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Es fällt mir alles so schwer

4. Juni 2006 um 21:02 Letzte Antwort: 28. Juni 2008 um 21:48

Ich bin 21 und in der 8. Woche schwanger.Ich muss leider abtreiben.Aus religiösen Gründen wären meine Eltern total dagegen, deswegen habe ich als erstens an einen Abbruch gedacht.Leider bin ich aber auch nicht in der Lage diesen Eingriff zuzahlen.Ich habe gehört dass die Krankenkassen dies übernehmen.Nun habe ich aber Angst dass die Krankenkasse ein Brief zu unserer Adresse schickt, da ich über meinem Vater versichert bin.
Ich wäre wirklich gefährdet wenn meine Eltern dies rauskriegen würden deswegen brauche ich alle Informationen darüber.
Ich fühle mich im Moment so hilflos, ich weiss nicht was ich machen soll.Aufjedenfall muss ich aber abtreiben.
Zurzeit mache ich mein abi.
Wäre Ich in Lage mit meinem Kind uns ein Leben
ohne gefahr aufzubauen würde ich dies ohne zuüberlegen, tun!
Aber leider habe ich nichts in der Hand,weder einen Beruf noch mein eigenes Zuhause.
Ich hatte alles geplant, zuerst Abi, dann studium, dann eine zukunftsichere Arbeitsstelle aber meine Schwangerschaft kommt völlig unerwartet.Nächste Woche Freitag habe ich den Termin zur Abtreibung und am Montag ha ich meine mündliche Prüfung, die sehr wichtig ist,weil an diesem Tag entschieden wird ob ich mein Abi geschafft habe oder nicht!Ich bin total durcheinander.Ich kann kaum lernen.Ich muss immer daran denken.
Tut mir leid,ich habe zu lange geschrieben aber irgendwie habe ich das gefühl,ich müsste mir alles von der seele reden.
Danke dass ihr euch die Mühe gemacht habt, euch meine Probleme durchzulesen.

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4. Juni 2006 um 23:41

Zu Es fällt mir alles so schwer...
hallo,
fällt mir bissl schwer drüber zu schreiben, aber hoffe dass ich dir damit die angst nehmen kann.
ich habe auch erst vor kurzem einen abbruch vornehmen lassen "müssen".
habe aber gottseidank eine verständnisvolle frauenärztin gefunden die mich in der zeit begleitet hat.
von deinem frauenarzt bekommst du eine bescheinigung über die bestehende schwangerschaft und mit der mußt du dann zu einer beratungsstelle (z.b. profamilia) gehen. dort wollen sie dann mit dir über deine beweggründe, ob du dich schon fest entschieden hast, evtl. lösungshilfen und auch finanzielle unterstützung etc. unterhalten.
den beratungsschein den du dort bekommst, brauchst du um den eingriff machen lassen zu können. die beratung MUSS 3-4 tage vor dem eingriff stattgefunden haben, damit du nochmal die möglichkeit hast darüber nachzudenken.
die krankenkasse übernimmt die kosten falls die frau kein bzw. nur geringes einkommen hat. (selbst bei verheirateten frauen. das einkommen des mannes wird nicht angerechnet!) du musst alle unterlagen mitbringen, aus denen dein einkommen hervorgeht, aber auch miete, bzw. mietzuschuss etc. wird mit eingerechnet. bei dir wohl nicht der fall, aber vielleicht sucht ja noch eine andere nach antworten...
in der krankenkasse wurde dann (wenn man alle benötigten unterlagen dabei hat) direkt ausgerechnet ob man noch unter dem bestimmten satz liegt. falls ja bekommst du sofort einen kostenübernahmeschein ausgestellt und mitgegeben, den du zu dem abbruch mitbringen mußt. weiterer schriftverkehr oder anrufe sind nicht gekommen. ich denke dass die krankenkassen mit diesem thema vertraulich vorgehen und dass diese "initiative" eben entstanden ist, um evtl. auch jüngeren, oder nicht arbeitenden frauen (mädchen) zu helfen.
hoffe ich konnte dir deine fragen bisschen beantworten, ansonsten frag nochmal bei der beratungsstelle nach. da musst du sowieso hin und, zumindest bei mir, war es eine ganz nette verständnisvolle frau.
lass mich dir nur noch einen rat geben, hör nicht nur auf deinen kopf, sondern auch auf dein herz. nicht dass du es später doch bereust oder dir vorwürfe machst.
ich wünsche dir auf jeden fall alles gute und die kraft die du füe eine solch schwere zeit brauchst.

llialwen

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4. Juni 2006 um 23:51
In Antwort auf audra_12276902

Zu Es fällt mir alles so schwer...
hallo,
fällt mir bissl schwer drüber zu schreiben, aber hoffe dass ich dir damit die angst nehmen kann.
ich habe auch erst vor kurzem einen abbruch vornehmen lassen "müssen".
habe aber gottseidank eine verständnisvolle frauenärztin gefunden die mich in der zeit begleitet hat.
von deinem frauenarzt bekommst du eine bescheinigung über die bestehende schwangerschaft und mit der mußt du dann zu einer beratungsstelle (z.b. profamilia) gehen. dort wollen sie dann mit dir über deine beweggründe, ob du dich schon fest entschieden hast, evtl. lösungshilfen und auch finanzielle unterstützung etc. unterhalten.
den beratungsschein den du dort bekommst, brauchst du um den eingriff machen lassen zu können. die beratung MUSS 3-4 tage vor dem eingriff stattgefunden haben, damit du nochmal die möglichkeit hast darüber nachzudenken.
die krankenkasse übernimmt die kosten falls die frau kein bzw. nur geringes einkommen hat. (selbst bei verheirateten frauen. das einkommen des mannes wird nicht angerechnet!) du musst alle unterlagen mitbringen, aus denen dein einkommen hervorgeht, aber auch miete, bzw. mietzuschuss etc. wird mit eingerechnet. bei dir wohl nicht der fall, aber vielleicht sucht ja noch eine andere nach antworten...
in der krankenkasse wurde dann (wenn man alle benötigten unterlagen dabei hat) direkt ausgerechnet ob man noch unter dem bestimmten satz liegt. falls ja bekommst du sofort einen kostenübernahmeschein ausgestellt und mitgegeben, den du zu dem abbruch mitbringen mußt. weiterer schriftverkehr oder anrufe sind nicht gekommen. ich denke dass die krankenkassen mit diesem thema vertraulich vorgehen und dass diese "initiative" eben entstanden ist, um evtl. auch jüngeren, oder nicht arbeitenden frauen (mädchen) zu helfen.
hoffe ich konnte dir deine fragen bisschen beantworten, ansonsten frag nochmal bei der beratungsstelle nach. da musst du sowieso hin und, zumindest bei mir, war es eine ganz nette verständnisvolle frau.
lass mich dir nur noch einen rat geben, hör nicht nur auf deinen kopf, sondern auch auf dein herz. nicht dass du es später doch bereust oder dir vorwürfe machst.
ich wünsche dir auf jeden fall alles gute und die kraft die du füe eine solch schwere zeit brauchst.

llialwen

Danke
ein bisschen erleichtert bin ich jetzt schon,
jetzt muss ich nur noch mit dem gewissen kämpfen.
aber glaubt mir, hätte ichs nicht gemusst, würde ich das auch nicht machen.

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6. Juni 2006 um 21:19

Hallo Verzweifelte
Ich habe im Dezember kurz nach meinem 21 Geburtstag auch abgetrieben. Bist du dir 100% ig sicher, dass du das willst. Ich komme mit dem Eingriff gut klar. Aber ich war mir 100% ig sicher, dass ich das will. Bei dir hört es sich so an als ob du nicht willst. Hast du dich schon bei Pro Familia über Hilfen informiert, wenn du das Kind bekommen würdest. Es gibt Möglichkeiten, das Kind zu bekommen und dann trotzdem mit Hilfen zu studieren. Abi hast du ja fast in der Tasche. Das ist doch schon was. Was für Gefühle hast du zum Kind. Ich hatte keine, weil die SS sehr früh abgebrochen wurde. Du bist ja "schon" in der 8 Woche.

Wo ist der VAter. Du würdest von ihm Unterhalt bekommen, wenn du dein Baby bekommst. Dann kannst du auch ausziehen. Und ganz ehrlich: Eltern reagieren zuerst geschockt, aber dann halten sie meißt trotzdem zu ihren Kindern.

Ich hoffe du entscheidest dich richtig. Es ist sehr schwer einen Abbruch zu verarbeiten, wenn man ihn nicht richtig wollte.

Alles Liebe
Nachtfee

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28. Juni 2008 um 21:48

Über deine Abtreibung
Hallo verzweifelt,
wenn ich schwanger wäre wäre ich überglücklich. Bitte nicht abtreiben. Ich würde dein Kind vielleicht nehmen und dir später,wenn Du bereit bist für ein Kind dein Kind wieder zurückgeben. Es gibt doch Wege, wo sicher eltern Bereitschaftspflege machen würden und Dir dein Kind später wieder zurückgeben. Vielleicht hilft ja das Jugendamt.Vielleicht würden ja deine Eltern dein Kind nehmen. Abi kann man immer machen, nur schwanger kann man nicht immer werden. Mit 21 bis 25 Jahren ist die beste Zeit für eine Schwangerschaft, also ist dies doch die beste Zeit in deinem Leben schwanger zu werden. Ab 25 wird dies dann schon schwieriger.
LG

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