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Frage zu Paukenerguss bei 3jährigem - OP?

10. Januar 2013 um 20:49

Hallo Ihr Lieben,

ich bräuchte mal Eure Erfahrungsberichte!

Vorgeschichte: Unser Sohn, 3,5 Jahre alt, hatte im letzten Jahr 3 starke Mittelohrentzündungen, die jedes Mal mit Antibiotika behandelt wurden. Jedes Mal hatte er einen Paukenerguss. Die letzte Mittelohrentzündung hatten wir jetzt über den Jahreswechsel. Die Entzündung ist weg, der beidseitige Paukenerguss jedoch noch nicht. Da ich in letzter Zeit irgendwie das Gefühl hatte, dass Minimann schlecht hört (nicht nur aus pädagogischer Sicht, sondern akkustisch), habe ich einen Termin beim HNO gemacht. Außerdem habe ich manchmal das Gefühl, dass er schlecht Luft bekommt und seine Nase zu ist nachts, selbst wenn kein Infekt vorliegt. Da mein Mann und ich Allergiker sind, wollte ich zudem Allergien und eine Polypenvergrößerung abklären.

Heute wurde Milo Blut abgenommen, um eine Hausstaub-/Milbenallergie abzuklären. Ergebnis noch ausstehend.

Der Hörtest heute hat ergeben, dass er auf beiden Ohren nur ca. 70% hört, was an den Paukenergüssen liegen kann.

Der HNO rät aufgrund der Anamnese dazu, in Kürze bei unserem Sohn unter Vollnarkose die Paukenergüsse zu behandeln. Dabei wird das Trommelfell angeschnitten, damit das Sekret abgesaugt/abfließen kann. Von Paukenröhrchen hat er uns bei einem erstmaligen Eingriff abgeraten. Unter der OP würde man parallel nachschauen, ob die Rachenpolypen vergrößert sind, um diese ggf. direkt mitzuentfernen.

Die Gefahr, dass sich auch nach einer OP Paukenergüsse bilden, kann nie ganz ausgeschlossen werden.

In meinem Umfeld sind die Meinungen geteilt: Es gibt Eltern, bei deren Kindern war die OP ein voller Erfolg, das Ohr heilte schnell aus, die Kinder hörten besser, die Sprache verbesserte sich und die Kinder bekamen max. ne Erkältung im Winter, die aber nicht sofort zu einer Infektion wurden wie vorher.

Allerdings gibt es auch Eltern, bei denen sich überhaupt nichts verbessert hat und die sich fragen, ob es das wert war. Narkose, Eingriff etc.

Und ich kenne eine Mutter, deren Sohn ebenfalls zur Zeit einen beidseitigen Paukenerguss hat, die der Meinung ist, das geht alles von alleine weg. Sie behandelt das Kind homöepathisch mit Otowoven und lässt ihn 3x täglich einen Ball über die Nase aufpusten, damit es in den Ohren knackt.

Ich bin total unsicher, wie wir verfahren sollen. Bringt es was? Wie war es bei Euch? Leiden die Kinder nach dem Eingriff?

LG
Juli

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10. Januar 2013 um 21:27

Immer wieder Op
Bei meinem Sohn wurde mit 4 Jahren die Op gemacht, also der Schnitt ins Trommelfell und entfernung der polyphen. Vor der Op war er dauerkrank immer mit Fieber und Antibiotika. Nun 1 jahr später hört er sehr gut er spricht sehr viel besser und außer einer leichten erkältung hatte er keine Erkrankung. Also ich würde es immer wieder tun die op hat er bestens überstanden und wollte am selben Tag noch zu mcdoof. Ging natürlich noch nicht.

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10. Januar 2013 um 21:36

Wurden denn in Euren Fällen
Paukenröhrchen gesetzt?

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10. Januar 2013 um 21:41
In Antwort auf loreto_12740097

Wurden denn in Euren Fällen
Paukenröhrchen gesetzt?

Nein
Es wurde nur ein Schnitt gemacht. Der Arzt hat uns gesagt, dass nur noch in Einzelfällen welche gelegt werden, wenn das Kind z.b. Fast taub ist,

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10. Januar 2013 um 21:54

Meine Kleine hat
im März 2012 beidseits Paukenröhrchen bekommen. Sie hatte davor wochenlang immer wieder hohe Fieberschübe, die wohl auf Mittelohrentzündungen zurückzuführen waren.

Irgendwann haben sie dann mal den Entzündungswert geprüft und Blut abgenommen, weil sie schon wieder fieberte. Und 1 Tag später waren wir schon im KH zur OP, weil die Entzündungswerte viel zu hoch waren. Selbst in der Nacht vor der OP hatte sie wieder 40,2 Grad Fieber. Es hatte sich auch viel Flüssigkeit angesammelt und sie hörte schlechter.

Seitdem war sie kaum krank. Allerdings sind ihre Ohren trotzdem noch ihr Problemfeld. So hatten wir kurz vor Weihnachten eine kleine Entzündung am Mittelohr über den Paukenröhrchen. Keine Ahnung, wie das kommt, aber ich denke mal, dass der Verlauf ohne Paukenröhrchen schlimmer gewesen wäre bzw. wir jetzt wieder 1 MOE nach der anderen hätten.

Also richtig was raten kann ich dir nicht, aber wollte dir nur kurz von uns berichten.
Es kann sein, dass bei uns auch alle Ärzte für Paukenröhrchen waren, da meine Kleine mit Lippenspalte zur Welt kam und da ja bei MKG-Betroffenen des öfteren Paukenröhrchen notwendig werden. Ich hatte den Eindruck, dass die Ärzte auch deshalb relativ schnell entschieden haben, dass es nicht nur bei dem Schnitt bleibt, sondern sie gleich Paukenröhrchen bekommt.

LG und alles GUte! funny

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10. Januar 2013 um 21:56
In Antwort auf funnysunny28

Meine Kleine hat
im März 2012 beidseits Paukenröhrchen bekommen. Sie hatte davor wochenlang immer wieder hohe Fieberschübe, die wohl auf Mittelohrentzündungen zurückzuführen waren.

Irgendwann haben sie dann mal den Entzündungswert geprüft und Blut abgenommen, weil sie schon wieder fieberte. Und 1 Tag später waren wir schon im KH zur OP, weil die Entzündungswerte viel zu hoch waren. Selbst in der Nacht vor der OP hatte sie wieder 40,2 Grad Fieber. Es hatte sich auch viel Flüssigkeit angesammelt und sie hörte schlechter.

Seitdem war sie kaum krank. Allerdings sind ihre Ohren trotzdem noch ihr Problemfeld. So hatten wir kurz vor Weihnachten eine kleine Entzündung am Mittelohr über den Paukenröhrchen. Keine Ahnung, wie das kommt, aber ich denke mal, dass der Verlauf ohne Paukenröhrchen schlimmer gewesen wäre bzw. wir jetzt wieder 1 MOE nach der anderen hätten.

Also richtig was raten kann ich dir nicht, aber wollte dir nur kurz von uns berichten.
Es kann sein, dass bei uns auch alle Ärzte für Paukenröhrchen waren, da meine Kleine mit Lippenspalte zur Welt kam und da ja bei MKG-Betroffenen des öfteren Paukenröhrchen notwendig werden. Ich hatte den Eindruck, dass die Ärzte auch deshalb relativ schnell entschieden haben, dass es nicht nur bei dem Schnitt bleibt, sondern sie gleich Paukenröhrchen bekommt.

LG und alles GUte! funny

Ach so
wegen dem Alter: bei der OP war sie 1 3/4, jetzt ist sie 2,5 Jahre alt.

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10. Januar 2013 um 22:08


Unserem großen Sohn wurden mit 19 Monaten die Paukenergüsse beidseitig entfernt (nur geschnitten, keine Paukenröhrchen) und gleichzeitig die Rachenmandeln entfernt. Bei uns war die OP ein voller Erfolg! Er war zuvor das ganze Jahr über fast ständig erkältet und hatte durch die Paukenergüsse ein um ca. 30% vermindertes Hörvermögen. Bis zur OP hatte er noch kein Wort gesprochen.
Die OP selbst ist problemlos verlaufen. 3 oder 4 Tage lang hatte er allerdings anschließen Schmerzen beim Essen.

Jetzt ist er 25 Monate, ist nur noch selten erkältet und quaselt wie ein Wasserfall .

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10. Januar 2013 um 22:21


Hallo,

unser Zwerg hatte eigentlich NIE Probleme mit den Ohren, also nie eine Entzündung oder so. Aber vermutlich hatte er schon länger vergrößerte Polypen...
Und im letzten Jahr, nach KiGa-Beginn und sechs Wochen mit immer neuen Infekten, hat er plötzlich fast nichts gehört. Also es kam wirklich innerhalb von ein paar Wochen und sein Hörvermögen war wirklich extrem schlecht! Der HNO meinte, er hört ungefähr so gut, wie wenn wir uns den Finger ganz fest in die Ohren stecken...

Er wurde ziemlich bald operiert (kurz vor seinem dritten Geburtstag), also Polypenentfernung und Paukenröhrchen.
Die OP an sich war ein Klacks. Am Tag der OP hat er wegen der NArkose sehr viel geschlafen, am nächsten Tag ist er herumgehüpft, als wär nichts gewesen. Er bekam zwei Tage noch Schmerzmittel (aber eher wegen der Polypen), seitdem war alles bestens.
Und er hat noch WOCHENLANG täglich mindestens einmal gesagt: "Ich kann wieder hören. Doktor hat Ohren wieder gut gemacht!" Er war sooooo dankbar!!!

Die Röhrchen müssten noch drin sein, zumindest waren sie vor ein paar Wochen noch drin.
Und falls du dich deswegen sorgst: Wir haben seitdem immer ganz normal gebadet, geduscht, Haare gewaschen, waren regelmäßig beim Schwimmen, ja auch oberflächliches Tauchen ist kein Problem.

Lg
Judit

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11. Januar 2013 um 5:46

Ohne op alles gut
Mein Sohn wechselte mit 2,5 die Kiga Gruppe und da ging es los, 4 mittelohrentzündungen in nem halben Jahr -> dann Paukenerguss beideitig. Habe mich entschieden ohne Antibiotika zu behandeln um den Körper nicht noch mehr zu schwächen. Der erste HNO wollte sofort operieren ( polypen raus und Rachenmandeln) der 2. Sagte erst noch etwas warten und viel frische Luft. Dann waren wir 10 Tage an der Nordsee zelten und gaben weiter Otovowen. Danach war beim HNO kaum noch ein Erguss zu erkennen und er war seit dem erst 1 Mal Krank. Leider sind wir heute viel zu viel in beheizten Räumen unterwegs, dafür sind unsere Schleimhäute nicht gemacht.

Wollte nur mal ein Beispiel bringen wie es auch klappen KANN ohne Op. Davor hatte ich zu viel Angst.

Drück Euch die Daumen das es bald schon besser wird

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11. Januar 2013 um 14:34

Danke Euch, Mädels
ich denke, wir werden dem Rat des Arztes folgen und es machen lassen. Sicherlich könnte man es auch mit Alternativmethoden versuchen, aber ich habe auf der anderen Seite auch Angst vor den Spätfolgen, denn gerade jetzt ist es doch so wichtig, dass Kinder richtig sprechen lernen. Später muss es mühsam erlernt werden, um Defizite aufzuholen. Mal davon ab, dass wir in 2012 insgesamt 4x zu Antibiotika greifen mussten. Finde ich viel in einem Jahr

LG

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