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Geburtsbericht

27. Juli 2017 um 21:17

Hallo,

manche kennen meinen letzten Thread als ich unsicher war ob ich einen KS machen lassen soll.

Mein Fa riet mir zu einem KS, konnte es aber nicht direkt begründen. Da ich unbedingt eine Spontane Geburt haben wollte, lies ich mich erstmal nicht davon abbringen. Als ich dann bei 40+4 war und in meinem Thread von Userinnen erfahrungen gelesen habe, habe ich mich doch entschieden einen KS machen zu lassen. Da dann das Wochenende anstand wurde dieser für 41+0 mit meinem FA vereibart.

Es kam dann leider anders. Bei 40+4 am Abend gingen gegen 20 Uhr die ersten Wehen los. Ab 23 Uhr kamen sie ca. alle 5 Minuten und waren so das ich nicht schlafen konnte. Ich quälte mich bis um 5 Uhr und bekam dann eine Blutung. Also hab ich meine Eltern angerufen damit meine Mutter bei uns schläft da unsere große Tochter ja noch da war.
Im KH angekommen wurde festgestellt, dass der Mumu erst bei 1 cm ist und das Köpfchen nicht fest im Becken ist. Mir wurden Zäpfchen angeboten die dem Mumu weich machen sollen. Ich habe angenommen.
Dann wurden die Wehen irgendwann unregelmäßig und gegen Nachmittag waren sie so gut wie weg. Ich wurde ungeduldig wegen der großen Tochter, also habe ich einem Wehencocktail zugestimmt. Ich bekam ihn am Abend und sie schicken meinen Mann nach Hause. Bevor er daheim ankam habe ich regelmäßige starke Wehen gehabt die alle 3-5 Minuten sind. Die Hebamme sagte voher noch das die Schmerzen nicht zu dem Befund passen. Ich kam mir also wie eine Mimose vor, wobei ich eigentlich nicht so schmerzempfindlich bin. Also hab ich mich nicht getraut die Hebamme zu rufen oder meinen Mann anzurufen. Gegen 0 Uhr ging der Schleimpforpf ab und kurze Zeit später hatte ich meinen Blasensprung. Wobei ich mir nicht sicher war ob ich nur Pipi in die Hose gemacht habe.
Irgendwann hab ich die Hebamme doch gerufen, da ich kaum noch auf den Beinen stehen konnte wenn eine Wehe da war und zwischen den Wehen hatte ich auch Schmerzen.
Das Ergebnis nur 2cm geöffnet. Mittlerweile waren die Schmerzen so stark das meine Beine nicht mehr aufgehört haben zu zittern und ich Angst vor jeder Wehe hatte. Eine PDA war nicht möglich da die Angst vor einer Narbenruptur des vorangegangenen KS hatte. Zwischenzeitlich hatte ich meinen Mann angerufen das ich nicht mehr konnte und ich will das er bei mir ist. Da das KH in einer anderen Stadt ist, dauerte es natürlich noch eine Weile bis er da war.
Das CTG zeigte bei den Wehen einen Herzschlag von über 190 bei unserer Tochter. Das und meine unglaublichen Schmerzen haben den dazugerufenen Arzt dazu gebracht sofort einen KS zu machen. Es ging plötzlich ganz schnell. Ohne das ich irgendeine Einverständniserklärung abgeben musste oder sonst was, wurde ich innerhalb weniger Minuten war ich umgezogen mit Wehenhemmer usw. im OP. Mein Mann war gerade so rechtzeitig da und wusste gar nicht was passiert. Ich war nur noch betäubt von den Schmerzen und nahm alles verschwommen war, ich konnte das Zittern nicht stoppen und habe gesagt das ich keine Vollnarkose will.
Es ging alles ganz schnell, nicht wie beim letzten KS alles in Ruhe. Leider habe ich die Spinale nicht vertragen, habe also einen Kreislaufzusammenbruch erlitten und musste mich mehrfach während dem KS übergeben. Der KS ansich ging länger als beim letzten mal, ich hatte das Gefühl das etwas nicht stimmt, auch als sie unsere Tochter rausholten hörte ich komsiche Geräusche, wie wenn sie keine Luft kriegen würde. Doch irgendwann hörte ich sie weinen.
Nach dem KS und dem zunähen musste ich in den Aufwachraum, da mein Kreislauf noch nicht im Griff war. Mein Mann war bei unserer Tochter in der Zeit.

Ich wurde dann informiert was passiert war, meine KS-Narbe war bereits aufgegangen und unsere Tochter hatte die Nabelschnur drei mal fest um den Hals und diese dann noch fest in der Hand. Es wäre defenitiv bei uns beiden schief gegangen. Ich habe das Schicksal zu sehr herausgefordert anstatt meinem FA der ein sehr erfahrener Geburtshelfer ist zu vertrauen.

Ich bin sehr glücklich das alles gut gegangen ist, auch wenn ich mir eine spontane Geburt gewünscht hätte. Mein FA hat mir auch gesagt das ich es abhaken soll und man das ja nicht vorher wissen konnte.

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27. Juli 2017 um 23:40

Ach Mensch, das tut mir wirklich Leid, dass es so gelaufen ist. Aber Hauptsache, Euch beiden geht es gut! Versuche aber bitte, Dir rechtzeitig Hilfe zu holen, wenn Du merkst, dass Du mit dem Geburtsverlauf zu kämpfen hast.
Fühl Dich mal lieb gedrückt. Ich wünsche Euch trotz allem eine schöne Kennenlernzeit und einen guten Start ins Leben zu viert.

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