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Geburtsbericht meines Sohnes Jamie Conner vom 14.06.2006

28. Februar 2007 um 8:31

Geburtsbericht:

8.00 Uhr
Dienstag morgen war ich auf dem Weg zum Frauenarzt, als ich leichtes Ziehen im Bauch bemerkte. Auf dem CTG waren dann auch einige Wehen im 10 minütigen Abstand zu sehen. Ansonsten war alles bestens, Muttermund seit Sonntag 2 cm und Gebährmutterhals verkürzt. Na dann kann es ja bald losgehen, dachte ich mir.

Zuhause dann im Laufe des Tages hatte ich weiterhin alle 10 Minuten Wehen. Sie waren zu spüren, aber leicht auszuhalten.

14.00
Wir holten meine Mutter von zuhause ab, da sie zu einer ambulanten Operation am Fuß musste. Wir versprachen draußen zu warten und da es so heiss war, gingen mein Mann und ich erstmal Eis essen. Wehen wurden langsam stärker, aber Abstand blieb gleich.

16.00
Wurde ungeduldig und ging in die Arztpraxis nach meiner Mutter schauen. Sie war noch im Verbandsraum und ich ging hinein. Meine Mutter fragte mich, wie es aussieht und ich antwortete: Immer noch alle 10 Minuten. Daraufhin drehte sich die Arzthelferin schlagartig um und fragte: Wie meinen Sie das??? Alle 10 Minuten! Haben Sie etwa Wehen??? Ich antwortete mit Ja und die Arzthelferin schaute ganz verdutzt und sagte: Oh mann, darauf sind wir hier aber überhaupt nicht vorbereitet, wir sind doch eine Chirugie!! Wie können Sie denn jetzt so ruhig sein??
Gute Frage! Irgendwie habe ich das alles noch nicht so ernst genommen.
Meine Mutter hatten wir direkt mit zu mir genommen, da auch sie meinte, dass es heute oder spätestens heute Nacht ernst werden würde und ich wollte sie ja mit bei der Geburt dabei haben.

19.00
So langsam verkürzen sich die Abstände auf alle 6-8 Minuten und es schmerzt, so dass ich tief durchatmen muss.

23.00
Alle 5 Minuten sind nun Wehen da und wir fahren ins KH. Im Sitzen sind die Wehen am schlimmsten und die Autofahrt war überhaupt nicht angenehm.
Im KH angekommen erstmal CTG und bei der Untersuchung wird festgestellt, immer noch 2 cm. Toll!!!
Die Hebamme schlägt vor eine Stunde spazieren zu gehen und falls sich dann noch nichts geändert hat, kann ich aussuchen ob ich dableiben möchte, oder noch einmal nach Hause fahre.

0.00-1.00
Wir laufen eine Radweg lang. Mein Mann macht scherze über die Autobahnbrücke, dass sie bestimmt schon einen Namen hat hier: Die 9-Monats-brücke oder so, denn hier laufen wohl einige Wehengeplagte immer mal wieder drüber. Ich halte an jedem zweiten Baum an und versuche die Wehen so gut wie möglich zu veratmen.

1.00
Zurück im Kreissaal hat sich nicht viel verändert, vielleicht ein halber cm. Also was nun? Falls ich dableiben würde, sollte ich in ein Zimmer verlegt werden um noch einige Stunden zu schlafen. Mein Mann und meine Mutter hätten aber nicht dabei sein können. Wie bitte?? Neee, dann fahre ich auch nach Hause.

1.00-5.00
Zuhause schicke ich meinen Mann ins Bett, da ich ihn noch brauche später und er fit fürs fahren sein muss. Meine Mutter und ich bleiben unten und ich versuchte irgendwie die Zeit rum zu kriegen. Die Wehen waren nun sehr stark und schmerzhaft.

5.00-7.00
Ich kann es zuhause nicht mehr aushalten und fahre mit meinem Mann wieder ins KH. Meine Mutter ließ ich zuhause, wegen ihrem Fuß. Sie sollte auf unseren Anruf warten, wenn es ernst wird und nachkommen.
Im KH angekommen sagte ich der Hebamme als erstes, dass ich eine PDA haben möchte. Wieder ans CTG und Untersuchung. 6 cm !!! Na also, tut sich doch was, waren die Schmerzen nun also nicht umsonst. Ich musste nun erst auf die Ärztin warten zur Blutabnahme, dann Laborwerte und Anästhesist.
Mein Mann fragte, ob er nun meine Mutter anrufen soll, aber ich sagte ihm, wir sollten warten, bis die PDA gelegt wurde, denn die verlangsamt ja oft den Geburtsvorgang nochmal. Jedes Mal wenn eine Wehe anrollte sagte ich mir, komm schon Petra, nur noch diese Wehe, dann ist die Ärztin da, nur noch dies Wehe dann ist dies und das .
Mein Mann wurde zur Anmeldung runter geschickt und als ich da so ganz allein im Kreissaal lag überfiel mich ganz schön die Angst.
Ich war so froh als mein Mann wieder an meiner Seite war. Plötzlich wusste ich was jetzt passiert. Ich sagte zu meinem Mann: Jetzt ist es zu spät für eine PDA. Ach quatsch, antwortete er, gleich ist sie da, Du schaffst das schon.
Ich hatte aber plötzlich diese tiefe Gefühl zu pressen. Ich konnte mich nicht mehr darauf konzentrieren bewusst den Oberkörper anstelle das Becken zu verkrampfen.
Die neue Hebamme (es war gerade Schichtwechsel) untersuchte mich dann auch und erst meinte sie, immer noch 6 cm. Sie wollte aber während der Wehe nachschauen und dann hieß es: Ah Ja, habe ich mir gedacht, super so sind es 8-9 cm!! Bei der nächsten Wehe machen sie jetzt genau das, was ich ihnen sage. Sie pressen und . Den Rest hörte ich gar nicht mehr. WIE JETZT? Heisst das, es ist zu spät für eine PDA??? Sie antwortete mit ja und ich geriet in Panik.
Gut das der Schichtwechsel war, denn diese Hebamme hier war so eine taffe Frau und beruhigte mich mit ihrer fordernden Art. Bei der nächsten Wehe zersprang auch schon die Blase. Die Ärztin kam dazu und nach 4 Presswehen hatten wir es geschafft.
Jamie Conner erblickte am 14.06.06 um 6.53 Uhr das Licht der Welt. Es war ein unbeschreibliches schönes Gefühl ihn endlich auf meinen Bauch liegen zu haben.
Und dann fiel es mir plötzlich ein! Ach du je, wir haben meine Mutter vergessen, sie hat es verpasst. Mein Mann ging raus um die ersten Anrufe zu machen, noch bevor wir überhaupt wussten wie groß, schwer etc. Jamie überhaupt war. Ja ja, der stolze Papa!
Ich wurde noch genäht, zwar kein Dammriss, aber einige kleinere Scheidenrisse.
Meine Mutter kam dann ins KH und nahm ihren Enkel dann auch sehr glücklich in den Arm.

LG
Petra

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5. April 2007 um 17:36

"Geburtsbericht meines Sohnes Jamie Conner vom 14.06.2006"
wenn ich den bericht so lese,beneide ich dich.du hast ne wünderschöne geburt gehabt.
ok ich hatte auch eine schöne die aber zum schluss für mich schlimm war.mein sohn wurde zum schluss mit der saugglocke geholt.nach 7 stunden war alles vorbei.

aber heute bin ich stolz das mein sohn gesund ist.

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