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Ewig lange Stillmahlzeiten

14. Februar 2009 um 10:21 Letzte Antwort: 15. Februar 2009 um 20:20

Hallo,
Also mein kleiner Spatz wurde heute vor 5 Wochen geboren, allerdings ca. 4,5 Wochen vor dem Termin. Die ersten 10 Tage haben wir auf der Intensiv verbracht. Wobei ich ihn dort zuletzt voll und nach Bedarf gestillt habe. Das hat prima geklappt. Er kam immer nach 3-4 Stunden. Kaum zu Hause war davon nichts mehr zu spüren. Am Anfang war es immer so, dass er tagsüber sich alle 3 h gemeldet hat, abends und nachts öfter. Wenn er einen Wachstumsschub hatte, konnte man ihn über mehrere Stunden kaum ins Bett legen, weil er immer nur trinken wollte, aber irgendwann zwischen 1 und 3 schlief er dann doch für 3,5 - 5 Stunden ein. Er hat tagsüber durchaus auch Phasen in denen er wach im Bett liegt und ganz zufrieden ist. Aber spätestens ab 18 Uhr ist das vorbei, da lässt er sich kaum hinlegen, schläft aber zufrieden 2-3h auf papas oder mamas Bauch, lässt sich dann stillen und schläft weiter auf dem Bauch. Spätestens wenn wir ins Bett gehen, wird es komplizierter: in guten Nächten schläft er nach wievor zwischen zwischen 1 und 3 uhr ein und hält dann gut durch. Nach guten Nächten folgen fast immer auch gute Tage. Leider werden die immer weniger: Mittlerweile gibt es nicht nur am Abend und in der Nacht eine längere Stillmahlzeit (zwischen 1,5 und 3 h!!!!) sondern zunehmend auch tagsüber. Bei solchen Mamutmahlzeiten trinkt er und trinkt er und trinkt er, macht dann mal 15 Minuten Pause und kommt dann wieder. Inzwischen bin ich glücklich wenn ich mit 2 Stunden auskomme. Er hat definitiv auch hunger -an guten Tagen, wenn die Mahlzeiten nicht so lange dauern, pumpe ich schon mal ab und gebe ihn dann an schlechten Tagen zusätzlich ein Fläschchen - das trinkt er gemächlich aber komplett leer (100ml) und danach schläft er dann meistens auch recht zügig ein. Bekommt er vielleicht zu wenig Milch und trinkt deshalb so lange? Irgendwie wechselt das alles auch von Tag zu Tag. Kann es sein, dass er als Frühchen soviel nachholen muss? Ich bin echt ratlos. Sucht er noch nach seinem Rythmus oder hat er den schon und ich störe ihn wie auch immer dabei?
Kann es an den Stillhütchen liegen die ich verwende? Er war im Krankenhaus noch zu schwach um die Brust zu fassen, jetzt wo er kräftiger ist, schafft er ein paar Züge, aber eben nicht, wenn er die kleine Raupe Nimmersatt spielt - dann ist er ohnehin sehr unruhig und unzufrieden.
Vielen Dank für jeden Tipp.

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15. Februar 2009 um 20:20

Zufüttern?
Hallo, ich würde den Rat einer Stillberaterin aufsuchen. Vielleicht solltest du eine Zeitlang zufüttern, da das alles so stressig klingt. Du musst ja deshalb nicht abstillen. Meine Zwillinge waren 5,5 Monate zu früh und auch zu schlapp zum ausreichenden Trinken- nach 6 Wochen habe ich nach jedem Stillen zugefüttert, und das ging 6 Monate sehr gut auf diese Art. Irgendwie glaube ich so langsam nicht mehr daran, dass wirklich jede Frau ausreichend Milch produziert. Ich habe meinen Dritten (knapp 6 Monate alt) stündlich angelegt, und er nahm fast nichts zu (wiegt jetzt 5,5 kg!, also viel zu wenig). Ich selber wiege mit 1,70m auch nur 50 kg, da habe ich einfach nicht genug Energie (die Großen sind ja auch noch da). Scheiße finde ich, dass einem so ein schlechtes Gewissen gemacht wird, wenn man es scheinbar als einzige nicht "schafft" mit dem vollen Stillen. Also, bleib locker und verzweifle nicht!

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