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Hilfe...er versteht kein NEIN und ich bin nur hinter ihm her

16. August 2010 um 18:52

Hallo Mädels!
Mein Sohn ist jetzt genau 13 Monate. Seit dem er sich überall hochzieht, ist es natürlich anstrengender klar....Laufen kann er noch nicht. Im Moment ist es aber extrem anstrengend, denn er versteht einfach kein NEIN. Er wirft Sachen aus dem Hochstuhl, geht an Sachen ran, wo er nicht ran soll. Manchmal werde ich auch lauter, aber er macht es dann irgendwie trotzdem oder rupft sich vor Wut an den Haaren.
Außerdem oder deswegen bin den ganzen Tag nur hinter ihm her, da ich Angst habe, dass er sich irgendwo ranstößt oder sonst was. Er beschäftigt sich auch nicht allein Wenn ich ihn in sein Zimmer setzte, krabbelt er prompt wieder raus.
Habe keine Zeit mich mal fertig zu machen, geschweige denn zu kochen oder den Haushalt zu machen, erst wenn er schläft.
Mein Rücken leidet, weil er andauernd auf den Schoß und an die Türklinken, Lichtschlater usw will. Wenn ich ihn nicht nehme, bekommt er nen Tobsuchtsanfall
Wie lernt er das NEIN? Letzlich muss es den Kleinen doch jetzt beigebracht werden, was sie dürfen und nicht?
Wie macht ihr das? Lässt ihr eure Mäuse alleine "Unfug mache", bin ich eine Übermutti? Ach Mädels, erzählt mal, wie das bei euch so zuhause abgeht
PS: Wir sind deswegen sehr oft draußen
LG von Ilkay

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16. August 2010 um 19:14

Ach Süße
ich kann mir gut vorstellen, dass diese Zeit total anstrengend ist! Musste aber über die Türklinken total lachen, weil Milo auch immer da dran wird, nur dass er mir auch irgendwann zu schwer wird auf den Arm, aber WEHE ICH SETZE IHN DANN AB, dann wird er richtig wütend
Im Grunde sind Kleinkinder wie kleine Hunde: Man muss direkt mit ihnen "schimpfen", genau dann, wenn es passiert und sie immer wieder da wegnehmen, sonst verstehen sie es nicht. Gleichzeitig befinden sie sich in einem Alter, wo sie durchaus nun auch ihre Grenzen testen: Wie reagiert Mama, wenn ich es trotzdem mache. Dann wiederum überwiegt manchmal auch die Neugierde an der Sache selbst...es ist einfach zu spannend, zB die Blumenerde aus dem Topf zu holen...scheiß auf das "Nein"

Teilweise kann es dann einfach auch so aussehen:
Er geht irgendwo dran
ich nehme ihn weg
ablenken mit was anderem

Er geht irgendwo dran
ich nehme ihn weg
ablenken mit was anderem

Er geht irgendwo dran
ich nehme ihn weg
ablenken mit was anderem

Und so weiter...

Witzigerweise beschäftigt sich Milo immer dann total gut alleine, wenn ich gerade zu Hause am wuseln bin...wenn ich von A nach B renne, um irgendwas zu putzen, er ist es dann irgendwann leid, mir ständig hinterher zu krabbeln und fängt an, alleine zu spielen. Wenn ich mich morgens vor der Arbeit fertig mache, sitzt er oft dabei mit im Bad und ich drücke ihm zB ne Packung OBs in die Hand. Die schüttet er dann aus und räumt sie wieder in die Packung. In der Zeit kann ich mich schminken oder die Haare föhnen. Oder ich lasse ihn ausnahmsweise meine Handtasche ausräumen. Diese Dinge darf er aber nur morgens, damit die Sache an sich spannend bleibt. Das Gleiche gilt, wenn ich koche. Nur dann gebe ich ihm eine riesige Schüssel mit Plastikdeckeln, die er ein- und ausräumen darf oder drücke ihm einen Topf und einen Kochlöffel in die Hand.

Es gibt durchaus Dinge, die er NIE darf, wie zB auf den Wohnzimmertisch klettern oder an der Stereoanlage rumfummeln. Egal, wie beschäftigt ich gerade bin, da wird er sofort weggenommen mit einem strengen "Nein", andererseits lasse ich ihn oft auch mal Dumfug machen, HAUPTSACHE er beschäftigt sich Ich glaube, jede Mutter wird in der Hinsicht etwas toleranter und lässt Dinge durchgehen, die sie sich vorher nie hätte erträumen lassen (oder wo ich bei anderen Eltern VOR meiner Schwangerschaft innerlich die Augen gerollt hätte).

Und ganz ehrlich: Wenn gerade gar nix mehr anderes geht und ich aber vor 3 kochenden Töpfen stehe, dann setze ich ihn in den Hochstuhl und drücke ihm ne Maiswaffel in die Hand. Auch ne Art von Beschäftigung...

Und auch wenn hier gleich einige Mütter mit Jugendamt drohen und den erhobenen Zeigefinger auspacken: Ich habe auch schon in totalen Endstufen-Situationen mein Kind kurz in den Hochstuhl gesetzt, den Kinderkanal eingeschaltet, weil mein Sohn eine Minute vorher ne riesige Schüssel Wasser umgekippt hat und ich jetzt einfach 5 Minuten brauchte, um die Sauerei in dem Moment wegwischen zu können, ohne dass er auch noch in der Pfütze rummatscht.

Und ich lasse ihn auch, wenn gar nix mehr hilft, ich aber im Haushalt routiere, auch mal mit dem begehrten Handy, Schlüssel oder Fernbedienung spielen, dann ist nämlich auch kurz Ruhe.

Ansonsten wären wir nämlich auch nur draußen

Süße...immer tief durchatmen, Du machst das schon alles richtig

Drück Dich,
Sandra

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16. August 2010 um 19:22

Hach ja...
...die lieben Kleinen. Unserer war in dem Alter auch so ein Prachtexemplar Gebockt wie ein Großer wegen Kleinigkeiten. Tja...was kann man da machen? Also wir waren da einfach konsequent und haben ihn von Dingen die er nicht machen durfte einfach immer und immer wieder weggenommen und eben auch "Nein" gesagt. Sicher, geschrien hat er da ganz schön. Ich finde die Kleinen müssen da durch und somit eben die Grenzen erleben. Das ist für beiden Seiten nicht ganz einfach - es muss aber sein. Und du wirst sehen, mit der Zeit wird seine Wut weniger und er lernt ganz langsam, Dinge auch mal ohne Gebrüll akzeptieren zu können.

Unser Kleiner ist gerade 2 geworden und bei uns zeichnen sich langsam echt gute Erfolge durch. Er bockt draußen z.B. nicht mehr, wenn wir in ne anderer Richtung laufen wie er eigentlich möchte. Nur so als Beispiel.
Wenn du eine Sache die er macht nicht möchtest, musst du dich durchsetzen. Du hattest das Beispiel mit den Lichtschaltern angesprochen...das kann ich nachvollziehen, unser Kleiner soll da auch nicht ran. Das heißt dann wie ich vorhin schon sagte, Stellung beziehen und ihn immer wieder wegsetzen.
Hach ja...das hört sich immer alles so leicht an, ich weiß. Aber glaub mir, es wird besser und er wird sich mit den Verboten arrangieren.

Alles Liebe und viel Geduld,
Bubu

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16. August 2010 um 19:34

Kurzes..
..shaking hands

Ich handle ja nun auch nach Aktion - Reaktion auch wenn er dabei echt die Schallmauer durchbricht. Aber ich denke die Zeit wird es uns danken konsequent zu sein.


Drück dich. Ich hab fast den Anschein jedes Kind macht diese Ekelphase durch.....

JULIA

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16. August 2010 um 19:53
In Antwort auf loreto_12740097

Ach Süße
ich kann mir gut vorstellen, dass diese Zeit total anstrengend ist! Musste aber über die Türklinken total lachen, weil Milo auch immer da dran wird, nur dass er mir auch irgendwann zu schwer wird auf den Arm, aber WEHE ICH SETZE IHN DANN AB, dann wird er richtig wütend
Im Grunde sind Kleinkinder wie kleine Hunde: Man muss direkt mit ihnen "schimpfen", genau dann, wenn es passiert und sie immer wieder da wegnehmen, sonst verstehen sie es nicht. Gleichzeitig befinden sie sich in einem Alter, wo sie durchaus nun auch ihre Grenzen testen: Wie reagiert Mama, wenn ich es trotzdem mache. Dann wiederum überwiegt manchmal auch die Neugierde an der Sache selbst...es ist einfach zu spannend, zB die Blumenerde aus dem Topf zu holen...scheiß auf das "Nein"

Teilweise kann es dann einfach auch so aussehen:
Er geht irgendwo dran
ich nehme ihn weg
ablenken mit was anderem

Er geht irgendwo dran
ich nehme ihn weg
ablenken mit was anderem

Er geht irgendwo dran
ich nehme ihn weg
ablenken mit was anderem

Und so weiter...

Witzigerweise beschäftigt sich Milo immer dann total gut alleine, wenn ich gerade zu Hause am wuseln bin...wenn ich von A nach B renne, um irgendwas zu putzen, er ist es dann irgendwann leid, mir ständig hinterher zu krabbeln und fängt an, alleine zu spielen. Wenn ich mich morgens vor der Arbeit fertig mache, sitzt er oft dabei mit im Bad und ich drücke ihm zB ne Packung OBs in die Hand. Die schüttet er dann aus und räumt sie wieder in die Packung. In der Zeit kann ich mich schminken oder die Haare föhnen. Oder ich lasse ihn ausnahmsweise meine Handtasche ausräumen. Diese Dinge darf er aber nur morgens, damit die Sache an sich spannend bleibt. Das Gleiche gilt, wenn ich koche. Nur dann gebe ich ihm eine riesige Schüssel mit Plastikdeckeln, die er ein- und ausräumen darf oder drücke ihm einen Topf und einen Kochlöffel in die Hand.

Es gibt durchaus Dinge, die er NIE darf, wie zB auf den Wohnzimmertisch klettern oder an der Stereoanlage rumfummeln. Egal, wie beschäftigt ich gerade bin, da wird er sofort weggenommen mit einem strengen "Nein", andererseits lasse ich ihn oft auch mal Dumfug machen, HAUPTSACHE er beschäftigt sich Ich glaube, jede Mutter wird in der Hinsicht etwas toleranter und lässt Dinge durchgehen, die sie sich vorher nie hätte erträumen lassen (oder wo ich bei anderen Eltern VOR meiner Schwangerschaft innerlich die Augen gerollt hätte).

Und ganz ehrlich: Wenn gerade gar nix mehr anderes geht und ich aber vor 3 kochenden Töpfen stehe, dann setze ich ihn in den Hochstuhl und drücke ihm ne Maiswaffel in die Hand. Auch ne Art von Beschäftigung...

Und auch wenn hier gleich einige Mütter mit Jugendamt drohen und den erhobenen Zeigefinger auspacken: Ich habe auch schon in totalen Endstufen-Situationen mein Kind kurz in den Hochstuhl gesetzt, den Kinderkanal eingeschaltet, weil mein Sohn eine Minute vorher ne riesige Schüssel Wasser umgekippt hat und ich jetzt einfach 5 Minuten brauchte, um die Sauerei in dem Moment wegwischen zu können, ohne dass er auch noch in der Pfütze rummatscht.

Und ich lasse ihn auch, wenn gar nix mehr hilft, ich aber im Haushalt routiere, auch mal mit dem begehrten Handy, Schlüssel oder Fernbedienung spielen, dann ist nämlich auch kurz Ruhe.

Ansonsten wären wir nämlich auch nur draußen

Süße...immer tief durchatmen, Du machst das schon alles richtig

Drück Dich,
Sandra

Sandra
danke für deinen langen post
ich bewundere den kleinen milo, dass er sich so lange mit ner packung OBs beschäftigen kann neee, das problem bei meinem ist wirklich, dass tupperschüsseln und löffeln nach gefühlten 2min uninteressant sind, dann öffnet er den vorratsschrank und die sojasoße und die ölpullen runterwerfen naja, werde ihn wohl echt so lange da weg nehmen, und ablenke müssen, bis er es kapiert hat oder soll man das eher mit kindersicherungen absichern, dass er es erst garnicht aufbekommt. ach ich weiß net. solche frage stelle ich mir eben. verbieten und wegnehmen oder erst garnicht dazu kommen lassen
ach das mit den TV haben wir ach ab und an
lg

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16. August 2010 um 20:08

Ja stimmt schon
...umstrukturierung der schränke wäre nicht schlecht ich dachte halt, dass ich ihm diesen einen schrank ausreden kann
lg

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16. August 2010 um 20:27

Suzy...
musste erstmal googlen, was nen sling ist ja so ein ding hätte ich mir mal von anfang an besorgen sollen . aber ihn jetzt noch an einen manduca oder tragetuch gewöhnen beim zweiten ist das die erste anschaffung

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16. August 2010 um 20:59

Also
bei meiner tochter klappte es mit dem NEIN nachdem wir uns hilfe geholt haben ganz gut, aber ich hab damals aber auch den rat einer "familientherapeutin" angenommen.
bei uns war es zuerst die falsche art "nein" zu sagen - ich mein, was denkt man...wenn man 20 mal nein gesagt hat, dass das kind es beim 21. mal einfach so kapiert?

ich habe es dann so mit erfolg gemacht: kind direkt angucken, wichtig ist auch mit körperkontakt (also am arm halten) und dann blickkontakt und NEIN sagen (mit ernstem tonfall) - evtl. sogar noch handbewegung zb zur steckdose wiederholen und nochmals NEIN sagen.
das mit dem blickkontakt ist aber gar nicht so einfach, da die kids ja eigentlich ganz schnell wissen, was sie dürfen und was nicht (vor allem, wenn grenzen tagelang ausgetestet werden....) - wir sassen teilweise 20 min vor steckdosen, schränken und co - natürlich mit großem gebrüll. wichtig ist, dass man während dieser zeit das kind nicht zuquatscht, sondern einfach nur auf blickkontakt besteht. irgendwann gibt das kind auf - und dann folgt die pädagogische massnahme
bei meinem sohn, 14 monate, fang ich damit gerade an - der wird so langsam mutig. bei der steckdose ist es inzwischen so, dass ER den blickkontakt sucht und ich dann nur a) seinen namen oder b) den finger hebe.
ich weiss nicht, ob das jetzt so die beste erziehung ist, aber meine tochter (knapp über drei) habe ich so sehr gut durchgekriegt.

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