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Geburt total anders wie erhofft - wie habt ihr das verarbeitet

1. Oktober 2008 um 15:57

Hallo Ihr Lieben,
ich wollte mal hören bzw. lesen, wie es euch so ergangen ist nach einer Geburt, die ihr euch so total anders vorgestellt/bzw. erwünscht hattet?
Zu mir: Ich hatte in der 34 SSW einen Blasensprung und da unser Kleiner in BEL war musste er sofort mit Notkaiserschnitt geholt werden. Es konnte nicht einmal eine Teilnarkose gemacht werden, da sich der Muttermund zu schnell öffnete. Diese plötzliche Geburt und dann noch die 5 Wochen die unser Sohn in der Kinderklinik verbringen musste hat mich ganz schön mitgenommen. Anfangs noch nicht so, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, das mir das ganz schön zu schaffen macht....
Mittlerweile, Tom ist jetzt 6 Monate alt, hab ich nur noch selten das Gefühl um das Geburtserlebnis "betrogen" worden zu sein. Ich muss dazu sagen, ich wollte unbedingt eine spontane Geburt, obwohl dies durch seine BEL auch nicht gesagt ist, ob wir das gehabt hätten, wäre der Blasensprung nicht gewesen
Hauptsache ist natürlich, das Tom gesund ist und wir alles gut überstanden haben!!!

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Würde mich auf zahlreiche Antworten freuen

LG Nic

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1. Oktober 2008 um 19:42

Ich kenne das nur zu gut
hab meinen Sohn auch letztes Jahr in der 33+2 ssw. per Notkaiserschnitt entbunden, der totale Horror, da ich ihn immer spontan entbinden wollte, denn meine Grosse habe ich spontan entbunden und ich weiß was das für ein unglaüblich schönes Gefühl und Erlebnis war. Bei meinem Sohn fühlte ich mich besch.....habe an mir gezweifelt, war mega traurig, denn es sollte ja mein letztes Kind sein (denn ich war ja schon 38).....hab gelitten wie Hund.....leide immer noch dran, den ersten Schrei nicht mit bekommen zu haben......ABER irgend jemand hatte ein Einsehen mit mir und ich wurde 3 Monate später wieder schwanger......und meine Püppi bekam ich trotz hohen Risikos spontan als sturzgeburt und ich habe es genossen, sie zu schnuppern, sie zu fühlen, sie zu hören....ich war so so so stolz.... Ich bin überglücklich sie spontan entbunden zu haben, trotz Warnungen meiner Ärztin, ich würde es immer wieder tuen aber ich ärgere mich jetzt noch das es eben bei meinem Sohn eben anders lief LG Ilo..

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1. Oktober 2008 um 20:51

Huhu
hallo nic!

gegen deine geschichte ist meine noch etwas harmloser. ich habe ir von herzen eine spontangeburt gewünscht. bin bei ET+10
ins krankenhaus zum einleiten. und dann habe ich mir von den tabletten und dem wehentropf 36stunden die seele aus dem leib gekotzt (entschuldige den ausdruck, aber das kommt dem am nächsten). gretha lag zu schräg und hat sich als sternengucker ins becken eingedreht. das dicke ende: ich hatte einfach zu wenig kraft (durch das erbrechen) sie das letzte stück nach unten zu pressen und habe dann von der anstrengung fieber bekommen. nach 2 stunden presswehen (normal sind 20 bis 45min) hieß es dann kaiserschnitt, obwohl die hebamme schon haare sehen konnte. immerhin konnten sie die bereits gesetzte pda benutzen und ich konnte halblive dabei sein.

ich habe lange damit gehadert und erwische mich noch manchmal dabei, dass ich mich selbst bemitleide, weil ich mich eben auch betrogen fühlte. und ich erwiche mich manchmal nch dabei, dass ich neidisch werde, wenn ichhöre, dass eine frau spontan entbunden hat. und ich erwische mich dabei wie ich sauer werde, wenn ich höre, dass eine frau einen ks plant (jedem das seine, keiner böse werden, nur in kombi mit dem was ich erlebt und was ich mir gewünscht habe reißt es kleine wunden auf)....

aber eigentlich habe ich damit den frieden geschlossen, dass ich mir klar gemacht habe, dass es der einzige weg war an gretha zu kommen. ein steiniger weg, aber es war unwiderruflich der einzige.
und sie war es wert.

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1. Oktober 2008 um 22:33

Hallo Nic!
Ja, hatte mir die Geburt meines Sohnes auch anders vorgestellt! Nachdem er sich in SSW 34 noch von BEL in SL gedreht hatte war das Kapitel KS für mich abgeschlossen, aber gut es sollte alles anders kommen. Ich versuchs auch kurz zu machen.

Bin zur Geburtsplanung in die Klinik, dann Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung in 36+5, haben mich gleich da behalten. Am nächsten Tag wurde festgestellt dass mein Sohn eventuell eine Nierenfehlbildung hat. Am Abend die Diagnose, eine mittelschwere SSVergiftung und Nierenfehlbildung beim Kind, Einleitung am nächsten Tag, das war am Mittwoch früh.

Donnerstag früh MuMu immer noch 1cm nach Dauerwehen, schon 3 Nächte kaum bis gar nicht geschlafen. Der Arzt sagte dann, heute kommt ihr Kind, so oder so. Habs dann nochmal mit einleiten versucht aber das Ende vom Lied war dann doch der KS. Mein Zwerg kam gleich in die Kinderklinik, hab ihn nur zweimal kurz gesehen.

Mit dem Gefühl um das Geburtserlebnis "betrogen" worden zu sein komm ich ganz gut klar in zwischen. Mir ging das einfach alles zu schnell. Ich bin doch nur zur Geburtsplanung in die Klinik und dann das!
Was mir oft zu schaffen macht ist der Spruch der doch öfters fällt "Ist doch alles nicht so schlimm, hauptsache das Kind ist gesund!" Wenn er das wäre vielleicht würde ich jetzt-nach 5 Monaten-besser damit klar kommen, keine Ahnung, aber ich arbeite dran und mir gehts auch schon viel besser als noch vor 3 Monaten! Hoffe dass ich das Erlebte irgendwann verarbeiten und akzeptieren kann.

lg Astrid

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1. Oktober 2008 um 22:46

Hy

bei mir war es leider auch nicht so wie erhofft.
mein kleiner kam auch bei et+5 per notkaiserschnitt auf die welt.
ich konnte es kaum noch erwarten und hab bei et+3 einen wehencocktail getrunken der aber erst über einen tag später wirkung zeigte.
ich wurde plötzlich um halb 5 in der früh wach und spürte wehen (alle 5 minuten) um halb 7 gings dann ins kh wo es geheissen hat der mumu ist 2 cm offen (wie schon ca. eine woche) sowas um 9 herum ist dann meine blase geplatzt und die wehen wurden immer heftiger - so dass er um 11 schon total offen war.
also hiess es jetzt: pressen ! nur: ich verspürte das bedürfnis nicht danach... ich dachte mir schon, bin ich noch normal die (hebamme und oberarzt) sagten zu mir fest mitpressen und ich hab das bedürfnis garnicht !?!?!?
nah gut es vergehen fast 2 stunden mit wehentropf und so stützschienen wie beim frauenarzt aber geholfen hat es alles nichts ;(
dann sowas um 1 sagt der oberarzt zu uns: naja da geht nichts weiter und die herztöne sind auch nicht mehr so toll den müsse wir holen.
wir dachten nur ok saugglocke oder zange, aber wie er dann gesagt hat machen wir uns fertig fürn op ist mir anders geworden.
mein freund und ich haben plötzlich nur zum heulen angefangen und waren paff.
der kleine ist mit dem kopf quasi stecken geblieben und konnte nicht durch.
um 14:08 war es dann soweit ich hörte den ersten schrei aber leider nicht lange...
der kleine wurde mir kurz gezeigt und anschliessend war er dann im kinder/babyzimmer wo er die u1 hatte.
so richtig im arm konnte ich ihm erst eine stunde später halten - leider.
die tage danach waren ein horror. ich konnte nicht aufrecht stehen, geschweige denn den kleinen wickeln usw.
und zur draufgabe sagte mir der arzt noch beim entlassungsgespräch, dass wenn ich noch ein kind bekomme es mit hoher wahrscheinlichkeit auch ein ks wird... toll

aber gott sei dank ist julian gesund und das ist das einzige was zählt

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2. Oktober 2008 um 8:36

Hi Nic! (Sorry lang, aber ging nicht kürzer)
Bei mir lief auch aes anders als erhofft.

Angefangen hat ales noch toll. Abends gegen zehn fingen die Wehen an, gegen 6 Uhr morgens hab ich meine Hebi angerufen, um 7 waren wir im KH und dann ans CTG. Da wurde dann festgestellt, dass die Herztöne meiner Kleinen nicht to toll waren. Erste schlechte Nachricht .
Dann ab in den Kreißsaal und die Wehen wurden immer heftiger. Dann die zweite schlechte Nachricht , sie iiegt schräg zum Becken. Dank meiner Hebi und dem Vierfüsslerstand hat sich das gegeben.
Dann weiter mit den Wehen. Dann die dritte schlechte Nachricht , meine Fruchtblase wollte einfach nicht platzen. Also wurde sie geöffnet und die vierte schlechte Neuigkeit kam zu tage: dunkelgrünes Fruchtwasser. Das war ja alles schon Sch..e (tschuldigung, aber so gings mir auch), aber das dicke Ende kam ja noch. Als es dann so richtig losging mit Presswehen sackten die Herztöne immer wieder ab und meine Hebi teilte uns die fünfte !! schlechte Nachricht mit. Die kleine hat die Nabelschnur um den Hals. Also schnell mal Wehenhemmer während den Presswehen beommen (super schlechtes Gefühl!! Herzrasen ohne Ende). Dann kam Miriam und hatte doch tatsächlich dreimal !! die Nabelschnur um den Hals. Naja, aber ales sah gut aus, Miri wurde mir auf den Bauch gelegt un alles war gut. Denkste!!
Ca. 3 Minuten später gingen bei ihr die Werte runter und sie musste auf die Rehaeinheit in einem anderen Zimmer, wurde da untersucht und die sechste schlechte Neuigkei t wurde uns mitgeteilt. Miriam wurde direkt auf die Neugeborenenintensiv in einem anderen KH verlegt. Ich konnte sie erst fünf Stunden später sehen, im Inkubator. So richtig im Arm hatte ich sie erst 3 Tage später, für 15 Minuten und mit dem stillen konnte ich erst eine Woche später anfangen.

Ich denke das ganze hat unsere Beziehung ganz schön beeinträchtigt. Ich hab sie die ersten Wochen soviel wie möglich auf dem Arm gehabt und wollte sie nicht hergeben. Im Nachhinein war das allerdings nicht so gut, sie hat sich angewöhnt viel getragen zu werden, was jetzt echt schwer ist.

Naja, beim nächsten Mal werde ich auf genaue Ultraschalluntersuchungen bestehen. Damit sowas nicht wieder vorkommt.

LG
Silke und Miriam, die inzwischen 6 Monate alt ist und auf Mamas Arm schläft

PS: Ich hatte mich zu alle dem auch noch am Morgen zu einer ambulanten Geburt entschossen und wollte abends eigentlich wieder Zuhause sein.

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2. Oktober 2008 um 10:43

also....
ich bin immer noch nicht über die geburt und die tage danach weg. ich möchteja nicht

zuviel horror erzählen aber ich wäre bei der geburt fast gestorben weil die ärzte eine

reihe von fehlern gemacht haben. mein kleiner musste beatmet werden und lang ne

woche auf der intensivstation. mir wurde die ersten stunden noch nicht einmal gesagt

ob er überhaupt lebt. ich wünsche das alles keinem denn ich werde niemals wieder

der mensch sein der der ich mal war.

lg ana

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2. Oktober 2008 um 20:15

DANKE
für die zahlreichen Antworten. Tut gut, zu wissen, dass es auch anderen so geht. Obwohl ich natürlich keinem so ein Erlebnis wünsche. Aber zu wissen "Du bist nicht alleine" ist beruhigend!

Wünsche Euch und Euren Kindern alles, alles Liebe und Gute und vor allem Gesundheit!!!

Seid gedrückt

Nic

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2. Oktober 2008 um 20:53

OJE
da kann ich auch was erzählen! Meine beiden grossen Kinder 8 und 6 Jahre alt habe ich in 1 1/2 Stunden und in 3 Stunden bekommen, war alles PERFEKT!

Im Februar 2008 kam unser David dann auf die Welt, es wurde ein KS geplant, da er sooo gross geschätzt wurde. Die Ärzte ließen auch nicht nach bei dieser Entscheidung, denn ihnen ist ein Kind stecken geblieben und da ging es um leben und tot und das wollten sie nicht noch einmal riskieren, auch verständlich! Ich hab mich dann damit abgefunden und dachte, das machen ja soooo viele, es wird alles klappen!

am 30.01. musste ich ins KH weil am 01.02. um 9 Uhr der KS geplant war, in der Nacht um 2 Uhr bekam ich dann die ersten Wehen und der Mumu öffnete sich in 1h auf 6cm!

Um 5 Uhr morgens musste dann ein Notkaiserschnitt gemacht werden, und um 5.12 war der Kleine da!
Ich bekam einen Kreuzstich, damit ich alles miterleben kann, da hat mich die Ärztin erstmal 4 mal verstochen-das waren HÖLLISCHE Schmerzen , und dann bekam ich auch noch eine Vollnarkose, weil die PDA nicht wirkte, ich dachte ich muss sterben, das war das schrecklichste für mich, noch dazu weil mein Mann auch nicht da sein konnte, es war ja 5 uhr morgens und es war ausgemacht das er um 8 kommt damit er um 9 da ist wenn der KS gemacht wird, aber in der Nacht konnte er nicht kommen, weil er ja auf die anderen beiden aufpassen musste!

Ich wurde um 7 wach und sah mein Kind erst um 11, eine Schwester meinte, es ist besser wenn sie ihr Kind noch nicht sehen, denn es geht ihnen ja noch nicht so gut-ich war auf Intensiv, weil ich sehr viel Blut verloren habe!
Ich dachte ich muss sie ermorden, ich hab nur noch geweint! Und mein Mann hat den Kleinen dann geholt, ich hab ihn in den Arm genommen und noch mehr geweint!
Ich hatte im Nachhinein keine Schmerzen, aber es war alles schlimm und ich bin froh, das ich mit der Familienplanung abgeschlossen habe!
Der Kleine war übrigens 58cm lang und wog 4280g! Aber ich hätte das auch mit einer Spontangeburt geschafft, da bin ich mir sicher! Ich habs auch überstanden!

Lg mami003

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