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Firma ist pleite. Wie geht es weiter?

23. November 2014 um 16:09 Letzte Antwort: 23. November 2014 um 20:00

Hallo
Gestern wurde bekannt gegeben, dass die Firma meines AG in Insolvenz geht. Ein anderes ähnliches Unternehmen hat uns AN gleich aufgenommen. Ich möchte eigentlich nicht in dieses Unternehmen gehen. Nur wurde mir gesagt, dass ich bis zu 3 Monate auf Geld von der Arbeitsagentur hoffen kann. Ob ich Lohn im Dezember bekomme ist wohl fraglich. deswegen dachte ich mir, dass ich erstmal in das andere Unternehmen gehe, bevor ich garkein Geld die nächsten 3 Monate bekomme. Mein Plan ist erstmal zur Arbeitsagentur zu gehen.
Hat das jemand von euch schon mal mitgemacht? Wie läuft das jetzt ab?
Lg

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23. November 2014 um 17:31

Hat das noch keiner durchgemacht
Ist ja gut für euch hätte nur gerne Infos gehabt

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23. November 2014 um 17:39

Warum möchtest Du
denn nicht in das übernehmende Unternehmen gehen?

Grundsätzlich würdest Du als AN erst einmal zu den gleichen Bedingungen wie in Deiner alten Firma übernommen werden. Es sei denn, im neuen Unternehmen gilt ein anderer Tarifvertrag, mit schlechteren Bedingungen, dann würden diese gelten.

Aber, so oder so - die Übernahme hat doch Vorteile. Ich meine, besser als arbeitslos zu sein, ist es doch allemal, oder?

Nach Deinen Ausführungen gehe ich mal davon aus, dass Deine/Eure Übernahme als Arbeitnehmer als sog. Betriebsübergang von statten ging.
Dann müsstest Du eigentlich vom neuen Arbeitgeber auch ein Informationsschreiben erhalten haben, in welchen alles Nähere zum Übergang steht. Und dort sollte dann auch darüber belehrt worden sein, dass Du innerhalb eines Monats der Übernahme (schriftlich) widersprechen kannst. Dann würde das alte Arbeitsverhältnis mit der anderen Firma weiterbestehen. Was Dir allerdings, infolge der Insolvenz nicht viel nützt - weil dann nämlich eigentlich entweder der alte Arbeitgeber Dir wegen der Insolvenz und Zahlungsunfähigkeit betriebsbedingt kündigen müsste oder aber Du kündigst dann dort.
Eine Weiterführung der Arbeit ist ja dort nicht möglich.
Du müsstest dann zum Arbeitsamt gehen und sog. Insolvenzgeld beantragen. Das gibt es allerdings nur für max. drei Monate.

Und danach wärst Du arbeitslos.

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23. November 2014 um 17:47
In Antwort auf an0N_1269329399z

Warum möchtest Du
denn nicht in das übernehmende Unternehmen gehen?

Grundsätzlich würdest Du als AN erst einmal zu den gleichen Bedingungen wie in Deiner alten Firma übernommen werden. Es sei denn, im neuen Unternehmen gilt ein anderer Tarifvertrag, mit schlechteren Bedingungen, dann würden diese gelten.

Aber, so oder so - die Übernahme hat doch Vorteile. Ich meine, besser als arbeitslos zu sein, ist es doch allemal, oder?

Nach Deinen Ausführungen gehe ich mal davon aus, dass Deine/Eure Übernahme als Arbeitnehmer als sog. Betriebsübergang von statten ging.
Dann müsstest Du eigentlich vom neuen Arbeitgeber auch ein Informationsschreiben erhalten haben, in welchen alles Nähere zum Übergang steht. Und dort sollte dann auch darüber belehrt worden sein, dass Du innerhalb eines Monats der Übernahme (schriftlich) widersprechen kannst. Dann würde das alte Arbeitsverhältnis mit der anderen Firma weiterbestehen. Was Dir allerdings, infolge der Insolvenz nicht viel nützt - weil dann nämlich eigentlich entweder der alte Arbeitgeber Dir wegen der Insolvenz und Zahlungsunfähigkeit betriebsbedingt kündigen müsste oder aber Du kündigst dann dort.
Eine Weiterführung der Arbeit ist ja dort nicht möglich.
Du müsstest dann zum Arbeitsamt gehen und sog. Insolvenzgeld beantragen. Das gibt es allerdings nur für max. drei Monate.

Und danach wärst Du arbeitslos.

Die Übernahme gilt nur für 3 Monate
Danke erstmal für deine Antwort.

Ich wurde darüber belehrt, aber nicht schriftlich. Gekündigt habe ich schon dem alten AG, weil wir ja gleich übernommen wurden. Lohn vom neuen AG wird es aber erst mitte Januar geben. Ich denke nicht, dass der alte AG uns Lohn auszahlen KANN.
Bekomme ich dann für Dezember was von der Arbeitsagentur? Also meinen Lohn? Weil bis der Insolvenzverwalter alles in die Wege leitet, kann es 3 Monate dauern. Ich werde 3 Monate in das neue Unternehmen gehen und werde dann gekündigt. Der Lohn ist der Selbe, aber wie gesagt erst Mitte Januar

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23. November 2014 um 17:50

Weil der Vertrag
Nur 3 Monate geht.

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23. November 2014 um 17:53
In Antwort auf an0N_1236545899z

Weil der Vertrag
Nur 3 Monate geht.

In der Regel
werden die Verträge dann doch verlängert. warte es doch einfach ab, was passiert.
LG

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23. November 2014 um 18:00
In Antwort auf strawberryfieldxxx

In der Regel
werden die Verträge dann doch verlängert. warte es doch einfach ab, was passiert.
LG

Ich möchte garnicht in diese Firma.
Ich kenne die und ich weiß auch wie es da abgeht. Ich bin froh, wenn ich die 3 Monate hinter mir habe mit hoffentlich neuer Arbeit.
Mich interessiert wann und wie ich Gehalt für Dezember bekomme. Vom alten AG wohl nicht mehr. Ich mach das nur, damit ich nicht arbeitslos bin.

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23. November 2014 um 18:13
In Antwort auf an0N_1236545899z

Die Übernahme gilt nur für 3 Monate
Danke erstmal für deine Antwort.

Ich wurde darüber belehrt, aber nicht schriftlich. Gekündigt habe ich schon dem alten AG, weil wir ja gleich übernommen wurden. Lohn vom neuen AG wird es aber erst mitte Januar geben. Ich denke nicht, dass der alte AG uns Lohn auszahlen KANN.
Bekomme ich dann für Dezember was von der Arbeitsagentur? Also meinen Lohn? Weil bis der Insolvenzverwalter alles in die Wege leitet, kann es 3 Monate dauern. Ich werde 3 Monate in das neue Unternehmen gehen und werde dann gekündigt. Der Lohn ist der Selbe, aber wie gesagt erst Mitte Januar


Langsam, zum Mitschreiben.

Die alte Firma ist also insolvent?
Und Ihr wurdet von einer anderen Firma übernommen?
Oder hat die nur ANGEBOTEN, dass Ihr bei der beschäftigt werden KÖNNTET?

Das ist ein ganz gewaltiger Unterschied.

Offenbar war es wohl letzteres, weil Du was von Kündigung beim alten Arbeitgeber schreibst. Und dann hast Du/haben alle Arbeitnehmer mit dem neuen Betrieb neue Arbeitsverträge abgeschlossen?

Normalerweise geht bei einem sog. Betriebsübergang automatisch das Arbeitsverhältnis vom alten auf den neuen Betrieb über.
Und da werden keine neuen Verträge geschlossen, sondern die gelten weiter. Inklusive eines Kündigungsschutzes von einem Jahr.

Klingt nicht wirklich seriös, was man da mit Euch abgezogen hat.


Wegen des Geldes
- das, was Du, wie Du schreibst, im Januar bekommst, ist dann das Dezembergehalt?

Wir haben jetzt November - arbeitest Du jetzt schon im neuen Unternehmen? Oder wann genau fängst Du dort an? Anfang Dezember? Oder erst im Januar?

Und jetzt bist Du wo? Noch beim alten? Bis Ende November? Oder auch noch im Dezember?

Für das Gehalt ist selbstverständlich immer der Betrieb zuständig, für den Du im jeweiligen Monat tätig bist/warst.

Wenn Du also im Dezember noch für den alten arbeitest, muss der für Deinen Lohn aufkommen.
Bist Du da schon beim neuen, hat der Dich zu bezahlen.

Wenn die alte Firma die Gehälter nicht zahlen kann, dann kannst Du für diese Zeit Insolvenzgeld beantragen, was beim Arbeitsamt zu beantragen wäre.

Aber - die Antragsbearbeitung dauert bestimmt einige Zeit.
dazu braucht es nämlich ein förmliches Insolvenzverfahren,. Ist das denn schon eröffnet? Wenn ja, könntest Du Antrag auf Vorschuss des Insogeldes stellen.

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23. November 2014 um 18:52
In Antwort auf an0N_1269329399z


Langsam, zum Mitschreiben.

Die alte Firma ist also insolvent?
Und Ihr wurdet von einer anderen Firma übernommen?
Oder hat die nur ANGEBOTEN, dass Ihr bei der beschäftigt werden KÖNNTET?

Das ist ein ganz gewaltiger Unterschied.

Offenbar war es wohl letzteres, weil Du was von Kündigung beim alten Arbeitgeber schreibst. Und dann hast Du/haben alle Arbeitnehmer mit dem neuen Betrieb neue Arbeitsverträge abgeschlossen?

Normalerweise geht bei einem sog. Betriebsübergang automatisch das Arbeitsverhältnis vom alten auf den neuen Betrieb über.
Und da werden keine neuen Verträge geschlossen, sondern die gelten weiter. Inklusive eines Kündigungsschutzes von einem Jahr.

Klingt nicht wirklich seriös, was man da mit Euch abgezogen hat.


Wegen des Geldes
- das, was Du, wie Du schreibst, im Januar bekommst, ist dann das Dezembergehalt?

Wir haben jetzt November - arbeitest Du jetzt schon im neuen Unternehmen? Oder wann genau fängst Du dort an? Anfang Dezember? Oder erst im Januar?

Und jetzt bist Du wo? Noch beim alten? Bis Ende November? Oder auch noch im Dezember?

Für das Gehalt ist selbstverständlich immer der Betrieb zuständig, für den Du im jeweiligen Monat tätig bist/warst.

Wenn Du also im Dezember noch für den alten arbeitest, muss der für Deinen Lohn aufkommen.
Bist Du da schon beim neuen, hat der Dich zu bezahlen.

Wenn die alte Firma die Gehälter nicht zahlen kann, dann kannst Du für diese Zeit Insolvenzgeld beantragen, was beim Arbeitsamt zu beantragen wäre.

Aber - die Antragsbearbeitung dauert bestimmt einige Zeit.
dazu braucht es nämlich ein förmliches Insolvenzverfahren,. Ist das denn schon eröffnet? Wenn ja, könntest Du Antrag auf Vorschuss des Insogeldes stellen.

Die Kündigung erfolgte fristlos.
Ab Morgen sind wir im neuen Betrieb.
Wir werden mit einem neuen Vertrag der 3 Monate befristet ist übernommen.
Keine Ahnung es ging so schnell alles. Ich stand da so
Es hieß nur, wenn ich nicht kündige, dann geht das in die Insolvenz mitrein und es könnte dann bis zu drei Monate dauern bis ich Geld von der Arbeitsagentur bekomme.
Und bevor das passiert habe ich unterschrieben. Die Insolvenz ist noch nicht bekanntgegeben. Also noch nicht offiziell. Dass es aber so sein wird steht fest.
Wie gesagt. Es ging so schnell und ja. Ich sollte handeln und entscheiden was ich möchte. Arbeitslos sein und 3 Monate an Schuhsohlen nagen, oder in den anderen Scheissbetrieb, damit ich wenigstens Lohn bekomme

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23. November 2014 um 19:19
In Antwort auf an0N_1236545899z

Die Kündigung erfolgte fristlos.
Ab Morgen sind wir im neuen Betrieb.
Wir werden mit einem neuen Vertrag der 3 Monate befristet ist übernommen.
Keine Ahnung es ging so schnell alles. Ich stand da so
Es hieß nur, wenn ich nicht kündige, dann geht das in die Insolvenz mitrein und es könnte dann bis zu drei Monate dauern bis ich Geld von der Arbeitsagentur bekomme.
Und bevor das passiert habe ich unterschrieben. Die Insolvenz ist noch nicht bekanntgegeben. Also noch nicht offiziell. Dass es aber so sein wird steht fest.
Wie gesagt. Es ging so schnell und ja. Ich sollte handeln und entscheiden was ich möchte. Arbeitslos sein und 3 Monate an Schuhsohlen nagen, oder in den anderen Scheissbetrieb, damit ich wenigstens Lohn bekomme

"Super"
wer hat Euch denn in den neuen Vertrag reingequatscht?

Der alte Chef? Der neue? Oder das Ganze sogar unter Beteiligung des Insolvenzverwalters?
Geh zum Amtsgericht, besorg Dir einen Beratungshilfeschein (gibt's bei der Rechtsantragsstelle) und dann lass mal einen Anwalt über das Ganze drüberschauen.

Zum Geld:
wenn Du ab morgen beim neuen Unternehmen bist, hat selbstverständlich dieses für den Lohn für Dezember - UND auch für den 24. bis 30. November - aufzukommen.
D.h. Geld erst im Januar - dagegen solltest Du Dich wehren. Das Gehalt für den anteiligen November solltest Du auf jeden Fall bereits im Dezember verlangen. Auch wenns für die eine Woche wohl dann nicht so viel ist.

Normalerweise wird ja zum Monatsende bzw. zum Anfang des nachfolgenden Monats gezahlt. So sieht es eigentlich auch das Gesetz vor. Das so viele Unternehmen erst um den 15. bis 20. des Folgemonats zahlen, ist aber leider eine weit verbreitete Unsitte.
Da kannst Du auch nicht wirklich viel machen. Wegen der drei Monate in dem Unternehmen lohnt es sich nicht, zu streiten.

Darf ich fragen, wie es mit dem bisherigen Lohn aussah? Also habt Ihr für Oktober das Geld noch (pünktlich) erhalten?

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23. November 2014 um 19:51
In Antwort auf an0N_1269329399z

"Super"
wer hat Euch denn in den neuen Vertrag reingequatscht?

Der alte Chef? Der neue? Oder das Ganze sogar unter Beteiligung des Insolvenzverwalters?
Geh zum Amtsgericht, besorg Dir einen Beratungshilfeschein (gibt's bei der Rechtsantragsstelle) und dann lass mal einen Anwalt über das Ganze drüberschauen.

Zum Geld:
wenn Du ab morgen beim neuen Unternehmen bist, hat selbstverständlich dieses für den Lohn für Dezember - UND auch für den 24. bis 30. November - aufzukommen.
D.h. Geld erst im Januar - dagegen solltest Du Dich wehren. Das Gehalt für den anteiligen November solltest Du auf jeden Fall bereits im Dezember verlangen. Auch wenns für die eine Woche wohl dann nicht so viel ist.

Normalerweise wird ja zum Monatsende bzw. zum Anfang des nachfolgenden Monats gezahlt. So sieht es eigentlich auch das Gesetz vor. Das so viele Unternehmen erst um den 15. bis 20. des Folgemonats zahlen, ist aber leider eine weit verbreitete Unsitte.
Da kannst Du auch nicht wirklich viel machen. Wegen der drei Monate in dem Unternehmen lohnt es sich nicht, zu streiten.

Darf ich fragen, wie es mit dem bisherigen Lohn aussah? Also habt Ihr für Oktober das Geld noch (pünktlich) erhalten?

Ah ok
Ja.. Diesen Monat bekam ich ganz normal Gehalt und auch pünktlich. Ich werde da erstmal morgen higehen und mit denen sprechen. Sonst lass ich es gleich bleiben.

Ah man. Das ist alles nervig
Danke dir

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23. November 2014 um 20:00
In Antwort auf an0N_1236545899z

Ah ok
Ja.. Diesen Monat bekam ich ganz normal Gehalt und auch pünktlich. Ich werde da erstmal morgen higehen und mit denen sprechen. Sonst lass ich es gleich bleiben.

Ah man. Das ist alles nervig
Danke dir

Nee, bloß nicht bleiben lassen.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du mit dem neuen Unternehmen ja bereits einen Vertrag geschlossen. Wenn Du ja jetzt wieder kündigst, dann hast Du eine 12 wöchige Sperre vom Arbeitsamt an der Backe und bekommst für diese Zeit dann nicht mal Arbeitslosengeld.

Also, die drei Monate solltest Du jetzt schon machen.
Wenn das neue Unternehmen echt so mistig ist, dann ist es ja "gut", dass es nur die 3 Monate sind. Da verdienst Du wenigstens Geld und hast die Möglichkeit, Dir was vernünftiges zu suchen.

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