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Habe ich zu viel erwartet? Verlange ich zuviel?

25. September 2010 um 22:07


Hallo Zusammen!

Ich weiss der Beitrag ist lang, hoffe es nimmt sich trotzdem jemand Zeit und kann mir seine Meinung sagen und wie es bei Euch ist/war!!!

Ich brauche eure Meinungen, zweifel langsam an meinem Verstand oder seelischer Verfassung?

Es geht um meinen Mann und unsere kleine Familie. Unser Sohn ist fast 3 Monate alt, also alles noch relativ neu. Hab aber das Gefühl von meinem Mann gar keine Unterstützung zu kriegen, fühle mich irgendwie alleine.
Also er arbeitet in Schichten, bei Spätschicht ist es echt blöd, da er die größere Hälfte des Tages arbeitet, bei Frühschicht geht er auch noch zu seinen Eltern auf den Bau (Haus) helfen. Das heisst die meiste Zeit bin ich alleine mit dem Kleinen. Natürlich ist er auch müde wenn er nach Hause kommt und ist immer genervt wenn ich ihn um Hilfe bitte (z. B. Wasser in die Wanne lassen um den kleinen zu baden und so...). Dann lass ich oft meinen Frust an ihm aus wenn er denn mal nach Hause kommt, er kann es absolut nicht verstehen, da er ja Sooo viel am Machen ist, er hilft auch im Haushalt ein bisschen und wenn ich zum Arzt muss passt er auf den kleinen auf , aber ich hab das Gefühl er macht es nur wenn ich es ihm sage und selbst dann habe ich schlechtes Gewissen ihn zu fragen, weil er so viel um die Ohren hat.
Selbst wenn er zuhause ist, kümmer ich mich um den kleinen, alles windeln, füttern usw.

Irgendwie sind wir nie als Familie nicht da, also nicht zusammen, auch wenn alle drei zuhause sind!!!

Habe ich zu viel erwartet vom Familienleben? Muss ich meinem Mann mehr Zeit geben zum Gewöhnen an den Kleinen?
Ich finde es schade, dass er so wenig vom Kleinen mitbekommt, grade jetzt am Anfang!
Fühle mich einsam!
Hab das Gefühl ich wäre alleine glücklicher, dann wüsste ich es ist keiner da und hab niemanden an den ich Erwartungen haben kann, werde dann auch nicht enttäuscht!!!

Muß er sich zusammen reißen für seinen Sohn oder soll ich mehr Verständnis zeigen bis sich alles einpendelt und er mehr Zeit hat?

Bin echt fertig!!!

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25. September 2010 um 22:20

Das kenne ich LEIDER auch
Ich denke das Wichtigste, dass jetzt zu klären ist, dass du auch mal Zeit für dich hast und er dir den Kleinen abnimmt.

Mein Mann ist beruflich viel unterwegs und habe hier auch niemanden, der mir die Kleinen mal eben abnehmen könnte.

Rede doch mal in Ruhe mit ihm darüber, wie du dich momentan fühlst und dass du auch mal ne Auszeit brauchst bzw. gerne möchtest, dass er mehr Zeit für euch hat. Und ihr müsst euch mehr Zeit geben. Euer Kleiner ist erst drei Monate alt - das muss sich erst einpendeln.

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25. September 2010 um 22:26


Hallo Ira,
ich habe die andere Antwort jetzt nicht gelesen, möchte aber dennoch etwas dazu sagen:

NEIN, du erwartest nicht zu viel. Ja, es ist alles noch relativ neu, aber dennoch "schon" ein viertel Jahr verstrichen. Ich kann dir nur von uns berichten. Bei meinem Mann ist es ähnlich. Er arbeitet zwar nicht auf dem Bau, aber er hat Nachtschicht, Spätschicht, Frühschicht im Wechsel und dann eine Woche frei. Egal, welche Schicht mein Mann hat, übernimmt er - nachdem er heimkam, klar - alle Tätigkeiten rund um unsere Tochter. Wickeln, Kuscheln, Füttern, in den Schlaf kuscheln. Abends duschen/waschen, Bettfertig machen, Zähne putzen, füttern, ins Bett bringen mit mir zusammen.

ABER: Ich weiß inzwischen, dass das NICHT dir Regel ist. Ich habe mitbekommen, dass es in vielen Familien so ist, wie du es beschreibst. Geb deinem Mann Zeit, er hatte euer Baby nicht schon 9 Monate in sich und somit bist du ihm einfach ein bisschen voraus. Manche Männer können auch mit so kleinen Schätzen noch gar nicht viel anfangen. Aber das was er tut, tut er für euch!!!

Gib nicht auf und glaub an euch. Sicher werdet ihr bald wieder EINE FAMILIE sein, so wie ihr es euch vorstellt. Dazu gehört auch Zweisamkeit, gemeinsame Gespräche, Zeit für sich, Zeit zu DRITT... Einfach das "Gemeinsam" genießen.

Ich wünsch dir gutes Durchhaltevermögen und drücke dir fest die Daumen!

Alles Gute! LG Susanne + Celine (schon 10 Monate alt)

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25. September 2010 um 22:35

Danke!
Deine Worte sind echt aufmunternd! Das brauche ich im Moment!

Das tut echt gut!

Meine Schwester ist grad im Krankenhaus kriegt ihr 2. Kind, hat eine Tochter 4 J. und jetzt einen Sohn! Bin total aufgeregt, man könnte sagen ich spüre die Wehen mit

Danke dir nochmal!

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25. September 2010 um 22:44

Danke!
Leider wohnt sie 200 km von uns entfernt! Werde den kleinen in Natura erst nächstes Wochenende sehen! Freu mich aber schon auf die 1. MMS aufs Handy!

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25. September 2010 um 23:09

Liebe Ira
Andere haben`s schon geschrieben: ersten Zeit ist oft eine schwierige Zeit mit einer Achterbahn der Gefühle. Es wird nie genau so, wie man es sich gewünscht hat, darum kommt leicht die Enttäuschung.
Zunächst mal denke ich auch: dein Mann macht sich ja keinen faulen Lenz sondern ackert für euch.
Dann die Umstellung, dass er eben nicht mehr heim kommt und alles ist ruhig und Füsse hochlegen, sondern das Kleine ist da, mit dem er evt. auch noch nicht soo viel anfangen kann (jedenfalls war das bei meinem Mann so das erste halbe Jahr: Pflichten wurden erfüllt, aber ohne Feedback vom Baby konnte er nicht wirklich die ewige Liebe für ihn empfinden und Männer machen ja eh gern was praktisches und "tun" was, das ist eben nicht so leicht wenn da ein ganz kleines Baby liegt).
Aber ich verstehe dich auch, denn man will ja nicht sein Kind gefühlt alleine groß ziehen!!! Das soll auch so nicht sein, denn wenn dein Mann auf Arbeit ist hast du auch einen Fulltimejob, sprich, du hast die ganze Zeit die Verantwortung und musst parat stehen, wenn dein Kleiner was will.

Warte aber nicht zu lange, denn umso mehr Zeit ins Land geht, desto schwerer wird es, deinem Mann auch Aufgaben zu übertragen, weil er dann denkt "muss ich nicht"...
Demnach würde ich ihm mal sagen, wie es für dich gerade ist und ganz klar abmachen, was für eine Aufgabe er bei jeweils einer Schicht nach Feierabend / vor Arbeitsbeginn übernehmen muss. Dann weißt du ganz klar, wann du mal ein paar Minuten für dich hast und musst ihn nicht zum bitten, etwas zu tun.

Und was die Zeit zu 2t oder 3t angeht: Das wird sich noch einpendeln, das ist am Anfang einfach nicht leicht! Aber verliert es nicht aus dem Auge, denn gerade Zeit zu 2t muss man mit Mini-Baby fast schon planen

Alles Liebe und Kopf hoch.. das wird wieder - niemals so früh nach der Geburt an der Beziehung zweifeln.. naja, ausser der Mann verkloppt einen

JULIA

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25. September 2010 um 23:33

Kenn ich
Das ganze könnte auch von mir sein

Darum danke ich dir, jetzt brauch ich mich nicht mehr auskotzen über mein gefühlshaushalt

Glg und eine dicke umarmung zur aufmunterung, du bist nicht alleine mit deinen gefühlen...

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26. September 2010 um 11:36

Sowohl als auch
ihr solltet mal mit einander reden. klar ist er von der arbeit und so geschaft. ist ja klar. es ist ja auch kein problem, wenn er sich erst ein augenblick ausruht und sich dann kümmert. du solltest keine wunder erwarten. auch nicht, das er von alleine drann denkt, männer sind nicht unbedingt so mitdenkend. auf der anderen seite ist er auch sein sohn und er sollte sich auch kümmern wollen.

also bei uns ist es so: mein männe arbeitete auch im schicht dienst. also früh, spät nacht. bei früh und nacht war es nie ein problem das er zeit mit uns verbringt. bei spät schon eher. da hab ich ihn immer rechtzeitig aus dem bett geschmissen.
also dein männe sollte sich mal ne scheibe von meinem abschneiden
was er macht: morgens, ein oder zweimal nimmt er den kleinen, so das ich auch mal ausschlafen kann. wenn er hunger hat bin ich halt gefragt, muss ich eben meinen schlaf unterbrechen. auch tags über geht er mit unseren sohn spazieren, damit ich mich ausruhen kann. er wickelt, ab und zu badet er ihn auch. verbringt zeit mit ihm, also er beschäftigt sich mit ihm. also er macht wirklich alles, ausser essen geben, weil ich eben voll stille. und abends bin ich auch eher gefragt. aber sonst kann ich echt zufrieden sein.

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