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Essen im Kindergarten - dauerndes probieren

19. April 2012 um 15:05

Hallo ihr Lieben,

seit nem guten Monat ist eine neue Gruppenleitung in der Gruppe von meinem Sohn.

Seit dem Zeitpunkt wo die neue Leiterin ganz stolz erzählt hat, dass mein Sohn ein Stück Salat gegessen hat gibt es dauernd Probleme, dass er nicht in Kindergarten will.

Bin auch schon mal "rein geplatzt" als er auf ihrem Schoß saß, alle anderen Kinder draußen, und sollte ein Stück Karotte probieren, was er aber definitiv nicht getan hat.

Ich kenn das selbst. War früher ein miserabler Esser - hab null Gemüse gegessen.

Wie gesagt seither will er selten bis nie in Kindergarten gehen. Frühs gibt es oft Tränen. Bevor die neue Leitung kam gab es nie Probleme. Da war er eher traurig, wenn Wochenende war.

Phase oder Problem??

Hatte mit der Dame schon gesprochen und gemeint sie solle ihn einfach lassen. Sie meint aber das geht nicht, weil jeder in der Gruppe probieren muss - da könne sie bei meinem Sohn keine Ausnahme machen .... Vorher aber schon. Da hat er halt gegessen - oder eben nicht.

Was sagt ihr dazu?

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19. April 2012 um 15:29


Also phase würde och das nocht nennen!! Das geht garnicht!!!
Wo kommen wir denn überhaupt hin das die kinder essen oder probieren MÜSSEN!!
Sorry aber wenn ich das gesehen hätte, hätte ich erstmal mit der guten n ernstes wörtchen geredet

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19. April 2012 um 15:47

Hallo
wie alt ist denn dein Sohn?

Also ich muss sagen, ich verstehe die Erzieherin total.
Es ist nunmal so, dass die Gruppe eine Gemeinschaft ist, die Essenssituation ist generell schon schwierig genug. Man muss eine Lösung für gewisse Probleme finden, so dass auch die ganze Gruppe zufrieden ist.
Man stelle sich vor, jedes Kind mag dies und jenes nicht. Der eine mag keine Möhre, der andere keine Tomate und so weiter. Man kann nicht jedem Kind sagen, dass darfst du liegen lassen und dieses darfst du liegen lassen. Wo kommt man denn dahin. Da kommt nämlich da das nächste Problem, dass die Eltern einem aufs Dach steigen, weil das Kind dann zu wenig isst oder nur immer Fleisch und keine Vitamine, wofür bezalht man Essensgeld usw.
Nicht zu schweigen davon, dass andere Kinder sich ungerecht behandelt fühlt, wenn einer in der Gruppe immer was liegen lassen darf.

Die Geschmacksknospen der Kinder sind noch nicht ausgereift und können sich jederzeit ändern...meine Tochter mochte vor 2 Wochen absolut keine Gurken und jetzt findet sie die toll!
Eine Probierportion so heißt die bei uns, bedeutet eine Möhre, eine Tomate, ein Champion oder was auch immer, die die Kinder einfach zu probieren haben. Davon kommt kein Kind um, sie haben es neu probiert wissen ob sie es wieder mögen oder nicht und der Rest der Gruppe ist ebenfalls zufrieden, weil es so keine Extrawurst in der Gruppe gab!

Dein Kind spürt wahrscheinlich deine Haltung diesem Thema gegenüber und reagiert mit dem Verhalten darauf, dass es nun auch nicht mehr in den Kiga will..wenn du ebenfalls dahinter stehst, dann ist dies bald kein Problem mehr und die Kinder probieren bereitwillig und essen dann auch mal eben ihre Probierportion!

Ich weiß als Mama kämpft man immer wie eine Löwin um ihr Kind und möchte alles in ihren Augen ungerechte von ihnen fernhalten, aber manchmal haben diese Dinge dann auch Hand und Fuß und dann müssen unsere lieben Kleinen dann da auch mal durch!

Lg

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19. April 2012 um 17:04

Ich
muss auch nochmal hinzufügen ,dass die Situation mit dem Schoss schon ein wenig merkwürdig ist. Ich würde dem Kind Zeit geben bis alle Kinder fertig sind. Wenn es bis dahin einfach nicht möchte, ist halt die logische Konsequenz keinen Nachtisch. Wer nix gesundes isst, bekommt auch nix süßes.

Ich würde halt gerne wissen, wie alt das Kind ist. Bei einem 2 jährigem kann man dies alles noch nicht so anwenden, weil die Kindern einen meistens noch nicht so verstehen.

Ich finde auch nicht, dass man die Kinder dann zwingt, man hält sie nicht gewaltsam fest und stopft denen das Essen in den Rachen oder erpresst sie...

Und zu dem Thema unverträglichkeit @ jenna, im Kindergarten wird natürlich darauf geachtet, wenn muslimische Kinder da sind, dass sie kein Schwein bekommen und bei irgendwelchen Allergien natürlich auch. Dies ist aber in meinen Augen ein ganz anderes Thema und kann man anderen Kinder auch gut erklären, dass xy keine Milch trinken darf, weil sie es nicht verträgt und nicht weil sie einfach nicht will.

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19. April 2012 um 17:48

Jedes
Kind und auch jeder Erwachsener schafft es ein kleines Stückchen von was auch immer zu probieren ohne zu brechen oder was auch immer!!!
Und damit erzieht man einem Kind ganz bestimmt KEINE Essstörung an. Niemand soll eine ganze Portion von dem essen was es nicht mag. Aber es ist nunmal ein kindergarten und man muss alle 20 Kinder unter einen Hut bringen und gerecht pädagogische Entscheidungen treffen.
Und komischerweise essen bei uns im Kindergarten alle Kinder liebendgerne Obst und Gemüse und wieso, weil sie einfah von anfang an gelernt haben, dass es auch plötzlich schmecken kann, wweil wie unten schonmal erwähnt, die Geschmacksnerven einfach noch nicht ausgereift sind!!!

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19. April 2012 um 17:59

Also
mein Sohn ist gute 3 Jahre alt.

Ich bin mir halt nicht sicher, ob ich jetzt durchsetzen soll, dass er einfach nicht probieren muss.
Denn was ich halt nicht verstehe, wenn er weiß er mag keine Karotten, dann muss er das doch nicht auf Teufel komm raus probieren ...

Beim ersten Salatblatt dachte ich mir suuuper vielleicht braucht er tatsächlich mehr Nachdruck aber wo wies jetzt ist.

Natürlich kann ich irgendwo die Erzieherin auch verstehen, wenn sie sagt alle müssen, dann er auch.

Aber der Zwang bzw. Druck scheint da einfach zu groß zu sein - und deshalb kann es das doch so auch nicht sein.

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19. April 2012 um 18:21
In Antwort auf kezia_12705054

Also
mein Sohn ist gute 3 Jahre alt.

Ich bin mir halt nicht sicher, ob ich jetzt durchsetzen soll, dass er einfach nicht probieren muss.
Denn was ich halt nicht verstehe, wenn er weiß er mag keine Karotten, dann muss er das doch nicht auf Teufel komm raus probieren ...

Beim ersten Salatblatt dachte ich mir suuuper vielleicht braucht er tatsächlich mehr Nachdruck aber wo wies jetzt ist.

Natürlich kann ich irgendwo die Erzieherin auch verstehen, wenn sie sagt alle müssen, dann er auch.

Aber der Zwang bzw. Druck scheint da einfach zu groß zu sein - und deshalb kann es das doch so auch nicht sein.

Ich
finde du solltest aufjedenfalll mit der Erzieherin sprechen.
Du solltest deine Sorgen schon mitteilen und denen sagen, dass du die Aktion mit dem Schoß und das er so lange ausharren musste schon ein wenig befremdlich fandest.
Sie wird dir das Erziehungskonzept zu diesem Thema dann bestimmt auch nochmal näher erläutern und vielleicht findet sich dann eine Einigung, mit der du dann in Zukunft auch besser umgehen kannst.

Ich kann dir nur den Rat geben, nichts mit Druck erzwingen zu wollen und zu erzwingen, dass er ab sofort nicht mehr probieren muss. Du schubst deinen Sohn ungewollt in eine Außenseiter und Extrawurstposition die total unnötig ist ist...er wird dann auch am Mittagsessentisch für die anderen Kind derjenige sein, der ja nix probieren muss!!!

Lg

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19. April 2012 um 21:10

...
Zum probieren zwingen tue ich die Kinder nicht. Aber bei mir gibts prinzipiell von allem ein bisschen auf den Teller. Ich frage vorher, wer wenig möchte und dann gibts eben nur ein Ministück. Für die meisten Kinder reicht das aus, um sich zum probieren zu überwinden. Die anderen lassen es eben liegen und ich räume es später mit weg. Ist kein Drama, solange das Kind trotzdem einigermaßen ausgewogen isst. Also wenn es keine Birne mag, eben anderes Obst isst. Was bei mir allerdings nicht läuft ist: Immer alle möglichen gesunden Sachen (Gemüse, Schwarzbrot, Kartoffeln) liegen lassen, aber noch eine Portion NUR Fischstäbchen oder NUR Soße wollen. Oder auf einmal "keinen Hunger" mehr zu haben, aber doch bitte sofort den Pudding zum Nachtisch haben wollen. Aber das wissen meine Kinder und probieren es nur selten.

Zum probieren anhalten tue ich alle, weil erstens ändert sich der Geschmack auch von Zeit zu Zeit und zweitens sagen Kinder auch erstmal zu unbekannten "bäh" obwohl sie es später mögen.

Ich finde es allgemein problematisch, wenn das Kind gar kein Obst/Gemüse isst, es brauch ja die Vitamine! Aber das sage ich den Eltern höchstens mal, die müssen sich am Ende darum kümmern. Ich kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Und die Kinder zum Essen zwingen, nur um meine Macht zu demonstrieren, geht mir gegen den Strich. Damit tue ich dem Kind im Endeffekt auch keinen Gefallen, anstatt es zu mir Obst und Gemüse zu bewegen, verderbe ich ihm ja eher das Ganze, weil er es mit Zwang verbindet. Nicht gerade sinnvoll.

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19. April 2012 um 22:57

In meinen Augen ein Problem
Da bekommt man doch glatt n gestörtes Verhältnis zum Essen. Probieren ok, aber wenn sie nur mit ihm noch dasitzt um ihm n Stück karotte reindrücken (ich gehe mal von aus er weiß was ne karotte ist) während alle andern draußen spielen, grenzt das ja schon an Mobbing. Nee, ich würde der klipp und klar sagen, dass das nicht geht und die echt zusammenfalten.
Meine Maus ist alles an Gemüse, aber bei Obst ist sie wählerisch. Wehe ich würde da jemanden beobachten der ihr auf Teufel komm raus ne weintraube reingedrückt.

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19. April 2012 um 23:03
In Antwort auf ines_12886576

In meinen Augen ein Problem
Da bekommt man doch glatt n gestörtes Verhältnis zum Essen. Probieren ok, aber wenn sie nur mit ihm noch dasitzt um ihm n Stück karotte reindrücken (ich gehe mal von aus er weiß was ne karotte ist) während alle andern draußen spielen, grenzt das ja schon an Mobbing. Nee, ich würde der klipp und klar sagen, dass das nicht geht und die echt zusammenfalten.
Meine Maus ist alles an Gemüse, aber bei Obst ist sie wählerisch. Wehe ich würde da jemanden beobachten der ihr auf Teufel komm raus ne weintraube reingedrückt.

...
Und ich bin eigentlich ein nettes ruhiges Wesen, die das Problem eher ruhig anspricht. Aber da würde ich mein ganzes schimpfwortinventar loswerden, wenn jemand sowas mit meinen Kids machen würde .

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20. April 2012 um 8:12

@ schokilade
genauso lief es bei der Erzieherin vorher. Es gab alles auf den Teller, aber wenn er nicht probiert hat dann ist nicht alles ein riesen Drama geworden. Obst ißt er ja bis auf Ananas alles. Die Kinder nehmen sich schon das, was sie brauchen denk ich.

Naja jetzt bin ich mal auf das heutige Gespräch gespannt, was sie sagen wird. Denn seit ner Woche ißt er nämlich abends kaum bis gar nicht, außer es gibt Brotzeit oder was, was er wirklich irre gern mag ....

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20. April 2012 um 9:27

Das ist schwer.....
ich finde es auch ok, das Kinder probieren "müssen", eben auch, weil sich der Geschmack noch häufig ändert. hab kürzlich erst irgendwo gelesen, dass man eine Sache 24 Mal probieren muss, um dann zu wissen, ob man es mag - als Kind.
Meine Tochter mochte nie Pilze, da hat sie richtig gewürgt, das hab ich auch in der Kita gesagt und Pilze musste sie ganz sicher nie probieren (hat es aber dennoch kürzlich freiwillig gemacht ).
Bei denen läuft das so, dass man z.B. 1 Erbse probiert. Oder einen Quadratzentimeter Salatblatt, also gaaaaanz wenig.
Und ich denke, wenn sich ein Kind komplett weigert, dann probiert es eben nicht.

Aber so einen Druck aufzubauen.... Das find ich schon recht extrem. Da KANN es ja dann auch nicht mehr schmecken!!! Da ist doch schon vorprogrammiert, dass er die Karotte findet - und das hat dann auch nichts mehr mit Heranführen an neue Geschmäcke / Lebensmittel zu tun und verfehlt somit (in meinen Augen) komplett den Sinn.

Ich würde ein Gespräch anstreben.

Lg Sumpfi

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20. April 2012 um 11:15

Ja,
ich hab nachher nochmal ein Gespräch. Die Kindergärtnerin meinte zwar sie findet es nicht eilig. Ich bin da aber anderer Meinung.

Hab vorher mit dem Kinderarzt gesprochen als ich mit dem Kleinen bei der U-Untersuchung war und der meinte die müssen sich im Kindergarten zurück halten. Kein Kind müsse Gemüse essen, wenn es z. B. Obst isst würde er genügend Nährstoffe abbekommen. Er meint es sei erzieherisch wichtig dass alles aufm Teller liegt nicht aber, dass ein Kind alles probieren muss, weil man ihm da die Lust zum essen nehmen kann.

Und nach heut morgen, wo er gefrühstückt hat bei Oma und Opa. Zuviel im Mund hatte und wieder was ausgespuckt hat. Da muss meine Mutter immer meckern. Da hat er dann weinend den Teller weg geschoben und nix mehr gegessen.

Gestern abend hat er das was er nicht mochte aufm Tisch verschmiert. Hab nur gesagt er soll das aufm Teller lassen, was ich schon länger sage und nie ein Problem war. Da bricht er in Tränen aus und will gar nix mehr essen ....

Ohhhh mann

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20. April 2012 um 14:19

Nun
gibt es eher eine schlechte als gute Einigung.

Im Kindergarten sind sie wohl auf dem Dampfer, dass jedes Kind alles probieren muss. Und man könne keine Ausnahme mehr machen .... (Leitung kam vor nem Monat aus Elternzeit zurück).

Vorher war es scheinbar einfach lockerer.

Naja jedenfalls hab ich jetzt das Mittagessen abbestellt. Ich finde das keine gute Lösung, aber auf einen anderen Weg waren die nicht zugänglich. Aber ich will, dass mein Kind wieder gerne ißt, und wenn es dann halt "nur" Brotzzeit zu mittag ist, dann wird er hoffentlich nicht deshalb als Außenseiter da stehen.

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20. April 2012 um 14:54

Und ob
das schwer ist.

Sicherlich kann ich die Erzieherin bzw. den Kindergarten irgendwo verstehen. Hatte mich so gefreut, als er sein erstes Salatblatt dort probiert hat. Dachte ja auch er braucht vielleicht etwas mehr Nachdruck um etwas zu probieren.

Aber was letztlich bei raus gekommen ist. Zum einen die Tatsache, dass er seither nicht mehr in Kindergarten will. Zum anderen hat sie mir auch erzählt, dass er schon immer wenns ans MIttagessen jetzt ging er angefangen hat zu weinen.

Dann kann das für ihn wohl nicht "der" Weg sein.

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20. April 2012 um 18:27

Boah, das regt mich ja total auf!!!
Also ich finde den Ansatz generell ja gut, mit dem probieren. Aber ihn da auf den Schoß zu nehmen und dazu bringen zu wollen, das zu probieren, wenn die anderen Kinder draußen sind... was sind denn das für Methoden??? Wenn sie sonst keine Möglichkeit hat, Kinder zum Probieren zu erziehen, dann soll sie das mal lieber lassen...

...an dem Verhalten Deines Sohnes jetzt beim Essen zu Hause etc., und dass er nicht mehr gern in den Kindergarten geht, merkt man ja, dass ihm das schadet. Und gerade Essen ist ein so wichtiges Thema... wenn man da einmal einen "Knacks weg hat", dann kann das lebenslang Thema sein... (Muss natürlich nicht, aber kenne da genügend Erwachsene...)

Finde das super, dass Du das Thema so angehst. Und dann wirklich lieber Essen mitgeben, als dass die ihm da so einen unnötigen Stress machen!

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