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Hatte jemand von euch ein Schreibaby was jetzt schon älter ist?

11. Juli 2013 um 20:28

Da es ja grad so heiß her geht zu dem Thema würde mich mal interessieren ob hier auch Mamis von ehemaligen Schreibabys sind. Bei uns war es so: Meine Tochter ist jetzt 5 und ich denke das auch sie ein Schreibaby war. Ich war so oft fix und alle weil ich sie durch nichts beruhigen konnte außer manchmal durchs rum tragen. Sie einfach mal abzulegen ging fast nie, erst als sie mobiler wurde. Hab immer gedacht das wird schon normal sein aber im nachhinein hätten wir uns vielleicht auch hilfe suchen sollen. Jedenfalls hat sie dann auch extrem gefremdelt und mit schon 1,5 Jahren kam sie in die Trotzphase was auch wieder extrem bei ihr ausfiel. Wollte damals echt kein zweites Kind mehr. Jetzt ist sie 5 und zum glück ruhiger und zufriedener. Sie ist lebensfreudig ABER sie hat immer noch so ihre Knackpunkte. Wenn sie wütend ist wird sie immer sofort sehr laut (Ihre Frustrationsgrenze ist also sehr gering), sie kann nicht oder nur selten alleine spielen, redet den ganzen Tag, kann kaum mal still sein. Ist aber nicht zappelig oder so. Weiß jetzt nicht ob das alles zusammenhängt das vielleicht was nicht mit ihr passt. Würde jetzt nur gern mal von anderen Mamis hören wie deren Schreikinder sich weiter entwickelt haben und ob man es ihnen noch anmerkt.
danke schon mal

lg

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11. Juli 2013 um 20:58

Mein erster Sohn...
War ein Schreibaby! Er ist jetzt 3! Seine erste Trotzphase kam mit 8 Monaten! Er schmiss sich rückwärts auf die Fliesen, etc... Jetzt mit 3 ist er total unausgeglichen! Er flitzt und rennt den ganzen Tag! Redet ununterbrochen! Er ist total wibbelig und sehr schnell an der Frustrationsgrenze! Er schreit mich an, heult, kreischt, schlägt und schubst! Ich bin oft an meiner Grenze! Sein kleiner Bruder ist jetzt 14 Monate! War kein Schreibaby und ist absolut anders! Auch das Essverhalten! Der Kleine isst besser, als der Große! Dazu kommt noch, dass der Große sprachverzögert ist! Also als er klein war, war es zum verzweifeln! Aber die Phasen, die er momentan durchmacht sind auch nicht ohne!!!

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11. Juli 2013 um 21:57

Danke für die....
aufschlussreichen Antworten. Ist echt interessant das viele Schreibabys auch Probleme im Kindesalter haben und zudem auch noch die gleichen oder ähnliche. Andererseits erschrickt es mich auch weil es doch auch gut sein kann das "diese" Kinder immer etwas auffälliger oder schwieriger sein werden wie "normale" Kinder. Ich hoffe so sehr das sie in der Schule mal zurecht kommt da sie sich bisher noch nicht sehr lange Konzentrieren kann und wenn etwas nicht klappt schmeißt sie es sofort und versucht nicht weiter. Hab echt angst das sie untergehen könnte....

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11. Juli 2013 um 22:11

Ja ich!
Mein Sohn ist jetzt 5 geworden. Er ist mein 2. Kind von jetzt 3en.

Er war ein Schreikind, hat 14 Monate mein Leben durch und durch bestimmt.
Er hat ihm Tuch gelebt, aber nur wenn ich lief, so lief ich manche Nacht um den Block, weil er schrie.
Lange Rede kurzer Sinn, er hat auch heute noch Schwierigkeiten.

Er konnte lange/ bis heute manchmal nicht allein schlafen. Hat viele Ängste gehabt, körperliche Symptome, wie Bauchweh oder Beinschmerzen und eine niedrigere Frustrationstoleranz. Er hat immer noch viel geschrieen und lange. Verletzt er sich so it das so schlimm für ihm, dass er sich vor Sorge nicht Mehr unter Konrtrolle hat.
Bis es mir im März gereicht hat und ich einen Termin beim Psychologen wollte.
Dieser verwies mich umgehend an einen Osteopathen mit dieser Vorheschichte und was ist passiert? Wir hatten unseren 1. Termin und der Osteopath fragte mich, wieso ich erst jetzt komme...
Tja sagte ich...
Das frag ich mich auch...
Nach dem 1. Termin klagte mein Sohn nie mehr über Bauchweh, die er sonst täglich hatte! Teilweise so schlimm, dass er nicht laufen konnte. Statt dessen hat er jetzt zwar nur noch Hunger, aber das Hungergefühl kannte er vorher nicht, geschweige Konnte er es in Worte fassen. Er hat seit dem höchstens 2 Schreiattacken gehabt, sonst mehrmals täglich. Seine Ängste, dass er Krank werden kann, von irgendwas sind verschwunden.
Die Psychologin, zu der wir nicht mehr hin brauchten erklärte das dadurch, dass er wahrscheinlich schmerzbedingt eine falsche Körperwahrnehmung hatte. Ich kenne das von mir, wenn ich einen Schub habe, und da alleine nicht rauskomme (ohne Medis) dann werde ich sehr schnell antriebslos und aggressiv. Und er hatte Schmerzen, aber Hunger. Diese Schmerzen machten ihm viel Angsg ( beschäftige sich viel mit dem Thema Tod).

Er ist zwar immer noch anders, aber ich konnte ihm wenn auch erst nach 5 Jahren etwas helfen.

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11. Juli 2013 um 22:55

Ja mein Sohn
heute 8 Jahre!
Er hat viel geschrieen und gequengelt, hat sich kaum beruhigen lassen. Ich hatte ihn quasi den ganzen tag auf dem Arm und 14 Monate an der Brust, teilweise halbstündlich. Das Stillen konnte ich auch nur mit tricksen abgewöhnen. Schlafen kannte er nicht, weder tags noch nachts... und wenn dann neben oder auf mir.
Ich war recht jung als ich ihn bekommen habe, habe aber alles versucht um es irgendwie richtig zu machen. auch wenn ich ihn auch einfach nur auf dem arm hatte. Ich habe allerdings nie etwas dem Kinderarzt gesagt dass er so viel schreit. Ich denke aus unwissenheit. Wie gesagt ich war jung und wusst noch nicht mal dass es so etwas wie Schreibabys überhaupt gibt. Ich hab es wohl einfach so hin genommen dass es bei mir so ist und die Babys aus dem Pekip-Kurs damals alle so ruhige Babys hatten.
Tja, wie hat er sich entwickelt?
Er hat mit einigen Dingen wesentlich länger gebraucht. Motorisch wie Sprachlich. Ich denke mir auch wie soll so ein Kind überhaupt etwas lernen wenn es nur schreit und getragen wird?
Er bekommt seit er 2 ist Logopädie. Ergotherapie seit er 4 ist.
Mein Sohn schläft durch seit er 7 ist, also erst seit einem Jahr! Heute schafft er es nicht vor 21.00/22.00h ein zu schlafen. Er kann einfach nicht.
Zu den Motorischen Schwierigkeiten kommt noch seine ewige Unruhe (damals als Baby ist er 12 mal aufgewacht nachts und hat sich nur bewegt und gestrampelt) und
seine Aufmerksamkeitsstörung. Daher musste er die erste Klasse noch mals wieder holen. Die Kinder aus seiner Klasse waren extrem genervt und haben ihn auch nicht angenommen. Im letzten Jahr ging es ihm richtig richtig schlecht.
Er spricht viel und laut, kann nicht abwarten. Von der geringen Frustrationstoleranz ganz zu schweigen.
Aber total lieb und er hat ein hohes Maß an Empathie. Mit ihm kann man gut reden, wenn er es schafft seine Konzentration und Aufmerksamkeit zu halten. Ja dann ist er sehr Kompromissbereit und Verständnisvoll.
Er liebt und umsorgt seine kleine Schwester, sie ist 5 1/2 Monate alt.
Jedenfalls gehts ihm nun auch wieder besser, seit dem er Medikamente bekommt. Viele denken sich sicher, 'Wieder eine Mutter die ihr Kind mit Medikamenten voll stopft'! Aber wer ein unglückliches und trauriges Kind zu Hause hat. Der Nicht verstehen kann warum er nicht gemocht wird , sich immer anders fühlt als die anderen und einfach nicht so gut klar kommt wie seine Mitschüler in der Klasse, diese Mutter '(und ich weiß es leider selbst wie er sich fühlt)probiert es aus ob Medikamente helfen um ihrem Kind eine Last ab zu nehmen!
Ihm gehts nun wieder gut, endlich. Und ich habe eine Diagnose. Das ist sehr erleichternd weil man dann endlich weiß was mit ihm ist und woher es rührt. Wie die Mutter so der Sohn, sag ich mal.

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11. Juli 2013 um 22:57
In Antwort auf tweety24ac

Ja mein Sohn
heute 8 Jahre!
Er hat viel geschrieen und gequengelt, hat sich kaum beruhigen lassen. Ich hatte ihn quasi den ganzen tag auf dem Arm und 14 Monate an der Brust, teilweise halbstündlich. Das Stillen konnte ich auch nur mit tricksen abgewöhnen. Schlafen kannte er nicht, weder tags noch nachts... und wenn dann neben oder auf mir.
Ich war recht jung als ich ihn bekommen habe, habe aber alles versucht um es irgendwie richtig zu machen. auch wenn ich ihn auch einfach nur auf dem arm hatte. Ich habe allerdings nie etwas dem Kinderarzt gesagt dass er so viel schreit. Ich denke aus unwissenheit. Wie gesagt ich war jung und wusst noch nicht mal dass es so etwas wie Schreibabys überhaupt gibt. Ich hab es wohl einfach so hin genommen dass es bei mir so ist und die Babys aus dem Pekip-Kurs damals alle so ruhige Babys hatten.
Tja, wie hat er sich entwickelt?
Er hat mit einigen Dingen wesentlich länger gebraucht. Motorisch wie Sprachlich. Ich denke mir auch wie soll so ein Kind überhaupt etwas lernen wenn es nur schreit und getragen wird?
Er bekommt seit er 2 ist Logopädie. Ergotherapie seit er 4 ist.
Mein Sohn schläft durch seit er 7 ist, also erst seit einem Jahr! Heute schafft er es nicht vor 21.00/22.00h ein zu schlafen. Er kann einfach nicht.
Zu den Motorischen Schwierigkeiten kommt noch seine ewige Unruhe (damals als Baby ist er 12 mal aufgewacht nachts und hat sich nur bewegt und gestrampelt) und
seine Aufmerksamkeitsstörung. Daher musste er die erste Klasse noch mals wieder holen. Die Kinder aus seiner Klasse waren extrem genervt und haben ihn auch nicht angenommen. Im letzten Jahr ging es ihm richtig richtig schlecht.
Er spricht viel und laut, kann nicht abwarten. Von der geringen Frustrationstoleranz ganz zu schweigen.
Aber total lieb und er hat ein hohes Maß an Empathie. Mit ihm kann man gut reden, wenn er es schafft seine Konzentration und Aufmerksamkeit zu halten. Ja dann ist er sehr Kompromissbereit und Verständnisvoll.
Er liebt und umsorgt seine kleine Schwester, sie ist 5 1/2 Monate alt.
Jedenfalls gehts ihm nun auch wieder besser, seit dem er Medikamente bekommt. Viele denken sich sicher, 'Wieder eine Mutter die ihr Kind mit Medikamenten voll stopft'! Aber wer ein unglückliches und trauriges Kind zu Hause hat. Der Nicht verstehen kann warum er nicht gemocht wird , sich immer anders fühlt als die anderen und einfach nicht so gut klar kommt wie seine Mitschüler in der Klasse, diese Mutter '(und ich weiß es leider selbst wie er sich fühlt)probiert es aus ob Medikamente helfen um ihrem Kind eine Last ab zu nehmen!
Ihm gehts nun wieder gut, endlich. Und ich habe eine Diagnose. Das ist sehr erleichternd weil man dann endlich weiß was mit ihm ist und woher es rührt. Wie die Mutter so der Sohn, sag ich mal.


Entschuldigt die Fehler, ich sitz im Dunkeln und es ist schon spät...

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12. Juli 2013 um 9:27

Meine und leicht gefrustete
Große war ein Schreibaby. Sie schrie von morgens bis abends um 18 Uhr dann schlief sie und morgens ging das wieder los. Nach Osteopathie wurde es ein wenig besser.

Unzufrieden und leicht reizbar blieb sie aber. Und total auf mich fixiert. Jetzt mit 5 ist sie zwar immer noch ungeduldig und leicht gefrustetet und alleine spielen können die meisten anderen auch besser, ABER ansonsten ist total pfiffig und sehr weit für ihr Alter. Im Kindergarten gilt sie als verantwortungsbewußt und zuverläßig und auch als ausgeglichen.

LG

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12. Juli 2013 um 12:17

People
Danke für den Tipp.
Aber ich denke es ist momentan gut so wie es ist. Glaube mir ich war damals ein totaler Gegner davon und er bekommt sie ja auch erst seit 5 Monaten.
Das Ding ist, er hat es ja selbst gemerkt dass er nicht weiter kam und im Unterricht nicht mit kam bzw einfach nicht konnte. Er ist dort tatsächlich über Tische und Bänke. Ohne Provozieren zu wollen sondern weil er nicht still sitzen konnte.
Nun merkt er aber das er was drauf hat und eben nicht ''dumm'' ist. Ihm gehts einfach besser und er fühlt sich gut dabei diese zu nehmen. Er sagt es selber. Kinder in dem Alter und Kinder die immer älter werden, können es schon ganz gut beschreiben.
Ich denke wenn ich jetzt noch etwas versuche wird es einfach zu viel. Er unterzieht sich Tests seit dem er 2 ist. Ich denke es it irgendwann auch mal gut und es muss ein Positives Ende haben. So ist es jetzt und das ist gut so. Ich hätte einfach zu viel Angst dass er wieder zusammen sackt wenn ich wieder was anderes ausprobiere und ich ihn zu noch einem Arzt schicken muss. Zu dem muss er ja bald noch zu einer Verhaltenstherapie, neben Logo, Ergo und Psychiatrie die ihn immer wieder sehen/kontrollieren wollen auf Grund der Medikamente. Ein Schulwechsel ist vllt auch wieder in Aussicht, aber da muss ich abwarten.
Wäre seine Konzentration und sein enormer Leidensdruck nicht so hoch gewesen, hätte ich mich wohl nicht dazu entschieden.
Und Ärzte sollten es bei ADHS auch eigentlich nur dann verschreiben.

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12. Juli 2013 um 12:54

Meiner ist jetzt
13und er ist immer noch eher unruhig, hibbelig, kann sich schwer alleine beschäftigen aber er hat auch Hobbies, die ihn sehr interessieren und bei denen er auch voll dabei ist und sich auspowert. Er merkt mittlerweile auch selbst, wann es ihm zuviel wird und überdreht dann nicht mehr so. Motorisch hatte er auch lange Probleme, Schönschrift wird er nie haben Er ist ein total lieber Kerl, ein ganz guter Schüler und er liebt Sport. Aber er braucht auch seine Aufmerksamkeit von uns, ansonsten entgleitet er uns langsam und er wird dann auch seiner Schwester ggü gemein... also nehmen wir uns immer mal wieder Zeit nur für ihn.

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12. Juli 2013 um 13:22

Mein Sohn
wird Ende Oktober 3. Er ist ein wunderbares Kind- er ist unheimlich lebenslustig und fröhlich, albert gern herum und ist halt ein echter Junge- rennen, klettern, ausprobieren. Er polarisiert ungemein und fängt mit seinem unwiderstehlichen Charme einfach jeden <3
Auf der anderen Seite ist er wenig kompromissbereit und reagiert schnell mit schreien. Ich habe aber das Gefühl, dass er darin selbst ein wenig gefangen ist, denn er reflektiert sein Verhalten im Nachhinein und findet es selbst nicht gut. Z.B. wollte er neulich in der Tankstelle unbedingt Spunk- Lakritze haben, die es aber nicht gab- da schmiss er sich (das erste Mal) auf den Boden und kreischte... er war mit meinem Mann unterwegs. Zuhause erzählte er mir davon ganz von selbst und sagte, dass das nicht lieb war... Als schieße in diesem Moment einfach alles über und er findet allein nicht mehr heraus.

Bei uns war es aber ein medizinisches Problem, was durch fachmännische Hand letztendlich nie heraus gefunden wurde, sondern erst nach ca. 1 Jahr durch mich selbst...

VG!

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