Forum / Mein Baby / Baby weint

Große Schuldgefühle. Hilfe!

1. Februar 2014 um 19:11 Letzte Antwort: 23. Juli 2014 um 10:58

Hallöchen!
Ich hoffe sehr, dass ihr mir weiter helfen könnt.
Ich habe ein Baby 1 Jahr alt und habe große Schuldgefühle.
Ich bin 24 jahre alt. Das ist mein erstes baby. Es ist unser wunschkind. Als ich erfuhr, dass ich schwanger bin, habe ich allerdings große angst bekommen. Ich hatte bis jetzt nie etwas mit den babys zu tun und wusste nicht, was und wie man machen muss. Deshalb kann nach der geburt gleich meine mutter aus russland zu besuch, um uns zu helfen.
Der erste monat war gut. Doch danch begann meine tocher jeden abend pünktlich von 17 bis 19 uhr zu schreien und zu weinen. Meine mutter hat sie dann weinend in den schlaf gewogen. Ich habe das nicht gemacht, weil ich große nagst hatte und nicht hören konnte, wie mein kind schreit. Das hat ca. 1 monat lang gedauert. Danach hat es plötzlich aufgehört, wo wir nach russland gereist sind (zeitunterschied 9 stunden. Also war die weinzeit mitten in der nacht). Keiner konnte mir erklären, warum sie geweint hat. Jetzt, wo ich sie besser kenne, vermute ich, dass das dadurch passier ist, dass wir keinen festen tagesablauf hatten. Wir hatten sie immer zu einer anderen zeit ins bett gebracht. Aber das ist nur eine vermutung. Weil sogar wenn sie um die zeit geschlafen hat, dann wurde sie wach und hat geschrien.
Mit ca. 3 monaten hat sie ihre hände entdeckt und konnte überhaupt nicht alleine einschlefn, da sie ständig damit gespielt hat. Nur draußen im overall schlief sie besser. Also mussten wir 3-4 mal täglich rausgehen und mit kiwa fahren. Abends ging es mit dem kiwa nicht. Also mustten wir sie wiegen und das mochte sie dann nicht und hat geweint, aber fast immer innerhalb von sekunden eingeschlafen. Nur ein paar mal war das weinen stark. Ich kann micht auch jetzt daran mit den tränen auf den augen erinnern und zittere.
Ich denke, die beiden problemen hätten wir vermeiden können, wenn wir sie gepuckt hätten. Habe das video von harvey karp gesehen. Aber ich wusste damals nicht, was pucken ist. Danach mit ca. 4 monaten haben wir das probiert, aber es hat auch nicht viel gebracht. Es war ihr total unbequem.
Also kann ich mir nicht verzeihen, dass ich mein kind zum weinen gebracht habe, weil ich so blöd war, um es zu pucken. Ich habe vor der geburt viele bücher gelesen, aber dort stand auch nichts davon. Unsere hebi hat das auch nicht gesagt. Aber andererseits weiß keiner, wieso genau sie geweint hat.
Ich möchte mich nicht deswegen schuldig fühlen. Gehe am Montag sogar zur psychoterapie. Vielleicht kann mir jemand sagen, dass die schuld nicht bei mir lag.
Danke für eure meinung. Bitte keine beschimpfungen, da ich mich bereits mies fühle.

Mehr lesen

30. Mai 2014 um 9:54

Ich habe
das Gefühl, dass deine Schuldgefühle übermässig stark sind. Das frißt dich doch scheinbar schon fast auf. Ich denke, dass es gut ist, wenn du mit jmd sprichst. Du kannst das Weinen beim babys doch nicht ganz verhindern. Das ist normal. Babys können nichts anderes. Dh doch nicht, dass sie dir böse ist, weil du sie irgendwann mal gepukt hast. Sie konnte sich wahrscheinlich kurz danach nicht mal mehr daran erinnern. Du wirst in Zukunft auf jeden Fall schon mal kleine Fehler machen. Damit musst du leben lernen. Bleib entspannt. Alles Gute.

Gefällt mir
30. Juni 2014 um 19:10

Normal
Hallo,
das Problem hatte/habe ich auch. Mein kleiner ist jetzt 4 Monate alt.
1. Es ist typisch das Babies abend schreien. Das ist völlig normal.laut meiner Hebamme/Schwester.
2. Das ist dein erstes Kind, man muss sich erst kennenlernen. Mit der Zeit lernt man das Schreien deuten.
3. Das Schlafen gehen...ist bei uns auch richtig schwierig. Aber ich denke mir, er ist nicht alleine. Ich halte ihm in dem Arm bis er schläft.
Nimmt er einen Schulli? Manche Babies haben auvh etwas Bauchweh. Oft hilft Baden, oder auch ein Bonding. Aber gerade abend ist es normal

Gefällt mir
12. Juli 2014 um 22:38

Liebe gevoka,
mir ging es anfangs ähnlich. Ich dachte, oh je, was kann ich nur tun, mein Baby schreit so sehr, ihr geht es nicht gut, aus mir platzte allerdings im Gegensatz zu Dir totaler Aktivismus und ich suchte nach Erklärungen. (Nummerierung für mein Durchsehen )

1. Es kam bei Untersuchungen heraus, dass sie keine Darmbakterien hatte zur Verdauung, da ich mit früzeitig geplatzter Fruchtblase Antibiotika bekam und somit auch ihre guten Bakterien weg waren. Ihr kompletter unterer Verdauungstrakt war voll mit Fäulnisbakterien.
2. Sie hatte/hat mehrere Blockierungen, z.B. Schädelbasis, Halswirbelsäule, Knie. Wwas ihr nicht nur Schmerzen machte, sondern auch ihre motorische Entwicklung hemmte.
3. Es ist völlig normal, dass wir als Mamas das Schreien unserer Babys als so dringlich und psychisch aufreibend empfinden. Das soll so. Sie wollen schließlich überleben und wir haben dafür zu sorgen. Ich habe die ersten zwei Monate sehr viel gehault. Inzwischen sind wir gut eingespielt und sie hat sich prächtig entwickelt.
4. Ich hatte (habe?) auch Schuldgefühle, z.B. weil ich sie nicht stillen konnte oder sie die ersten 3 Monate nicht ins Tragetuch wollte oder sie viel Streit mitbekam. Aber all das war halt so. Es war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber ich konnte nicht besser. Im Nachhinein macht es mich traurig, aber ich weiss, dass ich mein bestes gebe und gab. Ich ließ mit Schmerzen nicht allein, ich trug sie Stunden lang umher, "kämpfte" mit dem Vater um sein VErständnis für das Baby, ging zu Ostepathischen Ärzten, usw. Mehr konnte ich nicht tun und heute sehe ich, dass sie super ist und sich gut entwickelt. Man kann vieles wieder hinbiegen, auch wenn der Start anders lief, als geplant.
5. Zu den Abendstunden schreien Babys oft. Es wird Koliken genannt. Ob die Theorie jetzt so stimmt, weiss kein Mensch, aber die meisten Eltern "unter dem Schreien/Weinen des Kindes". Da auch für mich alles neu war, war für mich natürlich nix normal, sondern alles extrem.
6. Die Therapie ist eine super Idee! Eine Freundin hat das auch nach der Geburt ihres Kindes gemacht, ihr hat es super geholfen (Verhaltenstherapie). Ich beginne im August eine EDMR-Therapie und bin sehr gespannt!

Deinem Kind geht es am besten, wenn es Dir gut geht. Es bringt Dir bedingungslose Liebe entgegen. Tu Du es auch. Ein wunderschönes Gefühl, was ihr für einander haben könnt. Etwas ganz Besonderes.
Ich musste mich auch von manchen Vorstellungen lösen, war enttäuscht von mir, nicht perfekt. Aber man darf nicht vergessen: Man erlebt alles zum ersten Mal als Mama, denn sie lernen so schnell, fast jede Situation ist neu. Sei nachsichtiger mit Dir.

Gefällt mir
17. Juli 2014 um 16:53

Mach deinem Baby doch eine Freude!
Hey, ich habe mir deinen Text durchgelesen und merke, dass es dir sehr Leid tut. Hast du schon mal drüber nachgedacht dem Baby eine Freude zu machen mit Spielzeug oder einer Babywippe oder so? Ich bin letztens auf die Seite http://www.babywippe-test.org gestoßen und fand das sowas von süß, wie die Babys da in den Wippen abgehen. Schau dir mal die Videos auf der Seite an, vielleicht wäre das ja auch was für dich. Scheint den Kleinen echt gut zu gefallen.

Liebe Grüße

Gefällt mir
17. Juli 2014 um 21:35

Babywippe, Spielzeug?
Sehr sinnfrei, wie ich finde. Mit Konsum zu versuchen Schuldgefühle auszugleich. Dem Baby wäre mehr geholfen, wenn Mama sich wieder gut fühlt und stark und freudig sein kann, oder sehe ich das falsch?
Gibst Du Deinem Kind lieber einen Bonbon, wenn es weint oder nimmst es in den Arm?

Gefällt mir
23. Juli 2014 um 10:58

Schreiendes baby
schau mal da, vielleicht hilft das http://www.ratgeberportal-ebooks.com/product_info.php/info/p58_STOPP-BABYSCHREI-.html

Gefällt mir