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Gesucht: Jemand, der mich versteht!

28. April 2014 um 10:15

Mein Kind ist jetzt 5 Wochen alt. Im KH hatte ich die üblichen Heultage. Vor zwei Wochen hatten wir knapp eine Woche über Besuch. Das war mir fast zu viel, konnte und wollte aber niemanden rausschmeißen, da es Verwandtschaft war. Das waren die nächsten schlimmen Tage. Als der Besuch weg war, bin ich jeden Tag mehr aufgeblüht. Auch dass das Stillen dann geklappt hat, hat mich sehr gefreut.

Seit gestern bin ich wieder in einem Tief. Gründe, warum es mir so scheiße geht, finde ich eigentlich nicht. Mein Kind ist pflegeleicht und mein Mann fürsorglich. Er liest mir jeden Wunsch von den Augen ab.

Allerdings fühle ich mich immer schlecht, wenn er mich an Dinge erinnert, an die ich selbst nicht gedacht hätte. Auch wenn ich an alles denke, fühle ich mich schlecht, weil es für mich den Anschein hat, als nehme er mich nicht für voll, da er mich erinnert.

Dazu kommt die Umstellung. Ich war bislang immer eine ordnungsliebende Person. Da muss ich jetzt beide Augen zudrücken. Auch wenn ich zu Hause bin, wir schaffen den Haushalt, die Besorgungen und den Garten nicht, bzw. können immer nur ansatzweise Dinge erledigen. Das macht mich Wahnsinnig. Damit komme ich nur schwer klar.

Mein Kind liebe ich über alles, bin überglücklich, wenn ich es sehe und könnte ihm nie etwas antun. Allerdings kann ich meinem Glück noch immer nicht trauen. Wir haben jahrelang auf ein Kind gewartet und fast das ganze medizinische Programm durchlaufen. Jetzt ist das Kind - nach Kaiserschnitt - da und ich begreife einfach nicht, dass es mein Kind ist! Dass es aus meinem Bauch kommt!

Kennt das jemand? Versteht mich jemand?

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24. Juni 2014 um 12:26

Wie geht es Dir jetzt?
Ich verstehe Dich! Mir ging es auch so. Mein Sohn ist jetzt über 2 Jahre alt, das erste Jahr war schlimm. Ich konnte mit der plötzlichen Verantwortung nicht umgehen, hatte das Gefühl alles nicht richtig zu machen, habe von meinem Mann viel zu viel erwartet, hatte übertriebene Ängste um mein Kind (z.B. mit ihm die Steintreppe runter zu fallen).
Er hat halt auch viel geschrien, ich war mit den Nerven am Ende weil ich oft nicht wusste, warum er schreit. Hatte immer das Gefühl alles perfekt machen zu müssen! Und ich konnte nicht damit umgehen, dass ich nicht mehr das machen konnte was ich wollte.

Dann wurde es besser, als der Kleine selbständiger wurde und ich meine Rolle als Mutter nach etwa 1 Jahr anscheinend endlich aktzeptiert hatte. Ganz gut ist es nicht, ich habe immer noch viel Angst um ihn, kann aber besser loslassen. Er geht seit er 1,5 ist auch in die KiTa. Wenn er krank ist, bin ich leider mit krank, weil ich mir immer so Sorgen mache. Vor allem wenn er Fieber hat.

Grundsätzlich denke ich anders als vor 2 Jahren und wenn ich nochmal ein Kind bekomme, werde ich das 1.Jahr auch versuchen, mehr zu genießen. Man hat dann halt die Routine und die Erfahrung vom 1.Kind, dass nicht immer alles gleich schlimm ist, wenn es weint und dass Babys echt robuster sind als man denkt.

Leider habe ich nun ganz neue Probleme, bin sehr depressiv weil ich immer daran denken muss, wie Kinder teils misshandelt und sogar totgeschlagen werden. Ich kann das nicht nachvollziehen.
Ich bin auch oft wütend wenn der Kleine nicht das tut was ich will oder mich nervt weil er klettet oder so. Aber meine Wut lasse ich dann an Kissen oder im schlimmsten Fall alten Möbelstücken aus, nie an meinem kleinen Schatz!

Babies und Kinder haben Phasen, die vorbei gehen, immer wieder. Alle Stufen gehören zur gesunden Entwicklung dazu. Auch die Trotzphase, die für das Ego der Kleinen echt wichtig ist! Daran sollte man immer denken, dann fällt es einem leichter damit umzugehen.
Ich finde die Zeit jetzt echt schön, obwohl er jetzt gerade mitten in dieser Phase steckt, weil man zusammen so viel albern, spielen, reden kann, weil der Kleine so witzig sein kann, wenn er wieder was neues plaudert oder sich über etwas schief lacht und weil es einfach Spaß macht, ihn wachsen zu sehen!
Und ich habe gemerkt, wenn man den Kleinen immer wieder erklärt, warum sie etwas nicht machen dürfen, dann verstehen sie es zu 90% und die Situation ist gerettet. Auch die ganz kleinen: Haben mit unserem Sohn immer wieder geredet, obwohl er noch nicht reden konnte. Die verstehen nämlich mehr und schneller als wir denken.

Nun bin ich etwas vom Thema abgekommen, aber ich kann Dir sagen: Es wird besser! Man wächst da rein. Genieße die schöne Zeit!!!

Viele Grüße

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24. Juni 2014 um 14:59
In Antwort auf engel0779

Wie geht es Dir jetzt?
Ich verstehe Dich! Mir ging es auch so. Mein Sohn ist jetzt über 2 Jahre alt, das erste Jahr war schlimm. Ich konnte mit der plötzlichen Verantwortung nicht umgehen, hatte das Gefühl alles nicht richtig zu machen, habe von meinem Mann viel zu viel erwartet, hatte übertriebene Ängste um mein Kind (z.B. mit ihm die Steintreppe runter zu fallen).
Er hat halt auch viel geschrien, ich war mit den Nerven am Ende weil ich oft nicht wusste, warum er schreit. Hatte immer das Gefühl alles perfekt machen zu müssen! Und ich konnte nicht damit umgehen, dass ich nicht mehr das machen konnte was ich wollte.

Dann wurde es besser, als der Kleine selbständiger wurde und ich meine Rolle als Mutter nach etwa 1 Jahr anscheinend endlich aktzeptiert hatte. Ganz gut ist es nicht, ich habe immer noch viel Angst um ihn, kann aber besser loslassen. Er geht seit er 1,5 ist auch in die KiTa. Wenn er krank ist, bin ich leider mit krank, weil ich mir immer so Sorgen mache. Vor allem wenn er Fieber hat.

Grundsätzlich denke ich anders als vor 2 Jahren und wenn ich nochmal ein Kind bekomme, werde ich das 1.Jahr auch versuchen, mehr zu genießen. Man hat dann halt die Routine und die Erfahrung vom 1.Kind, dass nicht immer alles gleich schlimm ist, wenn es weint und dass Babys echt robuster sind als man denkt.

Leider habe ich nun ganz neue Probleme, bin sehr depressiv weil ich immer daran denken muss, wie Kinder teils misshandelt und sogar totgeschlagen werden. Ich kann das nicht nachvollziehen.
Ich bin auch oft wütend wenn der Kleine nicht das tut was ich will oder mich nervt weil er klettet oder so. Aber meine Wut lasse ich dann an Kissen oder im schlimmsten Fall alten Möbelstücken aus, nie an meinem kleinen Schatz!

Babies und Kinder haben Phasen, die vorbei gehen, immer wieder. Alle Stufen gehören zur gesunden Entwicklung dazu. Auch die Trotzphase, die für das Ego der Kleinen echt wichtig ist! Daran sollte man immer denken, dann fällt es einem leichter damit umzugehen.
Ich finde die Zeit jetzt echt schön, obwohl er jetzt gerade mitten in dieser Phase steckt, weil man zusammen so viel albern, spielen, reden kann, weil der Kleine so witzig sein kann, wenn er wieder was neues plaudert oder sich über etwas schief lacht und weil es einfach Spaß macht, ihn wachsen zu sehen!
Und ich habe gemerkt, wenn man den Kleinen immer wieder erklärt, warum sie etwas nicht machen dürfen, dann verstehen sie es zu 90% und die Situation ist gerettet. Auch die ganz kleinen: Haben mit unserem Sohn immer wieder geredet, obwohl er noch nicht reden konnte. Die verstehen nämlich mehr und schneller als wir denken.

Nun bin ich etwas vom Thema abgekommen, aber ich kann Dir sagen: Es wird besser! Man wächst da rein. Genieße die schöne Zeit!!!

Viele Grüße

Noch was..
...das mit der Ordnung- bei mir ganz schlimm. Hab ja regelrecht einen Putzfimmel. Mit Kind geht einfach nicht mehr alles so korrekt wie vorher. Da MUSS mal was liegenbleiben, sonst geht man irgendwann am Stock. Und das Baby / Kind braucht ja auch noch Aufmerksamkeit zum Spielen und Schmusen. Ich lerne das immer noch, nicht alles perfekt haben zu wollen. Fällt mir schwer, aber wenn mein Kleiner bettelt, dass ich mit ihm spiele, lasse ich auch mal alles liegen und stehen. Das ist wichtiger. Er wird so schnell groß und ich möchte mir nicht irgendwann vorwerfen müssen, wegen einer sauberen Wohnung keine Zeit für mein Kind gehabt zu haben.

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28. Juni 2014 um 1:01

Jemand der mich versteht
Hallo,
hast du eine Hebamme die regelmäßig zu dir kommt?
Es ist vollig normal das du noch so fühlst und es wird auch noch ein bisschen anhalten, das ist die Hormonumstellung in deinem Körper. Ich verstehe auch das es dir zuviel war mit dem Besuch, damals bei meiner Tochter hat es mich auch wahnsinnig gemacht und an meinen Kräften gezerrt das ständig jemand anderes zu Besuch im Krankenhaus und Zuhause war. Das du vergesslich bist und Angst hast etwas falsch zumachen kommt glaube mir bei jeder Erstgebährenden vor, ich hatte z. B. Angst bei meine Tochter ihr wehzutun beim wickeln und anziehen. Ein guter Rat einer zweifachen Mutter , genieße die Zeit mit deinem Kind, sie wird nicht wieder kommen und daumen hoch das es beim stillen klappt.
Alles Liebe und viele Grüße
Lilie19821

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