, hasse ich; als muesse er immer aufpassen, dass ich auch ja bei Laune gehalten werde...
Konsequent muesste ich mehr sein; ich lass mich zu schnell wieder ablenken, wenn ich ihm zuvor die Konsequenz von seinem Verhalten "angedroht" hab - klar, wie soll er da auch wissen, wann ich "ernst" mache...?

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22. Oktober 2012 um 23:11

Ja,
das mein ich auch - es gibt soo viele Situationen, in denen ein Rausnehmen aus der momentan schwierigen Situation einfach nicht moeglich ist.
Aber grundsaetzlich sollte man wohl selber hinter seiner Konsequenz stehen - wie soll sonst das Kind wissen, woran es ist!?

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22. Oktober 2012 um 23:16

Das ist genau das, was ich meine!!!
Genau das frage ich mich momentan: KANN er ueberhaupt verstehen, was ich von ihm will? Was ich meine? Klar, ich koennt mir den Mund fusslig reden, gefaehrliche Autos blabla... Aber speichert er nicht vielleicht einfach ab "Ich darf nicht spielen/was vom Baecker/toben, wenn ich nicht das mache, was Mama sagt, also kusch ich."??

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22. Oktober 2012 um 23:25

"NEIN"
ist ja momentan auch sein totales Hasswort; ich kann es kaum zu Ende aussprechen, da heult, schreit, bloehkt er schon, ohne mich ueberhaupt noch zu vernehmen, wenn ich was anderes sagen will... Versuche es echt, zu vermeiden und zu umgehen, wenn ich will, dass was ankommt ^^

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22. Oktober 2012 um 23:27

Wenn
erklaeren nichts nuetzt, schlepp ich ihn mit. Ehrlich gesagt sind mir dann auch andere Blicke egal, wenn ich ihn mitschleife und er kreischt wie am Spiess. Manchmal kriegt er den Total-Bock, und ich trag ihn auch nicht, er ist mir einfach zu schwer und zu gross. Meist laeuft er dann allerdings auch vernuenftig; ist ja bloede, so komisch mitgenommen zu werden.

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23. Oktober 2012 um 1:06

Du musst dich durchsetzen
und das wirst du auch,wenn dein 2.Kind da ist. Dann bleibt nämlich keine Zeit für Großen Diskussionen,weil noch Jemand anders,deine volle Aufmerksamkeit möchte. Meine Söhne sind jetzt 5,5 und fast 2. Der Kleine ist oft Bockig und alles soll am Besten so laufen,wie er es sich in den Kopf gesetzt hat. Und Gnade uns Gott,wenn es nicht so läuft,dann wird aus dem ein !!!
Beispiel. Wir 3 sind beim Abendessen und der Kleine meint er könne mit den Fingern die Leberwurst aus der Schachtel löffeln. Da sagt Mama: Nein! Und reicht ihm seine Leberwurstbrote. Da läuft er rot an und wirft aus Wut sämtlich Sachen vom Tisch. Der Große hört auf zu essen,die Sachen liegen auf dem Boden. Also was macht man dann? Ich schicke meinen Kleinen dann in sein Zimmer. Je nach Uhrzeit geht er dann mit Milchflasche ins Bett und das Essen ist für ihn dann beendet. Dann gibt es eben keine Leberwurst. Er wird nicht verhungern,aber ich habe ihm klar gemacht,dass ich so ein Verhalten nicht dulde. Der Große will ja auch in Ruhe essen. Genauso wie ich. Wer aus der Reihe tanzt kann eben nicht mehr Mitessen. Stell dir mal vor du hättest 3 oder 4 Kinder. Wenn du mit Jedem ewig diskutierst oder was auch immer,dann kommt man ja zu gar nichts mehr.

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23. Oktober 2012 um 10:03
In Antwort auf yelena_12119032

Du musst dich durchsetzen
und das wirst du auch,wenn dein 2.Kind da ist. Dann bleibt nämlich keine Zeit für Großen Diskussionen,weil noch Jemand anders,deine volle Aufmerksamkeit möchte. Meine Söhne sind jetzt 5,5 und fast 2. Der Kleine ist oft Bockig und alles soll am Besten so laufen,wie er es sich in den Kopf gesetzt hat. Und Gnade uns Gott,wenn es nicht so läuft,dann wird aus dem ein !!!
Beispiel. Wir 3 sind beim Abendessen und der Kleine meint er könne mit den Fingern die Leberwurst aus der Schachtel löffeln. Da sagt Mama: Nein! Und reicht ihm seine Leberwurstbrote. Da läuft er rot an und wirft aus Wut sämtlich Sachen vom Tisch. Der Große hört auf zu essen,die Sachen liegen auf dem Boden. Also was macht man dann? Ich schicke meinen Kleinen dann in sein Zimmer. Je nach Uhrzeit geht er dann mit Milchflasche ins Bett und das Essen ist für ihn dann beendet. Dann gibt es eben keine Leberwurst. Er wird nicht verhungern,aber ich habe ihm klar gemacht,dass ich so ein Verhalten nicht dulde. Der Große will ja auch in Ruhe essen. Genauso wie ich. Wer aus der Reihe tanzt kann eben nicht mehr Mitessen. Stell dir mal vor du hättest 3 oder 4 Kinder. Wenn du mit Jedem ewig diskutierst oder was auch immer,dann kommt man ja zu gar nichts mehr.

Aber
ich habe ja keine 4 Kinder - und hab jedenfalls auch nicht vor, das auch nur ansatzweise zu aendern
Klar haette ich dann weniger Zeit fuer meinen Sohn, einfach weil die anderen auch meine Aufmerksamkeit fordern. Aber so ist es ja nicht, ich kann also meine gesamte Aufmerksamkeit ihm widmen. (Jedenfalls bei solchen Erziehungsfragen, muss ja sonst nicht immer 100% an ihm kleben.)
Aber mit der Konsequenz hast du schon recht; ich leier mir dann oft `ne "zweite Chance" ab, kann ja sein, dass er mittlerweile "zur Vernunft" kam (Bsp.: wir sind beim Baecker in der Spieleecke und er staenkert, dann sag ich erst nach`ner gefuehlten Ewigkeit, dass wir nach Hause gehen, wenn er staenkert. Meist red ich so oft auf ihn ein, weil ich mir denke, er will doch auch so gern dort bleiben - warum staenkert er dann trotzdem, obwohl er um die Konsequenz weiss!?)

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