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HILFE: schlafprobleme durch geschwisterkind?? altersabstand 1,5 jahre

6. November 2007 um 13:02

hallo zusammen,

habe folgendes problem und weiß nicht mehr weiter:

seit wir unsere zweite tochter haben (seit 8 wochen), schläft unsere erste noch schlechter als vorher; sie will seit knapp 2 wochen nun gar nicht mehr alleine schlafen, immer muss jemand da sein und sie kraulen.
anfangs wollte sie nur nicht alleine einschlafen, schlafen-lern-programm hat alles nur noch verschlimmert. sie schläft nun auch mittags gar nicht mehr oder nur mit "gekraule", nachts ist sie mehrmals wach und schreit panisch und hysterisch vor angst. dann muss immer jemand kommen und bei ihr bleiben. in unser ehebett will sie dabei gar nicht.

"jedes kind kann schlafen lernen" hat ihre panik und angst nur noch verstärkt. sie hat anscheinend ganz klare verlustängste. das schwierige ist, dass sie ja noch so klein ist und man ihr nicht alles so erklären kann. ich hab schon alles durchgegoogelt und es ist immer die rede davon, dass man den kindern das erklären soll und sie mit einbeziehen soll. aber wie soll das gehen, sie ist ja noch nur von emotionen geleitet und nicht wirklich aus für sie definierbaren gründen.

ich drehe langsam am rad, weil ich kaum noch schlaf bekomme. unser kleine schläft wunderbar durch. unsere ältere ist auch noch total auf mich fixiert seit ankunft der kleinen. daher muss ich dann auch meistens dienst schieben.

sollen wir beide in einem zimmer schlafen lassen??? sie liebt die kleine sehr.

hat vielleicht jemand das gleiche durchgemacht und kann mir helfen?

wir führen schon ein schlafprotokoll und ich bin kurz davor, einen arzt um rat zu bitten.
aber alle freunde sagen schon: da musst du härter durchgereifen. die methode ist aber leider total kontraproduktiv, weil sie ihre angst nur noch verstärkt.

vorher hat sie immer wunderbar alleine in den schlaf gefunden, ist zwar nachts auch oft aufgewacht, aber immer nur einmal und dann nur kurz.

danke für jeden konstruktiven tipp!!

trefferversenkt

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6. November 2007 um 13:59

Hey treffer!
Mönsch, echt übel bei euch gerade, aber ich kann dir sagen: du bist immer noch nicht alleine damit! Ich glaube nämlich mittlerweile, dass das ein "normaler" Schub bei den Kleinen ist, denn wieso haben dass denn sonst alle unsere März-Kinder mehr oder weniger gleichzeitig?
Ich kann nur zustimmen, wenn du sagst, dass das Schlaflernprinzip nur alles schlimmer macht, war bei uns auch so Wir haben es jetzt einfach echt so gemacht, dass wir bei Luca im Zimmer bleiben, bis er eingeschlafen ist und wenn er nachts heulend aufwacht, kommt er samt seinem Bett in unser Zimmer...anstrengend, aber so kommen wir zu unserem nötigen Schlaf! Ich bin sicher, dass sich das von alleine wieder einpendeln wird, bloss mit 2 Kindern weiss ich auch nicht, wie ich das händeln würde Habt ihr dass denn mal versucht, mit beiden in einem Zimmer? Vielleicht reicht es Lili ja, wenn Lotte mit im Zimmer ist? Einen Versuch wäre es wert!
Dann hoffen wir mal für uns alle, dass diese Phase vorbei geht...*uff*

Grüsse
Nazila mit Luci

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6. November 2007 um 14:12

Hallo Treffer,
kenne ja Eure Schlafprobleme schon aus unserem Thread

Kann Dir vielleicht nicht wirklich weiterhelfen, aber a. vergiss nicht das die Grosse auch eine Riesenumstellung durchmachen musste und da sie ja auch noch klein ist und das nicht so schnell umsetzen kann, das sie Mama nun "teilen" muss.

Du schreibst, sie hat ganz klare Verlustängste, will allerdings nicht mit in Eurem Bett schlafen. Na klar, es kommt ja auch immer jemand, der mit ihr im Zimmer schläft und Nachts mit ihr "rumhökert".
Versteh mich bitte nicht falsch, wir hatten teilweise selber enorme Schlafprobleme mit Kjell. Aber hast du mal versucht, wirklich "konsequenter" durchzugreifen? Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wieviel die kleinen "Monster" in dem Alter schon mitbekommen und auch genau wissen, wie sie Mama und Papa ein schlechtes Gewissen machen können!
Ich denke mal, sie spürt auch Deine Unsicherheit und die wird natürlich mit zunehmendem Schlafmangel auch immer grösser, man wartet ja auch schon förmlich drauf, wenn man ins Bett geht, dass das Theater losgeht!
Hast Du schon versucht, nachdem Du sie Nachts beruhigt hast, einfach wieder rauszugehen und sie dann wirklich mal ein bißchen "meckern" zu lassen?
Wir hatten gerade erst eine Zeit, wo ich Kjell, wenn er aufgewacht ist, mit in unser Bett genommen habe. Er ist zwar immer in seinem Bett eingeschlafen, aber die Zeiten in denen er in unser Bett wollte, wurden immer früher, am Schluss war es soweit, das er schon in unser Bett wollte, wenn wir gerade schlafen gingen. Das ging mir dann doch zu weit!
Nach 3 Nächten Kampf war alles wieder ok. ich bin Nachts reingegangen, habe ihn beruhigt, ihm aber klar gemacht, das er in seinem Bett weiter schläft ( man hat gemerkt, das er diese Veranstaltung nicht machte, weil er schlecht geträumt hat, sondern einfach nur um seinen Willen zu bekommen). Die ersten 2 Nächte war es noch hart, denn ich lasse ihn eigentlich auch nicht gerne schreien, weder kurz noch lang! Die 3 nacht war es besser und seitdem schläft er Nachts endlich wieder ruhig durch ( zumindest immoment)
Solche Phasen, das sie nicht vernünftig schlafen kommen zwar immer wieder, aber ich finde wenn es zum Dauerzustand wird, muss man wahrscheinlich manchmal einfach zu drastischeren Massnahmen greifen...
Ich weiss, ist immer leicht gesagt und Theorie und Praxis sind meist weit voneinander entfernt
Hoffe ich konnte Dir wenigstens ein wenig helfen. Ansonsten würde ich echt mal mit dem Kiarzt sprechen, oft hilft es schon, wenn man "fachlichen Rat" hat und manchmal mit seinen eigenen Massnahmen gar nicht so falsch liegt.

Wir denken an Dich, lass Dich trotz allem nicht unterkriegen!
Hoffe wir "hören" uns im Thread

LG Sandra & Kjell, der zur Zeit die "Bockphase" hat, welche ich mindestens genauso schlimm finde, wie das Nicht schlafen

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6. November 2007 um 14:20

Na klar!!
Hallo treffer ,

wir hatten vor Jahren genau dieselbe Situation: Ältere Tochter anderthalb, ständig Theater beim Einschlafen (allerdings schon vor der Ankunft des Bruders), wollte auch auf gar keinen Fall in unser Bett. Bei uns jedenfalls hat sich die Lage schlagartig gebessert, nachdem wir den Kleinen mit zu ihr ins Zimmer verfrachtet haben. Wir haben ihr erklärt, dass ihr (über alles geliebter!) Bruder nachts wach wird, wenn sie herumschreit, und nicht mehr einschlafen kann. Siehe da - Ruhe war! Ich glaube, sie hat es verstanden, wenn auch vielleicht mehr gefühlsmäßig; außerdem war sie jetzt nicht mehr allein im Zimmer und musst auch nicht "befürchten", dass das Baby Mama ständig in Griffweite hat und sie nicht. An eurer Stelle würde ich den Versuch einfach wagen. Die große ist übrigens NIE wach geworden, wenn ihr Bruder nachts was trinken wollte oder sonst mal aufgewacht ist.

Viel Glück! Tiny

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6. November 2007 um 14:49
In Antwort auf birgit_11892245

Na klar!!
Hallo treffer ,

wir hatten vor Jahren genau dieselbe Situation: Ältere Tochter anderthalb, ständig Theater beim Einschlafen (allerdings schon vor der Ankunft des Bruders), wollte auch auf gar keinen Fall in unser Bett. Bei uns jedenfalls hat sich die Lage schlagartig gebessert, nachdem wir den Kleinen mit zu ihr ins Zimmer verfrachtet haben. Wir haben ihr erklärt, dass ihr (über alles geliebter!) Bruder nachts wach wird, wenn sie herumschreit, und nicht mehr einschlafen kann. Siehe da - Ruhe war! Ich glaube, sie hat es verstanden, wenn auch vielleicht mehr gefühlsmäßig; außerdem war sie jetzt nicht mehr allein im Zimmer und musst auch nicht "befürchten", dass das Baby Mama ständig in Griffweite hat und sie nicht. An eurer Stelle würde ich den Versuch einfach wagen. Die große ist übrigens NIE wach geworden, wenn ihr Bruder nachts was trinken wollte oder sonst mal aufgewacht ist.

Viel Glück! Tiny

Habt ihr ...
... denn die große mit in den "umzug" einbezogen, dh war sie dabei, als ihr das bett reingestellt habt oder habt ihr sie vor vollendete tatsachen gestellt?

und: die kleine geht immer NACH der großen schlafen, da sie abends so wach ist. dh sie müsste dann wohl alleine einschlafen. hm. aber probieren werden wir es auf jeden fall. so ähnlich haben wir auch schon drüber nachgedacht....

@ sandra und nazila: danke für eure anteilnahme!! wenn die situation mit der kleinen nicht wäre, würden wir sie brüllen lassen (natürlich mit streicheleinheiten zwdurch), bis sie irgendwann vor erschöpfung einschläft. aber im moment ist einfach alles so kompliziert mit ihrer kinderpsyche ... da wollen wir nicht einfach drüber weggehen, wenn sie sich vorm alleinsein fürchtet. ich war als kleinkind bis ca 9 jahre ein ziemlicher schisser, was "fremde leute" (freunde meiner eltern) und "nachts im dunkeln" angeht und das will ich lili nicht antun durch missachtete hilferufe.

werden das tiny025-prinzip mal anwenden, heute schon!!
berichte dann ...

liebe grüße
treffer

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6. November 2007 um 15:14
In Antwort auf silja_11938286

Habt ihr ...
... denn die große mit in den "umzug" einbezogen, dh war sie dabei, als ihr das bett reingestellt habt oder habt ihr sie vor vollendete tatsachen gestellt?

und: die kleine geht immer NACH der großen schlafen, da sie abends so wach ist. dh sie müsste dann wohl alleine einschlafen. hm. aber probieren werden wir es auf jeden fall. so ähnlich haben wir auch schon drüber nachgedacht....

@ sandra und nazila: danke für eure anteilnahme!! wenn die situation mit der kleinen nicht wäre, würden wir sie brüllen lassen (natürlich mit streicheleinheiten zwdurch), bis sie irgendwann vor erschöpfung einschläft. aber im moment ist einfach alles so kompliziert mit ihrer kinderpsyche ... da wollen wir nicht einfach drüber weggehen, wenn sie sich vorm alleinsein fürchtet. ich war als kleinkind bis ca 9 jahre ein ziemlicher schisser, was "fremde leute" (freunde meiner eltern) und "nachts im dunkeln" angeht und das will ich lili nicht antun durch missachtete hilferufe.

werden das tiny025-prinzip mal anwenden, heute schon!!
berichte dann ...

liebe grüße
treffer

@treffer...
Ja, die Große hat den "Einzug" miterlebt. Wir haben das Bett in ihrem Zimmer aufgebaut (war schon ein ziemlich "großes" 70 mal 100, also kein Stubenwagen) und sie hat sogar mal Probe gelegen

Mit den Schlafengehzeiten müsst ihr einfach ein bisschen experimentieren. Wenn du sonst keine Zwänge hast, also nicht früh raus musst zur Arbeit oder so, dann versuch eine Lösung zu finden, mit der alle leben können - die Kleine ein bisschen früher ins Bett als jetzt und die Große ein bisschen später zum Beispiel? Vielleicht reicht auch die Ankündigung "wenn du ganz leise bist und schön schläfst, dann bringe ich deine Schwester zu dir rein und morgen früh wacht ihr zusammen auf". Man weiß nie so genau, wie viel die Kinder schon bewusst mitkriegen. Ich habe meinen dreien immer versucht, alles so zu erklären, wie ich es auch einem Erwachsenen erklären würde, und damit bin ich immer gut gefahren. Wenn sie den Sinn mal nicht verstanden haben, dann gab es da noch den Tonfall...

Also, berichte mal - und gib nicht gleich auf, wenn es beim ersten Versuch nicht klappt! Vielleicht muss die Große erst mal wirklich begreifen, dass sie nicht mehr allein ist.

Tiny

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6. November 2007 um 15:28
In Antwort auf birgit_11892245

@treffer...
Ja, die Große hat den "Einzug" miterlebt. Wir haben das Bett in ihrem Zimmer aufgebaut (war schon ein ziemlich "großes" 70 mal 100, also kein Stubenwagen) und sie hat sogar mal Probe gelegen

Mit den Schlafengehzeiten müsst ihr einfach ein bisschen experimentieren. Wenn du sonst keine Zwänge hast, also nicht früh raus musst zur Arbeit oder so, dann versuch eine Lösung zu finden, mit der alle leben können - die Kleine ein bisschen früher ins Bett als jetzt und die Große ein bisschen später zum Beispiel? Vielleicht reicht auch die Ankündigung "wenn du ganz leise bist und schön schläfst, dann bringe ich deine Schwester zu dir rein und morgen früh wacht ihr zusammen auf". Man weiß nie so genau, wie viel die Kinder schon bewusst mitkriegen. Ich habe meinen dreien immer versucht, alles so zu erklären, wie ich es auch einem Erwachsenen erklären würde, und damit bin ich immer gut gefahren. Wenn sie den Sinn mal nicht verstanden haben, dann gab es da noch den Tonfall...

Also, berichte mal - und gib nicht gleich auf, wenn es beim ersten Versuch nicht klappt! Vielleicht muss die Große erst mal wirklich begreifen, dass sie nicht mehr allein ist.

Tiny

@ tiny
danke für deine hilfe, werden es so machen. normalerweise hören wir immer auf unser bauchgefühl, aber in diesem fall waren/sind wir einfach mittlerweile so ratlos, dass ich mich mal umhören musste.

ich bin gespannt, wie/ob es klappt!

lg treffer

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7. November 2007 um 10:28

Hier das ergebnis:
es war ein teilerfolg!

also, haben lottes bett in lilis zimmer verfrachtet, was gut aufgenommen wurde. lotte wurde auch zeitgleich mit lili hingelegt, lili trank im dunkeln ihre milch, wurde dabei noch ein bisschen gekrault - solange, wie die spieluhr lief, das war die abmachung. lotte war noch unruhig, daher ist mein mann mit ihr dann rausgeschlichen, was lili nicht bemerkt hat.

als die spieluhr zu ende war, asgte ich gute nacht und dass ich jetzt ins wohnzimmer gehe. großes geschrei, NEIN NEIN und KRAULEN. da sie nur nach kraulen verlangte, bin ich dann gegangen, nachdem ich ihr erklärt habe, dass ich sie ja gekrault habe und dass jetzt schlafen angesagt sei.

nach 5 minuten gebrüll bin ich wieder hin, habe sie wieder hingelegt, das gleiche noch mal erklärt (dass lotte aufwachen könnte, war lili sch..egal) (...) das ganze ging ca eine halbe stunde lang, dann war ruhe. bin alle 5 min rein und hab meinen satz runtergespult und bin wieder raus.

ich hab in der zeit ein großes glas wein gekippt ...

in der nacht war lili dann um halb 1 wieder wach und mein mann ist 3 mal rein gegangen, alle 5 min. später in der nacht war sie wieder am brüllen, aber ist schnell wieder eingeschlafen. heute morgen um halb 8 hat sie im bett gejammert, bis einer kam. lotte hatten wir zum schlafen bis zur nächsten flasche um 5 woanders schlafen gelegt, ab 5 war sie dann in ihrem bett in lilis zimmer, so dass lili sie morgens schon bei sich hatte.

mal sehen, wie es nun weitergeht. die schrei-methode hat jetzt besser geklappt, da sie nur noch nach ihren streicheleinheiten verlangt hat und nicht mehr so ängstlich panisch war. war eher ein kleiner machtkampf. vielleicht war es gut, dass wir zwei wochen auf sie eingegangen sind, ihr vertrauen verstärkt haben, um nun konsequenter durchgreifen zu können.

ich danke euch jedenfalls für mutmachen!!!!!!!

lg
treffer

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