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Freundin mit Kinderwunsch- wie viel Rücksicht muss ich nehmen??

24. November 2016 um 17:02

Die Frage steht eigentlich schon im Titel..

Hier die Situation, so kurz wie möglich gefasst..

Es geht um eine Kollegin von mir, die in den letzten Jahren eine gute, wie ich immer dachte sogar enge Freundin geworden ist. Ich wusste, dass das Thema Kinder für sie schwierig ist, sie war schon bevor ich schwanger wurde Ü40, alleinstehend und hatte vor vielen Jahren eine Fehlgeburt.
Meinen Kinderwunsch hab ich mit ihr nie thematisiert, nicht bewusst, sondern weil ich sowas allgemein einfach für mich behalte. Vor eineinhalb Jahren bin ich nach einem frustrierenden Jahr Hibbeln schwanger geworden.
Leider musste ich relativ früh schon krankgeschrieben werden, Gründe hier jetzt egal. Jedenfalls hat sie wohl geahnt dass ich schwanger bin. Ich habe mir aber das Recht rausgenommen, selbst zu entscheiden, wann ich etwas erzähle. Und das war für mich eben erst nach der 12. Woche. Vorher wussten es nichteinmal unsere Eltern.

Naja, in der 12. Woche war dann klar, dass ich ein Beschäftigungsverbot bekommen werde und nicht mehr arbeite. Meine Chefetage hat ziemlich ungehalten reagiert, und mir ging es dann körperlich und psychisch ziemlich dreckig. Wir haben dann nach und nach erzählt, dass ich schwanger bin, auch ihr habe ich es gesagt, und hätte sie in der Situation einfach gebraucht.

Tja, und dann ging es los. Ich habe ihr erzählt, wie schlecht es mir gerade geht, wegen der gesamten Situation (kam noch ein großer Krach mit meinen Eltern dazu) und sie hat noch einen drauf gesetzt und mich total runtergeputzt, weil ich ihr erst nach der 12. Woche von der Schwangerschaft erzählt habe. SIE hätte ich sich ja seelisch darauf einstellen müssen. Ob ich mal drüber nachgedacht hätte wie das für SIE wäre. Ich hätte SIE wochenlang hintergangen usw. Danach war ich richtig am Boden, die Reaktion hat mich sooo verletzt. Sie hatte überhaupt kein Verständnis für mich.

Die Monate danach lassen sich schnell zusammenfassen: Wir hatten kaum Kontakt, wenn dann habe ich mich bei ihr gemeldet. Sie hat mich bis zur Geburt nicht gefragt, wie es mir geht. Wenn wir Kontakt hatten, ging es nur um sie und ihren neuen Freund. An unserer Arbeitsstelle hat sie erzählt, ICH würde mich nicht melden, nicht ans Telefon gehen, mit niemandem mehr etwas zu tun haben wollen usw. Was einfach nicht stimmte. Daraufhin haben auch andere Kollegen, mit denen ich mich gut verstanden habe, sich nicht mehr getraut sich bei mir zu melden.

Irgendwann gegen Ende meiner Schwangerschaft wendete sich das Blatt plötzlich. Sie stellte mir lauter Fragen zum Thema Hebamme, Vorbereitungskurs, Geburtsplanung und ich hatte schon so eine Ahnung. Und tatsächlich war sie vom neuen Freund direkt schwanger und plötzlich wollte sie wieder Kontakt mit mir. Aber es ging jetzt nur um IHRE Schwangerschaft. Ich traute mich ja nach wie vor nicht, meine zu erwähnen.

Selbst an dem Tag, als ich mit Blasensprung ins Krankenhaus kam und auf die Geburt wartete, textete sie mich mit ihrem neuen Freund zu... OBWOHL ich ihr gesagt habe, dass ich dafür grade keinen Nerv habe, weil ich im Kreißsaal bin.
Einige Tage später wieder plötzliche Funkstille und wieder hatte ich eine Ahnung, die stimmte, sie hat das Baby verloren. Ich hab versucht, als Freundin so gut es mir selbst im Wochenbett möglich war, für sie da zu sein. Ich hab mein Baby ihr gegenüber nicht erwähnt, bin extra nicht mit dem Baby meine Kollegen besuchen gegangen, damit sie es nicht sieht usw.

Jetzt ist mein Kleiner 8 Monate alt und wir haben nach wie vor kaum Kontakt. Ich gehe immer wieder auf sie zu, melde mich bei ihr, aber es kommt einfach nichts zurück. Ich habe ja echt Verständnis dafür, wie es ihr geht, und würde ihr niemals mein Kind ständig unter die Nase reiben. Ich halte mich eigentlich für einen recht einfühlsamen Menschen.
Ich weiß einfach nicht mehr , wie ich mich verhalten soll. Reagiere ich über, wenn es mich ärgert, dass sie mich seit eineinhalb Jahren nicht EIN MAL gefragt hat, wie es mir MIR geht? Sind das meine Hormone?? (Stillen macht einen komischen Menschen aus mir).
Wann ist denn die Grenze erreicht, wie viel Rücksicht muss ich nehmen? Ich würde gerne endlich mal meine Kollegen mit meinem Sohn besuchen. Aber ich weiß, dass sie völlig ausrasten wird, wenn ich mit meinem Baby zur Arbeitsstelle komme. Aber ich bin doch nicht schwanger geworden um sie zu ärgern! Ich habe IMMER Rücksicht genommen, mein Baby ihr gegenüber nie erwähnt, nichts. Ich hab versucht, für sie da zu sein, als sie ihr Kind verloren hat. Ich weiß auch, wie weh ihr das tut, dass ich einen Sohn bekommen habe. Aber ich weiß im Moment nicht, wie viel Wert diese Freundschaft noch hat.

Wie würdet ihr euch verhalten? Weiter den Kontakt zu ihr suchen? Die Freundschaft aufgeben? Das würde mir trotz allem weh tun.
Wie ist das bei euch mit Baby und Freundinnnen, von denen ihr wisst, dass sie auch einen Kinderwunsch hatten?

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24. November 2016 um 17:22

Naja, du kannst dich und dein Baby ja nicht ewig verstecken. Und ihr Problem mit babys, deinem baby, ist letztendlich ihr Problem und nicht deines. 
das gezeter und die sorgen wären mir nach 1 1/2 jahren nicht mehr sooo erstrebenswert.

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24. November 2016 um 17:32

Also ich finde es nicht in ordnung wie sich deine freundin verhält. Es ist klar, dass es ihr mit der situation nicht gut geht. Aber ch finde in einer freundschaft sollte man sich auch für den anderen freuen.

Ich hab auch eine freundin (unsere söhne söhne sind im selben alter) und wir haben fast zeitgleich angefangen auf ein geschwisterchen zu hibbeln. Ich hatte aber dieses jahr schon 2 fg und sie entbindet im februar. Natürlich tut es mir manchmal weh sie mit dem babybauch zu sehen. Aber es ist nicht ihre schuld, dass ich die fg hatte. Nie und nimmer würde ich sie so behandeln. Ich freu mich für sie und ich finde das sollte selbstverständlich in einer freundschaft sein.

Ich würde mich vermutlich nicht mehr bei ihr melden. So freunde braucht niemand! 

warum solltest du dein kind verstecken? Natürlich würde ich es mit zu den kollegen nehmen. Das ist deine sache und geht sie nichts an.

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24. November 2016 um 17:38

Geh mit deinem Kind die Kollegen besuchen.
Wenn sie wirklich ausrastet, würde ich ihr einmal sagen, was du bereits in deinem vorletzten Absatz geschrieben hast.
Was sie dann damit macht, ist ihre Sache.
Ich würde das so niccht länger mtmachen und sie ihres Weges ziehen lassen.

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24. November 2016 um 19:03
In Antwort auf leni0317

Die Frage steht eigentlich schon im Titel..
 
Hier die Situation, so kurz wie möglich gefasst..
 
Es geht um eine Kollegin von mir, die in den letzten Jahren eine gute, wie ich immer dachte sogar enge Freundin geworden ist. Ich wusste, dass das Thema Kinder für sie schwierig ist, sie war schon bevor ich schwanger wurde Ü40, alleinstehend und hatte vor vielen Jahren eine Fehlgeburt.
Meinen Kinderwunsch hab ich mit ihr nie thematisiert, nicht bewusst, sondern weil ich sowas allgemein einfach für mich behalte. Vor eineinhalb Jahren bin ich nach einem frustrierenden Jahr Hibbeln schwanger geworden.
Leider musste ich relativ früh schon krankgeschrieben werden, Gründe hier jetzt egal. Jedenfalls hat sie wohl geahnt dass ich schwanger  bin. Ich habe mir aber das Recht rausgenommen, selbst zu entscheiden, wann ich etwas erzähle. Und das war für mich eben erst nach der 12. Woche. Vorher wussten es nichteinmal unsere Eltern.
 
Naja, in der 12. Woche war dann klar, dass ich ein Beschäftigungsverbot bekommen werde und nicht mehr arbeite. Meine Chefetage hat ziemlich ungehalten reagiert, und mir ging es dann körperlich und psychisch ziemlich dreckig. Wir haben dann nach und nach erzählt, dass ich schwanger bin, auch ihr habe ich es gesagt, und hätte sie in der Situation einfach gebraucht.
 
Tja, und dann ging es los. Ich habe ihr erzählt, wie schlecht es mir gerade geht, wegen der gesamten Situation (kam noch ein großer Krach  mit meinen Eltern dazu) und sie hat noch einen drauf gesetzt und mich total runtergeputzt, weil ich ihr erst nach der 12. Woche von der Schwangerschaft erzählt habe. SIE hätte ich sich ja seelisch darauf einstellen müssen.  Ob ich mal drüber nachgedacht hätte wie das für SIE wäre. Ich hätte SIE wochenlang hintergangen usw. Danach war ich richtig am Boden, die Reaktion hat mich sooo verletzt. Sie hatte überhaupt  kein Verständnis für mich.
 
Die Monate danach lassen sich schnell zusammenfassen: Wir hatten kaum Kontakt, wenn dann habe ich mich bei ihr gemeldet. Sie hat mich bis zur Geburt nicht gefragt, wie es mir geht. Wenn wir Kontakt hatten, ging es nur um sie und ihren neuen Freund. An unserer Arbeitsstelle hat sie erzählt, ICH würde mich nicht melden, nicht ans Telefon gehen, mit niemandem mehr etwas zu tun haben wollen usw. Was einfach nicht stimmte. Daraufhin haben auch andere Kollegen, mit denen ich mich gut verstanden habe, sich nicht mehr getraut sich bei mir zu melden.
 
Irgendwann gegen Ende meiner Schwangerschaft wendete sich das Blatt plötzlich. Sie stellte mir lauter Fragen zum Thema Hebamme, Vorbereitungskurs, Geburtsplanung und ich hatte schon so eine Ahnung. Und tatsächlich war sie vom neuen Freund direkt schwanger und plötzlich wollte sie wieder Kontakt mit mir. Aber es ging jetzt  nur um IHRE Schwangerschaft. Ich traute mich ja nach wie vor nicht, meine zu erwähnen.
 
Selbst an dem Tag, als ich mit Blasensprung ins Krankenhaus kam und auf die Geburt wartete, textete sie mich mit ihrem neuen Freund zu... OBWOHL ich ihr gesagt habe, dass ich dafür grade keinen Nerv habe, weil ich im Kreißsaal bin.
Einige Tage später wieder plötzliche Funkstille und wieder hatte ich eine Ahnung, die stimmte, sie hat das Baby verloren. Ich hab versucht, als Freundin so gut es mir selbst im Wochenbett möglich war, für sie da zu sein. Ich hab mein Baby ihr gegenüber nicht erwähnt, bin extra nicht mit dem Baby meine Kollegen besuchen gegangen, damit sie es nicht sieht usw.

Jetzt ist mein  Kleiner  8 Monate alt und wir haben nach wie vor kaum Kontakt. Ich gehe immer wieder auf sie zu, melde mich bei ihr, aber es kommt einfach nichts zurück. Ich habe ja echt Verständnis dafür, wie es ihr geht, und würde ihr niemals mein Kind ständig unter die Nase reiben. Ich halte mich eigentlich für einen recht einfühlsamen Menschen.
Ich weiß einfach nicht  mehr , wie ich mich verhalten soll.  Reagiere ich über, wenn es mich ärgert, dass sie mich seit eineinhalb Jahren nicht EIN MAL gefragt hat, wie es mir MIR geht? Sind das meine Hormone?? (Stillen macht einen komischen Menschen aus mir).
Wann ist denn die Grenze erreicht, wie viel Rücksicht muss ich nehmen? Ich würde gerne endlich mal meine Kollegen mit meinem Sohn besuchen. Aber ich weiß, dass sie völlig ausrasten wird, wenn ich mit meinem Baby zur Arbeitsstelle komme. Aber ich bin doch nicht schwanger geworden um sie zu ärgern! Ich habe IMMER Rücksicht genommen, mein Baby ihr gegenüber nie erwähnt, nichts.  Ich hab versucht, für sie da  zu sein, als sie ihr Kind verloren hat. Ich weiß auch, wie weh ihr das tut, dass ich einen Sohn bekommen habe. Aber ich weiß im Moment nicht, wie viel Wert diese Freundschaft noch hat.
 
Wie würdet ihr euch verhalten? Weiter den Kontakt zu ihr suchen? Die Freundschaft aufgeben?  Das würde mir trotz allem weh tun.
Wie ist das bei euch mit Baby und Freundinnnen, von denen ihr wisst, dass sie auch einen Kinderwunsch hatten?
 

Sie hört sich für mich nicht nach einer Freundin an. Ihre Charakterzüge sprechen für sich. Eine gute Freundin, die einen mag und nicht nur um sich aus ist, handelt und reagiert auch bei ihrem Problem anders. Verständlich wäre, dass es ihr schwer fällt, aber sie hört sich eher egoistisch und ausnutzend an.

Sie bereitet dir mehr Schmerz als Freude und somit solltest du deine Energie woanders rein stecken. 
Leider ist das ein generelles Problem , wenn man Kinder kriegt. Der Freundeskreis ändert sich dadurch nochmal ziemlich.

Suche dir jemanden , der sich freut von dir zu hören und vorallem, der für dich da ist.

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24. November 2016 um 21:21

Sie ist keine Freundin! Eine wahre Freundin verhält sich nicht so! Ich hatte mal eine ähnliche "Freundin" die mir Erfolge nicht gönnte, ständig wegen irgendwas beleidigt war und zu Kreuze kroch obwohl ich nichts getan hatte. Irgendwann war es genug ich meldete mich nicht mehr bei und sie sich nicht mehr bei mir. Steck deine kostbare Energie nicht in so eine Person das macht nur mürbe... Lg

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24. November 2016 um 21:22

Und ich zu Kreuze kroch...sollte es heissen

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