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Freundin möchte Beziehungspause, Kind 3 Wochen alt.

21. Dezember 2014 um 12:26 Letzte Antwort: 22. Dezember 2014 um 18:40

Guten Tag,
ich wende mich an dieses Forum, da ich gerne nichts unversucht lassen möchte, meine Familie zusammenzuhalten.
Geschichte
Ich bin seit etwas über einem Jahr mit meiner Freundin zusammen (ich 27/sie 28). Wir haben uns bei einer sehr Intensiven Produktion (Theater) kennengelernt. Es hat gefunkt. Ich habe meine damalige Freundin verlassen und habe mich mit Freude in die neue Beziehung begeben. Sie hat mir ihre Liebe gestanden. kurze Zeit später wurde sie schwanger. Wir haben nicht sonderlich gut verhütet daher hätte es eigentlich keine große Überraschung sein sollen. Sie hatte Angst mich mit dieser Situation zu verschrecken. Das hat sie nicht. Ich habe ihr zu verstehen gegeben, dass ich in jedem Fall bei ihr bleiben werde, dass wir alles gemeinsam schaffen können. Wir führten eine Fernbeziehung. Ich studierte und kam immer an den Wochenenden zu Ihr. Ihre Ängste und Sorgen wurden größer. Können wir das überhaupt zusammen bewältigen? Ich war optimist. Ich schlug vor, dass sie zu mir ziehen kann. So kann ich mein Studium und die Familie besser unter einen Hut bringen und besser unterstützen. Das schlug sie aus. Sie benötigt die Sicherheit und Nähe zu ihren Eltern. Später in der Schwangerschaft ist sie ganz zu ihren Eltern gezogen. Bei mir kam langsam die Angst auf, dass ich große schwierigkeiten haben könnte, meine Familie nur am Wochenende sehen zu können und somit nicht richtig Vater sein zu können. (Ein studiumswechsel in Ihre Stadt gestaltet sich leider schwieriger als erwatet.) Diese Sorge konnte und kann sie denke ich nur zum Teil nachvollziehen.Ich habe sie in den Ferien und wann immer ich konnte wärend der Schwangerschaft begleitet. Ich war bei der Geburt dabei. Als unser Sohn geboren war, war ich der Glücklichste Menschder Welt. Ich habe ihr (auch auf ihre bitte hin) versprochen erst einmal 3 Wochen mit der Uni auszusetzen um für sie da zu sein. Zwei wochen haben wir sehr intensiv Zeit miteinander verbracht. Ich war sehr viel bei ihr, falls sie für irgend etwas Hilfe braucht. War vornehmlich für das Windelwechseln und Baden zuständig. Oder Medikamente besorgen und Spaziergänge mit dem kleinen machen. Frühstück /Abendbrot machen. Sie hat geäußert, dass sie große Angst hat, dass wir das zusammen nicht hinbekommen. Ihr fehlt Sicherheit. Sie hat auch Angst, dass ich mein Studium nicht zielstrebig genug hinbekomme. Letztendlich sind die Tage vergangen.Ihr ging es nicht wirklich besser. An einem Wochenende hatte sie helle Momente, wollte mit mir Tanzen. Ebenso hat sie auch oftmals über Zukünftige Kinder geredet. Dann ging es wieder bergab, sie hat sich verschlossen. Auch die Hebamme/Eltern machten sich sorgen. Dann hat sie mich gefragt, ob ich nicht gehen kann, dann sie muss sich auf sich selbst konzentrieren und sie braucht das jetzt, denn das macht sie kaputt.Ich bin am nächsten morgen direkt gefahren. Wir hatten uns geeinigt, das wir noch einmal skypen werden usw. Am Abend hat sie sich nicht mehr gemeldet. Nicht zurückgerufen. Ich habe ihr eine kleine Mail geschrieben,dass es schön wäre sie noch einmal zu hören, da ich beide sehr vermisse. Später die selbe SMS. Es gab dann um 00:30 ein kurzes Telefonat. Sehr zurückgezogen.Die nächsten Tage hat es sich nicht geändert. Meine Gedanken drehten sich 24h nur noch um meine Freundin und mein Kind. Ich habe ständig meine Mails gecheckt, auf ein Lebenszeichen gewartet. Es gab Tage später noch einmal ein kurzes Telefonat. Als ich ihr gesagt habe, das ich sie lieb habe, hat sie erwidert, dass das süß von mir sei. Es folgte noch einmal eine längere E-mail meinerseits (eine eher positive/ mutmachende - bezüglich all der großen Aufgaben...)Dann kam 3 tage lang keine Antwort. Wir haben Telefoniert. Sie will eine Beziehungspause.
Gründe:
Ich hätte in den 2 Wochen nach der Geburt stärker sein sollen. Eine Art Führungspersönlichkeit, die ihr den Tag strukturiert. Den Wecker stellt und sie mobolisiert. Das habe ich wirklich nur zum Teil hinbekommen. Ich lag oft neben ihr, weil ich dachte, dass meine Gesellschaft ihr vielleicht gut tun würde. Ich denke auch, das wir uns somit quasi etwas zu sehr auf der Pelle gerückt haben. Ich habe die Arbeit nicht immer gleich gesehen. Wie z.B. "wollen wir die Fläschchen nicht gleich mit hinunternehmen?" Somit musste sie mich darum bitten. Das fällt ihr allerdings sehr schwer und dräng sie in eine Rolle, die sie nicht mag. Ebenso zweifelt sie an meiner Zielstrebigkeit meinem Studium gegenüber. Immerhin steht das eine Seminar auf der Kippe und ich hätte vielleicht noch einmal dort auftauchen sollen. Das habe ich nichtgemacht, da ich ihr versprochen habe, bei ihr zu bleiben. Aber eigentlich hatte ich mein fehlen schon im Voraus mit dem Dozenten abgesprochen. Ebenso fiel mir der gedanke schwer, die beiden zu verlassen. Nun möchte ich eigentlich sagen - Danke, für den Spiegel, der du mir bist, danke für deine Gedanken. Ich möchte es besser machen und meine alten eingefahrenen Muster ändern. Ich bin bereit alles zu investieren was notwendig ist, unsere Familie zusammen zu halten. Ich möchte dass unser Sohn zwei sich liebende Eltern hat, die ihre Liebe und Kraft an ihn weitergeben können. Ebenso wäre ich auch professioneller Hilfe nicht abgeneigt.
Ihr Vorschlag für eine Lösung, ist eine Beziehungspause.

Ich denke nicht, dass dies Veränderung schaffen kann. Ich denke es braucht Versuchen und auch Scheitern, Gespräche und Taten. Doch sie möchte sich isolieren. Sie ist bei ihren Eltern.Die sind tagsüber arbeiten. Ein kleiner Ort mitten in Brandenburg - keine Freunde vor Ort. Sie teilt sich nur ungern oder fast gar nicht mit. Macht alles mit sich alleine aus. Erwähnenswert ist vielleicht auch, das sie im gegensatz zu mir nur sehr wenig Erfahrungen mit Beziehungen hat, die nur von kurzer dauer waren.
Liebe Leute, ich danke euch so sehr falls ihr all das gelesen haben solltet. Ich wunderte mich sonst immer über so lange Beiträge. Aber manchmal kann man einfach nicht anders. Diese Sache ist für mich zu wichtig. Ich zergehe vor Sehnsucht. Ich liebe meine Familie. Habt ihr Ideen, wie ich vorgehen könnte? Heute wird es noch einmal ein Gespräch geben. Ebenso habe ich vor, die Hebamme zu kontaktieren und um Rat zu fragen. Meinen Sohn noch länger nicht sehen zu dürfen bricht mir das Herz.
Ergänzung: Es ist bei ihr wol keine Frage der Liebe, sondern eine Frage der Sicherheit. Sie findet, dass wir als Paar super sind. Sie hat sich auch icht von Ihrem Liebesversprechen distanziert. Jedoch scheine ich nicht in Ihr Muster der perfekten Familie zu passen.
Vielen Dank für etwaige Antworten. Liebe Grüße und einen schönen vierten Advent.
Mathias

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21. Dezember 2014 um 12:41

Ich habe
nur die Hälfte gelesen und tippe auch auf Wochenbettdepression. Evtl. mal mit ihrer Hebamme reden, ich weiß aber nicht in wieweit sie mit Dir darüber reden darf. Aber Du kannst sie darauf aufmerksam machen.

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21. Dezember 2014 um 13:13

Hallo,
hatte sie in der Vergangenheit mal Probleme mit der Psyche, Essstörungen oder ähnliches?
Ich kenne dieses "Sicherheitsproblem". Das Kind verändert schon in der Schwangerschaft das Leben...besonders den eigenen Körper. Hatte sie Probleme in der Schwangerschaft oder Schwangerschaftswehwehchen, die sie sehr beschäftigt haben? Das kann eine Frau aus der Bahn werfen, wenn sie den Drang nach Kontrolle hat. Das haben oft Menschen, die psychische Probleme haben/hatten.
Man verliert die Kontrolle über den Körper in der Schwangerschaft. So ist es auch während und nach der Geburt. Man verliert die Kontrolle über den eigenen Tagesablauf, weil man ihn selbst nicht beeinflussen kann...das übernimmt das Kind und als Eltern richtet man sich danach und wächst in diese Rolle rein. Das ist für Menschen aber schwer, die diese Kontrolle als Sicherheit brauchen. Ich hatte da am Anfang auch grosse Probleme mit. Ich hatte keinen Babyblues, aber die Anzeichen dafür. Ich hatte meine Hebamme als Hilfe. Sie half mir meinen total kaputten Tagesplan wieder zu strukturieren...so gut es geht mit Kind. Es gab keinen direkten Zeitplan, aber Dinge nach denen ich mich richten konnte wie z.B. Kind stillen, anziehen und raus...mindestens 2x täglich an die frische Luft...früh und am Nachmittag. Oder am Abend, wenn der Kleine zufrieden war, nahm ihn mir jemand ab und ich hatte 30-60 Minuten für mich zum duschen etc. ohne an das Kind denken zu müssen, weil er in guten Händen war.
Ich brauche eine gewisse Struktur in meinem Leben, damit ich Sicherheit habe. Die hat mir die Schwangerschaft und die Geburt genommen...alles wurde durcheinander gewürfelt und ich brauchte einen groben Ablauf, damit ich wieder diese Kontrolle über mein Leben und diese Sicherheit bekam.

Rede mit der Hebamme. Deine Freundin braucht Unterstützung, aber das sollte die Hebamme bereits wissen, wenn sie sich Sorgen macht. Sie kennt die Stellen bei denen man sich melden kann.
Lass dich von deiner Freundin nicht abwimmeln. Sie braucht deine Unterstützung. Ausserdem hast du ein Recht auf dein Kind...da ist eine Beziehungspause egal...das hat dich bei deinem Kind nicht zu interessieren.

Ich wünsche dir, dass sich das alles legt und alles gut wird.

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21. Dezember 2014 um 13:19

Gespräch mit Hebamme
Hallo, vielen Dank für eure bisherigen Antworten. Die Hebamme meinte, sie hatte schon ein bischen den Baby-blues. Doch hat sie sich in der letzten Woche etwas gefestigt. Sie hatte sehr hohe erwartungen an mich, die sie leider nicht richtig kommunizieren konnte und die ich nicht erfüllen konnte. Sie hat nicht dn eindruck, dass sie die Beziehung mit mir beenden möchte. Sie sagt, es sei ein ungünstiger Start gewesen. Ungünstig sei auch gewesen, das wir die ganze Zeit im Haus ihrer Eltern waren. Ich soll nicht fordenrd sein und mich einfach ab und zu mal melden. Sie meinte das wir uns so in kleinen Schritten wieder annähern könnten. Sie sagt außerdem, das sie ein größeres Vertrauensverhältnis mit ihrer Mutter hat. Ich soll vermeiden mit der Mutter zu reden, da ich sie somit vielleicht weiter auseinander bringen könnte. Ich bin ziemlich verzweifelt doch muss stark sein. Ich darf nicht einfordern mein Kind zu sehen. Das könnte die Fronten verhärten. Von einer größeren Depression hat sie nicht geredet.

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21. Dezember 2014 um 13:23

Ich muss dir sagen,
dass ich finde, dass du dich bisher sehr gut um sie gekümmert hast. Da bist du eher ein seltenes Exemplar. Du bist nun mal nicht sie und in einer Beziehung muss jeder äußern, wenn er etwas anderes möchte. Du kannst ja nicht hellsehen. Was ich sagen möchte ist, gibt dir da keine Schuld. Du hast das gut gemacht. Später wird sie dir dafür dankbar sein.
Ich tippe aber auch auf Wochenbettdepressionen. Nach der Geburt ist die Hormonumstellung echt wahnsinn und man versteht sich oft selbst nicht. Das kann eine ganze Weile dauern.
Vielleicht kannst du deine Sorgen mit den Eltern teilen damit die dir wenigstens immer Informationen über die zwei geben können und auch wissen, dass du dich kümmerst.

Ich wünsche dir alles Gute!

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21. Dezember 2014 um 13:24
In Antwort auf carpe3punkt0

Hallo,
hatte sie in der Vergangenheit mal Probleme mit der Psyche, Essstörungen oder ähnliches?
Ich kenne dieses "Sicherheitsproblem". Das Kind verändert schon in der Schwangerschaft das Leben...besonders den eigenen Körper. Hatte sie Probleme in der Schwangerschaft oder Schwangerschaftswehwehchen, die sie sehr beschäftigt haben? Das kann eine Frau aus der Bahn werfen, wenn sie den Drang nach Kontrolle hat. Das haben oft Menschen, die psychische Probleme haben/hatten.
Man verliert die Kontrolle über den Körper in der Schwangerschaft. So ist es auch während und nach der Geburt. Man verliert die Kontrolle über den eigenen Tagesablauf, weil man ihn selbst nicht beeinflussen kann...das übernimmt das Kind und als Eltern richtet man sich danach und wächst in diese Rolle rein. Das ist für Menschen aber schwer, die diese Kontrolle als Sicherheit brauchen. Ich hatte da am Anfang auch grosse Probleme mit. Ich hatte keinen Babyblues, aber die Anzeichen dafür. Ich hatte meine Hebamme als Hilfe. Sie half mir meinen total kaputten Tagesplan wieder zu strukturieren...so gut es geht mit Kind. Es gab keinen direkten Zeitplan, aber Dinge nach denen ich mich richten konnte wie z.B. Kind stillen, anziehen und raus...mindestens 2x täglich an die frische Luft...früh und am Nachmittag. Oder am Abend, wenn der Kleine zufrieden war, nahm ihn mir jemand ab und ich hatte 30-60 Minuten für mich zum duschen etc. ohne an das Kind denken zu müssen, weil er in guten Händen war.
Ich brauche eine gewisse Struktur in meinem Leben, damit ich Sicherheit habe. Die hat mir die Schwangerschaft und die Geburt genommen...alles wurde durcheinander gewürfelt und ich brauchte einen groben Ablauf, damit ich wieder diese Kontrolle über mein Leben und diese Sicherheit bekam.

Rede mit der Hebamme. Deine Freundin braucht Unterstützung, aber das sollte die Hebamme bereits wissen, wenn sie sich Sorgen macht. Sie kennt die Stellen bei denen man sich melden kann.
Lass dich von deiner Freundin nicht abwimmeln. Sie braucht deine Unterstützung. Ausserdem hast du ein Recht auf dein Kind...da ist eine Beziehungspause egal...das hat dich bei deinem Kind nicht zu interessieren.

Ich wünsche dir, dass sich das alles legt und alles gut wird.

Probleme wärend der Schwangerschaft
Sie hatte eine sehr sehr lange Übelkeitphase. weit über 20 Wochen und ganztägig. Probleme mit der psyche hatte sie denke ich aber nicht vorher. Sie ist perfektionist und ein guter organisator. Jemand der sich komplett für seine Arbeit aufgibt ohne dabei auf sich selbst zu achten. Zur Not nichts isst oder ähnliches weil keine Zeit da ist.

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21. Dezember 2014 um 13:27

Struktur
Sie brauchte vorher keinen, der ihr eine Struktur gibt. Sie war immer sehr gut organisiert. Alles 100 Prozentig. Hat aber auch immer alles alleine machen wollen. Probleme um Hilfe zu bieten. Sie möhte immer stark nach außen sein, auch wenn es im innern anders aussieht. Sie machte auch vorher die Dinge immer mit sich aus.

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21. Dezember 2014 um 13:35

Danke
Das werde ich in Zukunft einmal vorschlagen.

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21. Dezember 2014 um 13:36
In Antwort auf oral_12141358

Gespräch mit Hebamme
Hallo, vielen Dank für eure bisherigen Antworten. Die Hebamme meinte, sie hatte schon ein bischen den Baby-blues. Doch hat sie sich in der letzten Woche etwas gefestigt. Sie hatte sehr hohe erwartungen an mich, die sie leider nicht richtig kommunizieren konnte und die ich nicht erfüllen konnte. Sie hat nicht dn eindruck, dass sie die Beziehung mit mir beenden möchte. Sie sagt, es sei ein ungünstiger Start gewesen. Ungünstig sei auch gewesen, das wir die ganze Zeit im Haus ihrer Eltern waren. Ich soll nicht fordenrd sein und mich einfach ab und zu mal melden. Sie meinte das wir uns so in kleinen Schritten wieder annähern könnten. Sie sagt außerdem, das sie ein größeres Vertrauensverhältnis mit ihrer Mutter hat. Ich soll vermeiden mit der Mutter zu reden, da ich sie somit vielleicht weiter auseinander bringen könnte. Ich bin ziemlich verzweifelt doch muss stark sein. Ich darf nicht einfordern mein Kind zu sehen. Das könnte die Fronten verhärten. Von einer größeren Depression hat sie nicht geredet.

Das mag ja sein,
aber du bist doch auch nur ein Mensch und du wurdest nicht als Vater geboren...da wächst man auch erst rein. Ein Vater ist erst Vater, wenn er das Kind im Arm hat. Bei der Mutter fängt das in der Schwangerschaft an. Da kann man keine Erwartungen haben und du kannst nicht in deiner Vaterrolle wachsen, wenn du nicht die Möglichkeit hase.
Ihr seid ja noch nicht so lange zusammen, ihr habt eine Fernbeziehung und du kannst auch nicht riechen, was sie denkt. Da brauchst du schon mehr Input von deiner Freundin als ein Mann, der seine Frau ewig kennt.

Ich bin absolut dafür, dass man auf eine frische Mutter Rücksicht nimmt und ihr die Last abnimmt, aber ich finde es falsch, dass man dir den ganzen Druck jetzt aufhalst. Du scheinst sehr viel Verständnis für deiner Freundin zu haben und das finde ich grossartig. Du liebst deine Familie und tust alles, damit es besser wird und dafür will man dich jetzt quasi entfremden?! Du bist doch so schon nicht in der Stadt und maximal am Wochenende da.
Ich finde die Aussage der Hebamme irgendwie merkwürdig. Sie hat das Wohlbefinden der Mutter im Blick, aber dazu gehörst du doch auch. Das Vertrauen zur Mutter ist ja gut und schön, aber deswegen kann man dich doch nicht aus dem Leben deiner Familie werfen und dann sollst du nicht mal mit der Mutter reden.
Finde ich merkwürdig.

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21. Dezember 2014 um 13:43
In Antwort auf carpe3punkt0

Das mag ja sein,
aber du bist doch auch nur ein Mensch und du wurdest nicht als Vater geboren...da wächst man auch erst rein. Ein Vater ist erst Vater, wenn er das Kind im Arm hat. Bei der Mutter fängt das in der Schwangerschaft an. Da kann man keine Erwartungen haben und du kannst nicht in deiner Vaterrolle wachsen, wenn du nicht die Möglichkeit hase.
Ihr seid ja noch nicht so lange zusammen, ihr habt eine Fernbeziehung und du kannst auch nicht riechen, was sie denkt. Da brauchst du schon mehr Input von deiner Freundin als ein Mann, der seine Frau ewig kennt.

Ich bin absolut dafür, dass man auf eine frische Mutter Rücksicht nimmt und ihr die Last abnimmt, aber ich finde es falsch, dass man dir den ganzen Druck jetzt aufhalst. Du scheinst sehr viel Verständnis für deiner Freundin zu haben und das finde ich grossartig. Du liebst deine Familie und tust alles, damit es besser wird und dafür will man dich jetzt quasi entfremden?! Du bist doch so schon nicht in der Stadt und maximal am Wochenende da.
Ich finde die Aussage der Hebamme irgendwie merkwürdig. Sie hat das Wohlbefinden der Mutter im Blick, aber dazu gehörst du doch auch. Das Vertrauen zur Mutter ist ja gut und schön, aber deswegen kann man dich doch nicht aus dem Leben deiner Familie werfen und dann sollst du nicht mal mit der Mutter reden.
Finde ich merkwürdig.

Merkwürdig
Nun ja, ich bin mir vielleicht auch nicht mit allen so sicher, zu dem sie mir rät. Allerdings ist sie eine Hebamme mit sehr viel Erfahrung. Das ich sie nicht bedrängen sollte leutet mir schon ein. Ich weiß es nicht.

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21. Dezember 2014 um 14:03

Hallo matthias
Eure Situation aus der Ferne zu beurteilen ist schwer... Ferne ist schwer.

Ihr seid noch nicht lange ein Paar, hattet bisher nicht die Gelegenheit eure Beziehung richtig zu festigen bevor ein neues, großes Ereignis eure Gefühlswelt wieder mächtig durcheinander bringt.

Du schriebst, deine Partnerin ist gut organisiert fast schon Perfektionistisch. Da hebt ein kleines Baby einer noch so starken und selbstbewussten Frau alles aus der Angel. Das ist sicher schwer für sie, sich in diese Rolle einzufinden. Ihre Mutter gibt ihr grade die nötige Sicherheit. Das ist schön, jedoch stehst du als Partner dann zurück. Schwierig sich dann richtig zu verhalten. Ich finde, du hast deine Sache gut gemacht. Dennoch müsst ihr alle in der neuen Rolle als Eltern, Großeltern und auch als Paar ankommen... Euren Platz finden und Alltag werden lassen. Das braucht viel Zeit, Geduld, Gespräche. Diese Mamutaufgabe ist schwer für zusammenlebende Paare. Für euch in einer Fernbeziehung sicher noch schwerer.

Garde jetzt kann es passieren, dass ihr euch entfremdet über die Distanz. Ihr solltet euch zusammensetzten und über alles sprechen. Wie geht es weiter? Wann kannst du (körperlich) für deine Familie da sein? Wie wird es nach dem Studium sein? Welche Ziele verfolgt ihr langfristig (Gemeinsames Wohnen nach dem Studium?) und sind das die gleichen? Wie wünscht ihr euch den Kontakt zu einander während deiner Abwesenheit? Welche Rolle kannst und möchtest du als Vater einnehmen? etc.

Die Geburt eines Kindes ist ein starker Einschnitt in euer beider Leben. Noch hat deine Partnerin aufgrund der Hormone mit Stimmungsschwankungen und Gefühlsschwankungen zu kämpfen. Das legt sich mit der Zeit. Aus der Ferne ist es schwer, hier für sie da zu sein und ihr zu helfen einen Alltag zu finden. Dieser wird sich auch häufig, durch euer Baby bestimmt, verändern.

Ich wünsche euch, dass ihr es schafft eine Familie zu werden und gemeinsam mit eurem Kind wachst und gut zusammenfindet.

LG

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21. Dezember 2014 um 17:44

Ihr solltet eine therapie in betracht ziehen
die Geburt ist erst 3 Wochen her? Manchmal dauert es einfach bis sich alles eingependelt hat und man als frischgebackene Mama die neuen Gefühle und Emotionen im Griff hat.Ihr solltet unbedingt miteinander reden, trotz Beziehungspause.Euer Baby braucht Kontakt zu euch beiden.Ihren Umzug zu ihren Eltern kann ich sehr gut nachvollziehen, da es bei mir auch so war.Ich bin während der zweiten Schwangerschaft einige 100 km zu meinen Eltern gezogen, da ich es in der bisherigen Wohnung emotional einfach nicht aushielt und mich die Eltern meines Freundes mir keine ruhige Minute mehr ließen und mich sehr einengten. Ihr solltet eine Lösung für euer Kind finden, trotz der Ferne hast du die Möglichkeit für dein Kind regelmäßig da zu sein und das ist so wichtig.Och seh das bei meinen zwei kleinen,1 und 3 Jahre alt.Ich hab seit nem halben Jahr einen neuen Partner, der die Kinder wie seine an sieht und sie wenn wir nächsten Sommer heiraten auch adoptieren will. Findet eine Lösung, gib ihr Freiraum wenn sie will aber besteht darauf für dein Kind dazusein

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21. Dezember 2014 um 18:22

Hinter den Rücken
Hallo, danke für deine Antwort,
ich werde meiner Freundin beim nächsten Gespräch auf jeden Fall sagen, dass ich mit der Hebamme geredet habe. Einfach um eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen. Vom alleinigen herumgrübeln in meiner Wohnung komme ich einfach nicht weiter. Ich werde ihr sagen, dass ich mir ihren Rat in dieser besonderen Situation geholt habe. Aber es ist interessant, dass es doch sehr verschiedenne Meinungen zu dieser Sache gibt (aber auch viel Konsenz). Ich denke, auch wenn ich noch nicht vorhabe mit ihren Eltern zu reden, sind sie ja auch nicht nur Ihre Elter, sondern auch die Großeltern meines Sohnes. Ich denke auch, das so eine Kontaktaufnahme schwierig ist, aber ich mache mir auch sorgen und will gerne aktiv werden. Vielleicht wäre ein gemeinsamer runder Tisch zu gegebenen Zeitpunkt eine gute Idee. Ich werde aber versuchen geduldig und stark zu sein und sie zumindest nicht zu bedrängen - auch wenn s wirklich sehr schwer fällt.

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21. Dezember 2014 um 18:32

Luftikuss
Hallo, danke für deine Antwort,
dein Prakmatismus gefällt mir. Im Moment mischt sich bei mir ja so etwas wie Sehnsucht, Liebeskummer, Zweifel und körperliche beschwerden. Im Moment denke ich auch, dass es wichtig ist, sich inerlich Prioritäten zu setzen und die Zeit arbeiten zu lassen. Aber so klar denke ich auch nur 5 min am Tag. Hoffentlich wird es mehr.

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21. Dezember 2014 um 18:36
In Antwort auf fareed_11961031

Ihr solltet eine therapie in betracht ziehen
die Geburt ist erst 3 Wochen her? Manchmal dauert es einfach bis sich alles eingependelt hat und man als frischgebackene Mama die neuen Gefühle und Emotionen im Griff hat.Ihr solltet unbedingt miteinander reden, trotz Beziehungspause.Euer Baby braucht Kontakt zu euch beiden.Ihren Umzug zu ihren Eltern kann ich sehr gut nachvollziehen, da es bei mir auch so war.Ich bin während der zweiten Schwangerschaft einige 100 km zu meinen Eltern gezogen, da ich es in der bisherigen Wohnung emotional einfach nicht aushielt und mich die Eltern meines Freundes mir keine ruhige Minute mehr ließen und mich sehr einengten. Ihr solltet eine Lösung für euer Kind finden, trotz der Ferne hast du die Möglichkeit für dein Kind regelmäßig da zu sein und das ist so wichtig.Och seh das bei meinen zwei kleinen,1 und 3 Jahre alt.Ich hab seit nem halben Jahr einen neuen Partner, der die Kinder wie seine an sieht und sie wenn wir nächsten Sommer heiraten auch adoptieren will. Findet eine Lösung, gib ihr Freiraum wenn sie will aber besteht darauf für dein Kind dazusein

Therapie
Hallo, vielen Dank für deine Worte.
Ich lese oftmals das Wort thrapie. Würde man das schlichtweg Paartherapie nennen? Muss man sich das verschreiben lassen? Ist Pro-Familia so eine Einrichtung?
Wenn du es nichjt weißt, auch nicht so schlimm. Ich werde heute noch Zeit finden zum recherchieren. Liebe Grüße

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21. Dezember 2014 um 18:40

Für Beide
Hallo,
ich habe mir diese Sache auch nicht so bewusst gemacht. Wir haben sie immer als unsere Hebamme bezeichnet und darum bin ich einfach davon ausgegangen, dass sie für uns da ist. Sodass sie uns beiden die Tipps und Tricks mit dem Baby usw. geben kann - denn immerhin muss ich ja auch wissen, wie man das Baby in der Badewanne richtig hält oder ähnliches. Dies scheint nicht unbedingt so sein zu müssen, wenn man andere Kommentare beachtet. Liebe Grüße

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21. Dezember 2014 um 18:45

Hin und Her
Hallo,
ich lese auch bei dir den Vorschlag heraus, zunächst die Prioritäten zum Kind hin zu verschieben. Vielleicht ist das zunächst eine gute Überlebensstrategie. Leider denkt mein Herz nicht Strategisch. Ich selbst war noch nicht in dieser Situation, daher weiß ich auch nicht ganz, was alles von mir erwartet wird. In einem Vorbereitungskurs hatte ich aber schon das Gefühl, dass sehr viel erwartet wird. Liebe Grüße

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21. Dezember 2014 um 20:48

Autsch....
das ist eine schwierige Situation!

Vorneweg: Ein Kind verändert alles!!! Grundlegend alles!
Und eure Ausgangslage als Paar ist nun nicht mal so einfach bzw. nicht so praktisch, dass man da dann einfach durch muss, weil man beieinander wohnt und die Eltern weit weg, sondern umgekehrt.
Jaaa, mein erstes Kind hat mich noch einmal sehr nahe an meine Eltern gebracht. Plötzlich war da eine andere Ebene vorhanden, die es vorher nicht gab. Du bist da einfach ein bißchen außen vor, dadurch, dass ihr eben nicht den gemeinsamen Alltag habt. Die zwei oder drei Wochen waren ja Ausnahmezustand, die Zukunft sieht ja anders aus, die zielt ja weiter auf "Wochenendbeziehung" ab. Und jaaaaa, Männer stören manchmal in der ersten Zeit. Ging mir zwar nicht so, aber ich kann es mir vorstellen, zumindest wenn die eigene Mutter dann greifbar ist und man weiß, dass man nachher auch alles alleine machen muss.
UND: Mir kommt das alles sehr verkopft vor: "Ich hab sie nicht mobilisiert und nicht an das Heruntertragen der Flasche gedacht!"
Ist doch total egal, wer an die Flasche denkt, wenn sie leer ist!!!

Ich denke, dass es einfach eine Mischung aus "Paar hat keinen gemeinsamen Alltag", "Frau hängt sich eher an die Eltern als an den Partner" und "typisches Wochenbettphänomen" handelt, also keine ganz üble Wochenbettdepression.
Ich würde Tacheles reden und deutlich machen, dass ich mich egal was die Zukunft bringt als Vater des Kindes sehe und in der Hinsicht auch auf meine Rechte hinweisen. Also einen Plan B von ihr verlangen. Denn du scheinst mir ja absolut willends definitiv Vater zu sein. Dass ihr die andere Komponente aktuell nicht so wichtig ist, ist in dem Fall einfach naturgegeben. Sie hat ihre Eltern und braucht nicht noch einen weiteren Nesthüter und für Liebe hat sie aktuell wenig Kopf. Ist normal, das machen die Hormone und die Genetik...
Das kann sich auch ganz schnell wieder einpendeln oder aber in die Richtung ausschlagen, dass sie meint, dich nicht mehr zu brauchen. Aber das darf dich nicht stören. Du bist der Vater und du willst das ja auch sein. Also gib dieser Rolle Kontur, lass ihr vielleicht noch ein bißchen Zeit und stell nicht gleich knallharte Umgangsforderungen, das bringt zu viel Dreck in das Ganze. Aber bleib auf Habacht...
Wenn du sie wirklich liebst, dann verzeihst du ihr auch anschließend, aber du kannst sie jetzt nicht zwingen, im Elternglück mit dir aufzugehen.
Sie ist jetzt im Mutterglück und sucht ihre Rolle. Schön wäre es, wenn ihr beide eure Elternrolle gemeinsam suchen könntet bzw. ist das der Normalfall, aber die Umstände sind einfach so, dass sie das erst einmal selber macht. Mir ist nicht ganz klar, wie viel da die Großeltern mitspielen, aber der Faktor ist nicht zu unterschätzen, aber von dir definitiv auch nicht zu ändern.
Jaaa, du hängst im luftleeren Raum und musst dich wohl gedulden und dann nach einiger Zeit entscheiden, ob du dazu bereit bist, einfach nur Vater zu sein oder ob es unbedingt als Paar gehen muss. Die Chancen, dass es nicht klappt liegen wohl 50:50...
Kann sein, dass sie beim nächsten Hormonschub ins Telefon heult: "Komm sofort zu mir! Warum hast du mich eine Sekunde alleine gelassen!"
Jaaa, direkt nach der Geburt ticken Frauen so...
Du hast sicherlich auch gemerkt, was so ein kleines Menschlein so alles mit sich bringt und bei der Mutter macht es das eben noch ein bißchen mehr...

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21. Dezember 2014 um 21:40

Verweigert.
Hallo, danke für deine Antwort,
ich finde es auch schön, wie du versuchst die Dinge aus der sicht der Mutter zu betrachten.
Nein, sie hat nicht gesagt, dass ich das Kind nicht sehen darf. Es ist nur eine Begleiterscheinung unserer Räumlichen trennung und womöglich zukünftig gesehen unserer Beziehungspause. Wie diese Pause genau aussehen soll, ist noch nicht klar. Ich bin auch im Gespräch mit meiner Freundin, was erfreulicherweise jetzt wieder stattfindet. Ich habe mir ihr vorhin geredet und gesagt, dss ich mit der Hebamme geredet habe und ebenso in dieses Forum gepostet habe. Sie hat auch gefragt, ob sie das lesen kann. Hier bin ich mir nicht ganz sicher. Ich denke schon, meine Wahrnehmung aufgeschrieben zu haben. Ich mache mich nicht davon frei vielleicht auch gefallen zu wollen, aber habe das versucht weitestgehend auszuschließen, was sicher nicht ganz möglich ist. Allerdings denke ich, sind die Antworten die gegeben worden sind einfach nicht direkt für sie, sondern für mich gedacht. Somit wurde nur wenig oder halt keine Rücksicht auf die Gefühle meiner Partnerin genommen. Das kann ich auch etwas verstehen, da man den Fragesteller vielleicht gerne unterstützen möchte und eher Rücksicht auf seine Gefühle nehmen mööchte oder sich vielleicht mit Ihm verbrüdert in der Hoffnung, Ihn emotional aufzubauen. D.h., ich kann deine Kritik verstehen, bin aber dankbar für alle Antworten. Ich suche mir auch eher das positive, konstruktive für mich aus allen heraus. Es geht mir nicht um Bestätigung, sondern Veränderung. Jeder hat hier seine Wahrnehmung und seine Erfahrungen. Ich bin sehr Glücklich, so viel rege Anteilnahme zu erfahren. Liebe Grüße

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21. Dezember 2014 um 22:01
In Antwort auf paditax

Autsch....
das ist eine schwierige Situation!

Vorneweg: Ein Kind verändert alles!!! Grundlegend alles!
Und eure Ausgangslage als Paar ist nun nicht mal so einfach bzw. nicht so praktisch, dass man da dann einfach durch muss, weil man beieinander wohnt und die Eltern weit weg, sondern umgekehrt.
Jaaa, mein erstes Kind hat mich noch einmal sehr nahe an meine Eltern gebracht. Plötzlich war da eine andere Ebene vorhanden, die es vorher nicht gab. Du bist da einfach ein bißchen außen vor, dadurch, dass ihr eben nicht den gemeinsamen Alltag habt. Die zwei oder drei Wochen waren ja Ausnahmezustand, die Zukunft sieht ja anders aus, die zielt ja weiter auf "Wochenendbeziehung" ab. Und jaaaaa, Männer stören manchmal in der ersten Zeit. Ging mir zwar nicht so, aber ich kann es mir vorstellen, zumindest wenn die eigene Mutter dann greifbar ist und man weiß, dass man nachher auch alles alleine machen muss.
UND: Mir kommt das alles sehr verkopft vor: "Ich hab sie nicht mobilisiert und nicht an das Heruntertragen der Flasche gedacht!"
Ist doch total egal, wer an die Flasche denkt, wenn sie leer ist!!!

Ich denke, dass es einfach eine Mischung aus "Paar hat keinen gemeinsamen Alltag", "Frau hängt sich eher an die Eltern als an den Partner" und "typisches Wochenbettphänomen" handelt, also keine ganz üble Wochenbettdepression.
Ich würde Tacheles reden und deutlich machen, dass ich mich egal was die Zukunft bringt als Vater des Kindes sehe und in der Hinsicht auch auf meine Rechte hinweisen. Also einen Plan B von ihr verlangen. Denn du scheinst mir ja absolut willends definitiv Vater zu sein. Dass ihr die andere Komponente aktuell nicht so wichtig ist, ist in dem Fall einfach naturgegeben. Sie hat ihre Eltern und braucht nicht noch einen weiteren Nesthüter und für Liebe hat sie aktuell wenig Kopf. Ist normal, das machen die Hormone und die Genetik...
Das kann sich auch ganz schnell wieder einpendeln oder aber in die Richtung ausschlagen, dass sie meint, dich nicht mehr zu brauchen. Aber das darf dich nicht stören. Du bist der Vater und du willst das ja auch sein. Also gib dieser Rolle Kontur, lass ihr vielleicht noch ein bißchen Zeit und stell nicht gleich knallharte Umgangsforderungen, das bringt zu viel Dreck in das Ganze. Aber bleib auf Habacht...
Wenn du sie wirklich liebst, dann verzeihst du ihr auch anschließend, aber du kannst sie jetzt nicht zwingen, im Elternglück mit dir aufzugehen.
Sie ist jetzt im Mutterglück und sucht ihre Rolle. Schön wäre es, wenn ihr beide eure Elternrolle gemeinsam suchen könntet bzw. ist das der Normalfall, aber die Umstände sind einfach so, dass sie das erst einmal selber macht. Mir ist nicht ganz klar, wie viel da die Großeltern mitspielen, aber der Faktor ist nicht zu unterschätzen, aber von dir definitiv auch nicht zu ändern.
Jaaa, du hängst im luftleeren Raum und musst dich wohl gedulden und dann nach einiger Zeit entscheiden, ob du dazu bereit bist, einfach nur Vater zu sein oder ob es unbedingt als Paar gehen muss. Die Chancen, dass es nicht klappt liegen wohl 50:50...
Kann sein, dass sie beim nächsten Hormonschub ins Telefon heult: "Komm sofort zu mir! Warum hast du mich eine Sekunde alleine gelassen!"
Jaaa, direkt nach der Geburt ticken Frauen so...
Du hast sicherlich auch gemerkt, was so ein kleines Menschlein so alles mit sich bringt und bei der Mutter macht es das eben noch ein bißchen mehr...

Eine schwierige Situation
Hallo, vielen Dank für deine Antwort.
Wenn ich bis jetzt aus all den Gedanken hier mitgenommen habe, dann ist es, einen Kühlen Kopf zu bewahren. Ich merke auch, wie mir all das dabei hilft. Es gibt wol wirklich Dinge, die ich jetzt nicht einfach so erzwingen kann. Aber ich bin schon einmal sehr froh, das meine Freundin mit mir redet. Ich versuche ihr gegenüber auch ehrlich zu sein, was meinen derzeitigen Umgang mit der Situation betrifft. Es ist sehr schön, so viele Menschen zu treffen, die schon ähnliches oder ganz anderes durchgemacht haben. Dies lässt alles lösbar erscheinen, denn sonst könnten mir so viele hier jetzt nicht Antworten.
Liebe Grüße

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22. Dezember 2014 um 13:15

So schwer es dir fällt, nimm dich zurück und habe Geduld.
Eine Schwangerschaft und Geburt ist Extremstress für Körper und Geist und manchen Frauen macht dies schwer zu schaffen.
Evt. liegt eine Wochenbettdepression vor (der Wunsch nach einem "Führer" klingt mir ein wenig danach).
Wenn ihr beide leidet und keine Besserung in Sicht ist, dann holt euch Hilfe von außen.

Ich wünsche euch alles Gute und eine großePortion Zuversicht.

Pupsigel

P.s. so wie hier manche Frauen auf seiner Frau "rumhaken"....unglaublich....S elbsterhöhung durch verbales Vernichten anderer in Reinform....arm.

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22. Dezember 2014 um 18:40

Sie hat doch aber recht
Der TE meinte, dass beide nicht auf die Verhütung geachtet hatten. Sie scheint ein sehr strukturierter Mensch zu sein und weiss ganz genau, was sie macht...also hat sie es mit vollem Wissen in Kauf genommen und man kann beiden kein "Ups, so war das aber nicht geplant." vorwerfen. Beide haben eingewillig, dass genau das passieren kann.
Wenn sie mit dem Mann kein Kind wollte, dann hätte die Frau nicht so gehandelt.

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