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Hilfe! Nächtliche "Trotzanfälle", ich werde noch verrückt!

25. Juni 2015 um 22:56

Hallo Leute,
ich muss mich auch mal wieder zu Wort melden.

Meine Kleine (2 Jahre) hat seit ca. 2 Wochen so ziemlich jede Nacht totale Anfälle. Eigentlich wie bei einem Trotzanfall. Sie wacht auf, schreit und brüllt und will sich beim besten Willen nicht beruhigen lassen. Sie will nichts, alles was man tut (oder nicht tut) ist verkehrt, sie haut um sich, schreit "Mama (oder Papa) sollen weggehen", macht man das, schreit sie, weil man weggeht. Sie will zu uns ins Bett - Ok, hole ich sie zu uns ins Bett. Da brüllt sie los, sie will in ihr Zimmer. OK, gehen wir wieder in ihr Zimmer, schreit sie, sie will ins Mama-Papa-Zimmer und so weiter.

Tagsüber fängt es langsam auch mal etwas an mit so kleinen Brüllanfällen, aber da ist es eigentlich noch nicht so oft. OK..also, dieses komische hin-und-her hat sie tagsüber auch. "Neeeeeiiin, Papa soll die Windel machen" OK, ich rufe Papa. Heult sie bei Papa "NAAAAIIIN, Mama soll das machen" und so weiter und sofort. Also, das macht sie tagsüber auch, und wenn man auf das Spielchen keine Lust mehr hat, ist sie halt sauer. Aber da beruhigt sie sich noch halbwegs wieder und es ist auch nicht ganz so dramatisch.

Nachts brüllt sie wirklich wie abgestochen, und es dauert teilweise so zwei Stunden, bis das Kind mal wieder halbwegs schläft. Kommt immer völlig aus dem Nichts heraus. Kind schläft, wacht gegen 2-3 Uhr morgens auf, weint, ich gehe zu ihr ins Zimmer und dann schreit sie laut und brüllt mich an...

Langsam gehe ich echt am Stock und weiß auch gar nicht, was ich da machen soll. Ich will sie nicht schreien lassen - auch nicht, wenn ich im selben Raum/Bett bin. Aber versuche ich sie zu trösten, rumzutragen oder was auch immer schreit sie nur noch mehr und will alles nicht. Ich werde mittlerweile manchmal schon echt wütend und muss mich beherrschen nicht zurückzuschreien, weil ich so müde bin und mich da echt hilflos fühle, weil ich so gar nichts machen kann.

Habt ihr einen Tipp für mich, was ich tun kann, wie ich damit umgehen sollte, woher das kommen könnte, und ob eure Kinder sowas auch haben/hatten???
Von meiner Großen kenne ich das nämlich gar nicht. Die hatte gerne tagsüber Trotzanfälle und da konnte man ihr auch nichts recht machen, und Nachts hat sie auch immer schlecht geschlafen. Aber da ließ sie sich stets beruhigen bzw. war nicht agressiv gegen mich oder meinen Mann. Wenn sie sich nicht beruhigen ließ, dann weil sie echt schmerzen hatte oder sowas, aber halt nicht, weil sie plötzlich einfach sauer auf uns war.

Ganz vielen Dank schonmal für eure Hilfe! Langsam leide ich echt unter schlafmangel und mit jeder Nacht habe ich das gefühl, ich kann dieses Gebrüll noch weniger ertragen

LG, Knallhamster

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25. Juni 2015 um 23:30

.
Sei mir nicht böse, aber ich hab den ersten Absatz eben meinem Freund vorgelesen und wir mussten beide so sehr lachen!

Seit paar Tagen ist hier das gleiche Spiel

Hab also wenig Tipps, wollte nur mitteilen: du bist nicht alleine!

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25. Juni 2015 um 23:52

Hast du schon mal
was vom "Nachtschreck" gehört?
Wenn nicht, Google mal.
Das war es bei uns. Teilweise kam es bei uns jede Nacht vor.
Über mehrere Monate.....

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26. Juni 2015 um 0:03

Nachtschreck
Hallo, an den nachtschreck musste ich auch direkt denken. Hatten gerade erst wieder einen. Die zweite Nacht hintereinander. Mein Sohn ist 19 Monate und ich bin danach immer fix und fertig. Gott sei dank dauert es bei uns meistens nur zwischen 10-30 Minuten.
Alles Gute und einen lieben Gruß

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26. Juni 2015 um 9:19

Ohja
kenne ich zu genüge.. hatte ich beim Grossen als er 2 Jahre alt war. Auch immer bis zu 2 h. Hatte immer gelesen der Nachtschreck dauere nur so 10 min. Manchmal war es auch abends oder tagsüber oder eben nachts auch, genau wie du es beschreibst. Es war kein typisches Trotzen denn der Grund war für mich nicht ersichtlich... es kam wie aus dem Nichts manchmal es war nicht so dass er etwas wollte und ich habe nein gesagt.. war ganz schlimm für mich!
Vielleicht waren es Albträume und manchmal Hunger/Übermüdung. Oder er wachte schon ganz schlecht aus dem Mittagschlaf auf.
jedenfalls hat uns Homöopathie geholfen. Meine Kinderärztin hat meinen beiden Kindern etwas gegeben und sie hatten beide danach nie mehr den Nachtschreck! weiss leider nicht wie es heisst. Dazu gegen die Anfälle haben wir ihm Stramonium gegeben. Es wurde dann besser. Ich fühlte mich jedenfalls dann weniger hilflos.. nach diesen langen schlimmen häufigen "Anfällen" kann mich jetzt jedenfalls nichts mehr aus der Ruhe bringen

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26. Juni 2015 um 12:00

Nachtschreck
Kenn ich auch. Bei uns wacht die Kleine manchmal mit einem lauten hohen Schrei auf und verhält sich dann auch so. Hab aber gelesen, das die Kinder manchmal gar nicht richtig wach sind sondern in so einer Art Halbschlaf oder Trance. Sie reagieren auf einen aber nur halb unterbewusst.
Ich lege sie dann in unser Bett oft mit Protest und schlagen etc. Lass sie dann da liegen und lege mich daneben. Lass sie also nicht allein aber rede auch nicht mit ihr oder fass sie an. Denn dass will sie nicht, reagiert mit noch mehr Wut und Geschrei. Irgendwann wird sie dann ruhiger und ich probiere es mit anfassen, manchmal dreht sie wieder auf dann lass ich sie noch eine Weile und manchmal ist's dann nach 10-20 min vorbei und sie kuschelt sich an mich. Versuche es also immer mal mit einer Berührung, bis sie nicht mehr abweisend reagiert.
So machen wir das, denn das auf sie eingehen bringt nix haben wir festgestellt, das schaukelt sie nur hoch.
Man muss halt das Geschrei und Geweine für die paar (gefühlte Ewigkeit )Minuten ertragen können.

Ach ja, das Hin und Her am Tag ist eine Art Ausspielen der Eltern, hat unsere Erzieherin gesagt. Hatte meine Maus auch gern drauf. Sollte man unterbinden. Notfalls fragen wer soll's machen und dann muss es auch derjenige durchziehen und Schluss.

Hoffe das hilft etwas

LG und viel Glück und Nerven und Durchhaltevermögen.

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26. Juni 2015 um 12:11

Hm
Hast du nichtmal erwähnt, dass die kleine eher eine sensible ist? Muss halt besonders viel verarbeiten...denk auch, dass es mit nachtschreck zu tun hat..

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26. Juni 2015 um 13:43

Hallo
Das hatte meine Mittlere auch. Tag und Nacht . Sie schlief noch bei uns im Bett. Sie erwachte, konnte nicht mehr einschlafen und wurde wütend. Sie schlug uns, schrie und man konnte kein Wort mit ihr reden. 1 - 2 Stunden. Wir haben den TV angelassen und Kikaninchen oder Pippi Langstrumpf haben sie beruhigt . Das war wirklich das einzige, was half. Sie war abgelenkt und mein Mann und ich konnten weiterschlafen.

Denkt was Ihr wollt, uns hats geholfen

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26. Juni 2015 um 18:12

Hier (23mo.) auch
du bist nicht allein.... ein Rezept dagegen habe ich allerdings auch noch nicht gefunden.

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28. Juni 2015 um 23:00

Danke für die Antworten.
Ist schonmal "schön" zu wissen, dass wir mit diesem Problem nicht allein sind .

Nun war/ist sie das Wochenende auch noch krank, da waren die Nächte nochmal besonders schlimm...aber wenn es ihr schlecht geht, und ich weiß, sie hat Schmerzen o.ä. kann ich das irgendwie gleich viel leichter ertragen. Also, dann tut sie mir natürlich super leid, aber dann bin ich gerne da und tröste, auch wenns nicht zuu viel hilft, aber dann macht es mich nicht so verzweifelt und wütend, wie dieses mir unverständliche Schreien und agressive Verhalten in der Nacht.

Vom Nachtschreck kenne ich ehrlich gesagt nur den Begriff. So wirklich auseinandergesetzt hatte ich mich damit noch nicht. Dachte, das wäre eher so ein kürzeres (vielleicht bis 30 Minuten) nächtliches Schreien ohne offensichtlichen Grund, wo das Kind sich halt auch nicht wirklich beruhigen lässt, aber irgendwie auch noch währenddessen schläft.

Bei meiner Kleinen dauert das ganze schon deutlich länger, und sie kommt mir dabei schon "wach" vor. Also, klar völlig übermüdet, aber eben doch nicht wie in Trance oder im halbschlaf. Sie redet volle Sätze, steht auch schon mal auf, will aus dem Bett klettern und weglaufen etc. Aber ich muss mich da mal belesen, vielleicht ist ja auch das durchaus "Symptom" des Nachtschrecks, wie gesagt, von meiner Großen kenne ich das nicht so und habe mich entsprechend noch nicht damit beschäftigt gehabt.

Und wie würdet ihr damit umgehen, wenn die Kleine dann wie beschrieben nachts aufsteht und "flüchten" will?. Das finde ich immer besonders doof. Will sie ja weder auf dem Fußboden vor der Tür sitzen lassen oder sowas. Aber wenn ich sie zurück ins Bett hole brüllt sie erstrecht und büchst gleich wieder aus. Festhalten bringt auch nichts und ich kann sie ja nicht am bett festketten...Was würdet ihr da machen??

Wenn sie denn zumindest im Bett liegen bleibt bin ich mittlerweile auch soweit, dass ich nach den ersten gescheiterten beruhigungs und tröst-versuchen einfach nurnoch neben ihr liege (in der regel hole ich sie dann zu uns ins Bett, bei ihr ist es mir zu eng) und gar nichts mehr mache und versuche nicht wütend zu werden und es einfach zu ertragen und mir zu sagen, dass sie mich damit nicht ärgern will, sondern es für sie auch ganz doof ist...Scheinbar habt ihr da ja leider auch keinen wirklich besseren Trick. Mist, ich hatte gehofft, einer von euch hat den AUS-Schalter bereits gefunden
Fernseher haben wir nicht im Schlafzimmer, den kann ich da auch nicht laufen lassen

Zu diesem ganzen hin und her bei ihr (also, die Mama soll es machen, nein doch Papa, nein doch Mama, sie will in ihrem Zimmer schlafen, nein, doch in unserem, nein doch nicht etc.)
Da versuche ich schon, wenn sie dann einmal gesagt hat, sie will das Eine, dann auch dabei zu bleiben, bzw. wenn sie dann doch das andere will, spätestens dann auch echt nicht mehr wieder umzuwechseln. Also, einmal umentscheiden lasse ich (je nach Situation) noch durchgehen, dann wird mir das auch zu doof. Sie kommt mir dabei aber immer echt verzweifelt vor. Also, habe nicht das Gefühl, dass sie uns damit ärgern will oder mich und meinen Mann "ausspielt". Ich habe mehr das Gefühl, sie weiß wirklich nicht, was sie tun soll und kann sich einfach nicht entscheiden..Aber auch da ist es denke ich am sinnvollsten ihr dann eben die Entscheidung abzunehmen, wenn sie sie nicht alleine treffen kann..heulen tut sie ja eh so oder so, weil ja eh das was man am Ende macht das falsche ist .

Nagut, ich gehe gleich mal schlafen, und hoffe auf eine halbwegs brüll-freie-Nacht. Wer weiß, vielleicht habe ich ja mal Glück

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29. Juni 2015 um 23:43

Hmm..
Also, das alles vermeintliche helfen wollen in diesen Situationen nichts nützt habe ich auch gemerkt. Und dass manche Entscheidungen eher überfordern denn angenehme freiheiten lassen merke ich auch starkt bei ihr und nehme da dann auch die Entscheidung ab. Vielleicht sollte ich das noch öfter und konsequenter tun, da magst du recht haben.

Alleine in ihrem Zimmer schrein lassen mag ich sie aber nicht. Auch wenn es nur "sinnloses" schreien ist und sie keine Hilfe annimmt und nichts "braucht" (also, keinen Durst hat oder sowas) mag ich sie nicht alleine lassen. Das halte ich gar nicht durch. Dann nehme ich sie lieber zu mir ins Bett, dann schreit sie dort..zwar auch nicht schöner, aber dann bin ich wenigstens da, auch wenn ich nichts tue und nur neben ihr liege.

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30. Juni 2015 um 0:42

Caro
Das unterschreib ich so.

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