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Ganztagesbetreuung durch Kinderkrippe ???

25. Juli 2007 um 14:40

Hallo zusammen,

ich befinde mich derzeit in einem ziemlichen Dilemma. Mein Sohn ist inzwischen 7 Monate alt und für mich und meinen Mann war von Anfang an klar, dass er recht bald (d.h. nach einem Jahr oder so) in eine Kinderkrippe gehen wird, da ich mich noch in der Ausbildung befinde und diese gerne schnellstmöglich abschliessen möchte. Ich hatte damit eigentlich auch nie ein Problem - klar hat mir der Gedanke daran manchmal weh getan, aber ich habe mich im Großen und Ganzen von Anfang an darauf eingestellt.
Wir haben nun tatsächlich ab November (da wäre er knapp 11 Monate alt) eine Ganztagesbetreuung (8-16 Uhr) in einer Kinderkrippe bekommen. Wir haben uns eigentlich sehr darüber gefreut.
Ich denke, mein Sohn wird damit gut zurecht kommen - er ist gerne mit anderen Kindern/Babies zusammen und an sich auch ein sehr pflegeleichtes Kind. Wir haben ihn auch schon von Anfang an an andere Bezugespersonen (Oma, Babysitterin etc.) gewöhnt, sodass ich HOFFE, dass es da keine Probleme gibt.

Nun habe ich heute gehört, dass die Fremdbetreuung von so kleinen Kinder schädlich für deren Entwicklung und Psyche sein soll. Ich habe dann etwas im Internet recherchiert und da gibt es ja etliche Horrorberichte, von wegen, dass Krippenkinder aggressiv wären und sich schlechter entwickeln und dass Kinder bis zum 3. Lebensjahr unbedingt die Mutter als einzige Bezugsperson brauchen. Ich bin nun total verunsichert und könnte echt heulen - mir tut das so leid um den Wurm. Wenn ihm das echt schaden sollte... dann will ich das nicht!

Wie ist Eure Meinung dazu und wie seht Ihr das mit der Fremdbetreuung ?

Liebe Grüße,
Bellini

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25. Juli 2007 um 15:12

Quatsch
Mein Sohn ist seit er 6 Monate ist in der Kita (anfangs in der Babygruppe, jetzt in der 1-3 jährigen Gruppe). Ich schreibe zur Zeit meine Doktorarbeit und mußte schnell wieder in den Beruf einsteigen.

Mein Kind wird dort von 9-17 Uhr betreut. 3 Erzieher kommen dort auf 10 Kinder.

Mein Kind ist sehr weit in der Entwicklung, wächst zweisprachig auf und hat einen riesigen Wortschatz, ist sehr intelligent, motorisch weit, sozial super verträglich, sehr verschmust und lieb. Ich hatte anfangs auch Bedenken, aber wenn ich ihn sehe wie weit er anderen in seinem Alter voraus ist, kann ich sagen, dass es ihm bestimmt nicht geschadet hat, von mehr als nur der Mama betreut zu werden!! Er geht jeden Morgen gerne zu den Kindern und freut sich wie verrückt.

Wichtig ist die Qualität der Betreuung. Ich zahle 700 Euro pro Monat und das ist es mir für diese sehr individulle Betreuung wert!.

Laß Dich nicht verunsichern.

VG, kleinebiene25 mit Matthäus (21 Monate)

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25. Juli 2007 um 17:09

Mach Dir keine Sorgen...
in anderen Ländern in das total normal. In Dänemark zum Beispiel gehen die meisten Mütter spätestens nach 1 Jahr wieder arbeiten. Mein Mann war mit 7 Wochen schon bei einer Tagesmutter- ging damals nicht anders. Und er ist ein sehr selbstbewusster, toller Mann, der ein SUPER Verhältnis zu seinen Eltern hat.
Wichtig ist nur, dass Du Dir die Stelle richtig aussuchst und ein gutes Gefühl dabei hast. Die Betreuung muss natürlich gewährleistet sein, es müssen genug Betreuer da sein, die sich auch mal nur um Deinen Sohn kümmern können, wenn er weint oder so...
Aber im Allgemeinen kann man echt nicht sagen, dass es einem Kind schadet, es sind ja auch nicht alle Dänen psychisch gestört .
LG und lass Dich nicht verunsichern, Du wirst schon merken, was Deinem Sohn guttut und was nicht!!
Karen

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25. Juli 2007 um 18:46

Hallo Bellini
Mach Dir bloß nicht soviele Sorgen! Ich denke nicht, dass der Besuch einer Krippe zwangsläufig in Aggressivität endet . Das sind wahrlich "Horromärchen", die du nicht so ernst nehmen solltest.
Das einzige was ich dir als Tipp mitgeben kann ist mit der Krippe, die deinen Sohn betreut, eine ordentliche Eingewöhnungsphase zu vereinbaren.
Du kannst mal nach dem "Berliner Modell" googlen, das ist eigentlich das beste Modell, was es in der Art gibt. Wenn dein Sohn vernünftig eingegliedert wird, dürfte es auch wenig Probleme geben!!
Wenn du Fragen hast kannt du mir auch eine PN schicken, beschäftige mich sehr mit diesem Thema und Krippenkinder allgemein. Bin Pädagogin, u.a. auch im Elementarbereich.

Mein Sohn geht auch, wenn er 7 Monate ist, zwei Tage in die Krippe, allerdings sind dort nur sehr wenige kleine Babys, bin auch schon gespannt, wie sich Theorie und Praxis so vereinbaren lässt .... hab auch große Angst davor.
Aber ich finde deine Entscheidung deine Ausbildung zu Ende zu machen, Super !!!

LG Sterntaler

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25. Juli 2007 um 18:56

Liebe Bellini
wir können uns ja zusammen tun.

Ich bin auch während der Ausbildung Schwanger geworden und für mich stand auch fest das meine Tochter zeitig in die Krippe geht.Da ich die Krippe bei uns ziemlich gut kenne und auch die Erzieher hatte ich deswegen schon mal kein schlechtes Gewissen.

Ich habe am 1.Sep.06 weiter gemacht,mir gings schlecht sag ich dir!Ich hatte ein schlechtes Gewissen!
Dadurch das ich auch noch in zwei manchmal drei Schichten Arbeite hatte ich echt Angst eine Rabenmutter zu sein!Und die Gedanken:Hoffentlich ist zu Hause alles in Ordnung!
Aber die Bedenken waren nach ein paar Wochen verschwunden,meine Kleine geht in zwischen fast ein Jahr in die Krippe und es gefällt ihr sehr,die Kinder werden super gefördert und erleben einige Sachen!

Zur Zeit haben wir Urlaub,da die Krippe drei Wochen Schließzeit hat,meine Kleine macht jeden Morgen das selbe,sie schnappt ihren Rucksack und will sich die Schuhe anziehen,sie will zu ihren Kindern

Mach dir da echt keine Sorgen,du hast den richtigen Weg genommen!Die Ausbildung ist auch sehr wichtig und dein Kind ist in guten Händen,schließlich ist das Fachpersonal!

Wünsche dir viel Glück

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