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Gegen Umgangsrecht!

18. Januar 2009 um 22:10

Ich werd mir hier jetzt sicher die entrüsteten Aussagen und Belehrungen vieler Eltern zuziehen, aber DIE suche ich hier nun eben nicht. Es gibt unzählige Beiträge im Internet, wo "die armen Väter" beklagt werden und die Mamas als Buhmann dastehen, wenn es um den Umgang mit den Kindern geht. Wenn eine Mutter nur ansatzweise wagt, ihre Meinung zu offenbaren, daß sie sich mit dieser Form der Rechtssprechung nicht identifizieren kann, wird sie gleich in Grund und Boden gestampft. Die wenigsten trauen sich, ehrlich und offen ihre Einstellung gegen ein Umgangsrecht öffentlich zu präsentieren. Es gibt liebende Väter, Kinder, die ihren Papa gern haben und friedliche Trennungen. Es gibt aber auch Hass, Krieg und endlose Streitigkeiten. Und ich finde es untragbar, ein Kind unter solchen Bedingungen aufwachsen zu lassen. Vater sein ja, aber um jeden Preis? Es heißt immer, "die armen Väter", aber wer macht sich Gedanken, was in einer Mutter vorgeht, wenn sie gezwungen wird, über Jahre boshaften Schlammschlachten ausgeliefert zu sein? Und dabei soll sie die ausgeglichene Mami sein, die alles Böse von ihren Kindern abschottet und einen heile Welt vorspielt. Es gibt solche und solche Fälle. Grundsätzlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Ich habe beide Seiten kennengelernt. Leidtragend sind letztlich immer die Kinder. Umgangsrecht um JEDEN Preis? Oder Verzicht um des lieben Frieden Willens? Ist der Kampf um das Umgangsrecht nicht nur ein egoistischer Streifzug der Väter ohne Rücksicht, daß das Kind unter diesen Fehden leiden könnte? Muß man den Umgang erzwingen, selbst wenn eine Konversation der Eltern absolut UNMÖGLICH ist? Was maßen sich Jugendämter, Gerichte und Sozialarbeiter an, über "das Wohl eines Kindes" zu bestimmen, wenn die wahren Hintergründe gar nicht in vollem Umfang berücksichtigt werden? Wer definiert "das WOHL des Kindes"? Wozu gibt es ein Sorgerecht, wenn man letztlich keine Wahl hat, selbst für sein Kind zu entscheiden? Wenn andere über "das WOHL des Kindes" entscheiden, ist man dann noch MUTTER? Wer zum Teufel hat solche Gesetzestexte geschrieben...darüber befunden? Wer hat das Recht, das Leben eines Kindes zu bestimmen? Wieviele Sachbearbeiter von Jugendämtern geben sich wirklich die Mühe, sich in die Kinder und deren Eltern wirklich rein zu versetzen? Meist sind die Ämter alle überlastet, ein Fall wie der nächste...Standard...jeder ist nur eine Nummer...Schema F. Nun, reicht das für derben Diskussionsstoff? Dann plustert Euch mal auf...oder gibt es noch Mütter, die jetzt den Mut haben, mir Recht zu geben?

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Top 3 Antworten

19. Januar 2009 um 12:18

Danke für den ersten Beitrag
Hallo Vanessa,

ich denke, es gibt sehr viele Mütter, die genauso denken. Wenn Kriege auf den Rücken der Kinder ausgetragen werden, stehen die Mütter meist hilflos und machtlos da. Wer hat mehr zu verlieren? Wenn der Vater seine Intrigen spielt oder gar mit offenen Hasstiraden gegen die Mutter hetzt, bekommt er bestenfalls einen Rüffel und ein "Du Du!" vom Jugendamt. Wenn die Mutter dergleichen tut, setzt man ihr unter Umständen die Pistole auf die Brust und droht mit Sorgerechtsentzug bis hin zur gewaltsamen Kindeswegnahme, wenn sie sich nicht immer schön KOOPERATIV und LOYAL verhält und das Kind auch schön brav dazu animiert, eine Bindung zum Vater aufzubauen und die Kontakte zu fördern. Das ist jetzt vielleicht sehr krass ausgedrückt, aber es ist nicht so weit weg von der Wahrheit. Das haben viele Mütter im Hinterkopf, trauen sich deshalb nicht, ihren Mund aufzumachen und ihre Meinung offen zu vertreten. Wenn Jugendämter sich ein Bild zurecht gelegt haben, ist da nicht mehr viel dran zu rütteln. Dann verfolgen sie straight ihren Weg. Sie geben einem das Gefühl, verstanden zu werden und einzig und allein immer zum Kindeswohl zu entscheiden. Man vertraut diesen Menschen sein Kind an. Sie geben einem das Gefühl, immer mit entscheiden zu dürfen, weil man ja die Mutter ist und das Kind besser kennt. Aber wenn sich die Meinungen über gewisse Dinge mal zweigen, dann wird man behutsam in die Richtung geschoben, in die sie einen gerne hätten. Und wenn man seinen Standpunkt fest vertritt, dann schwindet gemächlich diese verstehende Lächeln aus dem Gesicht des so vertrauensvollen Sachbearbeiters. Und die Fassade fängt an zu bröckeln, schlimmstenfalls steht dann hinterher in irgendeiner Stellungnahme "Die Mutter war nicht bereit und fähig zu kooperieren..." Man bewegt sich auf einem schmalen Grat. Wenn man einmal abweicht und nicht mehr zuläßt, daß andere wie die Fäden einer Marionette mit einem spielen, dann bekommt man schnell einen Stempel aufgedrückt, den man schwer wieder los wird. Es wird einem jedes Wort im Munde umgedreht. Die Puzzleteile werden immer schön so gelegt, wie sie sie haben wollen. Und wenn das Kind mal weint, weil es etwas nicht will oder sich gar unwohl fühlt, dann sind es selbstverständlich die Spannungen und die negativen Aspekte der Mutter, die sich auf das Kind übertragen. Ein kleines Kind hat ja keinen eigenen Willen zu haben. Es wird verlangt, dem Kind etwas vorzugaukeln, was nicht ist. Theater spielen ist aber eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Aber Ehrlichkeit und Offenheit sind im Bezug auf das Umgangsrecht nicht mehr gefragt. Da geht es nur darum, das Kind in eine rosa Wattewolke zu packen, während draußen Hass und Feindschaft zu erbitterten Kriegen und Kämpfen vor Gericht führen. Aber ein kleines Kind bleibt nicht klein. Kinder sind oft naiv, aber sie sind nicht dumm. Und ein jedes Kind hat es verdient, in Frieden aufzuwachsen, in einer ausgeglichenen Atmosphäre, wohlbehütet. Nicht jedem Kind dieser Welt wird dieses Privileg zuteil. Aber um nicht abzuschweifen, in solchen Umgangsrechtsstreitigkeiten kann man dem ganzen Übel einen Riegel vorschieben, bevor die Kinderseelen Trauer tragen. Wenn Eltern sich trennen, aber die Rolle der Eltern weiter vertreten können und sei es nur, daß sie auf sachlicher Ebene miteinander kommunizieren, dann ist es ganz sicher nicht schädlich und den Eltern eher löblich, wenn sie es fertigbringen, eine gemeinsame Basis zu schaffen, um auf der Elternebene miteinander umgehen zu können. Aber dieser Fall ist in unzähligen Fällen nicht gegeben. Und man kann so etwas auch nicht erzwingen. Und bevor diese Kinder in diesem tiefen Zwiespalt aufwachsen müssen, zum Spielball der Justiz werden und nur Angst, Hass und Trauer kennenlernen, sollte man da nicht lieber einen Umgang ausschließen, um das Wohl des Kindes zu sichern? Es heißt immer, wissenschaftlich gesehen, ein Kind, das ohne Vater aufwächst, wäre eher gefährdet, später einmal an psychischen Störungen zu leiden und vielerlei mehr. Und was ist dann mit solch einem Kind, das "zwischen den Fronten" aufwächst?

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20. Januar 2009 um 9:04

Hallo vollblutmama
Du sprichtst mir auch aus der Seele.
Ich habe ein Kind aus einer vorherigen Beziehung.
Vom Erzeuger habe ich mich kurz nach der Geburt getrennt. Danach habe ich JAHRELANG!!! (ca.9 Jahre) nichts von ihm gehört. Das Kind hat auch nie eine Geburtstagskarte oder eine Weihnachtskarte erhalten.
War uns aber egal, denn er fehlte uns nicht.

Jetzt kommts:
Letztes Jahr wurde ich von Erzeuger "verklagt". Er wollte auf einmal Papa spielen.
Ich verstehe bis heute sein plötzliches Interesse nicht.
Der Familienrichter war von dem Verhalten des Erzeugers auch nicht so angetan und erlaubt ihn nur einen minimalen Umgang mit seinem Kind. Er darf das Kind nur einige Stunden im Monat sehen.

Das findet er zu wenig und hat sich ans Jugendamt gewendet.
Mein Anwalt warnte mich schon von den Herren vom Jugendamt, weil er gegen alleinerziehende Mütter arbeitet und nur "Das Wohl des Vaters" sieht.

Ich wurde oft in der letzten Zeit vom Jugendamt angerufen. Sie "möchten" gerne, daß ich freiwillig zu mehr Umgang zustimme. Sie möchten gerne, daß ich mit dem Vater an einen Tisch sitze. Sie möchten dies, sie möchten das... oder besser gesagt, sie möchten daß ich den "Wünschen" des Vaters nachgehe.

Mache ich aber nicht. Ich halte mich an dem Gerichtsbeschluss.
Denn ich als Mutter weiß was am besten, was für dieses Kind gut ist. Ich habe es alleine die ganzen Jahre groß gezogen. Nicht der Vater und auch nicht das "unfähige" Jugendamt.

Wenn ich die Nummer vom Jugenamt auf mein Telefon sehe, gehe ich gar nicht mehr ran.
Letzte Woche habe ich einen Brief vom Jugendamt bekommen, dort wollen sie mir vorschreiben, wann ich zum Gespräch erscheinen soll.
Ganz schön frech!!!
Ich werde dort nicht hingehen, denn diese Leute haben mir nichts zu sagen.
Ich verstehe diese Belästigungen auch nicht! Es war doch alles schon vor Gericht.

Früher gab es ein Gesetz für Mütter die das alleinige Sorgerecht hatten. Sie durften selber entscheiden, ob sie einen Umgang mit dem Vater des Kindes zustimmen.
Leider wurde das Gesetz am 01.07.1997 aufgehoben und die Erzeuger haben einen Freifahrtsschein.
Damit meine ich, wenn ein Vater kein Bock hat sich ums Kind zu kümmern, muß er es nicht.
Aber wenn so ein toller Vater auf einmal nach Jahren doch Papa spielen will, darf er es und man kann nichts dagegen tun.

Das kotzt mich so an.


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19. Januar 2009 um 22:42

Hallo sisana23
Danke für Deinen Beitrag in diesem Forum! Es tut mir leid, daß Du, aber vor allem Deine Kinder, diesem Dilemma ausgesetzt sind! Da haben wir wieder das Thema mit der Loyalitätspflicht... Und wenn Du Deinen Kindern erklärst, daß es "so sein muß", wäre das für die nette, pflichtbewußte Jugendamtmitarbeiterin wieder ein Punkt, in dem sie Dich darauf hinweisen müßte, daß ein Kind gar nichts "muß". Und wenn Du Deinen Kindern gegenüber solche Aussagen triffst, ist das wieder eine Negation, da Du zum Ausdruck bringst, daß Du es im Prinzip nicht befürwortest. Es wird seitens des Jugendamts verlangt, daß die Kindesmutter den Kindern vorspielt, daß sie selbst es gutheißt, daß Kontakte zum Kindesvater stattfinden und eine Bindung erfolgt und vertieft wird. Und selbst wenn die Kindeseltern abgründigst hasserfüllte Gefühle gegeneinander hegen, wird im Grunde genommen nur erwartet, daß man die eigenen Kinder belügt und sie zu Dingen animiert, die man selbst mit sich und seinem Gewissen niemals vereinbaren könnte. Aber es sind einem machtlos die Hände gebunden. Man trägt als Mutter ein Kind monatelang unter dem Herzen, bringt es unter großen Schmerzen zur Welt..man hegt und pflegt das Kind mit einer Liebe und Hingabe. Natürlich lieben auch Väter ihre Kinder, aber ich behaupte einfach mal, daß mit allergrößter Sicherheit die Bindung zur Mutter in den allermeisten Fällen inniger und fester ist. Und dann fühlt man sich bei sogenannten "Beratungsgesprächen" wie auf der Anklagebank, und es wird klar, daß man das Kind zwar gebären durfte, aber es eigentlich Eigentum des Staates ist. Die Reform des Kindschaftsrechts hat klare Linien gesteckt, bis wo man noch Mutter sein darf und ab welchem Punkt man nur funktionieren darf, um seine Kinder nach Paragraphen großzuziehen.

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19. Januar 2009 um 12:18

Danke für den ersten Beitrag
Hallo Vanessa,

ich denke, es gibt sehr viele Mütter, die genauso denken. Wenn Kriege auf den Rücken der Kinder ausgetragen werden, stehen die Mütter meist hilflos und machtlos da. Wer hat mehr zu verlieren? Wenn der Vater seine Intrigen spielt oder gar mit offenen Hasstiraden gegen die Mutter hetzt, bekommt er bestenfalls einen Rüffel und ein "Du Du!" vom Jugendamt. Wenn die Mutter dergleichen tut, setzt man ihr unter Umständen die Pistole auf die Brust und droht mit Sorgerechtsentzug bis hin zur gewaltsamen Kindeswegnahme, wenn sie sich nicht immer schön KOOPERATIV und LOYAL verhält und das Kind auch schön brav dazu animiert, eine Bindung zum Vater aufzubauen und die Kontakte zu fördern. Das ist jetzt vielleicht sehr krass ausgedrückt, aber es ist nicht so weit weg von der Wahrheit. Das haben viele Mütter im Hinterkopf, trauen sich deshalb nicht, ihren Mund aufzumachen und ihre Meinung offen zu vertreten. Wenn Jugendämter sich ein Bild zurecht gelegt haben, ist da nicht mehr viel dran zu rütteln. Dann verfolgen sie straight ihren Weg. Sie geben einem das Gefühl, verstanden zu werden und einzig und allein immer zum Kindeswohl zu entscheiden. Man vertraut diesen Menschen sein Kind an. Sie geben einem das Gefühl, immer mit entscheiden zu dürfen, weil man ja die Mutter ist und das Kind besser kennt. Aber wenn sich die Meinungen über gewisse Dinge mal zweigen, dann wird man behutsam in die Richtung geschoben, in die sie einen gerne hätten. Und wenn man seinen Standpunkt fest vertritt, dann schwindet gemächlich diese verstehende Lächeln aus dem Gesicht des so vertrauensvollen Sachbearbeiters. Und die Fassade fängt an zu bröckeln, schlimmstenfalls steht dann hinterher in irgendeiner Stellungnahme "Die Mutter war nicht bereit und fähig zu kooperieren..." Man bewegt sich auf einem schmalen Grat. Wenn man einmal abweicht und nicht mehr zuläßt, daß andere wie die Fäden einer Marionette mit einem spielen, dann bekommt man schnell einen Stempel aufgedrückt, den man schwer wieder los wird. Es wird einem jedes Wort im Munde umgedreht. Die Puzzleteile werden immer schön so gelegt, wie sie sie haben wollen. Und wenn das Kind mal weint, weil es etwas nicht will oder sich gar unwohl fühlt, dann sind es selbstverständlich die Spannungen und die negativen Aspekte der Mutter, die sich auf das Kind übertragen. Ein kleines Kind hat ja keinen eigenen Willen zu haben. Es wird verlangt, dem Kind etwas vorzugaukeln, was nicht ist. Theater spielen ist aber eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Aber Ehrlichkeit und Offenheit sind im Bezug auf das Umgangsrecht nicht mehr gefragt. Da geht es nur darum, das Kind in eine rosa Wattewolke zu packen, während draußen Hass und Feindschaft zu erbitterten Kriegen und Kämpfen vor Gericht führen. Aber ein kleines Kind bleibt nicht klein. Kinder sind oft naiv, aber sie sind nicht dumm. Und ein jedes Kind hat es verdient, in Frieden aufzuwachsen, in einer ausgeglichenen Atmosphäre, wohlbehütet. Nicht jedem Kind dieser Welt wird dieses Privileg zuteil. Aber um nicht abzuschweifen, in solchen Umgangsrechtsstreitigkeiten kann man dem ganzen Übel einen Riegel vorschieben, bevor die Kinderseelen Trauer tragen. Wenn Eltern sich trennen, aber die Rolle der Eltern weiter vertreten können und sei es nur, daß sie auf sachlicher Ebene miteinander kommunizieren, dann ist es ganz sicher nicht schädlich und den Eltern eher löblich, wenn sie es fertigbringen, eine gemeinsame Basis zu schaffen, um auf der Elternebene miteinander umgehen zu können. Aber dieser Fall ist in unzähligen Fällen nicht gegeben. Und man kann so etwas auch nicht erzwingen. Und bevor diese Kinder in diesem tiefen Zwiespalt aufwachsen müssen, zum Spielball der Justiz werden und nur Angst, Hass und Trauer kennenlernen, sollte man da nicht lieber einen Umgang ausschließen, um das Wohl des Kindes zu sichern? Es heißt immer, wissenschaftlich gesehen, ein Kind, das ohne Vater aufwächst, wäre eher gefährdet, später einmal an psychischen Störungen zu leiden und vielerlei mehr. Und was ist dann mit solch einem Kind, das "zwischen den Fronten" aufwächst?

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19. Januar 2009 um 22:13

Re
Du sprichst mir aus der Seele, denn ich verweigere dem gewalttätigen Vater meiner Tochter Sorgerecht und Umgang. Und werde dafür ständig regelrecht verbal gesteinigt.

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19. Januar 2009 um 22:42

Hallo sisana23
Danke für Deinen Beitrag in diesem Forum! Es tut mir leid, daß Du, aber vor allem Deine Kinder, diesem Dilemma ausgesetzt sind! Da haben wir wieder das Thema mit der Loyalitätspflicht... Und wenn Du Deinen Kindern erklärst, daß es "so sein muß", wäre das für die nette, pflichtbewußte Jugendamtmitarbeiterin wieder ein Punkt, in dem sie Dich darauf hinweisen müßte, daß ein Kind gar nichts "muß". Und wenn Du Deinen Kindern gegenüber solche Aussagen triffst, ist das wieder eine Negation, da Du zum Ausdruck bringst, daß Du es im Prinzip nicht befürwortest. Es wird seitens des Jugendamts verlangt, daß die Kindesmutter den Kindern vorspielt, daß sie selbst es gutheißt, daß Kontakte zum Kindesvater stattfinden und eine Bindung erfolgt und vertieft wird. Und selbst wenn die Kindeseltern abgründigst hasserfüllte Gefühle gegeneinander hegen, wird im Grunde genommen nur erwartet, daß man die eigenen Kinder belügt und sie zu Dingen animiert, die man selbst mit sich und seinem Gewissen niemals vereinbaren könnte. Aber es sind einem machtlos die Hände gebunden. Man trägt als Mutter ein Kind monatelang unter dem Herzen, bringt es unter großen Schmerzen zur Welt..man hegt und pflegt das Kind mit einer Liebe und Hingabe. Natürlich lieben auch Väter ihre Kinder, aber ich behaupte einfach mal, daß mit allergrößter Sicherheit die Bindung zur Mutter in den allermeisten Fällen inniger und fester ist. Und dann fühlt man sich bei sogenannten "Beratungsgesprächen" wie auf der Anklagebank, und es wird klar, daß man das Kind zwar gebären durfte, aber es eigentlich Eigentum des Staates ist. Die Reform des Kindschaftsrechts hat klare Linien gesteckt, bis wo man noch Mutter sein darf und ab welchem Punkt man nur funktionieren darf, um seine Kinder nach Paragraphen großzuziehen.

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19. Januar 2009 um 23:15
In Antwort auf salomerose

Re
Du sprichst mir aus der Seele, denn ich verweigere dem gewalttätigen Vater meiner Tochter Sorgerecht und Umgang. Und werde dafür ständig regelrecht verbal gesteinigt.

Hallo salomerose!
Dir gehört mein allergrößtes Verständnis und Mitgefühl! Auch hier heißt es nach der deutschen Rechtssprechung, daß selbst gewalttätige oder gar drogen- oder alkoholabhängige "Väter" ein Recht haben, Umgang mit ihren Kindern zu praktizieren. Dann gibt es ja den betreuten Umgang, das Nonplusultra... Der betreute Umgang ist nicht billig und wird in der Regel nur für einen begrenzten Zeitraum genehmigt. Ziel und Zweck ist es, daß darauf hingearbeitet wird, daß der Umgang in Zukunft auch wieder ohne die Beteiligung Dritter stattfinden und ausgeführt werden kann. Der Witz ist ja schon, daß der Antrag von BEIDEN Elternteilen gestellt werden muß. Da ja in den meisten Fällen mindestens einer gar keinen betreuten Umgang will, ist dieser "Antrag" eigentlich ohnehin nur proforma. Dann sitzt da eine Sozialarbeiterin, hört sich freundlich nickend und natürlich unendlich verständnisvoll die grobe Dramatik der Situation an und erklärt, wie "neutral" sie sich der Sache annehmen wird. Die Kontakte werden dann ob mit oder ohne Beisein der Mutter in einer spannungsgeladenen Atmosphäre stattfinden, wo die nette Sozialarbeiterin vielleicht hin und wieder ihren Blick von ihrer Zeitung hochwirft, ab und an ein Kommentar in den Raum wirft und dann ein wahrscheinlich seitenlanges Statement abgibt, das den ganzen Verlauf des Umgangs, so wie sie ihn wahrgenommen hat, in detaillierter Ausführung widerspiegelt. Während des betreuten Umgangs kann Väterchen sich dann mal richtig brüsten, der Dame durch den Hintern kriechen und sich anbiedern bis der Schleim schon auf den Boden tropft. Und diese gut geschulten Sozialarbeiter lassen sich natürlich von diesem Gehabe aufs Glatteis führen. Und als Mutter durchschaut man das ganze natürlich sofort, kennt man doch das triumphierende Grinsen hinter der Maske, das sich darin suhlt, daß man selbst innerlich kocht und leidet, weil man wie gefesselt diese Maskerade ertragen muß. Denn darauf wird ja nur gewartet, daß der Mutter der Kragen platzt, daß ihr ein unbedachtes Wort rausrutscht oder sie sich im Ton versieht. Und dann schnappt die Falle zu... Der Vater bemüht sich ja so um ein gutes Auskommen, während die Mutter sich wenig kooperativ verhält und sich ihrer Loyalitätspflicht nicht bewußt ist. Das ist dann der Moment, wo man den berühmten Stempel aufgedrückt bekommt. Und das Ende vom Lied...das ist es ja gerade...es gibt kein Ende. Dann läuft es irgendwann darauf hinaus, daß die Eltern wieder sich selbst überlassen sind, um die Staatskassen zu schonen, und weil so viele andere Unglückskinder darauf warten im Umgang mit dem "Vater" betreut zu werden. Und da heißt es durchhalten, nicht die Nerven verlieren, nicht aufgeben, weiter kämpfen...wie lange? Wer weiß...bis das Kind so alt ist, selbst zu entscheiden...? Ist es dann zu spät? Was ist bis dahin alles kaputt gegangen? Was hat man dem Kind bis dahin auf seinen Lebensweg mitgeben können? Was hat das ganze dann wirklich gebracht? Daß ein Kind mit Vater aufgewachsen ist...davon kann es sich nichts kaufen...schon gar keine neue Seele...kann die Erinnerungen an eine verkorkste Kindheit nicht löschen. In Wirklichkeit geht es nicht mehr um das Wohl des Kindes, sondern eher um das Wohl der Väter. Aber das will von "denen da oben" ja keiner hören...

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20. Januar 2009 um 6:26

Noch eine frage zu dem thema
habe noch einen kleinen sohn der diese woche 1 jahr wird.er hat seinen vater nie gesehen,habe während der schwangerschaft viel mit ihm durch(mag nicht genau drauf eingehen) aber eigentl.sind meine gefühle soweit ich würd ihm alles wünschen,nur nix gutes.ich weiß genau würde er sich melden er will den kleinen sehen,würde ich es mit aller macht verhindern...kann ich trotzallem dazu gezwungen werden?habe wenigstens das glück das mein gesamter bekanntenkreis hinter mir steht mit der meinung er hat in der nähe meines sonnenscheins nichts zu suchen.

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20. Januar 2009 um 7:58
In Antwort auf sisana23

Noch eine frage zu dem thema
habe noch einen kleinen sohn der diese woche 1 jahr wird.er hat seinen vater nie gesehen,habe während der schwangerschaft viel mit ihm durch(mag nicht genau drauf eingehen) aber eigentl.sind meine gefühle soweit ich würd ihm alles wünschen,nur nix gutes.ich weiß genau würde er sich melden er will den kleinen sehen,würde ich es mit aller macht verhindern...kann ich trotzallem dazu gezwungen werden?habe wenigstens das glück das mein gesamter bekanntenkreis hinter mir steht mit der meinung er hat in der nähe meines sonnenscheins nichts zu suchen.

Hallo sisana23
Ich muß Dich leider enttäuschen. Bei mir war es ähnlich. Ein Vater hat laut Gesetz immer das Recht auf Umgang mit seinem Kind. Was während Eures Zusammenlebens passiert ist, ist wenig relevant. Wichtig ist, wie der Vater jetzt zu seinem Kind steht und mit ihm umgeht. Wenn Du ihm den Umgang verweigerst, dann kann er Mithilfe des Jugendamtes bitten, die dann zunächst ein Elterngespräch anberaumen, um zwischen Euch zu vermitteln. Die Vereinbarung bezüglich des Umgangs kann auch gerichtlich protokolliert werden. Wenn keine Einigung stattfindet, kann das Familiengericht ohnehin hinzugezogen werden. Das Jugendamt spielt immer mit die größte Rolle, da das Gericht sich auf dessen Gutachten verläßt und demnach Entscheidungen trifft. Wenn Du begründete Einwände gegen einen Umgang mit dem Kindesvater hast, so wird das Gericht diese überprüfen und ggfls. einen betreuten Umgang anordnen. Ein geschulter Sozialarbeiter-/pädagoge wird dann diese Treffen mit oder ohne Beisein der Mutter begleiten und eine Stellungnahme ans Jugendamt schreiben. Dann wird entschieden, wie der weitere Ablauf vonstatten geht. Bei so kleinen Kindern soll der Umgang eher häufiger stattfinden, das gestaltet sich jedoch individuell je nach Sachlage. Bei mir wurde zunächst einmal wöchentlich für 1 Stunde festgelegt. Die Kontakte wurden seitens des Kindesvaters nicht immer eingehalten geschweige denn in vollem Umfang. Die Zeit des Umgangs war eine Tortur. Es erfolgte eine Aussetzung des Umgangs von über 1 Jahr durch den Kindesvater. Eine Unterschrift, die ich dann wegen des gemeinsamen Sorgerechts von ihm einfordern mußte, wurde verweigert, woraufhin ich eine einstweilige Verfügung erwirkte und das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekam. Daraufhin beschloss er, die Umgangskontakte wieder neu aufzunehmen. Meine Tochter war zu diesem Zeitpunkt noch keine 2 Jahre. Er hat dann einen betreuten Umgang zugesprochen bekommen, da zunächst eine behutsame Kontaktaufnahme erfolgen sollte und eine Kommunikation zwischen uns unmöglich war. Diese Kontakte wurden für ein halbes Jahr anberaumt für 1x monatlich für maximal 2 Stunden. Da stecken wir nun mitten drin und bangen, wie es danach weitergehen soll. Ich hoffe, ich konnte Dir mit meiner Auskunft helfen. Ich kann Dich verstehen. Es ist gut, wenn Du viele Menschen hast, die hinter Dir stehen! Die wirst Du brauchen, wenn der Kindesvater einen Umgang mit dem Kind einforden sollte. Liebe Grüße...

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20. Januar 2009 um 9:04

Hallo vollblutmama
Du sprichtst mir auch aus der Seele.
Ich habe ein Kind aus einer vorherigen Beziehung.
Vom Erzeuger habe ich mich kurz nach der Geburt getrennt. Danach habe ich JAHRELANG!!! (ca.9 Jahre) nichts von ihm gehört. Das Kind hat auch nie eine Geburtstagskarte oder eine Weihnachtskarte erhalten.
War uns aber egal, denn er fehlte uns nicht.

Jetzt kommts:
Letztes Jahr wurde ich von Erzeuger "verklagt". Er wollte auf einmal Papa spielen.
Ich verstehe bis heute sein plötzliches Interesse nicht.
Der Familienrichter war von dem Verhalten des Erzeugers auch nicht so angetan und erlaubt ihn nur einen minimalen Umgang mit seinem Kind. Er darf das Kind nur einige Stunden im Monat sehen.

Das findet er zu wenig und hat sich ans Jugendamt gewendet.
Mein Anwalt warnte mich schon von den Herren vom Jugendamt, weil er gegen alleinerziehende Mütter arbeitet und nur "Das Wohl des Vaters" sieht.

Ich wurde oft in der letzten Zeit vom Jugendamt angerufen. Sie "möchten" gerne, daß ich freiwillig zu mehr Umgang zustimme. Sie möchten gerne, daß ich mit dem Vater an einen Tisch sitze. Sie möchten dies, sie möchten das... oder besser gesagt, sie möchten daß ich den "Wünschen" des Vaters nachgehe.

Mache ich aber nicht. Ich halte mich an dem Gerichtsbeschluss.
Denn ich als Mutter weiß was am besten, was für dieses Kind gut ist. Ich habe es alleine die ganzen Jahre groß gezogen. Nicht der Vater und auch nicht das "unfähige" Jugendamt.

Wenn ich die Nummer vom Jugenamt auf mein Telefon sehe, gehe ich gar nicht mehr ran.
Letzte Woche habe ich einen Brief vom Jugendamt bekommen, dort wollen sie mir vorschreiben, wann ich zum Gespräch erscheinen soll.
Ganz schön frech!!!
Ich werde dort nicht hingehen, denn diese Leute haben mir nichts zu sagen.
Ich verstehe diese Belästigungen auch nicht! Es war doch alles schon vor Gericht.

Früher gab es ein Gesetz für Mütter die das alleinige Sorgerecht hatten. Sie durften selber entscheiden, ob sie einen Umgang mit dem Vater des Kindes zustimmen.
Leider wurde das Gesetz am 01.07.1997 aufgehoben und die Erzeuger haben einen Freifahrtsschein.
Damit meine ich, wenn ein Vater kein Bock hat sich ums Kind zu kümmern, muß er es nicht.
Aber wenn so ein toller Vater auf einmal nach Jahren doch Papa spielen will, darf er es und man kann nichts dagegen tun.

Das kotzt mich so an.


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20. Januar 2009 um 9:05

Ich bin VOLL UND GANZ DEINER MEINUNG !!!
Glückwunsch zu deinem Mut, diese so öffentlich zu äußern.

Ich kenne diese Situation auch aus der Sicht des Kindes. Meine Eltern waren geschieden (ist alles 30 Jahre her und damals waren auch noch ganz andere gesetzliche Voraussetzungen), aber ich MUSSTE meinen Vater ca. 3x im Jahr besuchen, obwohl ich (und meine Mutter) das gar nicht WOLLTE!!!

Und jetzt ist mein eigener Sohn knapp 10 Monate alt, ich habe das alleinige Sorgerecht. Sein Vater hat kein Interesse an ihm, zahlt natürlich keinen Unterhalt und hat sich, um jeglichen Verpflichtungen zu entziehen, ins Ausland abgesetzt. Über letzteres bin ich sogar sehr (sch*** auf den Unterhalt....), weil da diese ganze Besuchsproblematik usw. gar nicht erst ins Spiel kommt.

LG!

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20. Januar 2009 um 9:13

Umgangsrecht
Guten Morgen,
auch ich möchte mich für Deinen Beitrag bedanken.
Du fragst und schreibst über das Wohl des KIndes und sprichst exakt die Problematik an die eben nicht zum Wohle des KIndes führt.
DAS UMGANGSRECHT!- Ist ein RECHT der Eltern und eben nicht in erster Linie und das des KIndes.
Gab es nicht vor kurzem ein Kind dassversucht hat das Umgansrecht einzuklagen- sprich das KInd wollte seinen Vater sehen- doch dieser wollte nicht und damit ist auch schon alles geschrieben- es besteht nämlich für die Eltern keine Pflicht- so das Gericht in der Urteilsbegründung- in diesem Fall ging das Kind leer aus.
Ist der Fall aber anders herum gelagert- kann der Vater das Recht einklagen und bekommt zumindest den Umgang erlaubt- manchmal zum Wohle des Kindes in den Räumen vom Jugendamt- begleitet von fachlichem Personal... wie traurig.
Und das Kind steht wie immer zwischen den verhärteten Fronten.
Ich möchte auch ganz klar sagen das ich es gut finde- wenn die Eltern es ausergerichtlich geregelt bekommen- das die Kinder beide- sehen und lieben dürfen.
Doch in den meisten Fällen- wäre es besser eine Regelung, vor der Familiengründung zu treffen- sprich den Umgang- den Lebensmittelpunkt und das Aufenthaltsbestimmungsrecht- zu klären.

Sollte nach der Scheidung über die Dauer von einem - bis drei Jahren immer noch keine Ruhe eingekeht sein- so wäre es meiner Meinung nach besser- nur einem das Sorgerecht zuzusprechen um somit das Kind/Kinder zur Ruhe kommen zu lassen.
Dies hin umd her und der permante Kontakt mit den vor dem Familiengericht zankenden Parteien- schürrt nur böses Blut- und ob das zum Wohle des Kindes ist wage ich zu bezweifeln.
Von daher rate ich jeder Mutter von Anfang an das Sorgerecht für sich in Anspruch zu nehmen- und zwar noch in GUTEN Zeiten- damit es sollte es zur Trennung kommen, keine Zerreisprobe- aller Beteiligten gibt.

Liebe Grüße

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20. Januar 2009 um 13:53

Es gibt auch Mütter, die um jeden Preis das Umgangsrecht durch setzten wollen.
Mein Mann hatte leider eine Affaire aus der ein Kind entstand. Auch er wollte keinerlei Umgangsrecht, er verzichtete auf jeglichen Kontakt.

Aber es ist die Mutter die mit allen Mitteln ein Umgangsrecht durch setzen will, Das Kind ist jetzt 6 Jahre alt. Bis auf einmal kurz als Baby hat mein Mann sie nie mehr gesehen und hat auch kein Interesse daran.

Trotz allem versucht es die Mutter immer wieder, sie will das mein Mann das Umgangsrecht ausübt.

Jetzt haben wir einen Richter gefunden, der Aufgrund eines anderen Falles zu unseren Gunsten entschieden hat.

Mein Mann muss kein Umgangsrecht ausüben! Trotzdem lässt sie nicht locker und ruft immer wieder an. Schickt Bilder etc...

Es gibt auch Mütter, die einen Mann der den Umgang nicht will, nicht in Ruhe lassen.

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20. Januar 2009 um 14:25
In Antwort auf steffi754

Hallo vollblutmama
Du sprichtst mir auch aus der Seele.
Ich habe ein Kind aus einer vorherigen Beziehung.
Vom Erzeuger habe ich mich kurz nach der Geburt getrennt. Danach habe ich JAHRELANG!!! (ca.9 Jahre) nichts von ihm gehört. Das Kind hat auch nie eine Geburtstagskarte oder eine Weihnachtskarte erhalten.
War uns aber egal, denn er fehlte uns nicht.

Jetzt kommts:
Letztes Jahr wurde ich von Erzeuger "verklagt". Er wollte auf einmal Papa spielen.
Ich verstehe bis heute sein plötzliches Interesse nicht.
Der Familienrichter war von dem Verhalten des Erzeugers auch nicht so angetan und erlaubt ihn nur einen minimalen Umgang mit seinem Kind. Er darf das Kind nur einige Stunden im Monat sehen.

Das findet er zu wenig und hat sich ans Jugendamt gewendet.
Mein Anwalt warnte mich schon von den Herren vom Jugendamt, weil er gegen alleinerziehende Mütter arbeitet und nur "Das Wohl des Vaters" sieht.

Ich wurde oft in der letzten Zeit vom Jugendamt angerufen. Sie "möchten" gerne, daß ich freiwillig zu mehr Umgang zustimme. Sie möchten gerne, daß ich mit dem Vater an einen Tisch sitze. Sie möchten dies, sie möchten das... oder besser gesagt, sie möchten daß ich den "Wünschen" des Vaters nachgehe.

Mache ich aber nicht. Ich halte mich an dem Gerichtsbeschluss.
Denn ich als Mutter weiß was am besten, was für dieses Kind gut ist. Ich habe es alleine die ganzen Jahre groß gezogen. Nicht der Vater und auch nicht das "unfähige" Jugendamt.

Wenn ich die Nummer vom Jugenamt auf mein Telefon sehe, gehe ich gar nicht mehr ran.
Letzte Woche habe ich einen Brief vom Jugendamt bekommen, dort wollen sie mir vorschreiben, wann ich zum Gespräch erscheinen soll.
Ganz schön frech!!!
Ich werde dort nicht hingehen, denn diese Leute haben mir nichts zu sagen.
Ich verstehe diese Belästigungen auch nicht! Es war doch alles schon vor Gericht.

Früher gab es ein Gesetz für Mütter die das alleinige Sorgerecht hatten. Sie durften selber entscheiden, ob sie einen Umgang mit dem Vater des Kindes zustimmen.
Leider wurde das Gesetz am 01.07.1997 aufgehoben und die Erzeuger haben einen Freifahrtsschein.
Damit meine ich, wenn ein Vater kein Bock hat sich ums Kind zu kümmern, muß er es nicht.
Aber wenn so ein toller Vater auf einmal nach Jahren doch Papa spielen will, darf er es und man kann nichts dagegen tun.

Das kotzt mich so an.


Hallo Steffi!
Deine Geschichte finde ich schon sehr krass! Wird denn in dem Alter nicht schon der Wunsch des Kindes mit berücksichtigt? Naja, wahrscheinlich eher nicht... Wenn das Kind sich negativ zu einem Umgang äußert, dann wird gleich unterstellt, die Mutter hätte das Kind dahingehend aufgehetzt. Es ist eine Schande, wie heutzutage verfahren wird! Es wird immer so hingestellt, als sei alles "freiwillig", und das Jugendamt stellt sich als neutraler Berater und Vermittler zur Verfügung. Widersetzt man sich aber einer solch "freiwilligen" Gesprächsrunde, dann wird man ganz schnell in eine Sparte gepackt, zieht sich den Unmut der so sehr engagierten Sachbearbeiter zu, und dann ist auf einmal alles nicht mehr so ganz "freiwillig"... Es stimmt wirklich, daß die "armen Väter", die ihre Rechte einfordern und sich ach so arg beklagen, in der heutigen Zeit mit Durchsetzung des neuen Kindschaftsrechts einen Freifahrtschein erhalten haben. Du hast es auf den Punkt gebracht: Wenn die Väter sich nicht kümmern wollen, dann müssen sie nicht. Aber wenn es ihnen irgendwann mal einfällt, Vater zu spielen, dann haben sie alle Rechte und sämtliche Unterstützung seitens des Jugendamts. Die Väter dürfen frei entscheiden, wir nicht! Aber um nochmals zu betonen, man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Ich habe, wie in einem vorherigen Beitrag schon erwähnt, beide Seiten kennengelernt. Mein neuer Lebensgefährte, der meine Tochter von Säugling an mit großgezogen hat, und zu dem sie auch Papa sagt, hat noch 2 Kinder aus erster Ehe, zu denen er regelmäßig Kontakt hat und ein sehr gutes Verhältnis hat. Mit der Mutter der Kinder kann er sich auf sachlicher Ebene verständigen und bis auf den einen oder anderen Ärger, der sich sicher nun nicht gänzlich vermeiden läßt, auch gemeinsame Entscheidungen treffen, die sich auf die Kinder beziehen. In einem Großteil der Fälle nutzen die Väter das neue Gesetz aber eher dazu, um die Mütter zu provozieren, kleine Machtkämpfe auszutragen oder gar ihren Rachegelüsten zu frönen. Mit Mutter Justizia fühlen sie sich stark und feiern jeden Triumph, jeden Sieg, den sie über die Mutter erringen können. Sie vergessen in den meisten Fällen gänzlich, daß diese Kriege auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden. Es wird schön geredet und der Spieß umgedreht, so daß am Ende die Mutter immer den schwarzen Peter zugeschoben bekommt.

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20. Januar 2009 um 14:39
In Antwort auf almape

Ich bin VOLL UND GANZ DEINER MEINUNG !!!
Glückwunsch zu deinem Mut, diese so öffentlich zu äußern.

Ich kenne diese Situation auch aus der Sicht des Kindes. Meine Eltern waren geschieden (ist alles 30 Jahre her und damals waren auch noch ganz andere gesetzliche Voraussetzungen), aber ich MUSSTE meinen Vater ca. 3x im Jahr besuchen, obwohl ich (und meine Mutter) das gar nicht WOLLTE!!!

Und jetzt ist mein eigener Sohn knapp 10 Monate alt, ich habe das alleinige Sorgerecht. Sein Vater hat kein Interesse an ihm, zahlt natürlich keinen Unterhalt und hat sich, um jeglichen Verpflichtungen zu entziehen, ins Ausland abgesetzt. Über letzteres bin ich sogar sehr (sch*** auf den Unterhalt....), weil da diese ganze Besuchsproblematik usw. gar nicht erst ins Spiel kommt.

LG!

Hallo almape!
Es ist schön, auch mal die Seite eines "Kindes" zu erfahren, auch wenn es schon so lange her ist oder gerade deshalb. Denn nun als Erwachsene sollte man meinen, daß Du nicht mehr unter dem Einfluß Deiner Mutter stehst und Deine Meinung selbst dazu äußern kannst Aber die allwissenden Familienpsychologen würden Deiner Mutter jetzt wahrscheinlich anlasten, Dich als Kind einer Gehirnwäsche unterzogen zu haben. Und wie ist es dir ergangen, ohne Vater aufgewachsen zu sein? Bist Du deshalb jetzt gestört? Ich denke nicht... Aber da es für die Jugendämter allerhöchste Priorität hat, daß ein Kind mit Vater aufwächst, egal, wie auch immer der sich verhält oder verhalten hat, werden halt irgendwelche Thesen in den Raum gestellt und ein Schubladendenken fabriziert. Es gibt sicher auch viele Frauen, denen es auch um das Geld geht. Viele Väter entziehen sich geschickt der Zahlungspflicht. Ich persönlich kann Dir auch da nur zustimmen, scheiß was auf den Unterhalt. Ich will das "schmutzige Geld" gar nicht. Frieden kann man ja leider auch nicht kaufen... Der Zwang der Ämter und Gerichte, einen Umgang des Vaters zuzulassen, verbessert die Situation zwischen zerstrittenen Elternteilen nicht. Eher gegenteilig wird dadurch noch mehr der Hass geschürt und die Lage dadurch verschlechtert.

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20. Januar 2009 um 14:53
In Antwort auf soulfly66

Umgangsrecht
Guten Morgen,
auch ich möchte mich für Deinen Beitrag bedanken.
Du fragst und schreibst über das Wohl des KIndes und sprichst exakt die Problematik an die eben nicht zum Wohle des KIndes führt.
DAS UMGANGSRECHT!- Ist ein RECHT der Eltern und eben nicht in erster Linie und das des KIndes.
Gab es nicht vor kurzem ein Kind dassversucht hat das Umgansrecht einzuklagen- sprich das KInd wollte seinen Vater sehen- doch dieser wollte nicht und damit ist auch schon alles geschrieben- es besteht nämlich für die Eltern keine Pflicht- so das Gericht in der Urteilsbegründung- in diesem Fall ging das Kind leer aus.
Ist der Fall aber anders herum gelagert- kann der Vater das Recht einklagen und bekommt zumindest den Umgang erlaubt- manchmal zum Wohle des Kindes in den Räumen vom Jugendamt- begleitet von fachlichem Personal... wie traurig.
Und das Kind steht wie immer zwischen den verhärteten Fronten.
Ich möchte auch ganz klar sagen das ich es gut finde- wenn die Eltern es ausergerichtlich geregelt bekommen- das die Kinder beide- sehen und lieben dürfen.
Doch in den meisten Fällen- wäre es besser eine Regelung, vor der Familiengründung zu treffen- sprich den Umgang- den Lebensmittelpunkt und das Aufenthaltsbestimmungsrecht- zu klären.

Sollte nach der Scheidung über die Dauer von einem - bis drei Jahren immer noch keine Ruhe eingekeht sein- so wäre es meiner Meinung nach besser- nur einem das Sorgerecht zuzusprechen um somit das Kind/Kinder zur Ruhe kommen zu lassen.
Dies hin umd her und der permante Kontakt mit den vor dem Familiengericht zankenden Parteien- schürrt nur böses Blut- und ob das zum Wohle des Kindes ist wage ich zu bezweifeln.
Von daher rate ich jeder Mutter von Anfang an das Sorgerecht für sich in Anspruch zu nehmen- und zwar noch in GUTEN Zeiten- damit es sollte es zur Trennung kommen, keine Zerreisprobe- aller Beteiligten gibt.

Liebe Grüße

Hallo soulfly66!
Auch Dir möchte ich Recht geben. Es wird, wenn ein Kind den Umgang einklagen will, der Vater sich aber widersetzt, für den Vater entschieden mit der Begründung, daß es nicht zum Wohle des Kindes sei, wenn der Vater nur durch gerichtlichen Zwang Kontakt zu seinem Kind hält. Das ist paradox! Warum ist es dann zum Wohle des Kindes, wenn das Kind nur durch gerichtlichen Zwang Kontakt zum Vater hält? Deine Idee, vorausschauend zu planen und das Sorgerecht vorzeitig zu regeln, ist im Grunde genommen nicht verkehrt. Es wird ja eigentlich auch so vorgenommen. Ich zum Beispiel habe mir nach der Scheidung mit meinem Ex-Mann das Sorgerecht teilen müssen. Nach bereits einem Jahr ständiger Streitereien mit Anwalt, Gericht und Jugendamt wurde mir dann das alleinige Sorgerecht zugesprochen, da das Gericht ebenfalls der Ansicht war, daß eine gemeinsame Sorge nicht in Betracht käme, da beide Parteien nicht in der Lage seien, gemeinsame Entscheidungen zu treffen und "die Kommunikation zwischen den Kindeseltern stark gestört sei". Das Sorgerecht bekommt dann in der Regel die Mutter, bei der das Kind ja auch seinen Lebensmittelpunkt hat. Aber was ist schon das Sorgerecht? Trotz alleiniger elterlicher Sorge hat dann aber der Kindesvater, dem eben diese entzogen wurde, trotzdem das Recht auf Umgang mit dem Kind. Man darf als Mutter entscheiden, ob das Kind getauft wird, ob es einen Kinderausweis enthält, in welchen Kindergarten es geht, welche Schule es besucht und dergleichen weiter. Aber den Umgang darf man nicht verweigern. Alles, was die Kontakte betrifft, darf man nicht mehr selbst entscheiden. Man kann es also eher das alleinige Sorgerecht mit Einschränkungen nennen.

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20. Januar 2009 um 14:59
In Antwort auf saraa33

Es gibt auch Mütter, die um jeden Preis das Umgangsrecht durch setzten wollen.
Mein Mann hatte leider eine Affaire aus der ein Kind entstand. Auch er wollte keinerlei Umgangsrecht, er verzichtete auf jeglichen Kontakt.

Aber es ist die Mutter die mit allen Mitteln ein Umgangsrecht durch setzen will, Das Kind ist jetzt 6 Jahre alt. Bis auf einmal kurz als Baby hat mein Mann sie nie mehr gesehen und hat auch kein Interesse daran.

Trotz allem versucht es die Mutter immer wieder, sie will das mein Mann das Umgangsrecht ausübt.

Jetzt haben wir einen Richter gefunden, der Aufgrund eines anderen Falles zu unseren Gunsten entschieden hat.

Mein Mann muss kein Umgangsrecht ausüben! Trotzdem lässt sie nicht locker und ruft immer wieder an. Schickt Bilder etc...

Es gibt auch Mütter, die einen Mann der den Umgang nicht will, nicht in Ruhe lassen.

Hallo saraa33!
Also erstmal Hut ab, daß Du trotz der Affäre und der dadurch entstandenen Folgen noch immer hinter Deinem Mann stehst! Das erfordert viel Courage und "Vergeben-Können". In Deinem Fall ist es so, daß offensichtlich die Mutter des Kindes über ihr Kind versuchen will, eine Kontaktaufnahme zu Deinem Mann herzustellen, um ihn möglicherweise zurück zu gewinnen. Vielleicht ist sie auch nur gekränkt, in ihrem Stolz verletzt, daß er sich nicht von Dir getrennt hat und sie eben nur die "Affäre" ist bzw. war. Und mit diesem Terror versucht sie jetzt, ihrem Frust freien Lauf zu lassen und Euch das Leben schwer zu machen. Wieder einmal ist das Kind leidtragend. In diesem Falle ist es dann allerdings die Mutter, die das Kind als Spielball nutzt, um den Kindesvater zu treffen. Ich denke aber, daß Ihr das Recht auf Eurer Seite habt. Es ist nicht leicht, einem Vater den Umgang aufzuzwingen. Wie gesagt, ein Kind kann man dazu zwingen, einen Vater nicht.

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20. Januar 2009 um 18:49
In Antwort auf vollblutmama

Hallo almape!
Es ist schön, auch mal die Seite eines "Kindes" zu erfahren, auch wenn es schon so lange her ist oder gerade deshalb. Denn nun als Erwachsene sollte man meinen, daß Du nicht mehr unter dem Einfluß Deiner Mutter stehst und Deine Meinung selbst dazu äußern kannst Aber die allwissenden Familienpsychologen würden Deiner Mutter jetzt wahrscheinlich anlasten, Dich als Kind einer Gehirnwäsche unterzogen zu haben. Und wie ist es dir ergangen, ohne Vater aufgewachsen zu sein? Bist Du deshalb jetzt gestört? Ich denke nicht... Aber da es für die Jugendämter allerhöchste Priorität hat, daß ein Kind mit Vater aufwächst, egal, wie auch immer der sich verhält oder verhalten hat, werden halt irgendwelche Thesen in den Raum gestellt und ein Schubladendenken fabriziert. Es gibt sicher auch viele Frauen, denen es auch um das Geld geht. Viele Väter entziehen sich geschickt der Zahlungspflicht. Ich persönlich kann Dir auch da nur zustimmen, scheiß was auf den Unterhalt. Ich will das "schmutzige Geld" gar nicht. Frieden kann man ja leider auch nicht kaufen... Der Zwang der Ämter und Gerichte, einen Umgang des Vaters zuzulassen, verbessert die Situation zwischen zerstrittenen Elternteilen nicht. Eher gegenteilig wird dadurch noch mehr der Hass geschürt und die Lage dadurch verschlechtert.

Wie ist es mir ergangen, ohne Vater aufgewachsen zu sein?
Prächtig!!!

Ganz ehrlich, mir hat es an nichts gefehlt. Vor allem nicht an Zuwendung und noch weniger an Liebe, und das, obwohl meine Mutter natürlich arbeiten gehen mußte. Ich hatte (nach der Scheidung meiner Eltern!) eine glückliche Kindheit.

Materiell konnten wir natürlich keine so großen Sprünge machen zu Hause, doch das fand ich überhaupt nicht schlimm. (Aber meine Mutter hat mir AUCH meine materiellen Herzenswünsche erfüllt, wenn es denn wirklich Herzenswünsche waren - "große" Geschenke gab es zu Weihnachten und zum Geburtstag, und darauf hat sie dann teilweise sogar gespart.)

Und, nein, meine Mutter hat mich ganz gewiß keiner Gehirnwäsche unterzogen. Ich war bei der Scheidung alt genug, um selbst mitzukriegen, "wo der Hase langläuft". Und ich habe es bis heute nicht vergessen, daß mich mein Vater (in Abwesenheit meiner Mutter) mit 5 Jahren vor die Wohnungstür gesetzt hat mit den Worten "geh raus aus meiner Wohnung". Ich habe mich nicht getraut zu klingeln um wieder reingelassen zu werden, und habe stundenlang bis meine Mutter von ihrem Termin heimkam, im Treppenhaus geweint... Ist 30 Jahre her, aber ich kann mich daran erinnern, als wär's gestern...

Nein, sowas möchte ich meinem Sohn ersparen!

LG!

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20. Januar 2009 um 22:20
In Antwort auf almape

Wie ist es mir ergangen, ohne Vater aufgewachsen zu sein?
Prächtig!!!

Ganz ehrlich, mir hat es an nichts gefehlt. Vor allem nicht an Zuwendung und noch weniger an Liebe, und das, obwohl meine Mutter natürlich arbeiten gehen mußte. Ich hatte (nach der Scheidung meiner Eltern!) eine glückliche Kindheit.

Materiell konnten wir natürlich keine so großen Sprünge machen zu Hause, doch das fand ich überhaupt nicht schlimm. (Aber meine Mutter hat mir AUCH meine materiellen Herzenswünsche erfüllt, wenn es denn wirklich Herzenswünsche waren - "große" Geschenke gab es zu Weihnachten und zum Geburtstag, und darauf hat sie dann teilweise sogar gespart.)

Und, nein, meine Mutter hat mich ganz gewiß keiner Gehirnwäsche unterzogen. Ich war bei der Scheidung alt genug, um selbst mitzukriegen, "wo der Hase langläuft". Und ich habe es bis heute nicht vergessen, daß mich mein Vater (in Abwesenheit meiner Mutter) mit 5 Jahren vor die Wohnungstür gesetzt hat mit den Worten "geh raus aus meiner Wohnung". Ich habe mich nicht getraut zu klingeln um wieder reingelassen zu werden, und habe stundenlang bis meine Mutter von ihrem Termin heimkam, im Treppenhaus geweint... Ist 30 Jahre her, aber ich kann mich daran erinnern, als wär's gestern...

Nein, sowas möchte ich meinem Sohn ersparen!

LG!

Schön zu hören
Ich denke, so wie Du es beschreibst, geht es meinen Kindern und vielen anderen alleinerziehender Mütter auch. Vor allem mein Sohn hat unter meinem Ex-Mann gelitten. Ich hätte viel eher einen Schlußstrich ziehen müssen. Manchmal ist man so blind und dumm, aber man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Nach der Trennung sind die Kinder regelrecht aufgeblüht, was in unserem Umfeld auch jedermann bestätigt hat. Natürlich ist man finanziell eingeschränkt. Ich spare und haushalte sehr gut mit dem Geld und versuche den Kindern alles zu ermöglichen, ohne sie dabei zu sehr zu verwöhnen. Sie sollen schon nicht bei anderen Kindern hintenan stehen, jedoch ist mir wichtig, daß sie auch lernen, bescheiden zu sein und nicht alles als selbstverständlich hinnehmen. Ich habe ein sehr offenes Verhältnis zu meinen Kindern, sie vertrauen mir alles an. Die extremen Streitigkeiten die vergangenen Jahre belasten uns alle. So sehr man auch versucht, die Kinder aus allem rauszuhalten, sie spüren doch jede kleinste Spannung. Mit dieser großen Bürde fällt es schwer, den Kindern ihre heile Welt aufrecht zu erhalten und immer die gut gelaunte fröhliche Mami zu spielen. Die Kinder wissen genau, wenn die Mama traurig ist, und sie wissen, wer das verursacht. Man kümmert sich liebevoll um die Kinder, Hausaufgaben, Spielen, managed den Haushalt, regelt die finanziellen Angelegenheiten, ist Tag für Tag 24 Stunden einsatzbereit und erledigt alle Aufgaben einer Hausfrau und Mutter gewissenhaft und selbstverständlich. Doch wenn man Druck von außen bekommt, wenn es Menschen gibt, die permanent versuchen, einem das Leben schwer zu machen, dann kann man nicht mehr 100 Prozent geben. Eine Mutter leistet viel, aber sie ist keine Maschine. Natürlich gibt es auch genügend Mütter, die an erster Stelle an sich selbst denken. Es gibt Mütter, die qualmen, kaufen sich chice Klamotten, gehn aufn Swutsch und verprassen ihr Geld. Die Kinder laufen oft abgerissen rum und bekommen nicht viel. Und dann heißt es immer, daß ja kein Geld da ist. Wie gesagt, ich will die Mutter ansich nicht heilig sprechen. Hierum geht es ja auch nicht. Ich versuche hier immer, das meiste sehr allgemein zu halten und spreche damit die breite Masse an, immer unter Vorbehalt, daß Ausnahmen auch hier die Regel bestätigen...

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21. Januar 2009 um 7:56
In Antwort auf saraa33

Es gibt auch Mütter, die um jeden Preis das Umgangsrecht durch setzten wollen.
Mein Mann hatte leider eine Affaire aus der ein Kind entstand. Auch er wollte keinerlei Umgangsrecht, er verzichtete auf jeglichen Kontakt.

Aber es ist die Mutter die mit allen Mitteln ein Umgangsrecht durch setzen will, Das Kind ist jetzt 6 Jahre alt. Bis auf einmal kurz als Baby hat mein Mann sie nie mehr gesehen und hat auch kein Interesse daran.

Trotz allem versucht es die Mutter immer wieder, sie will das mein Mann das Umgangsrecht ausübt.

Jetzt haben wir einen Richter gefunden, der Aufgrund eines anderen Falles zu unseren Gunsten entschieden hat.

Mein Mann muss kein Umgangsrecht ausüben! Trotzdem lässt sie nicht locker und ruft immer wieder an. Schickt Bilder etc...

Es gibt auch Mütter, die einen Mann der den Umgang nicht will, nicht in Ruhe lassen.

Egal ob Mann oder Frau
Guten Morgen Ihr LIeben,
ich finde es in Tat- weniger gut -egal wer da sein RECHT von den Erwachsenen durchsetzt- nur Tatsache ist eben die Erwachsenen können sich wehren -die Kinder eben nicht.
Keiner kann mir erzählen das irgendein per Gericht festgelegter Termin zum Wohle des KIndes ist- zwanghaftes durchsetzten ist mangelde Einsicht und Kommunikationsfähigkeit der Eltern.
Das Familiengericht setzt lediglich Erwachsenenrecht durch und demonstriert MACHT und schlimmstenfalls eben auch mit Staatsgewalt und schon diese Option ist ja wohl nicht im Sinne der Kinder.
@ saraa33, In dem Fall Deines Mannes mit der Affaire- ist das die Konsequenz seines Erwachsenen Handels- er war ja nicht unmündig als er sich mit dieser Frau eingelassen hat.
Und jetzt will er mit dem Balg nichts mehr am Hut haben und nichts davon wissen- genau da fängt es meiner Meinung an.
Klar kann ich Dich verstehen- Du hast bei dem Spiel leider weder den Spaß damals gehabt noch die Entscheidung- Du trägst lediglich die Konsequenzen mit und wirst belästig durch diese Frau die versucht schlimmstenfalls an Deinen Mann zu kommen, oder aber tatsächlich das RECHT des KIndes auf seinen leiblichen Vater einzufordern- wie soll das gehen?
Wenn man es losgelöst von allen EMOTIONEN betrachtet.
Meiner Ansicht geht es nicht- oder wir müssten alle so abgeklärt sein- dann bräuchten wir aber sicherlich auch kein Familiengericht.
In diesem Sinne noch einen schönen Tag

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21. Januar 2009 um 22:38

Hallo anna23091!
Zunächst einmal möchte ich auch Dir in einigen Dingen grundsätzlich Recht geben. Du hast, wie Du sagtst, die Sicht seitens eines Vaters kennengelernt, der den Umgang mit seinem Kind/ seinen Kindern wahrnehmen möchte und dabei offensichtlich auf Schwierigkeiten stößt. Mein Anliegen ist, auch einmal die Mütter zu Wort kommen zu lassen und ihnen Mut zu machen, die sonst in den meisten Fällen gesteinigt und in Grund und Boden gestampft werden durch verbale Beschimpfungen. Denn es ist nunmal so, daß es unzählige Foren und Beiträge gibt, in denen die Väter ihr Leid klagen und die Mütter verurteilt werden. Es stimmt, daß es genug Mütter wie auch Väter gibt, die aus verletztem Stolz oder Rachegelüsten die Kinder als Spielball nutzen, um dem Ex-Partner eins auszuwischen. Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt, aber solch ein Verhalten heiße auch ich nicht gut. Ich habe schon erwähnt, daß mein neuer Lebensparnter auch Vater zweier Kinder aus erster Ehe ist. Ich kenne also beide Seiten der Medaille Ich bin der festen Meinung, daß Väter keinen Umgang bekommen sollten, wenn Gewalt, Mißbrauch, Alkohol, Drogen oder dergleichen mehr ein Thema sind! Das ist ein absolutes NO GO! Ebenso bin ich der Überzeugung- und das mag meine ganz persönliche Meinung sein- daß Mütter grundsätzlich immer die engere Bindung zum Kind haben und irgendwo auch ein gewisses "Urrecht", da sie es- und das kann ihnen keiner nehmen- die Kinder gebären. Die Bindung ist eine ganz andere, die Instinkte ausgeprägter. Ich sage nicht, daß alle Väter schlecht sind und keine liebevolle Beziehung zu ihren Kindern aufbauen können. Und ich wiederhole ebenso, daß ich nicht die Mütter einschließe, die ein egoistisches Dasein führen und ihre Kinder nur als Anhängsel sehen. Ich rede hier nicht von Randgruppen und speziellen Fällen, sondern vom "Durchschnitt", wenn man so sagen will. In einigen Fällen sind die Kinder wahrhaft besser beim Vater aufgehoben. In einigen Fällen ist eine Einmischung des Jugendamtes unabdingbar. Wenn Eltern nach einer Trennung keinen Draht mehr zueinander finden, das ist nicht ungewöhnlich. Und Machtspiele und Intrigen sind an der Tagesordnung. Natürlich ist es traurig, wenn Eltern sich kindischer verhalten als ihre Sprößlinge selbst. Und die Schuldfrage wird ja nun gerichtlich heutzutage nicht mehr geklärt. Aber Fakt ist, daß Kinder unter Hass und Krieg streitender Eltern leiden und es unzumutbar ist, unter solchen Umständen aufzuwachsen! Und ich finde es ein Greuel, diesen Zustand zu erzwingen und aufrecht zu erhalten. Warum sind denn die Zahlen derer gestiegen, die ihre Kinder zum Psychologen oder Therapeuten schicken müssen, weil die Kinder zwischen den Stühlen aufgewachsen sind und einen Knacks weg haben? Was ist denn mit den ganzen Jugendlichen, die mit ihrem Leben nicht mehr klar zu kommen scheinen? Schiebt man alles gerne auf die Pubertät, ich weiß... Es sind auch nicht alles Scheidungskinder, damit jetzt bloß nicht wieder jemand auftrumpft und das klarstellen möchte. Und es fragt ja keiner die Kinder! Sie werden selten gehört, müssen erst soundsoalt sein, um ihre eigene Meinung vertreten zu dürfen. Es gibt sicher auch Kinder, die ihren Müttern nachtragen, daß sie den Kontakt zum Vater unterbunden haben und ihn sich selbst irgendwann suchen. Aber in den allermeisten Fällen sind die Kinder der gleichen Ansicht wie die Mutter. In einem Fall haben sich die Kindeseltern getrennt, als das Kind 3 Jahre alt war. Das Mädchen hatte immer Kontakt zum Vater, jedoch gab es über Jahre ununterbrochen mal mehr, mal weniger große Konflikte zwischen den Kindeseltern. Jetzt erst, mit 12 (!) Jahren darf sie selbst entscheiden und hat den Kontakt zum Vater abgebrochen und ihre Meinung geäußert, daß sie ihn dann sehen möchte, wenn sie es will und nicht gezwungenermaßen nach irgendwelchen Beschlüssen. Sie sollte zunächst auch gezwungen werden, weil der Vater ihre Einstellung nicht akzeptieren wollte. Aber letztlich hat man ihr zugestanden, ihre eigenen Ansichten zu vertreten und auch durchsetzen zu dürfen. Erst jetzt sieht man die Familie das erste Mal seit Jaaahren endlich einmal entspannt. Das ist wieder nur ein Fall von vielen. Ich vertrete meine eigene Meinung basierend auf eigenen Erfahrungen. Und unbeirrbar stehe ich dazu: Ich bin grundsätzlich gegen ein Umgangsrecht!

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21. Januar 2009 um 23:19
In Antwort auf soulfly66

Egal ob Mann oder Frau
Guten Morgen Ihr LIeben,
ich finde es in Tat- weniger gut -egal wer da sein RECHT von den Erwachsenen durchsetzt- nur Tatsache ist eben die Erwachsenen können sich wehren -die Kinder eben nicht.
Keiner kann mir erzählen das irgendein per Gericht festgelegter Termin zum Wohle des KIndes ist- zwanghaftes durchsetzten ist mangelde Einsicht und Kommunikationsfähigkeit der Eltern.
Das Familiengericht setzt lediglich Erwachsenenrecht durch und demonstriert MACHT und schlimmstenfalls eben auch mit Staatsgewalt und schon diese Option ist ja wohl nicht im Sinne der Kinder.
@ saraa33, In dem Fall Deines Mannes mit der Affaire- ist das die Konsequenz seines Erwachsenen Handels- er war ja nicht unmündig als er sich mit dieser Frau eingelassen hat.
Und jetzt will er mit dem Balg nichts mehr am Hut haben und nichts davon wissen- genau da fängt es meiner Meinung an.
Klar kann ich Dich verstehen- Du hast bei dem Spiel leider weder den Spaß damals gehabt noch die Entscheidung- Du trägst lediglich die Konsequenzen mit und wirst belästig durch diese Frau die versucht schlimmstenfalls an Deinen Mann zu kommen, oder aber tatsächlich das RECHT des KIndes auf seinen leiblichen Vater einzufordern- wie soll das gehen?
Wenn man es losgelöst von allen EMOTIONEN betrachtet.
Meiner Ansicht geht es nicht- oder wir müssten alle so abgeklärt sein- dann bräuchten wir aber sicherlich auch kein Familiengericht.
In diesem Sinne noch einen schönen Tag

Hallo soulfly66!
Ich finde es in diesem Beitrag soweit gut auf den Punkt gebracht. Dem sei eigentlich nicht viel weiteres hinzuzufügen. Das ist es eben, was ich auch immer wieder nur sagen kann: Die Erwachsenen haben Macht, die Kinder sind nur Spielball. Sie sind beeinflussbar, leicht zu manipulieren. Und er Irrwitz ist, daß es vom Gesetz her sogar so gewollt ist! Ganz gleich, wie die tatsächliche Sachlage aussieht, die Kinder sollen immer dahingehend manipuliert werden, daß sie eine Bindung zum Vater aufbauen und halten, egal, wie dieser sich verhalten hat, egal, ob sie das überhaupt wollen, egal, wie die Konsequenzen dessen überhaupt aussehen. Das Familiengericht, die Jugendämter, sie haben es auch nicht immer einfach. Es gibt sicher auch einige wirklich engagierte und noch menschliche Mitarbeiter. Aber gerad seit der Durchsetzung des neuen Kindschaftsrechts sind diese überlastet, haben den Blick für das Wesentliche verloren. Es ist einfach keine Zeit, sich um jeden Fall entsprechend zu kümmern, alle Fakten zu überprüfen und wirklich zu erforschen, was das tatsächliche Wohl des Kindes ist. Die meisten Fälle werden nach Standardmaßen abgefertigt. In den meisten Fällen gibt es Parallelen, da fällt es leicht, alles in ein Schema zu packen. Die kleinen Details übersieht man gern. Und die will man auch gar nicht sehen, denn sie bedeuten oft wieder mehr Aufwand und Arbeit. Jeder Sachbearbeiter ist froh, wenn er wieder einen Fall ad acta legen kann. Und dann wird eine Akte angelegt für das nächste Schicksal...

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