Forum / Mein Baby

Erzieht hier jemand nach Montessori?

Letzte Nachricht: 3. Dezember 2014 um 22:29
F
florin_12477143
03.12.14 um 10:39

...und wenn ja, wie integriert ihr das in den Alltag? Ab welchem Alter habt ihr angefangen? Gehen eure Kinder in einen entsprechenden Kindergarten? Warum habt ihr euch dafuer entschieden?

Sooo viele Fragen ich steig grad in die Materie ein.

Mehr lesen

N
naim_12627710
03.12.14 um 10:59

...
Ich erziehe nicht nach Montessori, lese trotzdem gerne diesen Blog:

http://elternvommars.blogspot.de/

Gefällt mir

A
an0N_1227705099z
03.12.14 um 21:40

Toll
Genau das denk ich auch!

Gefällt mir

D
davena_12510625
03.12.14 um 21:44

Im grunde
Geht es ja im Alltag darum die sensiblen Phasen eines Kindes zu unterstützen, in denen es besonders aufnahmefähig ist bestimmte Dinge zu erlernen....
Es gilt diese Phasen zu erkennen und entsprechend zu unterstützen damit sich darauf erwas neues entwickekn kann....

Daher verfolgt wohl ein Grossteil der Erziehung dieses Konzept nur das es nach monzessori eben vom Kind selbstbestimmt ist....

Als praktisches Beispiel, ich sage meinem Kind jetzt nicht wir lesen weil das jetzt wichtig ist, wen. Es gerade damit beschäftigt ist zu kneten.... Sondern ich stelle ihm entsprechend Material zusammen damit es diesen Wissensdurst und das vorhandene Interesse befriedigen kann.... Das baue ich aus und dadurch kommt das Kind an weitere Fähigkeiten und Interessen.... Es soll sein eigenes Lerntempo bestimmen und sich dadurch frei entfalten können....

Den grundgedanken finde ich toll.... Für den kindergartenbereich auch super.... Ab Schulalter finde ich es schwierig...

Lg

Gefällt mir

G
guto_13022628
03.12.14 um 21:48

Hilf es dir selbst zu tun
Machst du schon , indem du dein kind aktiv mit einbeziehst, statt ihm zu dagen, dass es nich zu klein ist, um das zu tun,
Es aus seinen Fehlern lernen lässt, und ihm die Geschwindikeit zugestehst, die es zum lernen braucht.
Unbewusst haben wir es ab ca 12 Mobaten so gehandhabt.
LG

Gefällt mir

G
guto_13022628
03.12.14 um 21:51
In Antwort auf davena_12510625

Im grunde
Geht es ja im Alltag darum die sensiblen Phasen eines Kindes zu unterstützen, in denen es besonders aufnahmefähig ist bestimmte Dinge zu erlernen....
Es gilt diese Phasen zu erkennen und entsprechend zu unterstützen damit sich darauf erwas neues entwickekn kann....

Daher verfolgt wohl ein Grossteil der Erziehung dieses Konzept nur das es nach monzessori eben vom Kind selbstbestimmt ist....

Als praktisches Beispiel, ich sage meinem Kind jetzt nicht wir lesen weil das jetzt wichtig ist, wen. Es gerade damit beschäftigt ist zu kneten.... Sondern ich stelle ihm entsprechend Material zusammen damit es diesen Wissensdurst und das vorhandene Interesse befriedigen kann.... Das baue ich aus und dadurch kommt das Kind an weitere Fähigkeiten und Interessen.... Es soll sein eigenes Lerntempo bestimmen und sich dadurch frei entfalten können....

Den grundgedanken finde ich toll.... Für den kindergartenbereich auch super.... Ab Schulalter finde ich es schwierig...

Lg

Hmmm
In der Grundschule ist es auch noch in Ordnung, weil die meisten Kinder, die nicht zu viel Druck verspürt haben, noch lernen wollen.
Die kinder lernen von anfang ab, wie man sich Dinge richtig erarbeitet.
Allerdings kommt es immer auf den Lehrer an. Nichtstun oder spielen ust bei uns keine Option.
LG

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

S
steph_12267266
03.12.14 um 22:02

Festlegen würde ich mich nie
in unserer familiären Erziehung auf ein Konzept. Vor allem würde ich das sicher auch ständig brechen, weil das einfach unnatürlich ist, dass man immer nur nach einem Grundsatz erzieht und den individuellen Moment ausklammert.

Und Maria Montessoris "Hilf mir, es selbst zu tun!" ist so eine Leitlinie wie Korczaks Recht auf "den heutigen Tag" oder auch Pestalozzis "Herz, Hand und Verstand".
Ich bin also Eklektikerin und würze es noch mit meinen individuellen Tagesverfassungen und ein bißchen Jesper Jul kommt als Topping obendrauf, der rechtfertigt nämlich dann meine Unzulänglichkeiten.

Maria Montessori war eine grandiose Frau. Die erste Italienerin, die Medizin studiert hat. Sie hat auch für die Pädagogik viel getan, aber bedingungslos kann ich ihr Konzept auch nicht überstülpen. Sie war keine Mutter der 2000er Jahre. Leitlinien helfen einem und sie trifft mit vielem den Nagel auf den Kopf, aber wir leben 100 Jahre später und ihr eigenes Kind hat nicht selbst erzogen, damit sie eben anderen "helfen" konnte. 100% kann ich mich also nicht identifizieren. Also sie als "Idol" ansehen. Aber ich kann mich begeistern lassen und einfach sie auch im Kontrast zu der Erziehung der damaligen Zeit sehen, die weit in die 80er Jahre hineinreichte und auch heute immer noch Alltag ist, wenn auch unter anderen Maßstäben.

Die Ideen sämtlicher Reformpädagogen haben ihre Berechtigung, als nonplusultra sollte im familiären Alltag keine gelten, weil es dann steril, klinisch und verkopft wird. Authentisch müssen wir bei allem bleiben und im Einzelfall entscheiden, wann eventuell ein Kind doch einmal die Hilfe von außen braucht. Vertrauen in die das Kind, in seine Selbstwirksamkeit ist etwas Wunderbares, aber es kann an seine Grenzen stoßen und dann ist die Mutter gefragt, dass sie diese Grenze erkennt.

Gefällt mir

F
florin_12477143
03.12.14 um 22:17

Danke!
fuer eure Antworten! mein Kind ist erst 3 Monate alt, aber mich beschaeftigt die Erziehungsfrage momentan sehr. ich hab regelrecht Panik davor, dass ich was falsch mache und ein kleines Monster heranziehe, zumal ich alleinerziehend bin. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es noch dazu zahllose Negativbeispiele... Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine... Geht euch das auch manchmal so?
Meine Kindheit war so 'naja'

Ihr habt euch scheinbar so schoen auseinandergesetzt, was macht Kindheit fuer euch aus?

Gefällt mir

G
guto_13022628
03.12.14 um 22:24
In Antwort auf florin_12477143

Danke!
fuer eure Antworten! mein Kind ist erst 3 Monate alt, aber mich beschaeftigt die Erziehungsfrage momentan sehr. ich hab regelrecht Panik davor, dass ich was falsch mache und ein kleines Monster heranziehe, zumal ich alleinerziehend bin. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es noch dazu zahllose Negativbeispiele... Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine... Geht euch das auch manchmal so?
Meine Kindheit war so 'naja'

Ihr habt euch scheinbar so schoen auseinandergesetzt, was macht Kindheit fuer euch aus?

Gib
Deinem Kind einfach viel Liebe und Nähe jetzt.

Natürluch werden Kinder an ca 1,5 Jahren eigenständiger, wollen mehr selbst machen und komnen mit Frust noch nicht klar.
Wichtig ist, nicht die Nerven zu verlieren.

Gönn dir, wenn möglich, ab und zu auch eine Auszeit, wenn es dir zu viel wird.

Viel wirst du mit deinem Kibd einfach durch ruhige Kommunikation lösen können.
Ist das kind erst mal in seiner Wut gefangen, kommt man auch bicht mehr so leicht ran, lass es dann halt einfach nicht alkeine.
LG

Gefällt mir

G
guto_13022628
03.12.14 um 22:26
In Antwort auf guto_13022628

Gib
Deinem Kind einfach viel Liebe und Nähe jetzt.

Natürluch werden Kinder an ca 1,5 Jahren eigenständiger, wollen mehr selbst machen und komnen mit Frust noch nicht klar.
Wichtig ist, nicht die Nerven zu verlieren.

Gönn dir, wenn möglich, ab und zu auch eine Auszeit, wenn es dir zu viel wird.

Viel wirst du mit deinem Kibd einfach durch ruhige Kommunikation lösen können.
Ist das kind erst mal in seiner Wut gefangen, kommt man auch bicht mehr so leicht ran, lass es dann halt einfach nicht alkeine.
LG

Vor allem
Solktest du dich danach richten, dass es deinem Kind, aber vor allem auch dir gut geht.
LG

Gefällt mir

S
steph_12267266
03.12.14 um 22:29
In Antwort auf florin_12477143

Danke!
fuer eure Antworten! mein Kind ist erst 3 Monate alt, aber mich beschaeftigt die Erziehungsfrage momentan sehr. ich hab regelrecht Panik davor, dass ich was falsch mache und ein kleines Monster heranziehe, zumal ich alleinerziehend bin. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es noch dazu zahllose Negativbeispiele... Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine... Geht euch das auch manchmal so?
Meine Kindheit war so 'naja'

Ihr habt euch scheinbar so schoen auseinandergesetzt, was macht Kindheit fuer euch aus?

Ganz spontan?
Geborgenheit und Echtheit!

Ausführlich? Schaffe ich heute Abend nicht mehr. Musste dem Jüngsten alle Weihnachtsbücher vorlesen, die wir besitzen, weil ich gestern Abend mit der Großen auf einem äußerst genialen Konzert war.

Erziehung hat so viele Facetten und je länger man darüber nachdenkt, umso mehr fallen einem ein, aber wichtig ist doch, dass man sich selbst dabei wohlfühlt und denkt, das Richtige zu tun.
Eine Garantie kann einem niemand geben. Kein einziger Erziehungsratgeber aus dem GU-Verlag und auch kein renommierter Reformpädagoge.
Jedes Kind hat ja auch noch einmal andere Bedürfnisse, die man nicht außer Acht lassen darf. Was beim einen wichtig und richtig ist, kann beim anderen total unwichtig und falsch sein.
Man muss nicht 1000 Bücher gelesen oder Pädagogik studiert haben, so lange man mit dem Herzen dabei ist und sich immer wieder auch hinterfragt.
Und mit Hinterfragen meine ich nicht das Hinterfragen für die Zukunft des Kindes à la "Frühenglisch ist ja so wichtig!", sondern auch den Moment, in dem das Kind lebt.
Hört sich wahnsinnig schwer an, ist aber ganz einfach, wenn man mit dem Herzen dabei ist und auf den Bauch hört. Weniger Zukunftsängste à la "Man muss Fremdsprachen fördern" und "musikalische Früherziehung ist ja sooooo wichtig", sondern mehr echtes, reales Miteinander. Und wenn eben die eine Mama keinen Bock auf Plätzchenbacken hat, dann findet sich vielleicht eine Oma oder Nachbarin, die sich tierisch darüber freut, mit einem kleinen Chaosprinzen eine Plätzchenbacksession einzulegen, bei der nicht das Ergebnis zählt, sondern der WEg dorthin. Und wenn sich die nicht finden, dann hat das Kind da keine wirkliche Lücke, weil Mama eben was anderes mit ihm macht, was genauso toll und "wichtig" ist.

Ok, mir kann jetzt wahrscheinlich keiner mehr folgen. Ich bräuchte einen Roman, um das zu erklären.....

Gefällt mir