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Habe nun Gewissheit... Schwiegermutter trinkt wieder

15. September 2014 um 8:34

eine endlose Geschichte.
jahrelang hat meine Schwiegermutter getrunken und etliche Therapien ohne Erfolg gemacht.
dann endlich hatte sie es geschafft. unser Verhältnis war zu dem Zeitpunkt allerdings auf 0 reduziert, weil wir nicht länger ihr Problem zu unserem machen konnten und wollten.
seit ende des letzten Jahres, haben sich mein Mann und seine Mutter, durch ihre Initiative, etwas angenähert. telefoniert... geskypet.
ihr verhalten war m.M. nach tadellos und wir hatten den Plan dass sie, sobald Mutter und Sohn wieder eine Basis haben, auch mit unserer Tochter skypen darf.

doch irgendwie hatte sie am eigenen Sohn nur wenig Interesse. mal ne whatsapp und mal geskypet... allerdings kam mir das schon sehr komisch vor. auch so seltsame wünsche und ideen... z.b. dass sie unszu ihrem Geburtstag sooooo gerne dabei hätte.... äähhhhmmm... wir leben in den USA....und hatten vorher fast 4 Jahre funkstille...wenn ihr versteht was ich meine. es war nur lieb gemeint aber die Idee war einfach utopisch.
das war mir schon suspekt.

mein Mann hatte auch ein reichlich seltsames Telefonat mit ihr, als er mal unangemeldet anrief.
nun ja... und nun haben wir Gewissheit.
und ich weiß zu gut, wie es enden kann.
die zarte Pflanze, die hätte wachsen können, ist stark umgeknickt.

und nun? sollen wir unsere Tochter trotzdem mal skypen lassen? eigentlich bin ich der Ansicht, dass sie ihr Problem in den griff bekommen muss. persönlich sehen werden wir uns in nächster Zeit nicht, aber sie sagt gerne unüberlegte Dinge und ich mag meine 3 jährige nicht in den Strudel, der mich selbst fast kaputt gemacht hat, hinein ziehen.

was soll ich tun?????????????????

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15. September 2014 um 11:07

Du bist
verantwortlich für das Wohl deiner Tochter, und ein Telefonat mit einer betrunkenen Oma wird der Kleinen kaum gut tun! Klar, das klingt hart und herzlos, aber lass es! Lass deine Schwiegermutter machen, aber zieh du die Konsequenzen und lass deine Tochter nicht mit ihr skypen!

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15. September 2014 um 19:11

Sie
hat seit etwa 20 Jahren ein Alkoholproblem.
Sie war sehr früh Mutter von 3Kindern und mit großem Haus und Garten und Arbeit völlig überfordert. Hilfe bekam sie wohl nicht so sehr.
Sie hat einen Mann, der aber den Ernst der Lage noch nicht verstanden hat. Vor 6 Jahren stand es sehr schlecht um sie. Sie hätte beinahe ihr Leben verloren.
Mein Schwiegervater möchte eine Frau, die nicht groß widerspricht oder eine eigene Meinung bildet. Er ist recht intelligent, aber sehr herrisch und rechthaberisch.
also führt er sie hin und wieder in Versuchung, wahrscheinlich um sich selbst besser zu fühlen.
er unterstützt sie nicht wirklich. er trinkt weiter hin sein Bier und es ist genug Zeug im Haus.
tja und nun ist sie wohl rückfällig geworden. angeblich hat sie es wieder im griff, aber sie müsste eigentlich erneut eine Therapie machen. doch dazu muss sie sich eingestehen dass schwach war....und das kann sie nicht.

sie trinkt nicht öffentlich. sondern heimlich. wenn sie getrunken hat, ist sie nicht betrunken wie man es kennt. sie ist ein spiegeltrinker, die einen bestimmten Alkoholspiegel im Blut haben müssen. wenn dieser fällt, wird sie von jetzt auf gleich, in ihrem Wesen und ihrer Stimmung ganz anders. sie kann unglaublich melancholisch werden. und diese Unberechenbarkeit macht es so schwer.
wie soll ich das einem Kind erklären, wenn die Oma z.b. rumjammert, dass wir sie nicht besuchen? oder dass wir Weihnachten nicht hinfahren. ...

sie hat auch andere Enkelkinder und die Geschwister meines Mannes sehen die problemtik nicht ganz so eng.
der eine hat nen allzeit-babysitter zum nulltarif und der andere kriegt es wahrscheinlich nicht mit oder für ihn ist es noch nicht relevant, weil das kind noch klein ist.

ich würde es ihr schon gerne sagen wie wir denken aber das bekommt sie dann in den falschen Hals. sie macht keine Fehler. ....

ach... mannnnnn....alles scheiße......

danke euch fürs zuhören

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15. September 2014 um 19:52

Ich bin selbst alkoholabhängig.
Allerdings habe ich mit 20 eine therapie gemacht und bin seitdem trocken. Und so hart es klingt, aber ich würde den kontakt abbrechen und ihr sagen, wenn sie trocken ist kann sie sich wieder melden. Ich habe genug leute kennen gelernt, deren familien mit am alc zerbrochen sind. Ich würde das vorallem meinem kind nicht antun wollen. Selbstschutz ist in so einer situation das wichtigste überhaupt. Außerdem muss man richtig auf die schnauze fallen, dass was passiert und man sich hilfe holt.

Es tut mir sehr leid was euch da gerade passiert.

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15. September 2014 um 20:12
In Antwort auf monday_12840876

Ich bin selbst alkoholabhängig.
Allerdings habe ich mit 20 eine therapie gemacht und bin seitdem trocken. Und so hart es klingt, aber ich würde den kontakt abbrechen und ihr sagen, wenn sie trocken ist kann sie sich wieder melden. Ich habe genug leute kennen gelernt, deren familien mit am alc zerbrochen sind. Ich würde das vorallem meinem kind nicht antun wollen. Selbstschutz ist in so einer situation das wichtigste überhaupt. Außerdem muss man richtig auf die schnauze fallen, dass was passiert und man sich hilfe holt.

Es tut mir sehr leid was euch da gerade passiert.

Chapeau, Lily!
Für deinen Mut, das offen zu sagen, den Weg, den du bislang erfolgreich gegangen bist und letztendlich auch für die Einschätzung der Lage!

Es ist hammerhart, aber nur ein völliger Kontaktabbruch mit Begründung setzt einen Denkprozess in Gang, bzw KÖNNTE in Gang setzen!

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16. September 2014 um 0:35

Dann lass sie doch nur miteinander skypen
wenn sie nüchtern ist. da ihr so weit auseinender lebt, wird die Oma kaum einfluss auf deine tochter nehmen. wär ja schon was anderes , wenn sie in eurer nähe leben würde ...aber so aus der ferne... ihr seid ja anwesend während der Gespräche und wie gesagt, checkt einfach vorher ab, ob sie nüchtern ist, bevor die kleine mit ihr skypt. das werden eh keine stundenlangen Gespräche...hallo, wie geht's und tschüss...
da genug abstand zwischen euch ist, würde ich mir da nicht soviele Gedanken machen... vielleicht gibt der kontakt zu euch, ihr auch die kraft , ne Therapie zu machen.
sollte sie bei den Gesprächen betrunken sein , beendet das Gespräch und gut ist. beim nächsten wird sie vielleicht dann nüchtern und normal sein. sie ist krank, nicht von grund auf böse... seht einfach darüber hinweg helfen könnt ihr da eh nicht wirklich aus der Entfernung.

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16. September 2014 um 18:18
In Antwort auf kamala_11901399

Chapeau, Lily!
Für deinen Mut, das offen zu sagen, den Weg, den du bislang erfolgreich gegangen bist und letztendlich auch für die Einschätzung der Lage!

Es ist hammerhart, aber nur ein völliger Kontaktabbruch mit Begründung setzt einen Denkprozess in Gang, bzw KÖNNTE in Gang setzen!

Danke
Ich würde ihr vielleicht auch noch anlaufstellen an die hand geben. Sowas wie selbsthilfegruppen, suchtberater etc.

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16. September 2014 um 21:51
In Antwort auf monday_12840876

Ich bin selbst alkoholabhängig.
Allerdings habe ich mit 20 eine therapie gemacht und bin seitdem trocken. Und so hart es klingt, aber ich würde den kontakt abbrechen und ihr sagen, wenn sie trocken ist kann sie sich wieder melden. Ich habe genug leute kennen gelernt, deren familien mit am alc zerbrochen sind. Ich würde das vorallem meinem kind nicht antun wollen. Selbstschutz ist in so einer situation das wichtigste überhaupt. Außerdem muss man richtig auf die schnauze fallen, dass was passiert und man sich hilfe holt.

Es tut mir sehr leid was euch da gerade passiert.

Danke lily
dass du dazu stehst.
ich danke dir. ein Ratschlag von jemanden, der es selbst erlebt hat, hilft mir, mich nicht wie eine unfaire und herzlose Schwiegertochter zu fühlen.
es war sehr schwer jahrelang diesen strudel aus launen, ausbruchen und unüberlegten handlungen mit zu erleben und zu akzeptieren. es hat mich fast selbst zerstört.

und immer wieder hieß es:sie ist krank...
ich konnte aber nicht mehr und übte Selbstschutz.

danke lily...ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft. ich danke dir....

euch anderen natürlich auch

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