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Hab ich Scharlach ? Streptokokken-Test positiv

26. Mai 2015 um 12:48

Hallo,

kommen grad vom Kinderarzt da unsere Tochter Scharlach diagnostiziert bekommen hat heut morgen! hab seit heute Morgen Halsweh und mir gehts nicht so gut, hab das dem KA erzählt und er meinte er könnte einen Schnelltest machen.....nun ja der war stark positiv..... hab ich jetzt Scharlach? dachte das ist eine Kinderkrankheit....
hat mir Rezept über Penicillin mitgegeben......

mein Chef wird hocherfreut sein wenn ich morgen zuhause bleibe, wielang muß ich denn zuhause bleiben?

Bin ich ansteckend????


mh...

LG

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26. Mai 2015 um 13:09

Sowohl du,
Als auch deine tochter haben vermutlich eher eine streptokokken angina.
Die ist ansteckend und sollte mit penicillin behandelt werden.
24 stunden nach der ersten einnahme dürfen kinder gemeunschaftseinrichtungen wieder besuchen.

Wenn es dir nicht schlecht geht,und du kein fieber hast, kannst du durchaus arbeiten gehen, es sei denn, du hast einen job mit sehr engem kollegen/kundenkontakt.

Wenn streptokokken nachgewiesen werden, wird gern schnell scharlach diagnostiziert, tatsächlich hat scharlach aber noch weitere, meist deutlich ausgeprägtere krankheitssymptome als die streptokokken angina.
Eine ausgewachsene scharlach erkrankung ist heute recht selten.

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26. Mai 2015 um 13:13

Hmmm naja
wenn du positiv gestestet wurdest, dann wird das schon so sein. kinderkrankheit heißt ja nicht das die nur kinder bekommen können.
sie heißen kinderkrankheit weil sie bevorzugt im kindesalter erlangt werden. teilweise gefolgt mit einer immunität der betreffenden krankheit, weshalb sie dann im erwachsenenalter nicht mehr auftritt.
hast du als kind keine immunität erreicht, kannst du sie natürlich auch als erwachsener bekommen.

gibt natürlich auch kindrkrankheiten die man mehrmals im leben bekommen kann. da gibt es dann keine immunität.

nebenbei ist scharlach keine typische kinderkrankheit. ebend weil man sich da mehrmal mit anstecken kann... immer und immer wieder, bis ins hohe alter.

ansteckend bist du bis zu 2 wochen nach beginn der ersten anzeichen. und etwa 2-4 tage vor beginn der ersten anzeichen.


wünsch euch gute besserung.

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26. Mai 2015 um 13:18
In Antwort auf yve98

Sowohl du,
Als auch deine tochter haben vermutlich eher eine streptokokken angina.
Die ist ansteckend und sollte mit penicillin behandelt werden.
24 stunden nach der ersten einnahme dürfen kinder gemeunschaftseinrichtungen wieder besuchen.

Wenn es dir nicht schlecht geht,und du kein fieber hast, kannst du durchaus arbeiten gehen, es sei denn, du hast einen job mit sehr engem kollegen/kundenkontakt.

Wenn streptokokken nachgewiesen werden, wird gern schnell scharlach diagnostiziert, tatsächlich hat scharlach aber noch weitere, meist deutlich ausgeprägtere krankheitssymptome als die streptokokken angina.
Eine ausgewachsene scharlach erkrankung ist heute recht selten.

Wärst du so nett
Und könntest du den Unterschied kurz erklären zwischen Streptokokken-Angina und Scharlach?

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26. Mai 2015 um 13:28
In Antwort auf xwhaea

Wärst du so nett
Und könntest du den Unterschied kurz erklären zwischen Streptokokken-Angina und Scharlach?

Aaaalso:
Scharlach wird als eine Sonderform der Streptokokken-A-Infektion angesehen, deren Erreger ein ganz spezifisches Gift bilden können. Die anderen Streptokokkentypen verursachen dagegen meist "normale" Infektionen der oberen Atemwege. Da diese wie Scharlach oft mit einer Mandelentzündung und Halsschmerzen einhergehen, wird vielfach fälschlicherweise der Begriff "Angina" (lat. angere = verengen) mit Scharlach gleichgesetzt.

Scharlach zeichnet sich durch recht eindeutige Symptome aus:

Zuerst treten als Symptome meist hohes Fieber, Krankheitsgefühl und Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden (Angina), gelegentlich sind auch Kopfschmerzen eines der Symptome auf. Der Rachen und die Mandeln sind gerötet und die Halslymphknoten geschwollen. Die Zunge zeigt einen weißlichen Belag, der dann von den Rändern her wieder zurück geht und um den dritten bis vierten Tag einer starken, glänzenden Rötung weicht. Die Geschmacksknospen treten hervor. Dieses Phänomen wird als eines der Symptome als "Himbeerzunge" bezeichnet.

Der charakteristische Hautausschlag tritt ein bis zwei Tage nach Erkrankungsbeginn auf, was meist mit einem Rückgang des Fiebers einhergeht. Der Hautausschlag besteht aus stecknadelknopfgroßen, erhabenen Flecken. Die Haut fühlt sich dadurch an wie Sandpapier. Der Ausschlag beginnt meist am Oberkörper und breitet sich dann auf den ganzen Körper aus. Die Mundpartie wird vom Ausschlag ausgespart ("Milchbart"), ebenso die Handinnenflächen und Fußsohlen; in den Achselhöhlen und Leistenbeugen ist der Ausschlag am deutlichsten.
Nach etwas einer Woche verschwindet der Ausschlag, kurz danach kommt es zu einer Abschuppung der Haut: An Händen und Füssen lösen sich große Hautschuppen (die nicht ansteckend sind!).

Bei einer angina fehlen zumindest die charakteristische himbeerzunge und das exanthem.

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26. Mai 2015 um 13:44
In Antwort auf yve98

Aaaalso:
Scharlach wird als eine Sonderform der Streptokokken-A-Infektion angesehen, deren Erreger ein ganz spezifisches Gift bilden können. Die anderen Streptokokkentypen verursachen dagegen meist "normale" Infektionen der oberen Atemwege. Da diese wie Scharlach oft mit einer Mandelentzündung und Halsschmerzen einhergehen, wird vielfach fälschlicherweise der Begriff "Angina" (lat. angere = verengen) mit Scharlach gleichgesetzt.

Scharlach zeichnet sich durch recht eindeutige Symptome aus:

Zuerst treten als Symptome meist hohes Fieber, Krankheitsgefühl und Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden (Angina), gelegentlich sind auch Kopfschmerzen eines der Symptome auf. Der Rachen und die Mandeln sind gerötet und die Halslymphknoten geschwollen. Die Zunge zeigt einen weißlichen Belag, der dann von den Rändern her wieder zurück geht und um den dritten bis vierten Tag einer starken, glänzenden Rötung weicht. Die Geschmacksknospen treten hervor. Dieses Phänomen wird als eines der Symptome als "Himbeerzunge" bezeichnet.

Der charakteristische Hautausschlag tritt ein bis zwei Tage nach Erkrankungsbeginn auf, was meist mit einem Rückgang des Fiebers einhergeht. Der Hautausschlag besteht aus stecknadelknopfgroßen, erhabenen Flecken. Die Haut fühlt sich dadurch an wie Sandpapier. Der Ausschlag beginnt meist am Oberkörper und breitet sich dann auf den ganzen Körper aus. Die Mundpartie wird vom Ausschlag ausgespart ("Milchbart"), ebenso die Handinnenflächen und Fußsohlen; in den Achselhöhlen und Leistenbeugen ist der Ausschlag am deutlichsten.
Nach etwas einer Woche verschwindet der Ausschlag, kurz danach kommt es zu einer Abschuppung der Haut: An Händen und Füssen lösen sich große Hautschuppen (die nicht ansteckend sind!).

Bei einer angina fehlen zumindest die charakteristische himbeerzunge und das exanthem.

Danke
So in etwa habe ich mir das gedacht.
Hier ist Scharlach allerdings gar nicht so selten. Im Kiga war das eine Weile sehr extrem und das war wirklich Scharlach mit allen Begleiterscheinungen.

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26. Mai 2015 um 13:47
In Antwort auf xwhaea

Danke
So in etwa habe ich mir das gedacht.
Hier ist Scharlach allerdings gar nicht so selten. Im Kiga war das eine Weile sehr extrem und das war wirklich Scharlach mit allen Begleiterscheinungen.

Bei uns im ort
Haben wir einen Kinderarzt der aus jeder Mandelentzündung Scharlach macht. Daher hängt es ewig in der Kita aus und ich hab mich damit mal beschäftigt.
Unser Kinderarzt sagt es kommt leider sehr häufig vor, dass fälschlicherweise Scharlach diagnostiziert wird und meist hängt es zu Unrecht in den Kitas. Allerdings ist es wohl sehr sehr ansteckend wenn es dann wirklich Scharlach ist.

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26. Mai 2015 um 13:48
In Antwort auf yve98

Aaaalso:
Scharlach wird als eine Sonderform der Streptokokken-A-Infektion angesehen, deren Erreger ein ganz spezifisches Gift bilden können. Die anderen Streptokokkentypen verursachen dagegen meist "normale" Infektionen der oberen Atemwege. Da diese wie Scharlach oft mit einer Mandelentzündung und Halsschmerzen einhergehen, wird vielfach fälschlicherweise der Begriff "Angina" (lat. angere = verengen) mit Scharlach gleichgesetzt.

Scharlach zeichnet sich durch recht eindeutige Symptome aus:

Zuerst treten als Symptome meist hohes Fieber, Krankheitsgefühl und Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden (Angina), gelegentlich sind auch Kopfschmerzen eines der Symptome auf. Der Rachen und die Mandeln sind gerötet und die Halslymphknoten geschwollen. Die Zunge zeigt einen weißlichen Belag, der dann von den Rändern her wieder zurück geht und um den dritten bis vierten Tag einer starken, glänzenden Rötung weicht. Die Geschmacksknospen treten hervor. Dieses Phänomen wird als eines der Symptome als "Himbeerzunge" bezeichnet.

Der charakteristische Hautausschlag tritt ein bis zwei Tage nach Erkrankungsbeginn auf, was meist mit einem Rückgang des Fiebers einhergeht. Der Hautausschlag besteht aus stecknadelknopfgroßen, erhabenen Flecken. Die Haut fühlt sich dadurch an wie Sandpapier. Der Ausschlag beginnt meist am Oberkörper und breitet sich dann auf den ganzen Körper aus. Die Mundpartie wird vom Ausschlag ausgespart ("Milchbart"), ebenso die Handinnenflächen und Fußsohlen; in den Achselhöhlen und Leistenbeugen ist der Ausschlag am deutlichsten.
Nach etwas einer Woche verschwindet der Ausschlag, kurz danach kommt es zu einer Abschuppung der Haut: An Händen und Füssen lösen sich große Hautschuppen (die nicht ansteckend sind!).

Bei einer angina fehlen zumindest die charakteristische himbeerzunge und das exanthem.

Auch mal ne frage...
warum machen ärzte denn dann sowas. also zu sagen man habe scharlach, dabei hat man "nur" eine angina. kann man sowas nicht testen?
hat es vorteile oder nachteile?

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26. Mai 2015 um 13:52
In Antwort auf yve98

Bei uns im ort
Haben wir einen Kinderarzt der aus jeder Mandelentzündung Scharlach macht. Daher hängt es ewig in der Kita aus und ich hab mich damit mal beschäftigt.
Unser Kinderarzt sagt es kommt leider sehr häufig vor, dass fälschlicherweise Scharlach diagnostiziert wird und meist hängt es zu Unrecht in den Kitas. Allerdings ist es wohl sehr sehr ansteckend wenn es dann wirklich Scharlach ist.

Das kann ich bestätigen
Kaum waren die Kinder wieder gesund, wurden sie von den anderen, die zwar schon ansteckend waren aber noch keine Symptome zeigten, wieder angesteckt. Nach einer Antibiotika - Gabe ist man nämlich NICHT immun. Außerdem gibt es viele verschiedene Erreger, die Scharlach auslösen.

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26. Mai 2015 um 14:00
In Antwort auf emmasmamma

Auch mal ne frage...
warum machen ärzte denn dann sowas. also zu sagen man habe scharlach, dabei hat man "nur" eine angina. kann man sowas nicht testen?
hat es vorteile oder nachteile?

Keine ahnung
Warum die das machen, das müsste man wohl die entsprechenden Ärzte Fragen.

Fakt ist, dass jemand der eine Mandelentzündung hat, bei dem streptokokken nachgewiesen werden, nicht zwingend Scharlach hat.

Unterschiede gibt's in der Behandlung soweit ich weiß nicht. Bei einer eitrigen Angina wird in der Regel auch ein Antibiotikum verordnet. Wobei es bei Scharlach wegen der möglichen Spätfolgen deutlich wichtiger ist.

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26. Mai 2015 um 14:02
In Antwort auf xwhaea

Das kann ich bestätigen
Kaum waren die Kinder wieder gesund, wurden sie von den anderen, die zwar schon ansteckend waren aber noch keine Symptome zeigten, wieder angesteckt. Nach einer Antibiotika - Gabe ist man nämlich NICHT immun. Außerdem gibt es viele verschiedene Erreger, die Scharlach auslösen.

Das stimmt
Leider. Deshalb ist es so wichtig, die Kinder mindestens 24 Stunden nach der ersten Antibiotika gabe noch zu Hause zu lassen,

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