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Gibts hier auch Mamis mit hochsensiblen Kindern?

Letzte Nachricht: 6. September 2014 um 8:15
S
sixten_12577783
05.09.14 um 14:20

Würd mich mal interessieren..wenn sich wer meldet, dann frag ich weiter

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S
sibel_12827334
05.09.14 um 15:02

Hier!
Mein Sohn ist auch seit seiner Geburt hochsensibel. Die "Diagnose" gabs vom Kinderarzt und SPZ.

Viele Eltern denken sie haben ein hochsensibles Kind. Wobei man wirklich zwischen sensibel und hochsensibel klar unterscheiden kann.

Wenn Du Fragen hast darfst Du Dich gerne melden

LG
Toni


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S
sibel_12827334
05.09.14 um 15:39

Hallo Mutzilein,
ich versuch es mal zu erklären
Wikipedia liefert aber auch eine gute Definition von Hoch sensibilität.
Sensibel sein beudet ja auf gewisse Dinge "empfindlich" zu reagieren. Die Einen sind mehr sensibel- Andere weniger und wiederum Andere sind unsensibel. Hiervon können Alle Bereiche betroffen sein (vorallem jedoch die Wahrnehmung).
Genau diese Wahrnehmung macht den Unterschied zur Hochsensibilität,bei der angenommen wird, dass Reize ungefiltert wahrgenommen werden und es so zur Reizüberflutung kommt.
Bei der Sensibilität werden Reize empfindlicher,ausgeprägter wahrgenommen und verabeitet. Bei der Hochsensibilitä werden sie ungefiltert wahrgenommen und können vorallem von Kindern schlecht bis gar nicht verarbeitet werden.

Eltern von sensiblen Kindern wissen meist oder zumindest nach einiger Zeit dass ihr Kind sensibel ist oder auf gewisse Dinge sensibel oder sehr sensibel reagiert.
Eltern von hochsensiblen Kindern verstehen erstmal die Welt nicht mehr. Sie wissen nicht was mit ihrem Kind los ist,warum es so "anders" ist und tendieren eher in Richtung Autismus oder Asperger (so auch wir zu Beginn).

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H
honoka_12297578
05.09.14 um 15:58
In Antwort auf sibel_12827334

Hier!
Mein Sohn ist auch seit seiner Geburt hochsensibel. Die "Diagnose" gabs vom Kinderarzt und SPZ.

Viele Eltern denken sie haben ein hochsensibles Kind. Wobei man wirklich zwischen sensibel und hochsensibel klar unterscheiden kann.

Wenn Du Fragen hast darfst Du Dich gerne melden

LG
Toni


Danke für die Aufklärung.
Wann wird sowas denn festgestellt.?

Im Säuglingsalter ja eher schwer nachzuvollziehen, oder?

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S
sixten_12577783
05.09.14 um 18:51

Also
ich hab den test auch geamcht und demnach wäre ich auch hochsensibel. weiß es aber nicht..bin halt introvertiert...da findet man lautstärke meist energieraubend und ist halt zurückgezogener, im zwischenmenschlichen bereich oft feinfühliger...ich hatte den gedanken bei meiner tochter, weil sie wirklich sehr scheu ist, das seh ich jetzt so richtig bei der kiga eingewöhnung-es ist ein echter kampf-sie geht überhaupt nicht aus sich raus. am spielplatz läuft sie zwar herum, aber beobachtet ewig und wenn ein kind in ihre nähe läuft, dann läuft sie weg. außerdem mag sie keinen sand/schmutz an den händen und füßen. mag es nciht barfuß durchs gras zu laufen. ihre haut ist schnell gereizt von etiketten. sie kann mit ihren 2,5jahren schon ziemlich gut stimmungen deuten. außerdem verlangt sie immer, dass ich die musik leiser stelle, sonst fängt sie echt an zu weinen..aber ob sie wirklich hochsensibel ist, weiß ich nicht. ich bin überrascht, dass du schreibst, dass es sich so gut vom sensibelen kind abgrezen lässt? ich dachte, dass es für hs gar keine richtige definition gibt?! zumal introvertiert und hochsensibel ja irgendwie verschwimmt, finde ich...naja schreib später nochmal, muss abend essen

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S
sixten_12577783
05.09.14 um 19:21

Ach
Das wär ja toll, wenn das bei uns auch so wär hast du da was dafür getan?

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S
sixten_12577783
05.09.14 um 20:05
In Antwort auf sibel_12827334

Hallo Mutzilein,
ich versuch es mal zu erklären
Wikipedia liefert aber auch eine gute Definition von Hoch sensibilität.
Sensibel sein beudet ja auf gewisse Dinge "empfindlich" zu reagieren. Die Einen sind mehr sensibel- Andere weniger und wiederum Andere sind unsensibel. Hiervon können Alle Bereiche betroffen sein (vorallem jedoch die Wahrnehmung).
Genau diese Wahrnehmung macht den Unterschied zur Hochsensibilität,bei der angenommen wird, dass Reize ungefiltert wahrgenommen werden und es so zur Reizüberflutung kommt.
Bei der Sensibilität werden Reize empfindlicher,ausgeprägter wahrgenommen und verabeitet. Bei der Hochsensibilitä werden sie ungefiltert wahrgenommen und können vorallem von Kindern schlecht bis gar nicht verarbeitet werden.

Eltern von sensiblen Kindern wissen meist oder zumindest nach einiger Zeit dass ihr Kind sensibel ist oder auf gewisse Dinge sensibel oder sehr sensibel reagiert.
Eltern von hochsensiblen Kindern verstehen erstmal die Welt nicht mehr. Sie wissen nicht was mit ihrem Kind los ist,warum es so "anders" ist und tendieren eher in Richtung Autismus oder Asperger (so auch wir zu Beginn).

Und
Wie konkret bei deinem sohn? geht er schon in den kiga?

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S
sixten_12577783
05.09.14 um 20:13

Und
Wie ist er im sozialen bereich?

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

S
sibel_12827334
05.09.14 um 21:22
In Antwort auf honoka_12297578

Danke für die Aufklärung.
Wann wird sowas denn festgestellt.?

Im Säuglingsalter ja eher schwer nachzuvollziehen, oder?

Die meisten hochsensiblen Menschen
sind von Geburt an hochsensibel. Es ist nur teilweise unglaublich schwer dies festzustellen. Manche kommen erst Jahre später darauf, oder die Hochsensibilität äußerst sich erst im Laufe des Lebens.

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S
sibel_12827334
05.09.14 um 21:36

Ich kann Allen die es interessiert,
oder bei Denen die Vermutung auf Hochsensibilität vorliegt, sich unbedingt mit dem Thema zu befassen. Es gibt tolle Bücher und u.A. Seminare.
Ich wollte mich damals mit der Diagnose inkl. Therapie nicht so schnell angeben und habe mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.
Am meisten geholfen hat mir ein Seminar von Rolf Sellin.

Und zu Guter Letzt:
Je älter die Kinder sind,desto einfacher ist es für Alle mit dieser Besonderheit umzugehen. Es bringt mir z
B.so.viel dass mein Sohn endlich sagen kann wenn ihm etwas zu laut ist und er es auf Grund dessen verweigert (z.B. Besuch in der Kirche wg.der Kirchenorgel usw.). Je besser sich die Kinder mitteilen können,umso angepasster kann das Umfeld und das Kind selbst auf entsprechende Situationen reagieren.

Der Satz von Außenstehenden der mich nach wie vor am meisten verletzt ist ein Genervtes: "Was hat er denn schon wieder!?". Aber auch damit lernt man umzugehen wenn man weiß wie sich sein Kind in bestimmten Situationen fühlt und was in ihm vorgeht.

Mein Sohn und ich haben Mittlerweile ein nonverbales Zeichen vereinbart in dem ich ihn frage ob Alles okay ist und es ihm gut geht. Daumen nach Oben-und wenn er daraufhin ebenfalls den Daumen nach Oben hält wissen wir beide dass Alles gut ist

Man sucht und findet Wege mit der Hochsensibilität umzugehen. Wichtig ist jedoch auch die Akzeptanz von Außenstehenden (und selbstverständlich auch die von uns Eltern).

Ach ich könnte hier ewig weiterschreiben...toller Thread!

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S
sibel_12827334
05.09.14 um 21:38
In Antwort auf sibel_12827334

Ich kann Allen die es interessiert,
oder bei Denen die Vermutung auf Hochsensibilität vorliegt, sich unbedingt mit dem Thema zu befassen. Es gibt tolle Bücher und u.A. Seminare.
Ich wollte mich damals mit der Diagnose inkl. Therapie nicht so schnell angeben und habe mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.
Am meisten geholfen hat mir ein Seminar von Rolf Sellin.

Und zu Guter Letzt:
Je älter die Kinder sind,desto einfacher ist es für Alle mit dieser Besonderheit umzugehen. Es bringt mir z
B.so.viel dass mein Sohn endlich sagen kann wenn ihm etwas zu laut ist und er es auf Grund dessen verweigert (z.B. Besuch in der Kirche wg.der Kirchenorgel usw.). Je besser sich die Kinder mitteilen können,umso angepasster kann das Umfeld und das Kind selbst auf entsprechende Situationen reagieren.

Der Satz von Außenstehenden der mich nach wie vor am meisten verletzt ist ein Genervtes: "Was hat er denn schon wieder!?". Aber auch damit lernt man umzugehen wenn man weiß wie sich sein Kind in bestimmten Situationen fühlt und was in ihm vorgeht.

Mein Sohn und ich haben Mittlerweile ein nonverbales Zeichen vereinbart in dem ich ihn frage ob Alles okay ist und es ihm gut geht. Daumen nach Oben-und wenn er daraufhin ebenfalls den Daumen nach Oben hält wissen wir beide dass Alles gut ist

Man sucht und findet Wege mit der Hochsensibilität umzugehen. Wichtig ist jedoch auch die Akzeptanz von Außenstehenden (und selbstverständlich auch die von uns Eltern).

Ach ich könnte hier ewig weiterschreiben...toller Thread!

Sorry für die Schreibfehler...
bin mit dem handy online.

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S
sixten_12577783
05.09.14 um 21:49
In Antwort auf sibel_12827334

Ich kann Allen die es interessiert,
oder bei Denen die Vermutung auf Hochsensibilität vorliegt, sich unbedingt mit dem Thema zu befassen. Es gibt tolle Bücher und u.A. Seminare.
Ich wollte mich damals mit der Diagnose inkl. Therapie nicht so schnell angeben und habe mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.
Am meisten geholfen hat mir ein Seminar von Rolf Sellin.

Und zu Guter Letzt:
Je älter die Kinder sind,desto einfacher ist es für Alle mit dieser Besonderheit umzugehen. Es bringt mir z
B.so.viel dass mein Sohn endlich sagen kann wenn ihm etwas zu laut ist und er es auf Grund dessen verweigert (z.B. Besuch in der Kirche wg.der Kirchenorgel usw.). Je besser sich die Kinder mitteilen können,umso angepasster kann das Umfeld und das Kind selbst auf entsprechende Situationen reagieren.

Der Satz von Außenstehenden der mich nach wie vor am meisten verletzt ist ein Genervtes: "Was hat er denn schon wieder!?". Aber auch damit lernt man umzugehen wenn man weiß wie sich sein Kind in bestimmten Situationen fühlt und was in ihm vorgeht.

Mein Sohn und ich haben Mittlerweile ein nonverbales Zeichen vereinbart in dem ich ihn frage ob Alles okay ist und es ihm gut geht. Daumen nach Oben-und wenn er daraufhin ebenfalls den Daumen nach Oben hält wissen wir beide dass Alles gut ist

Man sucht und findet Wege mit der Hochsensibilität umzugehen. Wichtig ist jedoch auch die Akzeptanz von Außenstehenden (und selbstverständlich auch die von uns Eltern).

Ach ich könnte hier ewig weiterschreiben...toller Thread!

Wie alt
Ist dein sohn? wie ist er im bezug auf fremde menschen bzw kinder? geht er in die kita?

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S
sibel_12827334
06.09.14 um 7:49

Anne,
ich antworte Dir Heute Abend gerne auf die PN. Hab vorher leider keine Zeit.

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S
sibel_12827334
06.09.14 um 8:00
In Antwort auf sixten_12577783

Wie alt
Ist dein sohn? wie ist er im bezug auf fremde menschen bzw kinder? geht er in die kita?

Mein Sohn ist 4 Jahre alt.
Das erste Lebensjahr konnte man ihn nicht mit anderen Leuten und schon gar nicht in eine Gruppe von Kindern integrieren. Beim Pekip-Kurs konnten wir nur am Rand des Raumes sitzen und Alles beobachten. Mitmachen ging gar nicht.
Er gibt nach wie vor Spielzeug sofort her wenn ein anderes Kind auch nur auf ihn zu geht. Streit und Konfrontationen versucht er durch Rückzug und "ich gebe nach" zu vermeiden.
Wenn wie wo eingeladen sind hält er sich die ersten 1-2 Stunden ausschließlich bei mir auf. Alleine zu Kindergeburtstagen geht er nicht.
Wur anraten unserer Therapeutin vom SPZ haben wir ihn mit 2 Jahren in einer betreuten Spielgruppe (ohne Eltern) angemeldet. Die Eingewöhnung dauerte 10 Wochen. Der Übergang in den Kiga wurde ihm dadurch aber ungeheuer erleichtert. Wir haben uns bewusst für einen Waldorfkiga entschieden. Je regelmäßiger und strukturierter der Tag,desto selbstsicherer wird unser Sohn. Er geht auch nur von 8-12Uhr in den Kiga. Länger wäre er überfordert.
Kinderturnen, Kindeusikstunden usw.sind uns nicht möglich. Zu wild, zu laut, zu trubelig.

Man findet aber einen Weg den Alltag so zu gestalten dass er für Alle passt. Wir konfrontieren ihn trotzdem regelmäßig mit den schwierigen Situationen,versuchen sie gemeinsam durchzustehen,aber verlassen sie auch wenn er überfordert ist.

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Y
yseult_12565987
06.09.14 um 8:15

Ich bin hochsensibel...
Und unsere Tochter ist es auch, bei ihr liegt aber eine Paarung mit Asperger-Syndrom vor...

Sie hat als Baby viel geschrien, war schnell überreizt. Das hielt sich lange Zeit. Sie ist vor allem geräuschempfindlich, aber auch berührungsempfindlich. Mit anderen Kindern zusammenbringen war schwierig, weil sie sehr eigengesteuert war. Spielzeug hat sie sich immer wegnehmen lassen, Konfrontationen mit anderen Kindern vermieden, aber eben auch den Kontakt. Sie war ab ihrem 3. Lebensjahr bis sie in den Kindergarten kam in einer Spielgruppe ohne Eltern. Ich hab ein paar Mal dort ausgeholfen, wenn eine Erzieherin nicht konnte, und es war immer ein himmelweiter Unterschied, ob sie ohne mich dort war oder mit mir. Sie klammert sehr an mir, wenn ich weg bin weint sie viel, ist sehr empfindlich.

Sie ist jetzt mit 5 1/2 deutlich ausgeglichener, sagt, wenn etwas zu laut ist, zieht sich auch mal zurück, wenn ihr etwas zuviel ist. Es ist schwierig, weil sie eben sehr auf sich bedacht ist, man muss oft einen Mittelweg finden, indem man lange und intensiv mit ihr redet. Sie akzeptiert keine Grenzen, die sie nicht nachvollziehen kann. Aber sie ist im Vergleich zu früher schon ein komplett verändertes Kind. Ausgeglichener, fröhlicher, nicht mehr so zurückhaltend sondern mittlerweile deutlich offener (sie hatte schon früher Phasen, in denen sie zu wildfremden Leuten hin ist und sie vollgequatscht hat. Das hat dann eine Weile aufgehört.). Mutig war sie schon immer, aber sie kannte auch schon immer ihre Grenzen sehr genau.

Heute steht sie bei der kleinsten Kleinigkeit vor uns, baut sich auf und sagt, was sie denkt und fühlt.

Mir war immer das Wichtigste, ihre emotionale und soziale Seite zu stärken und zu fördern, und laut Kindergarten hat das wunderbar geklappt.

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