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Erbrecht-Kennt sich jemand aus??Wirklich wichtig

8. Juni 2013 um 19:02

Ich hatte es hier schon mal angesprochen, aber jetzt wird es langsam wirklich dringend.

Ich schildere mal kurz die Situation:
ich Bekam im September letzten Jahres einen Brief vom Amtsgericht, dass ein entfernter Verwandetr von meiner Tochter(2 Jahre) verstorben sei. Bis dahin wussten wir nichts von dessen Existenz und somit hatten wir natürlich auch nie Kontakt zu ihm. Er ist/war wohl Lillys Urgroßonkel väterlicherseits.
Auch Lillys Papa hatte nie Kontakt zu diesem Mann und seine Mutter hat den Verstorbenen zuletzt vor 32 Jahren gesehen/mit ihm gesprochen.
Sowohl Lillys Oma,als auch ihr Papa haben das Erbe ausgeschlagen, weil Überschuldung vermutet!!!!wird , beweise dafür gibt es keine.
So, ich bin also zum Notar und hab eben auch mit der Begründung, dass eine Überschuldung vermutet wird ausgeschlagen, natürlich innerhalb der 6 wöchigen Frist.
Eine Wochen später bekam ich dann Post vom Amtsgericht, dass ich doch bitte nochmals die Gründe darlegen soll.
Ich hab ein Schreiben aufgesetzt,ich dem ich nochmals die vermutete Überschuldung erwähnte, und dachte damit sei die Sache gegessen...Pustekuchen.
Ich bekam noch ein Schreiben, schon etwas eindringlicher, dass ich Beweise für die Überschuldung erbringen muss.
Kann ich nicht...darauf folgte ein Termin beim Jugendamt, um anscheinend zu prüfen, ob ich überhaupt in der Lage bin, solche Entscheidungen für meine Tochter zu treffen, das Jugendamt sprach sich aber für mich und auch für die Erbausschlagung aus.
Ich dachte wieder, dass die Sache nun ein Ende hat
Nein, natürlich nicht....Als ich dann 10 Tage im Krankenhaus war, bekam ich erneut Post, mit einem Termin beim Rechtspfleger...nunja, den konnte ich natürlich nicht wahrnehmen, da ich eben im Krankenhaus war und meine Mutter den Brief auch erst zu spät entdeckte.
Jedenfalls wurde in dem Schreiben auch erwähnt, dass wenn ich nun keine Beweise für die Überschuldung erbringen kann, mir unter Umständen die finanzielle Sorge für meine Tochter entzogen wird und ein Verfahrenspfleger sich der Sache annimmt...die kosten dafür muss ich natürlich tragen
Meine Mama war dann so lieb und hat sich nochmal mit dem Amtsgericht in Verbindung gesetzt(alles während ich noch im kkh war), um die Sache nun endlich zu klären, aber es hieß wieder, dass sie Beweise benötigen, wie ich die bekommen soll, konnte uns die Frau nicht beantworten.
Wir haben allerdings einige Fakten genannt bekommen, die mir aber , wie es scheint, nicht weiterhelfen.
ich habe mich nun mit dem Bruder des Verstorbenen in Verbindung gesetzt, der das Erbe angenommen hat(den Namen bekam meine Mutter vom Amtsgericht genannt), aber er konnte mir nicht wirklich weiterhelfen, bzw hatte ich durchs Gericht inzwischen mehr Infos als er

Jetzt zu meinen Fragen...oh Gott ist wirklich lang und verwirrend geworden sry...Welchen Grund kann ich für eine Erbausschlagung noch angeben, für die ich keine beweise benötige??
Und...wenn jemand, der näher mit dem Verstorbenen verwandt ist, als meine Tochter, das Erbe angenommen hat...wieso wird sie dann überhaupt angeschrieben??
Es gibt noch mindestens zwei weitere Kinder, die das gleiche Verwandschaftsverhältnis zum Verstorbenen haben, diese wurden NICHT angeschrieben

Bitte bitte, es muss sich jemand auskenne...es wird langsam zur Farce...ach noch eine Frage, ich würde gerne zum Anwalt gehen und mich beraten lassen, aber bei meinem "Einkommen" kann ich mir das einfach nicht leisten...würde ich einen Beratungsschein bekommen, oder ist Erbrecht von sowas ausgeschlossen(weil die Rechtsschutzversicherung greift bei sowas nicht).
Und nochwas...meine Tochter erhält monatlich 25Euro Sozialleistungen, kann es sein, dass deswegen so ein Aufriss gemacht wird, weil sie vermuten dass dort etwas "zu holen" ist, sodass meine Tochter über genügend Geld verfügt um keine Sozialleistungen mehr zu benötigen

Ich bin langsam wirklich mit meinem Latein am Ende, wir haben jetzt schon bei so vielen Stellen angerufen und versucht irgendetwas herauszufinden...zudem bin ich immer von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends außer Haus, hab also eigentlich gar keine Zeit für so einen Mist

Hiiiilfeeeeeeeee...

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8. Juni 2013 um 19:29

Nein hab ich nicht
ich hab aber erfahren, dass er zwei konten hat.
auf dem einen -1.200 euro
auf dem anderen 12000 Wertpapiere
dann ein haus und ein Auto von 1991
das haus ist absolut heruntergekommen,hat keine Heizung und ist zugemüllt bis unters dach,er war messie
dazu wurde zwei mal in das haus eingebrochen,sprich alles was dort wertvoll war,ist weg.

im Grundbuch ist keine Hypothek eingetragen, allerdings ist das Grundstück KEIN Bauland...also wenn man das Haus abreist, würde es wohl auch nicht wieder frei gegebn werden, um dort zu bauen.

man könnte natürlich erstmal denken...ui,haus,wertpapiere,a uto...aber alles mehr schein als sein

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8. Juni 2013 um 19:45

Hast eine Pn

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8. Juni 2013 um 19:48


och man, ich weiß ja auch nicht....
es sind jetzt natürlich auch schon hohe kosten aufgelaufen...Beerdigung, Versicherung und co für das Haus...und das Haus ist wirklich eine Ruine...meine Mutter ist extra dahin gefahren, aber ich gebe zu, da kenn ich mich zuwenig für aus, ob man für das haus auch nur einen müden Cent bekommen würde...

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8. Juni 2013 um 20:50


ich weiß ich bin ungeduldig, aber ich schubs mal

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8. Juni 2013 um 21:16

Erbrecht ist
Beratungshilfefähig. Wenn also nach Deinen Einkommensverhältnisse eine Berechtigung auf Beratungshilfe besteht, kannst Du einen Berechtigungsschein für die Erbrechtssache beim Amtsgericht holen.

Hat man Dir eigentlich mitgeteilt, woraus sich eine Begründungspflicht für die Ausschlagung der Erbschaft im Fall Deiner Tochter ergeben soll?`
Normalerweise ist eine Ausschlagung nicht formpflichtig oder muss in irgendeiner Weise begründet werden.
Da würde ich erst mal konkreter nachfragen.

Obwohl es tatsächlich so ist, dass die Ausschlagung bei Minderjährigen in der Regel der Genehmigung durch das Vormundschaftsgericht bedarf.

Eine Frage - hast Du das alleinige Sorgerecht?`Oder teilst Du Dir das mit dem Vater Deiner Tochter?

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8. Juni 2013 um 21:29
In Antwort auf wachsperle22

Erbrecht ist
Beratungshilfefähig. Wenn also nach Deinen Einkommensverhältnisse eine Berechtigung auf Beratungshilfe besteht, kannst Du einen Berechtigungsschein für die Erbrechtssache beim Amtsgericht holen.

Hat man Dir eigentlich mitgeteilt, woraus sich eine Begründungspflicht für die Ausschlagung der Erbschaft im Fall Deiner Tochter ergeben soll?`
Normalerweise ist eine Ausschlagung nicht formpflichtig oder muss in irgendeiner Weise begründet werden.
Da würde ich erst mal konkreter nachfragen.

Obwohl es tatsächlich so ist, dass die Ausschlagung bei Minderjährigen in der Regel der Genehmigung durch das Vormundschaftsgericht bedarf.

Eine Frage - hast Du das alleinige Sorgerecht?`Oder teilst Du Dir das mit dem Vater Deiner Tochter?

Das ist ja scon mal gut...
dann werde ich mir wohl so einen beratungsschein besorgen,danke

warum ich es begründen muss....ja gute frage, man hat mir immer nur geschrieben, DASS ich es muss, nicht wirklich warum...ich wird ,mal die schreiben morgen durchgehen und sonst montag nochmal beim Amtsgericht anrufen.

ich hab das alleinige sorgerecht

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8. Juni 2013 um 22:08
In Antwort auf rieselchen

Das ist ja scon mal gut...
dann werde ich mir wohl so einen beratungsschein besorgen,danke

warum ich es begründen muss....ja gute frage, man hat mir immer nur geschrieben, DASS ich es muss, nicht wirklich warum...ich wird ,mal die schreiben morgen durchgehen und sonst montag nochmal beim Amtsgericht anrufen.

ich hab das alleinige sorgerecht

Schade
dass der Vater kein Sorgerecht hat.
Also - jedenfalls für diese Situation wäre das gut; dann hätte sich das mit der Einmischung des Vormundschaftsgerichts erledigt.

Und Deine Überlegung, weil Deine Tochter Sozialleistungen erhält, macht man so einen Aufriss, könnte schon zutreffend sein.
Allerdings haben auch Leute, die Sozialleistungen erhalten, das Recht, Erbschaften auszuschlagen.
Sollte man Deiner Tochter hier also über einen Verfahrenspfleger oder ähnliches das Erbe aufdrängen und sich anschließend herausstellen, dass das Erbe tatsächlich überschuldet ist, dann scheu Dich nicht, gegen Verfahrenspfleger und Gericht vorzugehen.
Kann ja nicht sein, dass Deine Tochter irgendwelche Schulden an der Backe hat, nur weil der Staat sich hier ein paar Euro sparen will.


Warum man Deine Tochter angeschrieben hat und die beiden anderen Kinder nicht... hm, waren der Erblasser und die Mama vom Vater Deines Kindes Geschwister, gemeinsam mit dem von Dir erwähnten weiteren Bruder (der das Erbe angenommen hat)?
Wenn die Eltern des Erblassers nicht mehr leben, hätten hier seine (beiden?) Geschwister zu gleichen Teilen geerbt - bzw. wenn sie ausschlagen, deren Kinder - und falls diese ebenfalls ausschlagen - dann erst die Enkel, (also Deine Tochter).


Weiterer Grund für eine Erbausschlagung - man hätte zu Lebzeiten keinen Kontakt zum Verstorbenen gepflegt, er ist dem Kind (und auch Dir) komplett unbekannt.
Und von Unbekannten Personen, von denen man rein gar nichts wisse, wolle man kein Erbe annehmen.

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