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Hey at all!Also ich habe hier ein paar Informationen für euch zwecks Namenwahl islamischer Namen

15. August 2007 um 2:01

Namensgebung im Islam

Im Islam spielt die Bedeutung des Vornamens eine große Rolle. Ein Name begleitet einen Menschen sein ganzes Leben. In gewisser Weise prägt ein Name auch die Person, die ihn trägt. Der Gesandte Allahs (s.a.w.s.) hat gesagt: "Das Recht des Kindes gegenüber seinem Vater ist, dass es einen schönen Namen bekommt, dass ihm das Lesen und Schreiben, das Schwimmen und das (Pfeil-)Schießen beigebracht wird, dass es nur von Reinem (Erlaubtem/ Halal) ernährt wird und dass es verheiratet wird, wenn es erwachsen ist." (Hakim aus Mukhtar al-Ahadith An-Nabawijja)
Die Eltern eines Neugeborenen müssen sich daher reiflich überlegen, welchen Vornamen sie dem neuen Erdenbürger geben werden. Der Name soll die Persönlichkeit nicht erniedrigen bzw. er soll nicht peinlich sein und die Person nicht in Verlegenheit bringen. Der Prophet Muhammed (s.a.w.s.) selbst gab einigen Personen um sich andere Namen, da sie eine bessere und schönere Bedeutung hatten als die bisherigen. Eine sehr berühmte Persönlichkeit, nämlich der 1. Khalif - bekannt unter seinem Beinamen Abu Bakr As Siddiq, bekam von seinen Eltern den Namen "Abdul Al-Ka'ba", was "Diener der Al-Ka'ba" bedeutet. Der Prophet änderte ihn in "Abdullah" (= Diener Allahs), da es sich bei seinem alten Namen um einen heidnischen Namen handelte. Auch Zainab hieß nicht immer so. Abu Huraira (r.a.) berichtete: "Zainab hieß zuerst Barra, d.h. diejenige, die das Gute oft macht. Es wurde gesagt, sie lobte sich selbst. Daher nannte sie der Gesandte Allahs Zainab." (Sahih Muslim)
Deshalb gibt es im Islam einige Namen, die überhaupt verboten sind (haram) und einige, die unerwünscht sind (makruh). Dazu etwas später.
Das oben erwähnte gilt ebenso für jemanden, der zum Islam konvertiert. Es ist nicht unbedingt Pflicht, seinen bisherigen zu wechseln, wenn man nicht einen - ich sage mal - "typischen" christlichen oder jüdischen Namen hat. (wie etwa Christina, Christian, Ariel, Heiligennamen, Namen aus der griechischen Götterwelt und Mythologie)
Es ist aber empfehlenswert, da mit der Konversion ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Man entsagt mit der Schahadah (dem islamischen Glaubensbekenntnis) jeglichem Schirk (Götzenanbetung).

Wann soll man dem Neugeborenen einen Namen geben?
Es existieren einige Hadithe zu diesem Thema.
Anas Ibn Malik (r.a.) berichtete: "Der Gesandte Allahs (s.a.w.s.) sagte: "Ein Junge ist mir heute Nacht geboren worden und ich gab ihm den Namen von meinem Vater Ibrahim." (Sahih Muslim)
"Jedes Kind ist wie ein Pfand an seine Aqiqah gebunden, welche am siebten Tag seines Lebens für ihn/sie geopfert wird, und es bekommt an diesem Tag seinen Namen und an diesem Tag wird sein Kopf rasiert." (sahih)
Aus diesen zwei Hadithen geht hervor, dass man dem Neugeborenen am 7. Tag einen Namen gibt. Aber es ist auch erlaubt dies schon früher zu machen, also am ersten Tag, wie es der Prophet Muhammed (s.a.w.s) bei seinem Sohn Ibrahim selbst getan hat.

Wer soll den Namen aussuchen?
Es ist das Recht des Vaters, sich einen Namen auszusuchen und ihn dem Kind zu geben. Dies wird damit begründet, dass das Kind dem Vater zugeschrie ben wird, seinen Nachnamen erhält und mit der väterlichen Linie verwandt wird.
Aber es ist erwünscht (mustahabb), dass der Vater die Mutter des Kindes in diese Entscheidung mit einbindet. Es ist ebenfalls erlaubt, dass die Großeltern oder eine andere Person einen Namen aussuchen, sofern dieser mit dem Islam und der Sunnah konform geht.
Der Prophet Muhammed (s.a.w.s) änderte nicht nur unpassende Namen von Konvertiten, sondern gab auch Neugeborenen einen Namen. So wählte er beispielsweise für den neugeborenen Sohn von Abu Talha den Namen Abdullah. Auch die Enkelkinder von dem Prophet Muhammed (s.a.w.s.), Al Hassan und Al Hussain erhielten ihren Namen von ihm (s.a.w.s).

Erwünschte Namen
Es gibt natürlich einige Namen, deren Bedeutung besonderes schön ist, weshalb man sie bevorzug geben sollte. Erwünschte (mustahabb) Namen können aber auch jene sein, die von hervorragenden Persönlichkeiten getragen wurden.

Der Diener Allahs (s.w.t.)
An erste Stelle stehen Namen, die die Knechtschaft zu Allah (s.w.t.) beinhalten. Es handelt sich dabei um zusammengesetzte Namen, die wie folgt gebildet werden: Das erste Wort ist "Abd" (Knecht, Diener), gefolgt von einem der 99 Namen (Eigenschaft) Allahs (s.w.t.).
Einige Beispiele:
Abd + Allah ergibt Abdullah, der Diener Allahs (man verbindet die beiden Wörter grammatikalisch richtig miteinander).
Abd + Al Rahman ergibt Abdalrahman, der Diener des Allerbarmers
Abd + Al Dschabbar ergibt Abdaldschabbar, der Diener des Unterwerfers
Es ist unerwünscht (makruh), einen Namen mit einer Eigenschaft Allahs zu verwenden, ohne das Wort "Abd" hinzuzufügen. Einige Beispiele: "Karim" (großmütig) oder "Latif" (wohlwollend, scharfsinnig).

Namen der Gesandten & Propheten
An zweiter Stelle der bevorzugten Namen stehen die Namen von Gesandten und Propheten. Es gab sehr viele Gesandte und Propheten, doch nur 25 sind namentlich im Qur'an erwähnt. Unter diesen gibt es auch wiederum ausdrücklich bevorzuge, da es sich um jene Gesandten handelt, die bei Allah (s.w.t.) einen besonderen Rang einnehmen. Sie zeichnen sich durch ihren besonders starken Willen aus: es sind die Gesandten Muhammed (s.a.w.s.), Ibrahim/Abraham (a.s.), Musa/Moses (a.s.), Isa/Jesus (a.s.) und Nuh/Noah (a.s.).

Namen von rechtschaffenen Dienern Allahs (s.w.t.)
An dritter Stelle befinden sich die Namen der Sahabah (die Gefährten des Prophet Muhammed (s.a.w.s.)), gefolgt von den Märtyrern und Gelehrten. Hier spielt die Bedeutung der Namen eine nicht so große Rolle. Im Vordergrund stehen die außergewöhnlichen Persönlichkeiten der oben genannten Personen.
Einige Beispiele: Anas, Omar, Bilal, Hamza

Namen mit schöner Bedeutung
An vierter und letzter Stelle der erwünschten Namen stehen jene, die eine schöne und angenehme Bedeutung haben, die auch leicht zum Aussprechen sind.
Einige Beispiele: Suad, Khalid

Verbotene Namen (haram)
Knechtschaft zu jemand anderem als Allah (s.w.t.)
Jemand anderen als Allah (s.w.t.) zu dienen und zu verehren ist im Islam verboten. Namen, die eine Knechtschaft beispielsweise zu einem Propheten, König, Götzen, Engel, Gebilde oder Gestirn ausdrücken sind somit nicht erlaubt und absolut zu vermeiden.
Einiger Beispiele: Abdalrasul (Diener des Propheten), Abdalamir (Diener des Prinzen), Abdalhusain (Diener von Al husain) oder Abdalhadschar (Diener des Steines).

Namen, die nur Allah (s.w.t.) zustehen
Die bereits oben erwähnten 99 Namen von Allah, die eine bestimmte Eigenschaft im Superlativen (höchste Steigerungsform eines Adjektivs) beschreiben, gebühren nur Allah (s.w.t.) alleine.
"Und es gibt niemanden, der Ihm gleicht." (Sure 112, Aijah 4)
"(Er ist der) Herr der Himmel und der Erde und all dessen, was zwischen beiden liegt. So diene Ihm, und sei beharrlich in Seinem Dienst. Kennst du etwa einen, der Ihm gleich wäre?" (Sure 19, Aijah 65)
Namen, die nur aus dem zweiten Wort der oben erwähnten wünschenswerten Namen besteht, ist somit nicht erlaubt.
Einige Beispiele: Al Aziz (der Erhabene), Al Hakim (der Allweise), Al Raschid (der auf dem geraden Weg führt)
Abu Huraira (r.a.) berichtete, dass der Prophet (s.a.w.s.) sagte: "Der unverschämteste Name aller Namen bei Allah am Tage des Jüngsten Gerichts ist der Name eines Menschen, der sich (im Diesseits) König der Könige (Malik-ul-Mulk) nannte."
Ibn Abu Schaiba fügte in seiner Überlieferung hinzu, dass der Prophet weitersagte: "Es gibt keinen König außer Allah; Allmächtig und Hocherhaben sei Er." (Sahih Muslim)

Namen der Kafir
Jene Namen, die weder arabischen noch islamischen Ursprungs und typische Namen von Nichtmuslimen sind, sind im Islam nicht erlaubt. Jegliche Imitation und Nachahmung von Nichtmuslimen ist untersagt, die betrifft auch die Namensgebung.
Gleiches gilt für Namen von Idolen und falschen Götzen.
Einige Beispiele: Georg, Hans, Jimmy, Michael.

Unerwünschte Namen (makruh)
Hier einige Beispiele für unerwünschte Namen
- Namen von unmoralischen Personen (Sänger, Schauspieler)
- Namen von Tieren
- Namen, die eine Sünde oder andere schlechte Sache vermittelt (Dieb, Falschmacher, Besserwisser)
- Hässliche und unangenehme Namen, die vielleicht andere dazu provozieren, sich über den Träger dieses Namens lustig zu machen (Krieg, Sommerhitze)
- Engelsnamen
- Namen von Qur'ansuren, die bloß aus einer Buchstabenkombination bestehen. Die Name der Suren "Taha" und "Yasin" sind bloße "Huruf Al Muqatta'ah", Buchstaben mit rätselhafter Bedeutung, die nur Allah (s.w.t.) kennt. Eine Interpretation wäre reine Spekulation und nicht erlaubt. Da deren Bedeutung zu den verborgenen Sachen zu zählen ist, sollen sie nicht als Namen genommen werden.
- Namen, die das Wort "Din" (Religion) oder "Islam" beinhalten. Die Gefahr einer möglichen Überheblichkeit ist ein Grund, warum man solche Namen vermeiden sollte. Dem Träger dieses Namens wird dadurch ein hoher Status verliehen, den er womöglich gar nicht verdient.
Einige Beispiele: Nur-Al Din (das Licht der Religion), Schams-Al Din (die Sonne der Religion), Saif-Al Islam (das Schwert des Islam).



Mag. Dschihad Steininger


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15. August 2007 um 2:12

So ich jetzt wieder
Ich frage mich gerade ,da es ja nach dieser namensgebung verboten ist ein Mädchen Karima zu nennen da es ja die weibliche Form von Karim ist,warum nennen dann so viele islamische Familien ihre Kinder Karima oder Karim oder Latifa?
Was würdet ihr tun,also welchen Namen würdet ihr wählen wenn ihr nach diesem Muster geht?

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15. August 2007 um 2:15
In Antwort auf muadha

So ich jetzt wieder
Ich frage mich gerade ,da es ja nach dieser namensgebung verboten ist ein Mädchen Karima zu nennen da es ja die weibliche Form von Karim ist,warum nennen dann so viele islamische Familien ihre Kinder Karima oder Karim oder Latifa?
Was würdet ihr tun,also welchen Namen würdet ihr wählen wenn ihr nach diesem Muster geht?

Würdet ihr...
...euer Mädchen so nennen..Amatulkarim Dienerin des Edelmütigen, Wohltätigen.???

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