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Haushaltshilfe nach Entbindung

8. Oktober 2017 um 19:55

Guten Abend, vor 3 wochen kam meine 2te Tochter zur Welt. Meine große Tochter ist 5 Jahre alt. Leider geht es mir seit der Entbindung nicht gut und ich schaffe es nicht mehr den Haushalt zu stemmen , hier sieht es aus wie sau und die Wäsche stapelt sich, nun habe ich eine Haushaltshilfe verschrieben bekommen und wenn alles klappt kommt sie ab nächste Woche. Aber ich traue mich schon gar nicht mehr jemand fremdes hier rein zu lassen Ich schäme mich schon dafür wie es hier aussieht... Nun zum eigentlichen,  was macht die Haushaltshilfe den genau ? Muss ich bedenken haben das hier die letzten Wochen nicht alles blank geputzt wurde ? Ich habe echt angst das sie mich verurteilt. Liebe grüße Maja

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9. Oktober 2017 um 7:58

Guten morgen,  ich bin nicht allein erziehend aber wenn ich meinem Mann sage er soll was machen rede ich gegen eine Wand und wenn er doch mal was macht meckert er wenn es nicht zu 100% so bleibt ,  er hat mit sein 32 Jahren leider noch nicht verstanden das einmaliges aufräumen nichts bringt sondern das man täglich aufräumen muss. Freunde habe ich leider gar keine und auch keine Familie die wohnen alle über 500 km entfernt.

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9. Oktober 2017 um 7:58

Danke für deine Antwort, das beruhigt mich zumindest ein bisschen. Ich hoffe die Dame die kommt ist mir sympathisch

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9. Oktober 2017 um 9:00
In Antwort auf

Guten Abend, vor 3 wochen kam meine 2te Tochter zur Welt. Meine große Tochter ist 5 Jahre alt. Leider geht es mir seit der Entbindung nicht gut und ich schaffe es nicht mehr den Haushalt zu stemmen , hier sieht es aus wie sau und die Wäsche stapelt sich, nun habe ich eine Haushaltshilfe verschrieben bekommen und wenn alles klappt kommt sie ab nächste Woche. Aber ich traue mich schon gar nicht mehr jemand fremdes hier rein zu lassen Ich schäme mich schon dafür wie es hier aussieht... Nun zum eigentlichen,  was macht die Haushaltshilfe den genau ? Muss ich bedenken haben das hier die letzten Wochen nicht alles blank geputzt wurde ? Ich habe echt angst das sie mich verurteilt. Liebe grüße Maja

Sorry, aber ich finde es ziemlich daneben, dass die Krankenkasse (die ja bekanntlich durch Sozialabgaben finanziert wird) eine Haushaltshilfe übernimmt, nur weil der Herr des Hauses seinen Arsch nicht hoch bekommt. Genau deswegen werden unsere Sozialsysteme irgendwann zusammenbrechen und die Sozialabgaben immer höher.
Ich bin sehr dankbar, dass wir in einem Land leben, in dem jeder Hilfe bekommt, der sie braucht, aber Faulheit sollte nicht belohnt werden.

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9. Oktober 2017 um 9:20
In Antwort auf frechwildwunderbar

Sorry, aber ich finde es ziemlich daneben, dass die Krankenkasse (die ja bekanntlich durch Sozialabgaben finanziert wird) eine Haushaltshilfe übernimmt, nur weil der Herr des Hauses seinen Arsch nicht hoch bekommt. Genau deswegen werden unsere Sozialsysteme irgendwann zusammenbrechen und die Sozialabgaben immer höher.
Ich bin sehr dankbar, dass wir in einem Land leben, in dem jeder Hilfe bekommt, der sie braucht, aber Faulheit sollte nicht belohnt werden.

Guten morgen, ich stimme dir zu. Habe ich bisher auch so gesehen ,  aber ich bin momentan in der Situation das ich Hilfe brauche wenn ich keine bekomme dann geht nicht nur der Haushalt unter sondern auch ich. Eine kleine Rechtfertigung muss ich für mein Mann dennoch mit ein bringen, er ist täglich 10 Stunden außer Haus und hat ein harten Job. Ich habe mir auch tage lang Gedanken gemacht ob ich den Antrag auf Haushaltshilfe abschicken soll oder nicht. Ich habe mich versucht aufzurappeln und es alleine zu schaffen aber ich bin gescheitert

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9. Oktober 2017 um 9:22
In Antwort auf frechwildwunderbar

Sorry, aber ich finde es ziemlich daneben, dass die Krankenkasse (die ja bekanntlich durch Sozialabgaben finanziert wird) eine Haushaltshilfe übernimmt, nur weil der Herr des Hauses seinen Arsch nicht hoch bekommt. Genau deswegen werden unsere Sozialsysteme irgendwann zusammenbrechen und die Sozialabgaben immer höher.
Ich bin sehr dankbar, dass wir in einem Land leben, in dem jeder Hilfe bekommt, der sie braucht, aber Faulheit sollte nicht belohnt werden.

Du darfst mir glauben das es mir nicht leicht gefallen ist und es diverse Gespräche mit meiner hebi und meinen Ärzten gab bevor ich diesen Schritt gegangen bin.

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9. Oktober 2017 um 11:21

Ich habe kreislaufprobleme und bin deswegen schon einmal zusammen gebrochen + die üblichen körperlichen beschwerden nach der Geburt, dazu kommt eine mittelschwere Depression.

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9. Oktober 2017 um 12:09

Darum geht es mir gar nicht..vielmehr tut mir die TE ehrlich leid, weil der Typ Sie in diese schwierige Lage bringt. Das Wochenbett ist zum Kennenlernen, lieb haben, kuscheln und für schöne Momente da. Die TE schämst sich jedoch für Ihre Wohnung, ihr geht es psychisch nicht gut. Das könnte so leicht anders sein, wenn der Mann mal die ersten anstrengenden Wochen mitziehen würde.
Dass Sozialsysteme so nicht funktionieren können, ist aber doch ein weiterer Punkt, der nicht nur auf den Fall bezogen war, sondern ganz allgemein formuliert sein sollte.

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9. Oktober 2017 um 18:10

"Penis schafft Freizeit"
Ich roll mich hier gerade ab, der Spruch ist top!

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9. Oktober 2017 um 22:07
In Antwort auf frechwildwunderbar

Sorry, aber ich finde es ziemlich daneben, dass die Krankenkasse (die ja bekanntlich durch Sozialabgaben finanziert wird) eine Haushaltshilfe übernimmt, nur weil der Herr des Hauses seinen Arsch nicht hoch bekommt. Genau deswegen werden unsere Sozialsysteme irgendwann zusammenbrechen und die Sozialabgaben immer höher.
Ich bin sehr dankbar, dass wir in einem Land leben, in dem jeder Hilfe bekommt, der sie braucht, aber Faulheit sollte nicht belohnt werden.

Irgendwie frag ich mich da gerade, warum ich alleinerziehend nach der Geburt des zweiten Kindes, keine Haushaltshilfe hatte...

Ich will mich jetzt nicht über andere Stellen, aber wenn da ein Mann im Hintergrund ist, der psychisch (kein Bock zählt nicht) und physisch in der Lage ist seinen Teil im Haushalt zu erledigen, dann hat er das zu tun.

Liebe TE, ich meine das nicht böse, aber das was ihr da vorhabt ist nicht fair, sondern nimmt jemandem die Hilfe weg, der sie wirklich braucht und es belastet das Sozialsystem. Sei mir nicht böse, aber ich bin auch arbeiten, hole und bringe meine beiden Kinder zur Kita/von der Kita und auch ich habe nen Haushalt, einkaufen muss ich auch und das ohne Auto. Ich lebe noch, und das recht gut. Er wird das schaffen. Wirklich. Fordere das ein. Ziehe Konsequenzen wenn das so bleibt, denn solch ein Verhalten wird nicht besser und Kinder nicht einfacher....

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9. Oktober 2017 um 22:13
In Antwort auf frechwildwunderbar

Sorry, aber ich finde es ziemlich daneben, dass die Krankenkasse (die ja bekanntlich durch Sozialabgaben finanziert wird) eine Haushaltshilfe übernimmt, nur weil der Herr des Hauses seinen Arsch nicht hoch bekommt. Genau deswegen werden unsere Sozialsysteme irgendwann zusammenbrechen und die Sozialabgaben immer höher.
Ich bin sehr dankbar, dass wir in einem Land leben, in dem jeder Hilfe bekommt, der sie braucht, aber Faulheit sollte nicht belohnt werden.

Ich verstehe Deinen Ansatz, denke aber, wir können aus der Ferne nicht die Situation einschätzen. Wenn er körperlich sehr hart arbeitet und noch Anfahrtswege hat, ist der Haushalt nicht mal eben locker flockig in der Freizeit gemacht. Da ist ja auch ein älteres Kind, was vielleicht am Abend aufgefangen werden muss, weil Mutter derzeit körperlich und seelisch überfordert. Und wenn sich Töpfe und Pfannen stapeln, macht es auch keinen Sinn das dann 1x am Wochenende abzuarbeiten.

Da gibt es noch ganz andere Löcher, wo Krankenkassengelder versickern, ich sage nur Zahlung von Zuckerkügelchen für Kinder. Ich erinnere mich noch lebhaft an Diskussionen, wo Muttis ihre Pekip- und Babyschwimmkurse von der Krankenkasse erstattet haben wollten. Wenn ich da den Vergleich ziehe, sehe ich die Gelder dringender bei o.g. Familie investiert. Am besten wäre es natürlich, der Mann lässt sich als Haushaltsilfe einstellen und kriegt den Lonausfall erstattet - gab es nicht auch diese Möglichkeit?

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9. Oktober 2017 um 22:14
In Antwort auf 000ashni000

Irgendwie frag ich mich da gerade, warum ich alleinerziehend nach der Geburt des zweiten Kindes, keine Haushaltshilfe hatte...

Ich will mich jetzt nicht über andere Stellen, aber wenn da ein Mann im Hintergrund ist, der psychisch (kein Bock zählt nicht) und physisch in der Lage ist seinen Teil im Haushalt zu erledigen, dann hat er das zu tun.

Liebe TE, ich meine das nicht böse, aber das was ihr da vorhabt ist nicht fair, sondern nimmt jemandem die Hilfe weg, der sie wirklich braucht und es belastet das Sozialsystem. Sei mir nicht böse, aber ich bin auch arbeiten, hole und bringe meine beiden Kinder zur Kita/von der Kita und auch ich habe nen Haushalt, einkaufen muss ich auch und das ohne Auto. Ich lebe noch, und das recht gut. Er wird das schaffen. Wirklich. Fordere das ein. Ziehe Konsequenzen wenn das so bleibt, denn solch ein Verhalten wird nicht besser und Kinder nicht einfacher....

Es geht mir nicht darum die TE anzugreifen wollte ich nochmals sagen. Ich weiß wie sich Depressionen äußern können, der Vater meiner Kinder ist betroffen, und unter anderem deshalb lebe ich alleine mit unseren Kindern...aber....ich finde hier ist der Partner in der Pflicht. Ganz einfach. Frage mich gerade ob es dafür eine Rechtsgrundlage gibt? Es spricht wirklich nichts dagegen das er sich nach seiner Arbeit kümmert....es tut mir sehr leid daß der TE die erste Zeit mit ihrem Baby so vermiest wird. Es ist halt schwierig. Ich gönne ihr die Haushaltshilfe von Herzen, ihm aber nicht denn er ist hier in der Pflicht! 

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9. Oktober 2017 um 22:41

Das ist das was ich meine. 

Langfristigg gesehen ist das Mist. Weil sie dann nach der Beendigung der Bewilligung weiter alleine dasteht mit den Kindern. Und ich weiß aus Erfahrung das das dann ohne Partner leichter ist. Ich empfinde es tatsächlich als Leichter alleinerziehend zu sein, als ständig dieser emotionalen Belastung ausgesetzt zu sein, einen Partner zu haben der nicht für die Familie da ist. Obwohl das bei uns ja so war das er einfach wirklich nicht mehr konnte, das gab ich viel zu spät erkannt. Schwierig. 

Liebe TE, ich will dir da keine Angst machen oder reinreden. Nimm die Haushaltshilfe dankend an, hab kein schlechtes Gewissen, aber parallel dazu sollte in eurer Beziehung was passieren. Ich hab das Thema Depression ja wie gesagt andersrum erlebt. Dem Druck den ich unbewusst gegenüber meinem danakugen langjährigen Partner aufgebaut hab, war er nicht gewachsen, und offenbar baut dein Mann ähnlichen Druck auf. Er setzt vorraus das du das zu schaffen hast. Du schaffst es aber nicht und er nimmt lieber die Haushaltshilfe, als dir zu helfen. Das ist nicht gut. Denn wenn die weg ist bist du wieder allein, und Depressionen können ganz böse enden. Der Papa meiner Söhne war zwischenzeitlich sogar stationär in Behandlung, nun geht es endlich aufwärts. Lass es nicht so weit kommen. Kannst du mit ihm darüber reden? Das du dauerhaft mehr Unterstützung brauchst, mit zwei Kindern? Wie steht er generell zur Aufgabenverteilung innerhalb eurer Familie? Das ganze muss ja langfristig für alle Funktionen....

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9. Oktober 2017 um 22:48

Ich verstehe Dich und sehr das genauso. De facto wird die TE als geschwächte Wöchnerin derzeit nicht in der Lage sein, ihrem Mann ordentlich Beine zu machen. Ergo wird die Hausarbeit eh zusätzlich an ihr hängen bleiben, bei ihren gesundheitlichen Problemen und vorab etwaiger Rückbildung, da können wir hier lamentieren so viel wir wollen.
Ich kenne die Gesetze nicht im Detail, aber war es nicht sogar so, dass die Haushaltshilfenregelung auch in weniger kritischen Fällen, einfach nur wenn ein der haushaltsführende Elternteil ausfällt, greift? War hier nicht mal ein Thread, in welchem jeder frischgebackenen Mutter geraten wurde, ihren Anspruch auf diese Hilfe durchzusetzen? DAS finde ich Abzocke. Sich im hier beschriebenen Fall über die Situation der TE so auszulassen daher ein wenig übertrieben.

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9. Oktober 2017 um 23:13

Jede einigermaßen emanzipierte Frau weint bei deinem Kommentar. „es gibt halt Männer die so sind“ ist doch keine Ausrede, sondern ein Rollenverständnis.

Ich kann absolut verstehen, dass der verdienender Teil des Elternpaares nicht mehr viel im Haushalt macht. Aber wir sprechen hier doch von einer Ausnahmesitution: die Frau ist im Wochenbett. Der Mann wird doch mal 8 Wochen seinen Arsch hochkriegen können anstelle stundenlang seine Eier zu schaukeln. Er ist 10 Stunden weg? Er schläft 8 Stunden? Dann bleiben bei 2 Stunden Haushalt und 3 Stunden Kinderbespaßund immer noch 1 Stunde Freizeit. Viele Frauen wären froh, wenn sie so viel Zeit hätten. 

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10. Oktober 2017 um 8:32

Nein, das ist ein technischer Fehler. Alle unangemeldet schreibenden sind unter "Anonym" zusammengefasst.

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10. Oktober 2017 um 8:39

penis schafft freizeit! geiler spruch!

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10. Oktober 2017 um 14:59

Ob sie sich trennt oder nicht, steht hier nicht zur Debatte....darum geht es nicht. Das ganze ist aber ein klassisches Problem in einer Partnerschaft. Und die Problemlösung kann nicht sein, das Problem outzusourcen, solche Probleme löst man eigentlich selbst. Indem man dem Partner die eigenen Erwartungen mitteilt, Bedürfnisse artikuliert und Hilfe einfordert. Je nach Erfolg führt das zur Verbesserung oder eben nicht, dann ist es eben langfristig nicht der richtige Partner. Das Problem ist nicht erledigt nur weil mal kurzzeitig jemand im Haushalt hilft. Die TE tut mir leid, und ich verurteile sie nicht....dennoch ist es faktisch nicht richtig hier eine Haushaltshilfe zu gewähren. Schon alleine weil es die Lösung des wahren Problems, nämlich das der Partner seine Aufgaben/Verantwortung nicht wahrnimmt nicht löst. Das einzige was die Haushaltshilfe rechtfertigt, ist die Depression. Aber, auch da gilt.... eigentlich ist die TE in einer Partnerschaft und kann dort Hilfe einfordern. Sollte er dazu, zum helfen, tatsächlich nicht in der Lage sein, sieht das anders aus. Und das sollte man amtsärztlich prüfen, meine Meinung. Nicht vom Hausarzt den man kennt und der einem wohlgesonnen ist....das man da alle erforderlichen Zettel bekommt ist klar. Aber davon daß er nicht kann war hier auch seitens der TE nicht die Rede, lediglich das er arbeiten geht. Das tun aber eben andere auch. Man muss da leider einfach zwischen Sachlage und "Herzenslage" unterscheiden. Mein Herz gönnt ihr die Hilfe, die Sachlage wirft aber eben auch ein anderes Licht auf die Sache. Es geht nicht darum jetzt die Haushaltshilfe abzulehnen, ich glaube ihr, das sie die braucht, aber ich hoffe sie zieht ihre Schlüsse daraus, was das auf ihren Partner für ein Licht wirft....

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10. Oktober 2017 um 16:09

Ich finde deine Solidarität klasse, schnuckweide!

So sollte es unter Frauen öfter sein!

@alle, die die TE kritisieren:
Wir kennen sie doch gar nicht näher, also bitte keine Vorwürfe. Die braucht sie jetzz nicht. 

Auch ich würde meine Hilfe anbieten, wohne auch in Ba-Wü. 

Wenn die TE meine Tochter wäre, würde ich natürlich die 500 km fahren und ihr helfen, notfalls nähme ich dazu Urlaub. 

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10. Oktober 2017 um 19:27

Oh mann...
Ich glaube, so einige hier sollten sich mal mit dem Thema Depressionen auseinander setzen, bevor sie in so einem Thread kommentieren...
JETZT zu sagen, tritt deinem Mann in den Hintern, reiss dich zusammen, das ist "Betrug" an der Solidargemeinschaft  - das ist echt daneben.

Depression ist dadurch gekennzeichnet, dass man eben mit allem überfordert ist, ständig müde, kaputt, ausgelaugt, zu nichts in der Lage. In dem Zustand zwei Kinder zu versorgen ist - je nach Ausprägung der Depression - schon schwer machbar bis unmöglich. Dazu dann noch die Lebensumstellung (2. Kind), das Gefühl vom Partner im Stich gelassen zu werden, das Gefühl als Mutter und Frau zu versagen.

Dann sucht man sich Hilfe, bekommt eine Haushaltshilfe, hat ein schlechtes Gewissen deswegen, fragt in einem Forum nochmal nach - und wird prompt nieder gemacht. Helden hier, echt. Empathie sieht anders aus...  (nicht bei allen, natürlich)

An die TE: Nutze jede Hilfe, die du bekommen kannst, um dich in den nächsten Wochen akut zu entlasten und für deine Kinder da sein zu können. Wenn es dir nicht gut, leiden über kurz oder lang nämlich auch deine Kinder.
Ich halte es derzeit für schlicht kaum möglich, unter den gegebenen Umständen den Konflikt mit deinem Mann "auf die Schnelle" zu lösen. Nichtsdestotrotz wirst du das Thema angehen müssen, denn was das gerade passiert ist auch ne enorme Verletzung - er lässt dich im Stich.
Versuche es in kleinen Schritten anzugehen. Eine Haushaltshilfe verschafft dir kurzfristig etwas Luft, um wieder klar denken zu können. Nutze die Zeit um dir zu überlegen, wie es weiter gehen soll: brauchst du therapeutische Unterstützung zwecks der Depressionen? Dann kümmer dich jetzt, es gibt lange Wartezeiten. Nimmst du Medikamente? Wenn Nein, such dir einen Facharzt und lass dich mal beraten, ob das zur Bewältigung des Alltags vorübergehend (und begleitend zur PT, nicht stattdessen!!) sinnvoll wäre.
Telefonieren und Termine ausmachen geht recht schnell!
Überprüfe deine Ansprüche bezüglich Haushalt: Wo kannst du Zeit einsparen, wenn die Hilfe wieder weg ist? Gibt es die Möglichkeit anderweitig entlastet zu werden (Grosseltern?)
Und überlege dir, wie du mit dem Verhalten deines Mannes umgehst. Willst du das einfach so stehen lassen? Dulden dass er dich nicht unterstützt, wenn du ihn brauchst? Was erwartest du von ihm und warum? Wenn du für dich in dem Punkt klarer bist und deinen Standpunkt gefunden hast, wirst du ihn deinem Mann gegenüber auch leichter vertreten können.

Wichtig ist, es anzugehen. Nicht gleich alles auf einmal, aber langsam und kontinuierlich und mit der nötigen Unterstützung.

Ich wünsche dir viel Kraft dafür!!!

Tiri


 

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10. Oktober 2017 um 19:45

Öhm - da steht:
" so einige sollten"   und "nicht bei allen, natürlich"

Ich denke es wird schon klar welche Aussagen gemeint sind...

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10. Oktober 2017 um 19:49
In Antwort auf tirima

Öhm - da steht:
" so einige sollten"   und "nicht bei allen, natürlich"

Ich denke es wird schon klar welche Aussagen gemeint sind...

Ähm...
Steht mein Post vielleicht unter deiner Antwort? Das soll nicht sein, der war eigentlich als allgemeine Antwort gedacht!
Sorry, das seh ich hier in der Mobilversion nicht richtig.

Tiri

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10. Oktober 2017 um 20:21
In Antwort auf tirima

Oh mann...
Ich glaube, so einige hier sollten sich mal mit dem Thema Depressionen auseinander setzen, bevor sie in so einem Thread kommentieren...
JETZT zu sagen, tritt deinem Mann in den Hintern, reiss dich zusammen, das ist "Betrug" an der Solidargemeinschaft  - das ist echt daneben.

Depression ist dadurch gekennzeichnet, dass man eben mit allem überfordert ist, ständig müde, kaputt, ausgelaugt, zu nichts in der Lage. In dem Zustand zwei Kinder zu versorgen ist - je nach Ausprägung der Depression - schon schwer machbar bis unmöglich. Dazu dann noch die Lebensumstellung (2. Kind), das Gefühl vom Partner im Stich gelassen zu werden, das Gefühl als Mutter und Frau zu versagen.

Dann sucht man sich Hilfe, bekommt eine Haushaltshilfe, hat ein schlechtes Gewissen deswegen, fragt in einem Forum nochmal nach - und wird prompt nieder gemacht. Helden hier, echt. Empathie sieht anders aus...  (nicht bei allen, natürlich)

An die TE: Nutze jede Hilfe, die du bekommen kannst, um dich in den nächsten Wochen akut zu entlasten und für deine Kinder da sein zu können. Wenn es dir nicht gut, leiden über kurz oder lang nämlich auch deine Kinder.
Ich halte es derzeit für schlicht kaum möglich, unter den gegebenen Umständen den Konflikt mit deinem Mann "auf die Schnelle" zu lösen. Nichtsdestotrotz wirst du das Thema angehen müssen, denn was das gerade passiert ist auch ne enorme Verletzung - er lässt dich im Stich.
Versuche es in kleinen Schritten anzugehen. Eine Haushaltshilfe verschafft dir kurzfristig etwas Luft, um wieder klar denken zu können. Nutze die Zeit um dir zu überlegen, wie es weiter gehen soll: brauchst du therapeutische Unterstützung zwecks der Depressionen? Dann kümmer dich jetzt, es gibt lange Wartezeiten. Nimmst du Medikamente? Wenn Nein, such dir einen Facharzt und lass dich mal beraten, ob das zur Bewältigung des Alltags vorübergehend (und begleitend zur PT, nicht stattdessen!!) sinnvoll wäre.
Telefonieren und Termine ausmachen geht recht schnell!
Überprüfe deine Ansprüche bezüglich Haushalt: Wo kannst du Zeit einsparen, wenn die Hilfe wieder weg ist? Gibt es die Möglichkeit anderweitig entlastet zu werden (Grosseltern?)
Und überlege dir, wie du mit dem Verhalten deines Mannes umgehst. Willst du das einfach so stehen lassen? Dulden dass er dich nicht unterstützt, wenn du ihn brauchst? Was erwartest du von ihm und warum? Wenn du für dich in dem Punkt klarer bist und deinen Standpunkt gefunden hast, wirst du ihn deinem Mann gegenüber auch leichter vertreten können.

Wichtig ist, es anzugehen. Nicht gleich alles auf einmal, aber langsam und kontinuierlich und mit der nötigen Unterstützung.

Ich wünsche dir viel Kraft dafür!!!

Tiri


 

Danke, genau das dachte ich die ganze Zeit.

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11. Oktober 2017 um 1:31

Weisst du. 
Ich hatte 3 Kaiserschnitte.  Nach dem 3.Kaiserschnitt ging es mir extrem schlecht, psychisch und auch körperlich. 
Mir ging es echt so extrem kacke. Ich habe unendlich viel geweint und gelitten (Kaiserschnitt ohne dass die spinale gewirkt hat).

Und ich hatte keine Haushaltshilfe, ich hatte einen Mann, der morgens um 6 aus dem Haus ging und abends gegen 18/19Uhr heim kam.
Klar sah es bei uns nicht superrein aus, aber das war uns egal. 

Ich habe damals einfach angefangen langsam Schritt für Schritt mich aufhören zu bemitleiden und immer zwischendurch etwas gemacht. Am Wochenende haben mein Mann und ich gemeinsam eine Grundreinigung durchgenommen und unter der Woche musste ich so nur 20min etwas machen. Es muss nicht täglich gewischt werden, kurz saugen und gut ist. Das Kochen war bei mir meine Auszeit, daher war es kein problem für mich, Aber es gibt so viele Gerichte, die gut und schnell gemacht sind. Das Geschirr wäscht sich in der Maschine von alleine, das reinstellen geht schnell. 
Versuch einfach jeden Tag eine Kleinigkeit zu erledigen, so bekommst du wieder die Routine und hast den Kopf frei für anderes.

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11. Oktober 2017 um 10:04

Typisch gofem....da ist ne Mutter psychisch gerade am Ende als auch körperlich und bekommt nun Hilfe von der KK und hier regen sich die Frauen auf.
Klar kann und sollte der Mann mehr machen, aber sie steht da dennoch gerade alleine und kann nicht mehr.
Lieber ne Haushaltshilfe als dass sie nicht mehr weiter weiß und die Kinder nur noch anschreit oder in der Klinik landet. Dann schreien nämlich alle wieso sie keine Hilfe in Anspruch genommen hat um das zu verhindern.
Ich denke wenn da jemand sie mal entlastet, ist da auch wieder Land in Sicht.
Verstehe nicht wieso man auf ihr rumhackt.

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9. Oktober 2017 um 20:05
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