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Frage an die Erzieher zum Thema Essen

16. Dezember 2014 um 21:27

Ich habe hier schon öfters gelesen,dass einige von euch als Erzieher etc. arbeiten.
Und mich interessiert eure Meinung zu folgendem.
Meine Tochter (bald 4) hat eine Autismusspektrumstörung und hat diverse Baustellen.Hier geht es heute 'nur' ums Essen,aber das Thema belastet mich.Sie isst eh schon sehr schlecht und nur bestimmte Sachen.Ausserdem würgt sie oft,vor allem bei Stückchen.
Nun hatte sie vor 2 Wochen einen Magen Darm Infekt und seitdem isst sie fast nichts mehr.Wir haben vom Kinderarzt Trinknahrung verschrieben bekommen,damit sie wenigstens mit allem wichtigen versorgt ist.
Heute holte ich sie aus dem Kindergarten ab und die Erzieherin berichtete mir gleich,das es mit dem Essen ja immer schlimmer wird.(Ich habe sie natürlich schon gestern informiert,dass es gerade ganz übel ist)
Sie sagte mir dann,ich müsse einfach öfter mal mit ihr schimpfen,sie haette das heute auch gemacht und dann haette sie wenigstens 5 Löffel gegessen.Ich sagte darauf,dass ich Schimpfen beim Essen eher kontraproduktiv finde,aber da wurde nur abgewunken.
Als ich sagte
das wir gerade Trinknahrung geben,meinte sie,dann würde A.das kauen komplett verlernen.
Daher nun meine Frage an euch.Seht ihr das auch so wie die Erzieherin? Ich möchte mir das eigentlich verbitten,dass mit meiner Tochter geschimpft wird,weil sie nicht Essen möchte.Ich hab echt Angst,das es dann noch schlimmer wird.
Und wie kann ich das der Erzieherin sagen,ohne das es böse klingt?
Oder bin ich da völlig falsch gewickelt?
Ich bin wirklich sehr gespannt auf eure Meinungen dazu.
Lieben Dank fürs Lesen.
LG

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16. Dezember 2014 um 21:59

...
Hallo,

ich finde dass eure Erzieherinnen teilweise schon etwas zu viel zutrauen - sie wollen besser beurteilen, was dein Kind, das eine attestierte Behinderung hat, braucht? Sie wissen das besser als der Kinderarzt oder du als Mutter?
Ich glaube, meine Meinung kennst du schon, ohne dass ich viel dazu schreibe... Ich würde mir wirklich gut überlegen, ob ein Kita-Wechsel in eurem Fall nicht sinnvoll wäre... Es ist ja nicht das erste Mal, dass sie "alles besser wissen"...

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16. Dezember 2014 um 22:30

Hallo motte
Wie setzt sich denn das Team in eurer Kita zusammen? Gibt es Erzieher mit Zusatzqualifikationen im interativen Bereich? Gibt es Heilerziehungspfleger oder gar einen Psychologen?

In der Erzieherausbildung werden unter anderem auch diverse Beeinträchtigungen, Behinderungen und Krankheitsbilder gelehrt. Auch die Arbeit in einer entsprechenden Einrichtung ist bei uns Pflicht gewesen. Dennoch ist dies nur ein kleiner Teil der Ausbildung und die Erzieher sind nicht entsprechen informiert und qualifiziert für die Arbeit mit beeinträchtigten Menschen aller Arten.

Ich denke, dass diese Erzieher zum größten Teil aus unwissen handelt. Bei autistischen Menschen sind neben den "großen" Themen wie Sozialverhalten oder Kommunikation auch die Sinne betroffen. Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken, die Körperwahrnehmung wie auch der Gleichgewichtssinn entwickeln sich anders.
Das kann in Form von Über - oder Unteremofindlichkeit. Das kann sich sowohl auf die Qualität der Reize beziehen als auch auf deren Intensität oder die Menge der Reize. Eine sensorische Überempfindlichkeit kann zu Stress und extremen Vermeidungsverhalten führen und grade deshalb, sollte die Erzieherin dein Kind nicht zum Essen zwingen.

Generell sollten Essen und Zwang in keinem zusammenhang stehen. Ich glaube, dass die Erzieherin nicht weiß, wie sie mit dem Verhalten deiner Tochter ungehen soll. Dadurch schadet sie ihr. Bitte um ein Gespräch. Erkläre, wie du dir den Umgang mit dem Essen wünschst und aus welchen Gründen das so wichtig für deine Tochter ist. Das was sie nämlich grade tut, macht es nur noch schwerer für alle Beteiligten.

LG

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16. Dezember 2014 um 22:31
In Antwort auf xxmaybexx1

Hallo motte
Wie setzt sich denn das Team in eurer Kita zusammen? Gibt es Erzieher mit Zusatzqualifikationen im interativen Bereich? Gibt es Heilerziehungspfleger oder gar einen Psychologen?

In der Erzieherausbildung werden unter anderem auch diverse Beeinträchtigungen, Behinderungen und Krankheitsbilder gelehrt. Auch die Arbeit in einer entsprechenden Einrichtung ist bei uns Pflicht gewesen. Dennoch ist dies nur ein kleiner Teil der Ausbildung und die Erzieher sind nicht entsprechen informiert und qualifiziert für die Arbeit mit beeinträchtigten Menschen aller Arten.

Ich denke, dass diese Erzieher zum größten Teil aus unwissen handelt. Bei autistischen Menschen sind neben den "großen" Themen wie Sozialverhalten oder Kommunikation auch die Sinne betroffen. Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken, die Körperwahrnehmung wie auch der Gleichgewichtssinn entwickeln sich anders.
Das kann in Form von Über - oder Unteremofindlichkeit. Das kann sich sowohl auf die Qualität der Reize beziehen als auch auf deren Intensität oder die Menge der Reize. Eine sensorische Überempfindlichkeit kann zu Stress und extremen Vermeidungsverhalten führen und grade deshalb, sollte die Erzieherin dein Kind nicht zum Essen zwingen.

Generell sollten Essen und Zwang in keinem zusammenhang stehen. Ich glaube, dass die Erzieherin nicht weiß, wie sie mit dem Verhalten deiner Tochter ungehen soll. Dadurch schadet sie ihr. Bitte um ein Gespräch. Erkläre, wie du dir den Umgang mit dem Essen wünschst und aus welchen Gründen das so wichtig für deine Tochter ist. Das was sie nämlich grade tut, macht es nur noch schwerer für alle Beteiligten.

LG

Entschuldige die fehler,
es ist spät

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