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Ganztagesschule

24. Februar 2018 um 10:40

Ich hab gerade einen Artikel in der Eltern family gelesen, in dem es darum geht, dass über kurz oder lang die Ganztagesschule flächendeckend in Deutschland eingeführt wird. Es ist wohl so, dass sich 75 % der Eltern einen Ganztagesplatz für ihr Kind wünschen. Die Politik ist auch dafür, weil dann wieder mehr hochqualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.

Jetzt stelle ich mal die Frage in den Raum, wie denn ihr zur Ganztagesschule steht...

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24. Februar 2018 um 12:28
In Antwort auf aureliaborealis

Ich hab gerade einen Artikel in der Eltern family gelesen, in dem es darum geht, dass über kurz oder lang die Ganztagesschule flächendeckend in Deutschland eingeführt wird. Es ist wohl so, dass sich 75 % der Eltern einen Ganztagesplatz für ihr Kind wünschen. Die Politik ist auch dafür, weil dann wieder mehr hochqualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.

Jetzt stelle ich mal die Frage in den Raum, wie denn ihr zur Ganztagesschule steht...

Meine Tochter geht in die 2. Klasse , Grundschule, OGS 
offene Ganztagsschule
sie geht nach schulende in die dortige Betreuung.
Isst dort, macht ihre Hausaufgaben ud spielt. Frühste Abholzeit 15 Uhr, Ende ist 16.30 Uhr.
was nicht gut läuft ist die Sche der Hausaufgaben. Denn die werden nur betreut, keiner sagt was zu Fehlern. Also geh ich mit ihr die HA zu Hause nochmals durch.
Sie selber ist gerne in der Betreuung und wäre sehr traurig, wenn sie nicht hin dürfte.

Die weiterführenden Schulen hier (NRW) bieten Betreuung bis Ende 7. Klasse an.
Ich werd diese wohl auch dort beanspruchen.

Ich bin alleinerziehend und im Schichtdienst, also drauf angewiesen.

Prinzipiell find ich die Betreuung durch Schule gut, möchte dies aber nicht zwangsläufig für alle haben.
 Wenn ich meine sie braucht das nicht mehr, will ich auch die Möglichkeit haben , sie da abzumelden.

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24. Februar 2018 um 12:54

Ich habe zwar auch nur einen Halbtagsjob, aber leider fängt mein Arbeitstag erst um halb zwölf an. Das hat natürlich den Vorteil, das ich morgens keinen Stress hab, aber den Nachteil, das mein Kind länger in der Schule bleiben muss. Wir haben zwar keine Ganztagsschule, sondern eine Grundschule mir folgender Betreuung mit Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung bis max 16:00. Wenn es das nicht gäbe, könnte ich nicht da arbeiten wo ich arbeite.
Das mit den GS ist ja keine Schlechte Idee, aber es fehlen ja jetzt schon tausende Lehrkräfte und gerade in den Ortschaften frag ich mich, wie sie das umsetzen wollen.

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24. Februar 2018 um 13:26
In Antwort auf aureliaborealis

Ich hab gerade einen Artikel in der Eltern family gelesen, in dem es darum geht, dass über kurz oder lang die Ganztagesschule flächendeckend in Deutschland eingeführt wird. Es ist wohl so, dass sich 75 % der Eltern einen Ganztagesplatz für ihr Kind wünschen. Die Politik ist auch dafür, weil dann wieder mehr hochqualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.

Jetzt stelle ich mal die Frage in den Raum, wie denn ihr zur Ganztagesschule steht...

Bei uns in Belgien der normale Alltag. Die Schule geht bis drei, außer mittwochs bis zwölf. Drei Pausen sind vorgesehen, und zu Hause gibt es noch Hausaufgaben. In den Sekundarschulen geht es sogar noch länger.

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24. Februar 2018 um 13:48
In Antwort auf aureliaborealis

Ich hab gerade einen Artikel in der Eltern family gelesen, in dem es darum geht, dass über kurz oder lang die Ganztagesschule flächendeckend in Deutschland eingeführt wird. Es ist wohl so, dass sich 75 % der Eltern einen Ganztagesplatz für ihr Kind wünschen. Die Politik ist auch dafür, weil dann wieder mehr hochqualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.

Jetzt stelle ich mal die Frage in den Raum, wie denn ihr zur Ganztagesschule steht...

Momentan kann ich wählen ob meine Tochter in den GTS Bereich geht (Mo- Do) 8Stunden verpflichtend und Fr zu buchbare Betreuung bis 16 Uhr optional oder ob sie kein GTS Kind ist. Ohne GTS hätte sie meistens von 8.20- 12 Uhr Schule. Das geht auch bei einem Halbtagesjob 50% mit 20,5 Stunden plus Fahrtzeit nicht. Würde nur gehen wenn die Großeltern die Betreuung mittags teilweise übernehmen. Da das nicht geht muss sie in den GTS Bereich und ist dort glücklich. Ihre Freundinnen sind auch dort. Nach dem regulären Unterricht wird gemeinsam gegessen, auf dem Spielplatz des Pausenhof gespielt. Danach ist an einem Nachmittag Mittagsunterricht, an einem Hausbetreuung durch einen Lehrer. Zwei Nachmittage sind mit AG's belegt, die die Kinder nach Interesse wählen können + Hausbetreuung. Nach Schulschluss trifft sie sich mit Freunden, geht zum Sport etc. Hausis schauen wir  nach. Die werden in der Schule gelassen und im Unterricht besprochen. Insgesamt fahren wir mit dem Konzept gut. Sie kommt gegen 16uhr heim und ist mit Hausaufgaben und hat frei. Da viel Spielzeit mittags ist macht es ihr Spaß. Ohne GTS könnte ich maximal auf 450 Euro Basis arbeiten. 

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24. Februar 2018 um 15:26

Finde es gut, dass mittlerweile auch über die Betreuungszeiten in der Schule mal überhaupt nachgedacht wird, denn, seien wir mal ehrlich: da ist noch viel Nachholbedarf. Es wurden Krippenplätze geschafft, Kindergartenzeiten ausgeweitet, aber in der Schulzeit darf man dann wieder schauen, wie man sich organisiert. Hier haben die Kinder unter der Woche um kurz nach 12, freitags um 11:20 Schule aus - wenn du da keinen Hortplatz hast, sieht es auch mit einem Minijob ziemlich mau aus, ganz abgesehen davon, wenn man schichtet oder aus welchen Gründen auch immer Vollzeit arbeiten muss (oder studiert oder selbst noch in die Schule geht weil man bspw. ne zweite Ausbildung macht oder einen Abschluss nachholt. Alles schon erlebt im Bekanntenkreis). 

Ich finde aber, dass auch die Arbeitgeber mehr in die Pflicht genommen werden sollten und flexibler auf die Arbeitnehmer mit solchen Bedürfnissen eingehen müssten (wo es eben geht, klar, als Krankenpflegerin kann man schlecht Home office machen )

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24. Februar 2018 um 15:26

Finde es gut, dass mittlerweile auch über die Betreuungszeiten in der Schule mal überhaupt nachgedacht wird, denn, seien wir mal ehrlich: da ist noch viel Nachholbedarf. Es wurden Krippenplätze geschafft, Kindergartenzeiten ausgeweitet, aber in der Schulzeit darf man dann wieder schauen, wie man sich organisiert. Hier haben die Kinder unter der Woche um kurz nach 12, freitags um 11:20 Schule aus - wenn du da keinen Hortplatz hast, sieht es auch mit einem Minijob ziemlich mau aus, ganz abgesehen davon, wenn man schichtet oder aus welchen Gründen auch immer Vollzeit arbeiten muss (oder studiert oder selbst noch in die Schule geht weil man bspw. ne zweite Ausbildung oder eine Weiterbildung macht oder einen Abschluss nachholt. Alles schon erlebt im Bekanntenkreis). 

Ich finde aber, dass auch die Arbeitgeber mehr in die Pflicht genommen werden sollten und flexibler auf die Arbeitnehmer mit solchen Bedürfnissen eingehen müssten (wo es eben geht, klar, als Krankenpflegerin kann man schlecht Home office machen )

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24. Februar 2018 um 15:32
In Antwort auf swingvelvet

Finde es gut, dass mittlerweile auch über die Betreuungszeiten in der Schule mal überhaupt nachgedacht wird, denn, seien wir mal ehrlich: da ist noch viel Nachholbedarf. Es wurden Krippenplätze geschafft, Kindergartenzeiten ausgeweitet, aber in der Schulzeit darf man dann wieder schauen, wie man sich organisiert. Hier haben die Kinder unter der Woche um kurz nach 12, freitags um 11:20 Schule aus - wenn du da keinen Hortplatz hast, sieht es auch mit einem Minijob ziemlich mau aus, ganz abgesehen davon, wenn man schichtet oder aus welchen Gründen auch immer Vollzeit arbeiten muss (oder studiert oder selbst noch in die Schule geht weil man bspw. ne zweite Ausbildung oder eine Weiterbildung macht oder einen Abschluss nachholt. Alles schon erlebt im Bekanntenkreis). 

Ich finde aber, dass auch die Arbeitgeber mehr in die Pflicht genommen werden sollten und flexibler auf die Arbeitnehmer mit solchen Bedürfnissen eingehen müssten (wo es eben geht, klar, als Krankenpflegerin kann man schlecht Home office machen )

Und man müsste in einer Ganztagesschule ja nicht den ganzen Tag "Schule" machen... Ich finde es bei unserem Hort gut, dass Kooperationen mit Vereinen und Musikschulen eingegangen wurden und so die Kinder Training oder Instrumentenunterricht in der Hortzeit machen können. Das würde auch sicher vielen Mamataxis die Arbeit abnehmen....

Ich habe auch mal nur die Hälfte meine Arbeitszeit gearbeitet, aber ohne Betreuung wäre das nicht gegangen. Ich hätte letztendlich abzüglich der Fahrzeiten nur 3h arbeiten können und ehrlich gesagt: das geht in den wenigstens Jobs... 

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24. Februar 2018 um 15:34
In Antwort auf swingvelvet

Und man müsste in einer Ganztagesschule ja nicht den ganzen Tag "Schule" machen... Ich finde es bei unserem Hort gut, dass Kooperationen mit Vereinen und Musikschulen eingegangen wurden und so die Kinder Training oder Instrumentenunterricht in der Hortzeit machen können. Das würde auch sicher vielen Mamataxis die Arbeit abnehmen....

Ich habe auch mal nur die Hälfte meine Arbeitszeit gearbeitet, aber ohne Betreuung wäre das nicht gegangen. Ich hätte letztendlich abzüglich der Fahrzeiten nur 3h arbeiten können und ehrlich gesagt: das geht in den wenigstens Jobs... 

Nicht mal 3h. Vielleicht 2,5h.... wohl eher 2h...

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24. Februar 2018 um 17:23
In Antwort auf aureliaborealis

Ich hab gerade einen Artikel in der Eltern family gelesen, in dem es darum geht, dass über kurz oder lang die Ganztagesschule flächendeckend in Deutschland eingeführt wird. Es ist wohl so, dass sich 75 % der Eltern einen Ganztagesplatz für ihr Kind wünschen. Die Politik ist auch dafür, weil dann wieder mehr hochqualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.

Jetzt stelle ich mal die Frage in den Raum, wie denn ihr zur Ganztagesschule steht...

Ich finde es immer wieder erschreckend, warum alles nur eine schwarz weiß Richtung hat. Jetzt gibt es kaum gescheite Ganztagsschulen und schwupps irgendwann gibt es keine halbtagsschulen mehr. Was soll das? Warum kann man nicht beides haben? Dann kann jeder selbst entscheiden, wie er es am besten möchte. Ist genauso wie G8, G9 abgeschafft und wieder zurück. So ein heckmeck. 

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24. Februar 2018 um 17:37

Hier sind ja, wie ich schon gedacht hatte, beide Meinungen vertreten, also für und gegen die Ganztagesschule. Ich persönlich möchte keine Ganztagesschule für meine Kinder. Ich möchte, dass sie zu Mittag nach Hause kommen und den Nachmittag so gestalten können wir sie wollen bzw. wie wir es in der Familie entscheiden. Besonders mein Kleiner braucht viel Ruhe, der wäre sehr unglücklich, wenn er den ganzen Tag nicht zu Hause sein dürfte. Ich genieße die Zeit mit meinen Kindern sehr und ich hätte das Gefühl, ich würde zu viel verpassen, wenn sie den ganzen Tag ausser Haus wären. Ich selbst hätte es als Kind ganz schrecklich gefunden, wenn ich den ganzen Tag in der Schule bleiben hätte müssen.

Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich in der glücklichen Lage bin, dass die Kinderbetreuung kein Problem ist. Ich arbeite zum Teil im Homeoffice, meine Schwiegerelten und meine Eltern unterstützen uns und mein Mann kann auch von zu Hause aus arbeiten. Wir sind also nicht auf Betreuungseinichtungen angewiesen.

Für Familien, die sich die Arbeitszeiten nicht so flexibel einteilen können, sind die Ganztagesschulen sicher super. Ich würde aber nicht wollen, dass diese verpflichtend für alls eingeführt werden.

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24. Februar 2018 um 18:29

Nein, da halte ich gar nichts von!

Ich wäre aber für einen gedeckten Bedarf an Hortplätzen. Heißt wer will oder muss kann einen Hortplatz in unmittelbarer Schulnähe nehmen, wer das nicht braucht, der lässt es.
 

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24. Februar 2018 um 19:22

Macht mein AG auch (außer in den Weihnachtsferien, da haben die meisten Träger keine Kapazitäten) und das finde ich sehr praktisch. 
Genauso wie die Möglichkeit für alle MA mit Kindern, Telearbeit zu beantragen. Kommt auch bei den Vätern gut an.
Oder Eltern-Kind-Büros.... ein kleiner Schritt, aber in einigen Situationen hilfreich.
Sowas meinte ich damit, dass Arbeitgeber flexibler sein sollen und man nicht nur als Arbeitnehmer fordern muss.

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24. Februar 2018 um 19:59

Ich muss noch ergänzen:

Hortbetreuung über die 4. Klasse hinaus. Auch 5. und 6. Klässler können meiner Meinung nach am Nachmittag nicht sich selbst überlassen bleiben, wenn die Eltern arbeiten müssen.

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24. Februar 2018 um 21:35

Ganz ehrlich: Hast Du solche Nachbarn und gute Freunde en Masse? Wenn ich mich so im Bekanntenkreis umschauen, sind die alle selbst arbeiten oder zu alt bzw. schon mit ihren eigenen Enkelkindern eingebunden oder nicht vertrauenswürdig genug. Die klassische nichtberufstätige, noch fitte Nachbarin gibt es hier kaum noch. Bzw wenn es auf Gegenseitigkeit berufen soll, müsste ich ja selbst auf der Arbeit frei nehmen.

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24. Februar 2018 um 21:43
In Antwort auf aureliaborealis

Ich hab gerade einen Artikel in der Eltern family gelesen, in dem es darum geht, dass über kurz oder lang die Ganztagesschule flächendeckend in Deutschland eingeführt wird. Es ist wohl so, dass sich 75 % der Eltern einen Ganztagesplatz für ihr Kind wünschen. Die Politik ist auch dafür, weil dann wieder mehr hochqualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.

Jetzt stelle ich mal die Frage in den Raum, wie denn ihr zur Ganztagesschule steht...

Find ich kritisch. Ganztagsschulen gibt es hier (Norwegen) auch bis zu einer bestimmten Klasse, sie sind aber eher Hortähnlich also kein muss. Nur gehen tatsächlich die meisten Kinder ab der 1. Klasse dorthin. Ich muss sagen es hat definitiv Vorteile für Eltern die lange Arbeiten müssen oder lange Fahrtwege haben. Es ist auch ein Vorteil für Kids aus Sozialschwachen Familien. 
ABER: Ich gehöre der Generation an die fast von Geburt an in Kindergärten und später Schulen + Hort gehen mussten. Ich persöhnlich gehöre nicht zu den Kids, aber 99% meiner bekannten und Freunde im gleichen alter. Und es ist leider so das die meisten kein wirliches Verhätlnis zu ihren Eltern haben da sie die fast nie gesehen haben. Die Verhältnisse sind mal besser mal schlechter, aber die Eltern sind keine Bezugspersonen. Eher wie entfernte Verwandte die man mag oder auch nicht, denen man aber nichts anvertrauen würde. Gemeinsame Unternehmungen konnten nur am Wochenende gemacht werden und als die Kids alt genug waren um nicht mehr im Hort zu sein war es schon zu spät für eine Bindung. Für fast alles sind Lehrer/Erzieher die Bezugspersonen da man die am meisten sieht. Die meisten sehen das so wie ich und wollen es anders machen. Meine Generation fährt also die "Gegenschiene".
Ich weiß das es manchmal nicht anders geht, aber ich denke nicht das die meisten Kinder davon profitieren und das Verhältnis zu den Eltern auch nicht. Im gegenteil, ich finde es sehr traurig. Das hat nichtmal etwas damit zutun das man sein Kind nicht liebt, aber zu jemandem ein enges Verhältnis aufzubauen den man täglich nur 1-2 stunden sieht und am Wochenende ist wirklich sehr schwierig. Besonders wenn sich andere Bezugspersonen eher anbieten da sie einfach öfter anwesend sind. 
Ich finde man darf nicht aussen vor lassen was diese Ganztagsbetreuungen mit Familien und deren Dynamik machen. Ich werde Junior nicht in den Hort schicken und dafür auf einige Luxusgüter verzichten müssen. Das man aber nicht auf Strom oder Miete verzichten kann und auch noch etwas zu Essen im Kühlschrank haben möchte, daran gibts nicht zu rütteln, und genau für solche Familien sidn Ganztagsschulen gut. Nur finde ich es absolut Falsch NUR noch solche Schulen anzubieten. Es sollte angeboten werden, ja, aber eben nur als angebot und nicht als auflage.

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24. Februar 2018 um 21:56

Aber wie soll das denn aussehen? Eine ernstgemeinte Frage, weil ich mir das nicht so ganz vorstellen kann. Bei großen Unternehmen ist es sicher einfacher für Alleinerziehende Eltern gewisse Prvililegien einzuräumen, aber bei kleineren bis mittelgroßen Unternehmen eher nicht. Da müssen dann andere Arbeitnehmer zurück-stecken und ich denke da liegt das Problem. Nicht nur am Chef sondern an dem Kollegium. Ich finde das Mütter (als Arbeitnehmer) in Deutschland schon enorme Rechte haben und wahnsinnig viel support vom Staat. Ich wüsste nicht wo realistisch gesehen mehr drin sein sollte ohne andere Arbeitnehmer zu benachteiligen und vieles unrentabel für Chefs zu machen. Es werden hier immer wieder bessere Chancen angesprochen und das die Arbeitgeber anfangen müssen Mütter zu fördern. Aber einige Sachen sind einfach unrealistisch, denn wer stellt noch Freiwillig einen Arbeitnehmer ein der die gleiche Arbeit macht wie alle anderen, aber sehr viel mehr fordert als andere. Das würde doch auch keiner von uns aus reiner Nettigkeit machen, wenn wir mal ehrlich sind. Vielleicht einmal, wenn überhaupt. Ich denke mit diesen ganzen Forderungen schneidet man sich ordentlich ins eigene Fleisch. Mütter werden zunehmend unattraktiver auf dem Arbeitsmarkt, und nicht nur das sondern auch Frauen im Gebährfähigen alter. Diese Forderungen machen es vllt. für Leute leichter die einen sicheren Job haben, aber wenn man erstmal einen sucht könnte es irgendwann schier unmöglich werden für Mütter oder Frauen eines gewissen alters. Vielleicht hast du da ansätze die ich übersehen habe, aber ich finde das zum Teil nur ganz extrem eine Seite angesehen wird. 

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24. Februar 2018 um 22:06

Aber die wenigsten Leute werden das Glück haben an ein bis mehreren Tagen eine andere Betreuung zu haben die länger geht. Und 8-13 Uhr ist Halbtags richtig? Wie sollen denn die Eltern das machen die 8,5 Stunden am Tag arbeiten? 36 Stunden schichten damit sie die Gleitzeit abarbeiten können? Irgendwann ist das doch sicher nicht mehr konform mit dem Gesetz?
Diese Gleitzeit ist bestimmt ganz ok für Leute die quasi auch Homeoffice machen könnten. Aber sobald es um Jobs geht bei denen man nicht mal eben eine Druckerei, eine gewisse Software oder demenzkranke Menschen mit nach hause nehmen kann fällt sowas schon wieder raus. Das sind unter anderem alle Jobs im Service, alle Jobs im sozialen Bereich, alle Jobs die mit Kunden zutun haben. Also quasi alle Jobs bis auf reine Bürotätigkeiten. Ich würd mich auch freuen wenn ich morgen sagen könnte: "hach, ich mach jetzt mal ne halbe Stunde früher schluss. Soll der Flieger aus Berlin halt morgen landen!" 

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24. Februar 2018 um 23:02

Was ich gar nicht verstehe- wo lebt ihr denn??? Ich kenne keine einzige Frau mit Kindern im Schulalter, die täglich mittags zu Hause ist. Es ist hier völlig normal, dass in der Grundschule anschließend Hort ist und ab 5. Klasse gehen die Schüler nach dem Unterricht nach Hause ( oder zu den Nachmittagsangeboten- Sport, Chor, Nähen usw.) 
Ich arbeite in einem frauendominierten Beruf und die Kolleginnen haben fast alle Kinder. Die meisten gehen 30/35 h die Woche, manche auch 40h. 
Das ist völlig normal hier. 
Und - im Ernst- leiden da die Kinder ? Die spielen doch am Liebsten mit ihren Freunden . Meine trifft sich hinterher meist noch , oder die gehen gleich nach der Schule zur Freundin. 

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24. Februar 2018 um 23:10
In Antwort auf aureliaborealis

Ich hab gerade einen Artikel in der Eltern family gelesen, in dem es darum geht, dass über kurz oder lang die Ganztagesschule flächendeckend in Deutschland eingeführt wird. Es ist wohl so, dass sich 75 % der Eltern einen Ganztagesplatz für ihr Kind wünschen. Die Politik ist auch dafür, weil dann wieder mehr hochqualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.

Jetzt stelle ich mal die Frage in den Raum, wie denn ihr zur Ganztagesschule steht...

Bin zwar noch jung und habe keine eigenen Kinder, aber habe jetzt knapp eineinhalb Jahre in einer Ganztagesgrundschule gearbeitet. Hierbei war es aber nicht verpflichtend jeden Tag bis 16 Uhr zu bleiben. Jedoch finde ich, dass viele der Kinder mit so einem langen Schultag nicht zurechtkommen. Sie weinen und je älter sie werden desto aufmüpfiger werden sie. Aber ist ja klar. Die Eltern haben zuhause keine Zeit für Erziehung und die Schule hat wiederum nicht die Aufgabe, zu erziehen. 

Auch wenn es für viele Eltern keine andere Möglichkeit mehr gibt, aufgrund des Einkommens, so sollte ein Kind meiner Meinung nach nicht aus Lust und Laune an die Schule abgeschoben werden.

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25. Februar 2018 um 0:07
In Antwort auf elisabennet

Was ich gar nicht verstehe- wo lebt ihr denn??? Ich kenne keine einzige Frau mit Kindern im Schulalter, die täglich mittags zu Hause ist. Es ist hier völlig normal, dass in der Grundschule anschließend Hort ist und ab 5. Klasse gehen die Schüler nach dem Unterricht nach Hause ( oder zu den Nachmittagsangeboten- Sport, Chor, Nähen usw.) 
Ich arbeite in einem frauendominierten Beruf und die Kolleginnen haben fast alle Kinder. Die meisten gehen 30/35 h die Woche, manche auch 40h. 
Das ist völlig normal hier. 
Und - im Ernst- leiden da die Kinder ? Die spielen doch am Liebsten mit ihren Freunden . Meine trifft sich hinterher meist noch , oder die gehen gleich nach der Schule zur Freundin. 

ZB mitten im Ruhrgebiet. 
Die OGS Plätze für weniger als die Hälfte der Grundschüler decken bei weitem nicht den Bedarf.
Dafür bin ich aber auch als Selbstständige im Homeoffice mittags zuhause.

Selbst wenn die OGS Plätze ausreichend vorhanden wären, würde ich sie nicht in Anspruch nehmen, da zumindest mein großer alles andere als glücklich wäre, müsste er in den Ganztag.


Ich bin durchaus dafür, dass genug Plätze vorhanden sein sollten, für jeden, der einen braucht, aber nicht verpflichtend für alle. 

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25. Februar 2018 um 1:59

Mit Hobbypsychologie hat das nichts zutun. Ist nur eine Beobachtung die ich und andere gemacht haben und die für mich völlig logisch ist. 

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25. Februar 2018 um 8:22

In anderen Ländern gibts das ja schon lange. Ist es dort so wie hier befürchtet, dass Kinder kreuzunglücklich sind und Familien auseinander brechen? Eher nicht, oder? Auch ich habe zwei Ganztageskinder, ging damals leider nicht anders (ich wurde früh Witwe und nach 2 Jahren lief die Witwenrente aus, ab dem Zeitpunkt musste ich voll arbeiten), aber ich finde nicht, dass es uns geschadet hat, kaum zusammen die Hausaufgaben miteinander gemacht zu haben und unter der Woche wenig Zeit miteinander zu verbringen. Es geht also schon und muss nicht immer im Drama enden.
Ich denke, schaden kann es mit der entsprechenden Ausgestaltung nicht und es wird einfach so kommen, dass es sich immer weiter wegentwickeln wird vom jahrzehntelangen "Ideal" der Hausfrau- und Halbtages-Mutter, weil unsere Kinder einfach mehr wollen. Ist doch auch klar, sie wachsen ganz anders auf, wir investieren immer mehr in ihre Bildung, sie haben andere Beziehungsvorstellungen und haben auch andere Vorstellungen von ihrer Zukunft als es noch in unserer Generation war.
Was für uns unvorstellbar war, wird für sie völlig selbstverständlich sein. Aber bis sich was verändert, werden noch viele Jahre vergehen, deshalb halte ich die Panik hier für sehr verfrüht. Erstmal müssen die entsprechenden Ressourcen geschaffen werden, die Konzepte, die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden. Das kann Jahre dauern. 

Ich finde es gut, dass auch an die Schulkindbetreuung gedacht wird, man wird teilweise einfach bis weit in die weiterführenden Schulen alleine gelassen. Das ist schon jetzt nicht mehr zeitgemäß...

 

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25. Februar 2018 um 10:53

Wo soll das hier ein Propaganda-Thread sein? Lies mal meinen Ausgangspost und erklär mir dann, was da dran Propaganda sein soll??

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25. Februar 2018 um 18:14

Ich will gar nicht wissen wie es mit Deutschland weiterginge, wenn es keine Schulpflicht gäbe.
Grueliger Gedanke...

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25. Februar 2018 um 18:40

Welche "ganzen Arbeitslosen"? So viele gibt es auch nicht mehr... Die Arbeitslosenzahlen sind derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren und in sehr vielen Branchen herrscht schlicht Fachkräftemangel. Wenn ich bedenke, wie lange wir derzeit brauchen, um Stellen überhaupt zu besetzen... derzeit herrscht klar ein Bewerbermarkt.
Da ist es natürlich ein Anliegen des Staates (und auch der betroffenen Mütter, ja die gibt es...) möglichst gute Voraussetzungen zu schaffen, damit man nicht noch mehr Fachkräfte verliert.

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25. Februar 2018 um 18:48

Realistisch gesehen wird es so eine Pflicht wohl auch nie geben. Im Eingangsposting würde ja auch geschrieben, dass es lediglich eingeführt werden soll - aber nicht, dass es verpflichtend eingeführt werden soll  

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25. Februar 2018 um 18:57

Ja, das kommt noch dazu... für mich ist Ganztagsschule einfach eine schulnahe Hortbetreuung, keine 8h+ Unterricht

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25. Februar 2018 um 19:00

In den neuen Ländern und in der Stadt.
Ich glaube, dass ist so ein Ost- West-Ding ( krass wie lange nach der Wende) . Aber ich habe das schon oft gehört, dass es in den alten Ländern einmal schwieriger ist, Kinder unter 3 Jahren unterzubringen und zum anderen die Schulkinder nur bis mittags in der Schule bleiben. In der DDR war es normal, dass Mütter und Väter gearbeitet haben. Kinder waren in Betreuung. Meine Mutter war ab ca. 15 Uhr zu Hause. 
Soweit ich mich erinnere hab ich als Kind den ganzen Nachmittag mit meiner Schwester oder Freunden im Hof gespielt. Wir sind auch ab 1. Klasse alleine zur Schule gegangen und ab 5. Klasse (ohne Hort) mittags nach Hause und zu den Nachmittagsstunden oder Chor, Kunst AG, Theater etc. wieder zur Schule hin.
Danach ging es meist zu Freunden oder zum Cliquentreff im Hof. 
Wollen denn die 8,9,10 jährigen überhaupt noch dauernd bei Mama sein? Also meine nicht.
Und ich denke , wir haben eine sehr enge Bindung (die aber v.a. in den ersten 6/7 Jahren entstanden ist, danach wurde sie sehr viel selbstständiger und unabhängiger) 

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25. Februar 2018 um 19:00
In Antwort auf swingvelvet

Ja, das kommt noch dazu... für mich ist Ganztagsschule einfach eine schulnahe Hortbetreuung, keine 8h+ Unterricht

Ganztagsschule und Hortbetreuung sind zwei Paar Schuhe. 

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25. Februar 2018 um 19:11

Hortangebot bedeutet ja nicht, dass das Kind da hin MUSS. In der Grundschule ging bei uns der Unterricht in der 1. Klasse 4 h am Tag , dann Mittag , spielen, Hausaufgaben, spielen und Hortangebote. Die Kinder werden nicht zum ganzen Tag lernen verdonnert. Und wohin soll denn das Kind, wenn die Mutter arbeitet? Welche Mutter ist mit Kindern Ü6 zu Hause? 
In der Grundschule sind bei uns sehr viele super enge Freundschaften entstanden, meine Tochter WOLLTE im Hort sein, sogar als ich in Elternzeit zu Hause war. 
Man 3./4. Klasse durfte sie dann selbstständig nach Hause gehen oder zur Freundin. Die hat die neuen Freiheiten genossen. 
Das ist ja auch ein Alter , in dem die Kinder sehr viel selbstständiger werden.

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25. Februar 2018 um 19:12
In Antwort auf pupsigel

Ganztagsschule und Hortbetreuung sind zwei Paar Schuhe. 

Ja. Aber hier heißt Ganztagesschule eben sowas: eine Kooperation zwischen Schule und Hort.

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25. Februar 2018 um 19:17
In Antwort auf elisabennet

In den neuen Ländern und in der Stadt.
Ich glaube, dass ist so ein Ost- West-Ding ( krass wie lange nach der Wende) . Aber ich habe das schon oft gehört, dass es in den alten Ländern einmal schwieriger ist, Kinder unter 3 Jahren unterzubringen und zum anderen die Schulkinder nur bis mittags in der Schule bleiben. In der DDR war es normal, dass Mütter und Väter gearbeitet haben. Kinder waren in Betreuung. Meine Mutter war ab ca. 15 Uhr zu Hause. 
Soweit ich mich erinnere hab ich als Kind den ganzen Nachmittag mit meiner Schwester oder Freunden im Hof gespielt. Wir sind auch ab 1. Klasse alleine zur Schule gegangen und ab 5. Klasse (ohne Hort) mittags nach Hause und zu den Nachmittagsstunden oder Chor, Kunst AG, Theater etc. wieder zur Schule hin.
Danach ging es meist zu Freunden oder zum Cliquentreff im Hof. 
Wollen denn die 8,9,10 jährigen überhaupt noch dauernd bei Mama sein? Also meine nicht.
Und ich denke , wir haben eine sehr enge Bindung (die aber v.a. in den ersten 6/7 Jahren entstanden ist, danach wurde sie sehr viel selbstständiger und unabhängiger) 

Die Unterschiede zwischen Ost und West sind echt krass. Unsere Kollegen vom anderen (westdeutschen) Standort sind immer total erstaunt, was wir hier für Möglichkeiten haben. Für die ist es schon ein Problem, das Kind nach 14 Uhr abzugeben. Ich finde das aber ehrlich gesagt ziemlich arm für eine Großstadt im Jahre 2018.

Meine Mutter hat auch noch nach der Wende ganztags gearbeitet, aber ob es uns "geschadet" hat - ich finde nicht Ich fand es im Hort und später in den AGen im Gymnasium sehr toll und ich hoffe, dass meine Kinder das auch mal so sehen.

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25. Februar 2018 um 20:08

Also ist deine Lösung, dass alle Mütter, die Kinder bekommen , ab da zu Hause bleiben ??? Gesetzt den Fall, ich hab 2 Kinder im Abstand von 3 Jahren - wie lange bleib ich dann zu Hause? Bis die Kinder über 12 sind? 15? 18? Dann brauch ich gar nicht mehr zu arbeiten.
Keine Kinder kriegen, weil ich sie mir nicht leisten kann??? Überleg mal- die Mütter, die mit Kindern zu Hause bleiben sind die wenigsten. Die meisten arbeiten- weil sie müssen und/ oder weil die WOLLEN. Nicht jede Mutter sieht Kinder als DIE Erfüllung aller Träume an. Und diese lieben ihre Kinder nicht weniger.

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25. Februar 2018 um 21:04

Das mit dem Arbeiten ist aber auch so eine Sache. Je nachdem WAS man gelernt hat reicht es nicht wenn man nur 20-25 stunden die Woche arbeitet, oder es wird schlichtwegs nichts halbtags angeboten. Es gibt viele Familien die nicht im Luxus schwelgen und die trotzdem mit 2 Gehältern und einem Kind gerade so über die Runden kommen. Das sind zb viele Ausbildungsjobs die einfach nicht gut bezahlt sind, oder erst dann wenn man viele Arbeitsjahre auf dem Buckel hat und die Kids schon aus dem Haus sind. Natürlich sind die Anforderungen heutzutage einfach viel höher als in "unserer" Kindheit, das ist einfach so und kann auch niemand bestreiten. Wenn man einfach mal überlegt das es früher keine Smartphones gab sondern das Haustelefon und das wars und auch keine Laptops oder Fernsehflats, das läppert sich schon wenn man mal drüber nachdenkt. Und es soll jetzt bitte auch keiner sagen "Aber mein Laptop ist gebraucht von meienr Ur-großtante die ihn 1928 für 10 pfennig gekauft hat!" Früher hat man einfach kein Geld für sowas ausgegeben weil es das logischerweise noch nicht gab! Aber die Mieten sind auch höher und die Lebenshaltungskosten auch nicht gerade ohne, und viele verdienen einfach auch nicht mehr so wie früher. 

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25. Februar 2018 um 21:57
In Antwort auf elisabennet

Also ist deine Lösung, dass alle Mütter, die Kinder bekommen , ab da zu Hause bleiben ??? Gesetzt den Fall, ich hab 2 Kinder im Abstand von 3 Jahren - wie lange bleib ich dann zu Hause? Bis die Kinder über 12 sind? 15? 18? Dann brauch ich gar nicht mehr zu arbeiten.
Keine Kinder kriegen, weil ich sie mir nicht leisten kann??? Überleg mal- die Mütter, die mit Kindern zu Hause bleiben sind die wenigsten. Die meisten arbeiten- weil sie müssen und/ oder weil die WOLLEN. Nicht jede Mutter sieht Kinder als DIE Erfüllung aller Träume an. Und diese lieben ihre Kinder nicht weniger.

Das Problem ist ja auch, dass man in vielen Berufen nicht mal einfach so mehrere Jahre aussteigen kann. Dann ist man total draußen aus der Materie. Und Teilzeit wird oft nicht angeboten, bzw ist das nur möglich wenn man schon länger dort arbeitet. Umzug oder Jobwechsel bedeutet in sehr vielen Fällen nun mal erstmal Vollzeitarbeit. Uns persönlich wäre z.B. viel mehr geholfen, wenn der Schulbeginn 2 h später wäre, somit der Fremdbetreuungszeitraum nicht zwangsweise so früh morgens beginnen müsste. Weil wir beruflich oft mit Amerika zu tun haben und lange arbeiten, dafür aber später anfangen könnten. 

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26. Februar 2018 um 12:11

Öhm, also meine Mutter musste arbeiten, von 08:00Uhr bis 19:00Uhr, oftmals auch noch Samstags (einzelhandel) Ich LIEBE meine Mutter, weil ich weiß, dass sie das (auch) für mich getan hat. Und komischerweise kenne ich mehrere Menschen, die keinen oder wenigen oder schlechten Kontakt zu Ihren Eltern haben, obwohl diese Teilzeit oder gar nicht gearbeitet haben (wegen der Kinder). Also kann man da sicher keinen 1 zu 1 Vergleich bemühen.
Ich arbeite Vollzeit, bin jetzt teilweise vor den Kindern zu Hause und gehe einkaufen, wenn die Kinder anderweilig beschäftigt sind. Haushalt hat für mich keine Prio. Bei mir muss man nicht vom Boden essen können. Es ist gepflegt und sauber, aber nicht klinisch rein. Auch sieht es nicht aus wie im Museum. Auch DA kann man Prioritäten setzen. Auch wenn meine Kinder etwa im angesprochenen Alter sind, ICH bin nicht abgemeldet. Weiß nicht was andere da falsch machen.

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26. Februar 2018 um 12:14

Interessant, was sich manche unter einer Ganztagsschule vorstellen. 
Die Kinder sind doch dort nicht von 8 bis 17 Uhr im Unterricht und am büffeln. Wie stellt ihr euch das denn vor? Dass die mit 13 ihr Abi machen??? 

Ich fände GTS eine gute Sache. Einfach, damit Frauen auch arbeiten können und so auch der Altersarmut vorbeugen können. Letztendlich werden sie trotzdem immer stärker gefährdet sein als Männer. Abgesehen von einer finanziellen Unabhängigkeit, wollen auch viele Frauen gerne arbeiten, weil das eben mehr ist als nur mehr Geld auf dem Konto. 

Unsere Nachbarn machen das übrigens auch so: In Frankreich wird man nicht etwa als Rabenmutter betrachtet, wenn man nach einem halben Jahr wieder arbeiten geht, sondern als Faulpelz, wenn man es nicht tut. Das ist dort das normalste von der Welt. In der DDR war es ja auch so. Und ich glaube nicht, dass in FR oder der DDR die Beziehungen zu den Kindern schlechter, distanzierter oder was auch immer war. Und ich glaube, dass es viele Kinder bereichern kann, unter Gleichaltrigen zu sein, gefördert und gefordert zu werden. Ich kann mir vorstellen, dass die Sozialkompetenzen ebenfalls verbessert werden können.

Letztendlich ist es wie bei der Krippe: der eine sieht es als bereichernd, der andere als "Abschieben". Ich sehe es als Bereicherung. 

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26. Februar 2018 um 14:57

Genau das denke ich auch! Die eigene Einstellung ist dabei vielleicht tatsächlich wichtiger, als die Anzahl der Stunden in der Krippe oder Schule. Zumal Kinder ab einem gewissen Alter eh lieber mit Freunden zusammen sind als mit den Eltern zu spielen. 

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26. Februar 2018 um 16:47
In Antwort auf swingvelvet

Ja, das kommt noch dazu... für mich ist Ganztagsschule einfach eine schulnahe Hortbetreuung, keine 8h+ Unterricht

Hier in Berlin wird da aber unterschieden: verlässliche Halbtagsgrundschule (  = Schule bis 13:30(?) und danach die Hortbetreuung auf Freiwilligkeitsbasis) und Ganztagsschule (= Unterricht und Anwesenheitspflicht bis 16:00). Bei letzterer gibt es dann aber soweit ich weiß keine Hausaufgaben, und das Tagesprogramm ist gestreckter. 

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26. Februar 2018 um 17:46

Ich finde solche Forderungen sehr sinnvoll. Ich musste mich nach der Elternzeit aus gesundheitlichen Gründen umorientieren und teilzeit hätte das nicht funktioniert. Gott sei dank hatte ich aber entsprechende Krippen- und Kindergartenzeiten, um alles abzudecken. Mit einem Schulkind wäre es aber mau geworden und ich würde heute noch am Anfang stehen. Auch für Mütter, denen die Arbeit eben auch wichtig ist, Schichtarbeiter, Alleinerziehende ist es nur zum Vorteil. In (West)deutschland war viel zu lange alles auf das klassische Rollenbild festgelegt, was aber einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Wir sollten auch endlich weg von dem Trip, dass für die Kinder alles andere schädlich ist.

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26. Februar 2018 um 19:43

Die dürfen dann halt keine Kinder haben, das bleibt Büromitarbeitern mit Gleitzeit und Selbstständigen mit frei einteilbarer Auftragslage vorbehalten 

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26. Februar 2018 um 21:18

Ich finde diesen Beitrag ziemlich tendenziös und belehrend. Noch dazu wurde er geschrieben von einer gebürtigen Bayerin, die einen Franzosen geheiratet hat und als Expertin wird ebenfalls eine in Frankreich lebende Deutsche herangezogen. Zwei Frauen aus einer völlig anderen Sozialistation, die anderen erklären möchten, wie man es doch bitte richtig macht (sprich: so wie sie es kennen). Das hinterlässt bei mir einen sehr schalen Beigeschmack und hat was von "Was der Bauer nicht kennt..." 
Ob das wirklich als wahres Stimmungsbild über Frankreich taugt? Fraglich.
 

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26. Februar 2018 um 23:31

Und wer hier Karriere und wer Job hat, entscheidest du? und woran definierst du das? Nur Führungskarrieren in großen Unternehmen zählen und kleinere Aufsteiege sowie Fachkarrieren nicht? 🤔😉
Ich möchte nur mal zu Bedenken geben, dass hier keiner für ganz Deutschland spricht. Was huer abgebildet wird, ist ein minimaler Meinungsdurchschnitt und keineswegs "normal". Das sagt gar nichts aus.

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27. Februar 2018 um 6:46

Aber mal im Ernst, wenn ich mir anschaue, wie ist das Leben außerhalb der Studien und Theorien? Es gibt in meinem Umfeld keine (und das meine ich auch) Familie, wo nicht mindestens an vier oder fünf Tagen die Woche entweder (Sport)-Verein (kind wird zumeist allein mit dem Auto dorthin gekutscht), geleitete Spiel- oder Bastelgruppen (kind wird zumeist allein mit dem Auto dorthin gekutscht), gemeinsames Spielen mit anderen Kindern wahlweise bei dem einen oder anderen Kind (jeweils wird irgendein Kind dorthingekutscht). Das füllt meist den ganzen Tag aus. Wo wäre jetzt der Unterschied, wenn solche Freizeitaktivitäten gleiche in oder bei der Schule angeboten würden, die freiwillig stattfinden? Richtig, weniger Stress beim Fahren, beim organsisieren, und vor allem eine stetigkeit, die Kindern auch sehr zugute kommt. Und für Mütter, der deren einzige Aufgabe es sein möchte, sich den ganzen Tag mit ihren Kindern zu umgeben, dann ist das eben so, können Sie ja auch. Es geht ja -für mich- um reine Freiwilligkeit. Ich mag eine -gibt es nicht- und -alle müssen ihre Kinder ganztags betreuen lassen- nicht, es soll jeder machen KÖNNEN, wie er/sie es mag, aus welchen Gründen auch immer.
Und btw, ja ich gehe gerne 36h arbeiten, ist mein Hobby, so wie andere Leute 18h täglich vorm PC/fernseher/TV/Handy hocken, oder stricken oder kochen oder Sudoku lösen oder shoppen, oderoderoder. Nur ich bekomme auch noch Geld dafür

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27. Februar 2018 um 8:53

Es geht den meisten sicher auch nicht darum, dass sie jetzt von der Krippe bis zum Abi trotz Kindern 40+h arbeiten können sondern dass die Kinderbezreuung hier in Deutschland auch im Schulbereich flexibler wird und dagegen ist doch auch nichts zu sagen, Deutschland hat da einfach Nachholbedarf. Ich finde auch Frankreich nicht unbedingt das beste Beispiel... In Schweden bspw wird auch von der Krippe bis zur Schule eine Vollzeitbetreuung gewährleistet die genutzt werden kann, aber nicht muss. Und die scheinen alle ganz zufrieden

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27. Februar 2018 um 10:44

Bei uns kann man jährlich wählen ob das Kind Ganztagsschüler oder Regelschüler sein soll. 
Dazu meldet man das Kind immer im März fürs kommende Schuljahr an.
Momentan bin ich zu Hause und wir benötigen es nicht. In 2 Jahren könnte das aber anders aussehen. Je nach dem wie und so ich arbeite.
Es gibt zwar eine Betreuung aber nur bis 13.30 uhr. Wer aso länger arbeitet ist auf die Ganztagsschule angewiesen.
Nachmittags werden aber Hausaufgaben gemacht und die Linder haben sich vor Schulbeginn in eine Art AG angemeldet und den Interessen entsprechend, die ausgewählt wurden gibt es dann nachmittags Beschäftigungen.
Also kein normaler Unterricht.
Wäre auch nicht machbar, das Ganztags und Regelschüler in einer Klasse sind und nur mittags sich trennen. Die einen gehen nach Hause die anderen Essen, Hausaufgaben und dann Angebote. 

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27. Februar 2018 um 13:17

Hm naja, die Teilzeitquote unter allen berufstätigen Frauen liegt bei ca 46 Prozent - also dass fast alle Vollzeit arbeiten stimmt schonmal nicht. Ich weiß aber nicht ob es da noch weiterführende Statistiken gibt, die die verschiedenen Arbeitszeiten aufschlüsseln...

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27. Februar 2018 um 13:55

Aber ich denke nicht, dass in den restlichen ca 54 Prozent sooo viele (junge) Mütter enthalten sind, wenn man eben die ganzen Nichtmütter beachtet oder auch ältere Mütter mit Teenagern und erwachsenen Kindern, die mittlerweile wieder voll arbeiten. Es ist auch einfach so, dass man mit den bestehenden Strukturen sehr schlecht zu zweit vollarbeiten bzw vollzeitnah arbeiten kann. Einer steckt meistens zurück, weils organisatorisch kaum anders geht. Gut, das ist ja okay so, aber dennoch würde ich eine Flexibilisierung bei der Betreuung im Schulbereich auch begrüßen.

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27. Februar 2018 um 15:43

Sagen wirs mal so: nur weil früher psychische störungen nicht diagnostiziert wurden heißt das nicht das es sie nicht gibt. Und unter den Großeltern werden wohl ganz enorm viele psychische Leiden haben wenn sie alt genug waren um den 2. Weltkrieg mitzuerleben. Nur wurde das damals nicht anerkannt oder behandelt. Das man traumatisiert war, war normalzustand. Etwas anderes kannten viele gar nicht. Erst in letzter Zeit sind psychische Probleme mehr und mehr zu einem "aktzeptablen" medizinischen Problem geworden mit dem man offener umgeht und wofür man sich auch hilfe holt. Aber eben auch nicht alle generationen. Zb ADHS wird heute viel häufiger diagnostiziert als früher. Das heißt nicht das es das zu Zeiten unserer Eltern und Großeltern nicht gab. Von daher ist das Argument hinfällig. Ich würde dir auch ans Herz legen als Medizinerin nochmal deine Sprache zum Thema "mimimi-Leiden" zu überdenken. Eine Ärztin sollte es besser wissen. 

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