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Geboren werden oder lieber erst gar nicht entstehen???

4. Juli 2011 um 16:04

Hallo,

ich hoffe ihr werdet mein WirrWarr verstehen.

Mich würde es interessieren ob ihr, wenn ihr vor der Wahl gestanden hättet, selbst geboren zu werden, euch dagegen oder dafür entschieden hättet.

Ich hatte letztens diese Diskussion mit Bekannten geführt und natürlich gab es zu diesem Thema unendlich viele Meinungen.

Mein Bekannter z.B. hätte dankend abgelehnt erst zu entstehen, er hat wahnsinnige Angst vor dem Tot und meint wenn er nicht entstanden wäre würde er nicht wissen wie es ist zu leben und könnte sich die Angst vor dem tot sparen.

Klar hat er in diesem Punkt Recht, wer nicht lebt muss nicht sterben.
Ich bin jedoch der Auffassung das ich gerne lebe und auch wenn ich angst vor dem tot habe, trotzdem immer ganz laut hier geschrien hätte um leben zu dürfen.
Ich kann und möchte mir auch gar nicht vorstellen nicht gelebt zu haben.

Wie sieht es bei euch aus ?

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4. Juli 2011 um 17:09

Ich fang mal an...
ich verstehe deinen bekannten auch ein bisschen, aber ich sehe es ähnlich wie du *g*

wer weiß außerdem, ob es nicht noch andere "welten" gibt, in die dein bekannter reingeboren wäre *g*

ich glaube aber auch an die wiedergeburt, auch wenn ich katholisch bzw. christ bin.
ich bin sicher, dass man wiedergeboren wird. Viele sagen, dass dies die glücklicheren Menschen sind, weil sie wissen, dass sie nicht für immer weg sind, sondern wieder kommen. aber mich persönlich beruhigt mein Glaube bzw. was ich glaube zu wissen nicht so sehr.
Ich hoffe, dass es doch eine Art "Himmel" gibt. Das wäre viel schöner...

Aber ich finde es schön, zu leben u. wenn ich die Wahl hätte, würde ich auch leben wollen.
Man erlebt so viel...zB unsere Männer und Kinder und was wir gemeinsam machen und erleben und das sind so schöne Dinge und Erinnerungen und Erfahrungen...

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4. Juli 2011 um 17:46

...
vor meinem eigenen tod hab ich weniger angst als vor dem tod gliebter Menschen. Darsn denke ich öfter und ob u. wie ich damit klar kommen werde/würde.
Und wie zB mein Sohn mit meinem tod zurecht kommt wenn es soweit ist u, natürlich umgekehrt...das ist schon sehr schwer.

aber es ist es wert, dass wir uns haben/kenn bzw hatte/kannten.

vielleicht gibt es ein wiedérsehn...

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4. Juli 2011 um 17:59

LEBEN !!!!
.... da brauche ich gar nicht lange überlegen

Und natürlich habe auch ich Angst vor dem Tod. Weniger vor meinem als vor dem derer, die mir nahe stehen.
Aber das ist eine Spielregel, die das Leben nunmal vorgibt. Nichts ist unendlich.
Und letztlich besteht das Leben ja nicht nur darin, auf den Tod zu warten.

Da gibt es so viel Schönes: Menschen kennenlernen, die Jahreszeiten erleben, die Wärme der Sonne auf der Haut spüren, im Schnee toben, im Sommerregen tanzen, ein Gewitter sehen, Gegrilltes essen, Meeresluft und frisch gemähtes Gras riechen, verliebt sein, der erste Schultag, endlich den Schulabschluss in der Tasche haben, durchs Herbstlaub rennen, Weihnachtsbäume, Geburtstage feiern, eine neue Liebe nach einer enttäuschten Liebe, von Mama das zerschrabbte Knie verpflastert bekommen, die Geburt des eigenen Kindes, Wannenbäder, neue Schuhe kaufen, einen Blumenstrauß geschenkt bekommen, ein toller Kinofilm, Sternschnuppen, Meeresrauschen, nach einem langen und kalten Winterspaziergang ins Warme kommen und einen heißen Kakao schlürfen, ..... und und und

Natürlich ist nicht der Alltag mit diesen schönen Dingen gepflastert, da gibt es den Streß im Büro, den Ärger mit den Nachbarn, den Stau in dem man steht, wenn man es eilig hat, die verpasste Bahn, Kopfschmerzen und Regelschmerzen, Dauerregen im Juni, verfärbte Wäsche, ein gebrochenes Bein, zuwenig Geld, Liebeskummer, .... und und und

Aber gerade diese Mischung macht es doch interessant
Ich bin immer neugierig und sehe es als etwas ganz Besonderes, dass gerade das Spermium, was die Hälfte meines Genmaterials trug, das schnelleste war Kommt doch einem 6er im Lotto gleich - und den würde ich auch nicht abweisen

Liebe Grüße
Friederike

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4. Juli 2011 um 18:30

Lieber
nochma geboren werden aber diesmal bitte mit der zweiten hand xD

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4. Juli 2011 um 18:36

Ich weiss nichtmal warum ich lebe...
Oder generell es leben gibt...seh, in Anbetracht der tatsache das irgendwann die Sonne die Erde entweder verschluckt oder verbrennt und deswegen alles leben vernichtet ist, einfach keinen Sinn. Andererseits sehe ich in meiner Familie den Sinn meines Lebens jetzt bin ich froh, dass ich geboren wurde, ohne meinen Freund und vor allem meinen Kindern wär ich lieber Tod....

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4. Juli 2011 um 18:38

Warum
Dankbar?

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4. Juli 2011 um 18:50

Nun
1.Ich finde es schon nicht gerade dankbar wie Menschen die anderen Bewohner der Erde und die Erde an sich behandeln...das kommt einer systematischen zerstörung gleich.

2. Hat mich keiner gefragt ob ich leben will.

3. Hat man mir nicht gesagt, was für eine Mutter ich bekomme...da hätte ich nämlich nicht leben wollen

4. Krieg, Krankheiten und Bösartigkeit....

Ich Hocke hier und warte, nebenbei darauf, dass ich irgendwann sterbe und hoffe, dass meine Kinder ein schönes leben haben.

Warum und vor allem wem soll ich dankbar sein

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4. Juli 2011 um 19:02

Also
?

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4. Juli 2011 um 19:59


*rotwerd*

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5. Juli 2011 um 8:45

Wegen
der Angst vor dem Tod verstehe ich die Einstellung deines Bekannten...i-wo geht es mir auch so.

Aber da gibt es Momente, manchmal Kleinigkeiten, wo mir Tränen in die Augen einschießen vor Glück und Stolz, diese möchte ich nicht missen.... In beiden Schwangerschaften habe ich oft "Gespräche" mit meinen ungeborenen Babys geführt, ich wollte, dass sie sich sicher bei mir fühlen und sich freuen auf das Leben nach der Geburt. Während der Spaziergänge habe ich versucht, meine Umgebung zu beschreiben, was für ein Gefühl es ist, warme Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren, das Blühen der Bäume im Frühling zu sehen, meterhohe Schneeberge, die es im letzten Winter gab. Und als ich dann wenige Wochen später mit meinem Baby in der Trage durch die selbe Gegend spazierenging, war es ein unbeschreiblich schönes Gefühl zu wissen, dass er ab jetzt auch all die schönen Erfahrungen machen wird und allein dafür wäre ich bereit geboren zu werden und mich dem Tod zu stellen, denn ohne mich gäbe es auch meine Kinder nicht.

@frederike: das hast du schön gesagt

LG, Mila

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