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Hat das Jugendamt schon wieder versagt?

19. Dezember 2013 um 21:19 Letzte Antwort: 21. Dezember 2013 um 18:40

Schon wieder musste ein kleines Kind sterben.
Und schon wieder wurde auch hier die Familie von Geburt an vom Jugendamt betreut.Das kleine Maedchen,3 Jahre jung,wurde sogar schonmal den Eltern weggenommen.
Bitte,erklaert mir das.Wenn bekannt ist,das gerade der Vater zu Gewalttaten neigt,warum gibt man dann so ein kleines wehrloses Kind wieder dorthin?
Wer entscheidet sowas?Ich kann das nicht nachvollziehen.
Entschuldigt bitte,aber ich musste das mit euch teilen.
Ich bekomme ehrlich gesagt,ziemliche Wut auf die Behörden.

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19. Dezember 2013 um 21:37


ich hab das auch in den nachrichten gesehen und musste fast weinen. die haben auch ein foto von der kleinen gezeigt, die war zuckersüß! wie kann man seinem kind nur was antun? und wie ist es möglich, dass - troz "angeblicher" kontrolle vom amt - sowas immer wieder passieren kann?!?!?! ich verstehe das nicht. das geht nicht in meinen kopf. da muss ein kind sterben, weil einer vom amt mit der betreuung nicht hinerher kommt. das darf doch echt nicht sein! dafür gibt es doch dieses dumme amt! wenn die ihren job nicht machen (können), dann ist diese behörde nutzlos denn SO werden keine kinder geschützt....
armes kleines ding. und dann auch noch vor weihnachten

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20. Dezember 2013 um 7:16


in Soest gab es vor paar Wochen auch einen schlimmen Fall.. die 21 jährige Mutter ließ ihre 3 monatige Tochter einfach 4 1/2 Tage alleine
sie ist verhungert und verdurstet...
auch die junge Frau wurde vom Jugendamt betreut...

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20. Dezember 2013 um 7:31

Sie sagten,
Dass nicht geklärt werden konnte warum das kleine Mädchen die Verletzungen am kipf hatte als sie das erste mal weggenommen wurde. Es konnte auch nicht festgestellt werden von wem. Womöglich waren dem Jugendamt auch rechtlich die Hände gebunden und sie mussten sir zurück geben, denn wenn sie nicht beweisen können, dass die Eltern das waren, können sie sie nicht für immer wegnehmen.

Arme kleine maus :'(

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20. Dezember 2013 um 8:37

Du fragst...
...wer sowas entscheidet! Das entscheiden die zuständigen Richter am Familiengericht! Ich musste leider beruflich schon sehr oft erleben, dass Mitarbeiter des JA Kinder aus Familien nehmen wollten, das Gericht aber dagegen entschied! Das JA ist ja nur ausführende Kraft - über eine Herausnahme entscheidet aber letztendlich immer das Gericht (es sei denn, die Eltern sind einverstanden).

Ich finde es auch furchtbar, dass immer wieder so etwas passieren muss! Das arme Kind!

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20. Dezember 2013 um 8:45
In Antwort auf liman_11963907

Du fragst...
...wer sowas entscheidet! Das entscheiden die zuständigen Richter am Familiengericht! Ich musste leider beruflich schon sehr oft erleben, dass Mitarbeiter des JA Kinder aus Familien nehmen wollten, das Gericht aber dagegen entschied! Das JA ist ja nur ausführende Kraft - über eine Herausnahme entscheidet aber letztendlich immer das Gericht (es sei denn, die Eltern sind einverstanden).

Ich finde es auch furchtbar, dass immer wieder so etwas passieren muss! Das arme Kind!

Hm
sehr traurig.
Da bekommt man das Gefühl,dass Kinder nicht viel bedeuten.
Wenn du beruflich damit zu tun hast,das muss einem doch in der Seele weh tun.Man will helfen,aber die werten Richter entscheiden dagegen.Ich habe das Gefühl,die gucken garnicht richtig hin worum es geht.

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20. Dezember 2013 um 9:47
In Antwort auf motte2012

Hm
sehr traurig.
Da bekommt man das Gefühl,dass Kinder nicht viel bedeuten.
Wenn du beruflich damit zu tun hast,das muss einem doch in der Seele weh tun.Man will helfen,aber die werten Richter entscheiden dagegen.Ich habe das Gefühl,die gucken garnicht richtig hin worum es geht.

Ja
Manchmal ist es wirklich schwer zu verstehen und zu ertragen! Aber am schlimmsten ist, was manche Eltern ihren Kindern antun!

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20. Dezember 2013 um 10:18


Das ist eine schlimme Geschichte.

Aber ich finde es absolut falsch, dem Jugendamt immer die Schuld zu geben.

Ich habe selbst einige Fälle erlebt und es ist verdammt schwierig für das JA.

Ein Mal wurde dem JA von Nachbarn gemeldet, dass ein Kind in unregelmäßigen Abständen, aber häufig missbraucht wird. Das JA kam, hat geprüft etc. Wollte das Kind untersuchen lassen und vorläufig aus der Familie nehmen.
Leider sagte das Gericht, das sei nicht nötig. Dann sind dem JA die Hände gebunden.

Ein Kind (ca. 10-12 Jahre) ging zum JA und sagte, es werde daheim geschlagen. Gericht stimmte einer Herausnahme aus der Familie sofort zu. Im Nachhinein stellte sich heraus, das ganze war ein "Kleiner-Jungen-Streich" bzw. eine Mutprobe. Die Familie wurde trotzdem noch laaange vom JA betreut. Weil das eben so üblich ist, nach solchen Vorwürfen.

Da kann man sich jetzt auch seine Gedanken machen. Vielleicht liegt das Problem nicht nur am JA, sondern auch ein bisschen an den Kompetenzen, die dem JA zugesprochen werden.
Wenn eine Familie oder eine alleinerziehende Mutter vom JA betreut wird, dann heißt das, dass alle Woche mal für 1-2 Stunden jemand vorbeischaut. Wenn überhaupt. In der restlichen Woche ist genügend Zeit, dem Kind etwas anzutun. Das JA kann seine Augen nicht immer und überall haben.
Von den Fällen, in denen Unheil verhindert wurde, wird leider nicht viel erzählt. Aber ich bin mir sicher, das sind deutlich mehr, als die Fälle, in denen die Sache leider tragisch ausgeht.

Versteht mich nicht falsch, ich finde das absolut traurig, was passiert ist. Es ist ungerecht und gemein, so kleinen Kindern diese gigantischen Schmerzen zuzufügen. Schmerzen, die Erwachsene schon nicht aushalten können. Wie mag es da nur den Zwergen gehen?
Aber Schuld sind und bleiben die Eltern/ Vormünder/ Betreuer etc. und nicht das JA.

LG

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20. Dezember 2013 um 10:41

Mag sein,
dass das JA nicht alleine schuld ist aber dann muss man ja das ganze system in frage stellen. ein richter sollte ja objektiv beurteilen können, scheint aber eher nach subjekitver "hab schon schlimmere fälle gesehen"-art zu entscheiden und das kann es eigentlich auch nicht geben. gibt es denn nicht eine art KATALOG, wo man drin nachschlagen kann? so was wie "das und das muss passieren, dann können wir dies und jenes machen". das wäre doch sinnvoller.

ich kenne auch eine pflegemutter und die ist sooo lieb. was die manchmal für fälle bei sich hat, da sträuben sich mir voll oft die haare. dabei ist häusliche gewalt häufig noch das geringste übel. sie hatte neulich ein so traumatisiertes mädchen da, die lies sich nicht anfassen. sie sprach auch nicht und vom zuständigen amt hieß es, sie sei vom stiefvater missbraucht worden. die kleine war 9 richtig schlimme sachen gibts und ich finde, in solchen fällen dürften die kinder auch nie und nimmer zurück zur familie.

leider sieht es so aus, als könnten wir uns hier noch ziemlich oft über solche traurigen fälle aufregen, denn das system versagt immer öfter. oft waren es überarbeitete mitarbeiter vom JA (gabs nen fall, wo einer über 40 kinder zu betreuen hatte), dann eben die seltsamen entscheidungen von richtern und nicht zu vergessen die nachbarn, die einfach auch oft wegschauen

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20. Dezember 2013 um 10:51
In Antwort auf selene_12148207

Mag sein,
dass das JA nicht alleine schuld ist aber dann muss man ja das ganze system in frage stellen. ein richter sollte ja objektiv beurteilen können, scheint aber eher nach subjekitver "hab schon schlimmere fälle gesehen"-art zu entscheiden und das kann es eigentlich auch nicht geben. gibt es denn nicht eine art KATALOG, wo man drin nachschlagen kann? so was wie "das und das muss passieren, dann können wir dies und jenes machen". das wäre doch sinnvoller.

ich kenne auch eine pflegemutter und die ist sooo lieb. was die manchmal für fälle bei sich hat, da sträuben sich mir voll oft die haare. dabei ist häusliche gewalt häufig noch das geringste übel. sie hatte neulich ein so traumatisiertes mädchen da, die lies sich nicht anfassen. sie sprach auch nicht und vom zuständigen amt hieß es, sie sei vom stiefvater missbraucht worden. die kleine war 9 richtig schlimme sachen gibts und ich finde, in solchen fällen dürften die kinder auch nie und nimmer zurück zur familie.

leider sieht es so aus, als könnten wir uns hier noch ziemlich oft über solche traurigen fälle aufregen, denn das system versagt immer öfter. oft waren es überarbeitete mitarbeiter vom JA (gabs nen fall, wo einer über 40 kinder zu betreuen hatte), dann eben die seltsamen entscheidungen von richtern und nicht zu vergessen die nachbarn, die einfach auch oft wegschauen

So eine Art Katalog
gibt es bestimmt. Aber es liegt halt doch immer noch im Ermessen des jeweiligen Richters.
Wenn die Eltern klug argumentieren, wie der Verdacht aufgekommen sein könnte und der Richter das glaubt... was will man machen?

Was ich allerdings wirklich traurig finde, ist dass es Pflegemüttern so schwer gemacht wird. Ich kenne zwei, die das aufgehört haben, weil die Kriterien so verschlechtert wurden. Man darf z.B. nicht mehr gleichzeitig Tagesmutter sein, man muss seine Einnahmen versteuern etc. Das macht das einfach unattraktiv. Da sollte man meiner Meinung nach die Bedingungen wieder verbessern. Denn das sind die Menschen, die die Kinder auffangen!

Die andere Frage, die ich mir stelle ist, ob das System wirklich immer öfter versagt. Ich glaube das eigentlich nicht. Warum?
Durch die Medien erfahren wir viel mehr, als noch vor ein paar Jahren. Da standen solche Dinge vielleicht als Randnotiz in der örtlichen Zeitung. Bei krasseren Fällen stand es natürlich auch in den großen, überregionaleren Zeitungen. Aber heutzutage kann jeder alles lesen und gerade solche Storys kreisen ja auch gerne mal auf Facebook etc.
Da entsteht schnell der Eindruck, dass mehr passiert.

Dass das JA mehr Personal braucht möchte ich aber nicht bestreiten. Das ist selbst hier am A... der Welt so. Und ich würde mal behaupten, die haben weniger zu tun, als ein JA in einem Problemviertel. Hier ist es ländlich und die Familienstruktur funktioniert noch recht häufig (also Oma passt auf Enkel auf etc.)

LG

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20. Dezember 2013 um 11:12

Auch wenn Familien durch Jugendämter betreut werden
heißt das nicht, dass diese Familien 24/7 überwacht werden können.
Die zuständigen Sachbearbeiter werden sicherlich ihr Päckchen zu tragen haben. Schuld sind die Sozialarbeiter sicher nicht. Diese bewegen sich eh auf einem schmalen Grat. Tun sie in den Augen der Leute "zu wenig", wird geschrien, dass sie Schuld tragen, gehen gerichtliche Beschlüsse ein und kinder werden aus Familien genommen, heißt es ganz schnell: Kinderklau.
Der Sozialarbeiter ist auch nur ein Mensch, der an Vorschriften gebunden ist und ihnen entsprechend handelt. Er kann keine Schuld tragen, nicht er das Kind tötet und/ oder verwahrlosen lässt.
Mich stört es manchmal echt, wenn so getan wird, als wäre alles die Schuld der Sozialarbeiter, Ämter und oftmals auch der Lehrer.
Es sind die Eltern, die das ihren Kindern antun, niemand sonst. Niemand kann eine 24h Kontrolle durchsetzen.
Das ist immer schon passiert und es wird immer wieder passieren, so sehr mich das auch betroffen macht, aber man sollte nicht mal wieder das JA zum Sündenbock machen.

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20. Dezember 2013 um 11:21


Hier schreiben einige, dass das Kind den Eltern bereits einmal weggenommen worden sei.

Darf ich mal fragen, woher Ihr diese Behauptung nehmt?

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20. Dezember 2013 um 12:27
In Antwort auf an0N_1269329299z


Hier schreiben einige, dass das Kind den Eltern bereits einmal weggenommen worden sei.

Darf ich mal fragen, woher Ihr diese Behauptung nehmt?

Aus
Den Nachrichten, da wurde gesagt das die Kleine erst seit einiger Zeit wieder bei den leiblichen Eltern lebt, sie war vorher bei Pflegeeltern

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20. Dezember 2013 um 12:34
In Antwort auf xwhaea

So eine Art Katalog
gibt es bestimmt. Aber es liegt halt doch immer noch im Ermessen des jeweiligen Richters.
Wenn die Eltern klug argumentieren, wie der Verdacht aufgekommen sein könnte und der Richter das glaubt... was will man machen?

Was ich allerdings wirklich traurig finde, ist dass es Pflegemüttern so schwer gemacht wird. Ich kenne zwei, die das aufgehört haben, weil die Kriterien so verschlechtert wurden. Man darf z.B. nicht mehr gleichzeitig Tagesmutter sein, man muss seine Einnahmen versteuern etc. Das macht das einfach unattraktiv. Da sollte man meiner Meinung nach die Bedingungen wieder verbessern. Denn das sind die Menschen, die die Kinder auffangen!

Die andere Frage, die ich mir stelle ist, ob das System wirklich immer öfter versagt. Ich glaube das eigentlich nicht. Warum?
Durch die Medien erfahren wir viel mehr, als noch vor ein paar Jahren. Da standen solche Dinge vielleicht als Randnotiz in der örtlichen Zeitung. Bei krasseren Fällen stand es natürlich auch in den großen, überregionaleren Zeitungen. Aber heutzutage kann jeder alles lesen und gerade solche Storys kreisen ja auch gerne mal auf Facebook etc.
Da entsteht schnell der Eindruck, dass mehr passiert.

Dass das JA mehr Personal braucht möchte ich aber nicht bestreiten. Das ist selbst hier am A... der Welt so. Und ich würde mal behaupten, die haben weniger zu tun, als ein JA in einem Problemviertel. Hier ist es ländlich und die Familienstruktur funktioniert noch recht häufig (also Oma passt auf Enkel auf etc.)

LG

Ich denke,
es liegt doch eher daran, dass es diese fäller öfters gibt.

ich kann mich an einen ganz schlimmen fall aus brandenburg erinnern, da hat die mutter ihre toten babys in blumentöpfen vergraben, in denen sie dann schnittlauch usw. züchtete das war ganz groß durch die presse gegangen, war aber damals (ist bestimmt gute 10 jahre her) eben nicht so häufig.
und heute hört man fast wöchentlich davon, dass kinder vernachlässigt werden bis hin zum mord. und die gründe sind so viel gefecherter: junge, arbeitslose eltern. drogenkonsum in der familie, psychische probleme (gerade das nimmt immer mehr zu), überforderung ... es ist, glaube ich, auch darin eine der ursachen zu finden. unsere sozialen systeme sind total überfordert und und die probleme der familien nehmen immer mehr zu, gründe sind vielfältig. und dann natürlich der abbau von stellen im öffentlichen dienst (wie bei sozialarbeitern, jugendämtern, etc.) - das kann auf lange sicht einfach nicht so weiter gehen.

an sich müsste einfach mehr für familien getan werden. nicht nur in sachen prävention, sondern in unterstützung. ich hab auch hier oft mitbekommen, wie schwierig es ist, einen platz im mutter-kind-heim zu kriegen und das kann eigentlich nicht sein. jedes kind sollte hilfe erhalten und da sollte kein richter zwischen sitzen, der auch oft nur die akte kennte und nicht die familie. da können sozialarbeiter eben besser beurteilen und abschätzen, wie schlimm die lage wirklich ist. und ob die eltern gut argumentieren oder nur gut lügen.

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20. Dezember 2013 um 13:03

Nein...
ich bekomme keine Wut auf die Behörden. Das ist ein schrecklicher Fall, gar keine Frage und ich finde es furchtbar, was dem kleinen Mädchen zugestossen ist.

Aber mich nervt es ziemlich, dass bei jedem dieser Fälle sofort reflexartig auf das Jugendamt eingedroschen wird. Die haben einen unglaublich schweren Job mit einer großen Verantwortung und schwer zu treffenden Entscheidungen. Und auch auf dem Jugendamt arbeiten nur Menschen, die hier entsprechend abwägen und alle Interessen berücksichtigen müssen. Denen wird es jetzt schon schlecht genug gehen. Und sie können halt auch nur innerhalb eines bestimmten Rahmens agieren.

Seit all diese schrecklichen Fälle bekannt wurden, werden ja auch immer mehr Kinder sehr sehr schnell aus den Familien entfernt, hier wird oft der Vorwurf laut, dass Kinder zu schnell und unbegründet aus der Familie genommen werden. Auch dafür stehen verschiedene Jugendämter in der Kritik.

Ich denke einfach sie tun ihr bestes und solche Fälle werden sich leider niemals ganz vermeiden lassen. Es wird wohl kein Jugendamtmitarbeiter ein Kind in die Familie zurücklassen, wenn er/sie davon ausgehen würde, dass das Kind dort stark gefährdet ist.

Richte deine Wut lieber auf die Eltern, die dem Kind das angetan haben. Denn das sind die Schuldigen.

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20. Dezember 2013 um 14:55
In Antwort auf ladyluck5

Nein...
ich bekomme keine Wut auf die Behörden. Das ist ein schrecklicher Fall, gar keine Frage und ich finde es furchtbar, was dem kleinen Mädchen zugestossen ist.

Aber mich nervt es ziemlich, dass bei jedem dieser Fälle sofort reflexartig auf das Jugendamt eingedroschen wird. Die haben einen unglaublich schweren Job mit einer großen Verantwortung und schwer zu treffenden Entscheidungen. Und auch auf dem Jugendamt arbeiten nur Menschen, die hier entsprechend abwägen und alle Interessen berücksichtigen müssen. Denen wird es jetzt schon schlecht genug gehen. Und sie können halt auch nur innerhalb eines bestimmten Rahmens agieren.

Seit all diese schrecklichen Fälle bekannt wurden, werden ja auch immer mehr Kinder sehr sehr schnell aus den Familien entfernt, hier wird oft der Vorwurf laut, dass Kinder zu schnell und unbegründet aus der Familie genommen werden. Auch dafür stehen verschiedene Jugendämter in der Kritik.

Ich denke einfach sie tun ihr bestes und solche Fälle werden sich leider niemals ganz vermeiden lassen. Es wird wohl kein Jugendamtmitarbeiter ein Kind in die Familie zurücklassen, wenn er/sie davon ausgehen würde, dass das Kind dort stark gefährdet ist.

Richte deine Wut lieber auf die Eltern, die dem Kind das angetan haben. Denn das sind die Schuldigen.

Ich
habe bewusst vermieden mich über die 'Eltern' der Kleinen zu aeussern.Dann könnte ich mich nicht mehr bremsen.
Aber zum Thema Jugendamt möchte ich doch gern noch was anmerken.Es mag ja sein,dass es nicht fair ist,alles auf die Aemter zu schieben.Aber ich als Aussenstehende,die nur über die Nachrichten hört was passiert ist,bekomme eben den Eindruck.Man hört immer wieder die Fragen:Wo war das Jugendamt? Warum ist ihnen nichts aufgefallen?etc.
Und von daher empfinde ich eben Wut wenn ich sowas höre.
Es soll mal einen Fall gegeben haben,dass eine Jugendamtsmitarbeiterin in einer Wohnung war,das schwerverletzte Baby lag in seinem Bettchen und sie will nichts gemerkt haben?Wenn ich doch vor Ort bin um nachzusehen,dann schaue ich doch genauer hin oder nicht?
Das alle nur Menschen sind und niemand perfekt,ist schon klar.Aber gerade bei solche einem sensiblen Thema muss man doch erst recht absolut wachsam sein.
Das wurde schon erwaehnt,aber ich bin auch immer wieder fassungslos über das Verhalten von Nachbarn etc.
Ich bekomme wirklich Angst,diese Gesellschaft wird immer schlimmer.

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21. Dezember 2013 um 13:24

Gestern nacht
hieß es in den nachrichten, dass wohl bei den ämtern falsche entscheidungen getroffen worden sind. aha, ein hinweis also auf die ämter.
klar sind es auch nur menschen mit großer verantwortung aber dieser verantwortung stellen sie sich ja bewusst, sonst würden sie ja diesen job nicht machen, oder?
gleichzeitig hieß es in dem beitrag, dass bereits vor 2 jahren (nach dem todesfall von der kleinen mandy) mehr personal eingestellt wurde, damit ein mitarbeiter eben nicht 40 familien auf einmal betreuen muss aber es ist auch mehr arbeit dazu gekommen, daher ist es ja keine wirkliche verbesserung.

ich denke, dafür haben wir doch jugendämter, damit sie solche familien betreuen und es eben abschätzen können, ob ein kind gefährdet ist oder nicht. und wenn das kind schon einmal einen schädelbruch erlitten hat, dann ist das wohl eindeutig kindsgefährdung und das kind hat da in der familie nichts mehr verloren. somit hat das amt versagt, denn es hat die gefährdung nicht erkannt oder falsch eingeschätzt. es kann doch wohl nicht angehen, dass sogar dafür ausgebildete leute eine gefährdung nicht erkennen. ja, wenn nicht diese leute, wer dann??

von den eltern will ich hier auch nicht anfangen, denn die sind ja nun schuld daran, dass das mäuschen gestorben ist.

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21. Dezember 2013 um 18:40

Ich finde
da machst du es dir ein bißchen einfach! Das Kind hatte schonmal einen Schädelbruch = Kindeswohlgefährdung = Herausnahme aus der Familie? Das müsste ja heißen, dass jedes Kind, was sich zB beim Toben (und auch da kann es tatsächlich zu Schädelbrüchen kommen - Eltern sind ja auch nicht in jeder Sekunde bei ihren Kindern) verletzt, sofort aus der Familie genommen werden müsste! Das kann ja nicht der Weg sein!
Außerdem sind Sozialarbeiter keine Ärzte! Diese müssten dann zuerst in so einem Fall einschätzen, wie es zu der Verletzung gekommen ist, oder? Und wenn selbst die es nicht können? Kindeswohlgefährdung sagt sich so schnell, darüber zu entscheiden ist aber mit Sicherheit nicht so leicht und so offensichtlich zu erkennen, wie es von manchen gern dargestellt wird!

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