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Großeltern und der Geschenkewahn

11. Februar 2018 um 11:13

Ich brauche mal ein feedback zu der derzeitigen Situation, da ich mich selbst in einem Zwiespalt befinde:

Meine Schwiegereltern hatten für ihre Kinder damals sehr viel Spielzeug gekauft, und dieses auch aufgehoben. Schöne Sachen, die auch im Interesse meines Sohnes liegen. Er ist ihr einziges Enkelkind. Jedesmal wenn sie uns besuchen kommen bringen sie Unmengen mit. Dieses Mal waren es etwa 20 Bücher, dazu dann noch Lego und anderen Kleinkram. Wie gesagt das meiste aus dem Bestand. Sie schenken so gerne.

Eigentlich wollten mein Mann und ich meinen Sohn nicht mit der gleichen Fülle an Geschenken bedenken, wie wir es aus unserer Kindheit kennen und im Nachhinein als abstoßend empfinden, und hatten daher hatten wir auch eigentlich recht starre Regeln über den Umfang an Geschenken an unsere Eltern weitergegeben. Zudem soll er Großelternbesuch nicht mit Geschenken assoziieren. Nun ja, soviel dazu (s.u.).

Die Großeltern wollen, dass das Spielzeug genutzt wird. Bei ihnen daheim staubt es nur ein. Wir haben allerdings keine wirkliche Möglichkeit zur Zwischenlagerung wie Keller oder Dachboden. Spielzeug reihum anbieten und somit die jeweils verfügbare Menge limitieren scheidet also aus. Es bei den Großeltern belassen ebenso, da wir sie kaum besuchen (anderer Kontinent). Nun wird es selbst schwierig, ihnen die mittlerweile ungenutzen Babysachen wieder aufs Age zu drücken.

Ich möchte ungern ein weiteres Regal fürs Kinderzimmer kaufen. Wegschmeißen ebensowenig, vielleicht bekomme ich ja mal Neffen oder Nichten, da würde das alles wieder gebraucht. Einlagern vielleicht?

Vielleicht fällt Euch ja etwas ein, auch im Umgang mit den Schwiegis, denn mittlerweile gelte ich als der undankbare Bumann.

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11. Februar 2018 um 12:59

Welche Position nimmt dein Mann bei diesen Situationen ein? Positioniert er sich deutlich zu eurer vorab getroffenen Abmachung oder lässt er seine Eltern ohne Kommentar gewähren?

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11. Februar 2018 um 13:03
In Antwort auf miezekatzerl

Welche Position nimmt dein Mann bei diesen Situationen ein? Positioniert er sich deutlich zu eurer vorab getroffenen Abmachung oder lässt er seine Eltern ohne Kommentar gewähren?

Anfangs hat er klar Stellung bezogen. Nun kamen aber auch Spielsachen hinzu, an die er sich aktiv und gerne erinnerte. Nostalgie. Er ist dafür, die Babysachen zu verschenken. 

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11. Februar 2018 um 15:18

Dass er es nostalgisch sieht, verstehe ich aber auch dich. Setz dich mit ihm nochmal zusammen und einigt euch auf neue "Regeln" bezüglich der Geschenke. 
Ansonsten finde ich, was roteflocke schrieb, sehr gut umd vielleicht kommt ihr so an das Verständnis der Großeltern heran. 

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11. Februar 2018 um 17:15
In Antwort auf waldmeisterin1

Ich brauche mal ein feedback zu der derzeitigen Situation, da ich mich selbst in einem Zwiespalt befinde:

Meine Schwiegereltern hatten für ihre Kinder damals sehr viel Spielzeug gekauft, und dieses auch aufgehoben. Schöne Sachen, die auch im Interesse meines Sohnes liegen. Er ist ihr einziges Enkelkind. Jedesmal wenn sie uns besuchen kommen bringen sie Unmengen mit. Dieses Mal waren es etwa 20 Bücher, dazu dann noch Lego und anderen Kleinkram. Wie gesagt das meiste aus dem Bestand. Sie schenken so gerne.

Eigentlich wollten mein Mann und ich meinen Sohn nicht mit der gleichen Fülle an Geschenken bedenken, wie wir es aus unserer Kindheit kennen und im Nachhinein als abstoßend empfinden, und hatten daher hatten wir auch eigentlich recht starre Regeln über den Umfang an Geschenken an unsere Eltern weitergegeben. Zudem soll er Großelternbesuch nicht mit Geschenken assoziieren. Nun ja, soviel dazu (s.u.).

Die Großeltern wollen, dass das Spielzeug genutzt wird. Bei ihnen daheim staubt es nur ein. Wir haben allerdings keine wirkliche Möglichkeit zur Zwischenlagerung wie Keller oder Dachboden. Spielzeug reihum anbieten und somit die jeweils verfügbare Menge limitieren scheidet also aus. Es bei den Großeltern belassen ebenso, da wir sie kaum besuchen (anderer Kontinent). Nun wird es selbst schwierig, ihnen die mittlerweile ungenutzen Babysachen wieder aufs Age zu drücken.

Ich möchte ungern ein weiteres Regal fürs Kinderzimmer kaufen. Wegschmeißen ebensowenig, vielleicht bekomme ich ja mal Neffen oder Nichten, da würde das alles wieder gebraucht. Einlagern vielleicht?

Vielleicht fällt Euch ja etwas ein, auch im Umgang mit den Schwiegis, denn mittlerweile gelte ich als der undankbare Bumann.

Bei den Büchern würde ich nichts sagen. Ich habe selbst unmengen und finde das man nie genug haben kann. Zum Rest: Ich würde einfach sagen das ihr sehr dankbar seid, aber keinen Platz für die Menge an Spielzeug habt. Für eventuelle Nichten/Neffen würde ich nur die Highlights aufheben, den Rest des nicht mehr genutzen Spielzeugs würde ich ehrlich gesagt verkaufen und das Geld auf ein Sparkonto packen. Wenn die möglichkeit besteht vielleicht wieder zurückgeben? Aber das wird wahrscheinlich schwer wenn die Schwiegereltern auf einem anderen Kontinent wohnen. Wenn es wirklich so viel ist kann das ja auch alles garnicht bespielt werden. Meistens haben Kinder ja eh so ein paar Sachen mit denen sie viel und oft spielen und die würde ich dann natürlich behalten.
Ansonsten kann ich die Großeltern da verstehen. Man hat das ganze schöne Spielzeug das nur rumliegt und vielleicht auch ein bisschen die Vorstellung das die zweite Generation genauso gerne damit spielt wie die Kinder vor x Jahren. Ist ja auch schön wenn man wirklich altes Spielzeug noch hat und es weitergeben kann, aber in Maßen.

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11. Februar 2018 um 18:45

Leider nein, bzw das wäre unpassend, den Geschwistern, frisch in einer Beziehung und rel. kleinen Wohnung, als Wink mit dem Zaunpfahl das ganze Kinderspielzeug zu vermachen. Unten war noch der Geldwert angesprochen - sind ja alles gebrauchte Sachen mit geringem Restwert. Schwiegis argumentieren immer, wir bräuchten halt eine größere Wohnung, oder könnten ein weiteres Regal ins Zimmer stellen. Das will ich nicht, da es dann direkt verleitet, dass noch mehr angehäuft wird. Zum Glück gibt es die Gewichtsbeschränkung beim Fliegen.

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18. Februar 2018 um 11:41

Nun hat der Junge auch noch zum Valentinstag weitere Geschenke bekommen *seufz* 

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18. Februar 2018 um 18:22

Ich war an dem Tag nicht da, habe es erst im Nachhinein erfahren, als sie schon abgereist waren.

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20. Februar 2018 um 10:47

Ich kenne das, wenn auch nicht ganz so krass. Meine Familie schenkt auch ständig. Mit meinen Geschwistern haben wir es endlich eingestellt, ich habe selbst einfach irgendwann aufgehört, zu schenken. Lieber Zeit verbringen. Meine Schwester kam ohne Geschenk zum ersten Geburtstag meines Sohnes, ihres Patenkindes . Ich fand es einfach toll, dass sie da war. Er braucht nicht noch ein Auto etc. Umgekehrt waren wir zu ihrem 40.da, sie hat sich so gefreut darüber, wir hatten noch nicht mal Blumen.
Ich merke aber auch, dass es meiner Mutter wichtig ist, etwas zu schenken. Vielleicht auch deswegen, weil sie nicht so oft herkommen können. Sie wohnen nicht um die Ecke, sind schon recht alt. Wir haben einen Mittelweg gefunden. Sie respektiert, dass wir nicht so viel haben möchten, oft fragt sie inzwischen, ob wir/ unser Sohn, sich darüber freuen würden. Ich respektiere, dass sie uns eine Freude machen will.
Wir haben allerdings auch nicht das Platzproblem... Uns ist echt wichtig, dass unser Sohn nicht überreizt wird. Wir haben eine ganz schöne Truhe im Wohnzimmer stehen. Da lagern wir das Spielzeug drin und tauschen immer mal aus. Im Kinderzimmer steht ein Regal mit Türen. Mein Sohn spielt mit den Sachen, die er sieht. Der Rest ist uninteressant. Vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit. 
Sonst wirklich abwägen, was man aufheben möchte, für evtl Geschwister, und sich zur Not von Sachen trennen. Aber Vorsicht, wenn es Spielsachen der Kinder sind! Da hängt viel mehr ideeller Wert dran. Daher würde ich auch keinen Geldwerten vorrechnen. 

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20. Februar 2018 um 17:36

Ja, macht sich unter 4 Augen aber besser als via Skype.

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20. Februar 2018 um 20:14

Ach, irgendwie kann ich die Grosseltern aber auch verstehen...
Die wohnen weit weg und sehen ihn doch wohl nur selten, klar haben sie dann grosse Lust, ihn zu beschenken und so ihre Liebe zu zeigen. Denn eine wirklich tiefe Bindung wird der Kleine ja wohl über die Distanz mit Oma und Opa nicht aufbauen. Dazu noch die Nostalgie, dass sie die wohlaufgewahrten, kostbaren Spielsachen der eigenen Kinder ( also das Zeug vom Papa dann an den Sohn) weitergeben können.

Ich kann dein Problem auch verstehen, aber mit dem Hintergrund, der ja eigtl total liebevoll und aufs Kind bedacht ist, würde ich schauen, ob ich da nicht ne Möglichkeit finde, dass sie es halt mitbringen können, du irgendwie Stauraum findest und der Kleine im Gegenzug dafür die Sachen etwas "dosierter" bekommt  

Wenn du nicht deren liebevolle Idee total abblockst, haben sie sicherlich Verständnis, dass er es etwas weniger/weniger häufig was bekommen soll. 

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