Home / Forum / Mein Baby / "Hilfe zur Selbsthilfe" - klingt doch toll, oder?

"Hilfe zur Selbsthilfe" - klingt doch toll, oder?

11. April 2010 um 14:30

Hallo,

ich muss mal kurz meinem Ärger hier Luft machen.

Da unser 11 Monate alter Sohn seit Monaten extrem schlecht schläft und wir teilweise am Verzweifeln sind / waren, hatten wir diese Woche einen Termin bei einer Schlafberaterin, die uns von einer Bekannten empfohlen wurde.
Bevor ich den Termin bei ihr ausgemacht hab, hab ich gleich klargestellt, dass Schreienlassen für uns AUF KEINEN FALL in Frage kommt, weil ich Angst hatte, dass sie uns das empfiehlt und wir dann für nichts einen Haufen Geld zahlen. Sie meinte, dass wir ganz bestimmt eine für uns passende Lösung finden würden.
Ich hab versucht, mir von dieser Beratung nicht allzu viel zu erwarten, aber ich hatte trotzdem irgendwie die Hoffnung, dass sie uns super Tipps geben kann.

Naja, das Gespräch hat zwei Stunden gedauert und die ganze Situation wurde ausführlichst besprochen. Wir fühlen uns gut verstanden - anders als oft im Alltag, wenn uns von allen Seiten empfohlen wird, ihn doch einfach schreien zu lassen.
Der Schock kam dann zum Schluss: Sie hatte zugegebenerweise einige gute Tipps, die wir jetzt auch - schon mit einigem Erfolg - durchsetzen, aber ihre "Lösung" sieht unter anderem auch vor, dass der Papa den Kleinen wach mit Schnuller ins Bettchen legen soll (bisher wurde er immer in den Schlaf gestillt), dann rausgehen und nach 1, 2, usw. Minuten kurz reingehen, ihn trösten ohne ihn aus dem Bett zu nehmen, dann wieder rausgehen - die bekannte Methode also.
Das machen wir NATÜRLICH nicht, nur, dass der Papa ihn mit Schnuller ins Bett bringt (ich stille ihn vorher schon und verabschiede mich von ihm), aber bei ihm bleibt, bis er einschläft - das haben wir jetzt schon drei Tage gemacht, und zwar ohne dass er auch nur eine Minute geweint hätte, was mich auch überrascht hat. (Nur mal um es klarzustellen, dass wir die Methode nicht anwenden, nur weil die Frau uns das empfohlen hat.)

Sie meinte im Verlauf des Gespräches immer wieder, dass wir uns von dem Gedanken verabschieden müssten, dass wir unser Kind "schreien" lassen oder ihn im Stich lassen, er würde nur protestieren, weil er an das Einschlafstillen gewöhnt sei. Und der Kleine würde sich nicht allein fühlen, weil ja der Papa immer wieder reingeht und er dadurch weiß, dass er nicht allein ist. Außerdem wäre er dann, wenn er es schafft, allein einzuschlafen, total stolz auf sich, weil er es jetzt allein kann. (Kann man stolz sein, etwas geschafft zu haben, was man gar nicht schaffen wollte?) Und es kam immer wieder der Satz, dass ich lernen muss, ihn loszulassen, weil er ja merkt, dass ich es ihm nicht zutraue, deswegen schafft er es ja auch nicht, allein einzuschlafen.
Aber das Beste war, dass man das Ganze nicht als Schreienlassen sehen soll, sondern als "Hilfe zur Selbsthilfe". Der Kleine bekommt so die Möglichkeit zu lernen, wie er sich selber helfen kann, in den Schlaf zu kommen. Wenn ich (oder mein Mann) da immer bei ihm sind, dann hat er ja gar nicht die Gelegenheit dazu...

Ich weiß, das war jetzt ein bisschen ausführlich, aber ich bin immer noch ziemlich sauer. Vor allem auch auf mich, weil ich da so geschockt war, dass ich gar nicht so reagiert hab, wie ich es hätte sollen.

Wollte das nur mal loswerden...

LG
Judit

Mehr lesen

11. April 2010 um 14:56

Ich finde den Tipp von der Dame ehrlich gesagt SUPER
Denn Du lässt Dein Baby ja nicht alleine und sich in den Schlaf weinen. In den Schlaf stillen oder daneben stehen und Händchen halten finde ich persönlich keine gute Lösung, weil dies auch wiederum eine Art Ritual ist, bei dem das Baby irritiert wäre, wenn ihr das irgendwann ändert.

"kann man stolz sein auf etwas, was man gar nicht schaffen wollte...?"

Dein Baby nimmt sich abends nicht vor: So, heute möchte ich überhaupt nicht einschlafen! Es liegen andere Gründe vor, warum es das nicht alleine kann. Überreizung, weshalb es zB nicht in den Schlaf findet, Abänderung des Rituals (Einschlafstillen, Herumtragen bis es einschläft usw.) oder andere Möglichkeiten. Im Grunde möchte es einschlafen. Ich habe schon öfter gelesen, dass wenn Babys erst einmal gelernt haben, sich selbst zu beruhigen bzw. selbst einzuschlafen, dies sehr wohl ihr Selbstbewusstsein stärkt. Und ja: Du musst loslassen, Dein Baby wird das schaffen. Es ist kein Säugling mehr!

Viele wundern sich, warum ihr Baby, welches super auf dem Arm einschläft, dann doch wieder im Bett wach wird und weint. Weil es nicht mehr dort ist, wo es eingeschlafen ist! Man tut sich und dem Kind damit langfristig einfach keinen Gefallen, auch wenn man es doch im Grunde einfach nur gut meint.

Vertraue der Frau, versucht es einfach. Leg Deinen Mümmel wach ins Bett, singt oder lest ihm was vor, Spieluhr an, Küsschen, raus. Natürlich wird er erstmal schimpfen und es doof finden, ihr habt schließlich sehr lange Zeit anders gehandelt und er ist an der Brust eingeschlafen. Aber ihr lasst ihn nicht alleine. Sobald er anfängt zu weinen, geht sofort zu ihm ins Zimmer, streichelt ihn, küsst ihn, redet sanft auf ihn ein, damit er merkt: Es ist jemand da, ich bin nicht alleine und es ist überhaupt nicht schlimm, wenn ich in meinem Bett liege.

Und auch wenn es die ersten Tage so aussehen wird, dass ihr abends viell. nahezu 20x ins Zimmer müsst: Es wird weniger und irgendwann legt ihr Euren Zwerg hin, er dreht sich direkt genüßllich um und schläft! Bei uns hat es genau 1 Woche lang gedauert und mein Sohn war damals 3,5 Monate alt. Zu dem Zeitpunkt haben wir ihn in sein Kinderzimmer umquartiert, weil er nicht mehr richtig in den Stubenwagen passte.

Er schläft heute nirgendwo besser als in seinem eigenen Bett, wenn er nachts mal wach wird, stört es ihn nicht, dass es dunkel ist im Zimmer, er brabbelt ein bisschen, sucht sich selbst den Schnuller und schläft wieder alleine ein. Er ist jetzt 8,5 Monate alt.

Ich kann zudem behaupten, dass ihm damals diese eine Woche der Umgewöhnung nicht geschadet hat, er ist im Umgang mit anderen Babys sehr selbstbewusst und auch grundsätzlich nicht so schnell zu verunsichern (wobei das jetzt nicht unbedingt mit dem Schlafen zusammen hängen muss, ist viell. einfach sein Charakter). Ich möchte damit nur sagen, dass Ihr Euch keine Sorgen machen müsst, Eurem Kind damit zu schaden, es wird Euch allen besser gehen, wenn er sein Bett irgendwann aktzeptiert und gelernt hat selbst einzuschlafen.

LG
Sandra

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 14:57

Du sprichst mir aus der Seele!
Hallo,

ganz genauso seh ich das auch...
Wir haben ihre Ratschläge wie gesagt NICHT befolgt und werden es auch in Zukunft nicht tun.
Da es allerdings sinnvoll wäre, etwas Neues zu versuchen, war uns klar, weil er einfach gar nicht geschlafen hat nachts, 7-8mal pro Nacht aufstehen war normal, aber auf die Monate halt SEHR anstrengend.
Wie ich im Eingangspost beschrieben hab, haben wir das Stillen vom Einschlafen zeitlich getrennt und es scheint wirklich zu helfen, er war die letzten drei Nächte nur 3-4mal wach - und das ohne, dass er weinen musste. Mein Mann war beim Einschlafen dabei und hat ihn immer wieder gestreichelt.
Hätte er zu viel protestiert, dann hätten wir den Versuch abgebrochen und ich hätte ihn doch in den Schlaf gestillt. Aber es läuft wirklcih überraschend gut!

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 14:59

RICHTIG
Das hast Du super erklärt! Deshalb weinen Babys, die auf dem Arm einschlafen, leise ins Bett gelegt werden und plötzlich aufwachen: Sie sind ganz woanders, wo ist Mama? USW.

Ebenso die andere Situation: Es hält jmd. Händchen und bleibt im Zimmer, ich wache auf und die Person ist weg. Für ein Baby viel furchtbarer, als alleine einzuschlafen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:04
In Antwort auf loreto_12740097

RICHTIG
Das hast Du super erklärt! Deshalb weinen Babys, die auf dem Arm einschlafen, leise ins Bett gelegt werden und plötzlich aufwachen: Sie sind ganz woanders, wo ist Mama? USW.

Ebenso die andere Situation: Es hält jmd. Händchen und bleibt im Zimmer, ich wache auf und die Person ist weg. Für ein Baby viel furchtbarer, als alleine einzuschlafen.

Nein!
Das glaub ich nicht! Klar wundert sich das Kind vielleicht, wenn da die Mama nicht da ist, wenn es aufwacht. ABER: Wenn er weint, weil er aufgewacht ist, sind wir ja wieder da für ihn, das würde ich NIE anders machen. Wenn er allein einschläft, dann fühlt er sich auf jeden Fall verlassen und "gewöhnt" sich einfach dran, dass keiner da ist für ihn...

Ich glaube, ich hab da ein sehr kontroverses Thema angesprochen, war vielleicht gar nicht so schlau von mir... Es geht mir auch in erster Linie gar nicht darum, OB Schreienlassen oder nicht, da sind wir STRIKT dagegen, daran wird sich auch nichts ändern...
Ich finde es eher nur schlimm, dass wir diese Methode von Anfang an abgelehnt haben, dies der Frau auch gesagt haben... und dann macht sie trotzdem einen Termin mit uns aus und kommt am Schluss mit dieser "Lösung"...

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:04

Ich glaube, ihr versteht das Prinzip nicht!
Es sagt keiner, dass man das Baby minutenlang weinen lassen soll! Das wäre in der Tat ganz furchtbar, da würde ich selbst mit scharrenden Hufen vor der Türe stehen und jede Sekunde leiden!

Man legt das Baby wach ins Bett und verlässt nach dem abendlichen Ritual das Zimmer. Fängt das Baby an zu weinen, geht man SOFORT ins Zimmer und verlässt selbiges logischweise auch erst dann, wenn sich der Winzling beruhigt hat und still ist. Mein Kind soll sich doch nicht in den Schlaf weinen oder gar Angst haben in seinem Bett oder sich einsam fühlen.

Alles andere macht doch überhaupt keinen Sinn!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:08
In Antwort auf loreto_12740097

Ich glaube, ihr versteht das Prinzip nicht!
Es sagt keiner, dass man das Baby minutenlang weinen lassen soll! Das wäre in der Tat ganz furchtbar, da würde ich selbst mit scharrenden Hufen vor der Türe stehen und jede Sekunde leiden!

Man legt das Baby wach ins Bett und verlässt nach dem abendlichen Ritual das Zimmer. Fängt das Baby an zu weinen, geht man SOFORT ins Zimmer und verlässt selbiges logischweise auch erst dann, wenn sich der Winzling beruhigt hat und still ist. Mein Kind soll sich doch nicht in den Schlaf weinen oder gar Angst haben in seinem Bett oder sich einsam fühlen.

Alles andere macht doch überhaupt keinen Sinn!

Hmmmm
Damit könnte ich mich notfalls noch anfreunden, aber die "Lösung" der Frau (und es gibt ja auch entsprechende Literatur) sieht Folgendes vor:
- Kind wird wach ins Bett gelegt, Küsschen, usw.
- Papa geht raus
- Kind fängt vermutlich an zu weinen
- Papa schaut auf die Uhr, nach exakt einer Minute geht er rein, versucht das Kind zu beruhigen, geht aber schnell wieder raus
- Kind schreit wieder
- Papa geht nach genau zwei Minuten rein, Vorgehensweise wie vorhin
- dies wird dann bis auch acht Minuten gesteigert, ab da wartet der Papa immer jeweils acht Minuten, was bedeuten kann, dass sich das stundenlang so fortsetzt...

Wenn ich SOFORT reingehe und das Kind beruhige, das ist natürlich GANZ ANDERS!

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:13
In Antwort auf blablabla174

Nein!
Das glaub ich nicht! Klar wundert sich das Kind vielleicht, wenn da die Mama nicht da ist, wenn es aufwacht. ABER: Wenn er weint, weil er aufgewacht ist, sind wir ja wieder da für ihn, das würde ich NIE anders machen. Wenn er allein einschläft, dann fühlt er sich auf jeden Fall verlassen und "gewöhnt" sich einfach dran, dass keiner da ist für ihn...

Ich glaube, ich hab da ein sehr kontroverses Thema angesprochen, war vielleicht gar nicht so schlau von mir... Es geht mir auch in erster Linie gar nicht darum, OB Schreienlassen oder nicht, da sind wir STRIKT dagegen, daran wird sich auch nichts ändern...
Ich finde es eher nur schlimm, dass wir diese Methode von Anfang an abgelehnt haben, dies der Frau auch gesagt haben... und dann macht sie trotzdem einen Termin mit uns aus und kommt am Schluss mit dieser "Lösung"...

LG
Judit

Also fühlt sich jedes Baby,
das alleine einschläft, verlassen???
Und schläft nur ein, weil eh niemand da ist?

Nochmal: Ihr sollt ihm jede SEKUNDE das Gefühl geben, dass ihr da seid! Ihn niemals weinen lassen in der Hoffnung, dass er schon irgendwann von alleine aufhört!
Bitte nichts hinein interpretieren, was nicht so gemeint ist.

Dein Sohn ist 11 Monate alt und ich bin der Meinung, dass ihr ihm an der Stelle nicht genug zutraut. Denn ja: Es wird sein Selbstbewusstsein stärken, wenn er gelernt hat: Einschlafen ist nichts schlimmes.

Wenn mein Sohn morgens wach wird, schnappt er sich sein Kuscheltier und wir hören ihn übers Babyphone brabbeln, wenn ich dann zu ihm ins Zimmer gehe, freut er sich einen Ast!

Das würde er doch nicht machen, wenn er jeden Abend aus purer Resignation und Einsamkeit einschlafen würde!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:17
In Antwort auf blablabla174

Hmmmm
Damit könnte ich mich notfalls noch anfreunden, aber die "Lösung" der Frau (und es gibt ja auch entsprechende Literatur) sieht Folgendes vor:
- Kind wird wach ins Bett gelegt, Küsschen, usw.
- Papa geht raus
- Kind fängt vermutlich an zu weinen
- Papa schaut auf die Uhr, nach exakt einer Minute geht er rein, versucht das Kind zu beruhigen, geht aber schnell wieder raus
- Kind schreit wieder
- Papa geht nach genau zwei Minuten rein, Vorgehensweise wie vorhin
- dies wird dann bis auch acht Minuten gesteigert, ab da wartet der Papa immer jeweils acht Minuten, was bedeuten kann, dass sich das stundenlang so fortsetzt...

Wenn ich SOFORT reingehe und das Kind beruhige, das ist natürlich GANZ ANDERS!

LG
Judit

Eben
ich hätte es damals überhaupt nicht übers Herz gebracht, mit einer Stoppuhr vor der Zimmertüre zu stehen, wozu soll ich mein Baby auch minutenlang weinen lassen? Nachher schreit er sich noch so in Rage, dass er sich dann erst recht nicht mehr beruhigen lässt oder er ist durch das ganze Weinen am Ende sowas von überdreht, dass er noch viel schlechter in den Schlaf findet.

Das Baby soll schließlich lernen: Sobald ich weine und irgendetwas ist, ist jemand für mich da und ich bin nicht alleine, also ist es auch gar nicht schlimm, wenn ich alleine ohne Mama (oder Papa) an der Seite in meinem Bettchen liege.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:19
In Antwort auf loreto_12740097

Also fühlt sich jedes Baby,
das alleine einschläft, verlassen???
Und schläft nur ein, weil eh niemand da ist?

Nochmal: Ihr sollt ihm jede SEKUNDE das Gefühl geben, dass ihr da seid! Ihn niemals weinen lassen in der Hoffnung, dass er schon irgendwann von alleine aufhört!
Bitte nichts hinein interpretieren, was nicht so gemeint ist.

Dein Sohn ist 11 Monate alt und ich bin der Meinung, dass ihr ihm an der Stelle nicht genug zutraut. Denn ja: Es wird sein Selbstbewusstsein stärken, wenn er gelernt hat: Einschlafen ist nichts schlimmes.

Wenn mein Sohn morgens wach wird, schnappt er sich sein Kuscheltier und wir hören ihn übers Babyphone brabbeln, wenn ich dann zu ihm ins Zimmer gehe, freut er sich einen Ast!

Das würde er doch nicht machen, wenn er jeden Abend aus purer Resignation und Einsamkeit einschlafen würde!

Wir reden aneinander vorbei...
Ich hab dir oben nochwas geantwortet. Ich glaube, ich hab mich etwas missverständlich ausgedrückt. So wie DU das gemacht hast, find ichs nciht schlimm, auch wenn ich nicht unbedingt Wert drauf leg, dass er alleine einschläft (aber das ist Ansichtssache). Nur die Dame hat die Vorgehensweise doch ganz anders gemeint, siehe oben...

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:20
In Antwort auf loreto_12740097

Eben
ich hätte es damals überhaupt nicht übers Herz gebracht, mit einer Stoppuhr vor der Zimmertüre zu stehen, wozu soll ich mein Baby auch minutenlang weinen lassen? Nachher schreit er sich noch so in Rage, dass er sich dann erst recht nicht mehr beruhigen lässt oder er ist durch das ganze Weinen am Ende sowas von überdreht, dass er noch viel schlechter in den Schlaf findet.

Das Baby soll schließlich lernen: Sobald ich weine und irgendetwas ist, ist jemand für mich da und ich bin nicht alleine, also ist es auch gar nicht schlimm, wenn ich alleine ohne Mama (oder Papa) an der Seite in meinem Bettchen liege.


Ich glaube, jetzt haben wir uns verstanden...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:21

GENAU!!!
So ist es!


LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:23

Weinend einschlafen...
Vor allem: Ganz egal, ob das Kind nach 2 oder 40 Minuten einschläft, es wird in fast jedem Fall WEINEND einschlafen. Und ich schlafe auch nicht gern weinend ein... Es würde auch kein Erwachsener seinen Partner weinen lassen, ihn in ein separates Zimmer sperren (die Kleinen können ja nicht raus) und alle paar Minuten kurz reingehen, ihn streicheln und ihn dann wider alleinlassen...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:26

Nochmal:
Ich habe mein Baby nie weinen lassen und dabei irgendwelche Minuten-Regeln befolgt. Davon halte ich nichts. Wenn er geweint hat, war ich SOFORT in seinem Zimmer und habe selbiges erst wieder verlassen, wenn er sich beruhigt hatte.
Mein Sohn hat sich nie in den Schlaf weinen müssen, das hätte ich niemals übers Herz gebracht!

Allerdings war es mir wichtig, dass er nicht mehr auf dem Arm einschläft, sondern in seinem Bett und ich habe ihn nicht mehr aus dem Bettchen geholt und durch die Gegend getragen, weil ihn das im Grunde nur noch mehr überdreht hat.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:30


Naja,

da könntest du recht haben, in unseren Gruppen erzählen die Kinder auch nichts davon...
Und mein Kleiner ist normalerweise auch ganz selbstbewusst, im Vergleihc zu vielen anderen.
Ich mach einfach, was mein GEfühl mir sagt, nichts was andere empfehlen, wenn es mir damit nicht gut geht!

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:38
In Antwort auf blablabla174


Naja,

da könntest du recht haben, in unseren Gruppen erzählen die Kinder auch nichts davon...
Und mein Kleiner ist normalerweise auch ganz selbstbewusst, im Vergleihc zu vielen anderen.
Ich mach einfach, was mein GEfühl mir sagt, nichts was andere empfehlen, wenn es mir damit nicht gut geht!

LG
Judit

Natürlich sollst Du auch nach Deinem Gefühl gehen!
Es wäre doch total sinnlos, etwas zu versuchen, wo Dein Bauchgefühl nicht mitspielt.

Aber wenn doch alles so super ist, verstehe ich überhaupt nicht, warum Du diesen Thread eröffnest (das meine ich jetzt gar nicht böse). Du schreibst, ihr seit als Eltern zurzeit total verzweifelt und sucht nach einer Lösung. Wenn Dein Baby also nicht lernen soll alleine einzuschlafen, weil Du Dich schlecht dabei fühlst, dann wäre vielleicht das Familienbett eine Alternative für Euch.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:43


Das hast Du sehr gut erklärt!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 15:51
In Antwort auf loreto_12740097

Natürlich sollst Du auch nach Deinem Gefühl gehen!
Es wäre doch total sinnlos, etwas zu versuchen, wo Dein Bauchgefühl nicht mitspielt.

Aber wenn doch alles so super ist, verstehe ich überhaupt nicht, warum Du diesen Thread eröffnest (das meine ich jetzt gar nicht böse). Du schreibst, ihr seit als Eltern zurzeit total verzweifelt und sucht nach einer Lösung. Wenn Dein Baby also nicht lernen soll alleine einzuschlafen, weil Du Dich schlecht dabei fühlst, dann wäre vielleicht das Familienbett eine Alternative für Euch.

Naja....
Soooooo verzweifelt können wir nicht sein, dass wir ihn schreien lassen... Und wie ich geschrieben hab, haben wir jetzt doch Einiges geändert, was - so wies aussieht - tatsächlich hilft. Er muss nicht allein einschlafen und muss auch nicht durchschlafen, aber wir hoffen, dass er dann ein bisschen BESSER schläft und wir uach mehr Schlaf bekommen...
Es ging mir hier gar nicht darum, WIE wir unseren Kleinen zum Schlafen bringen, es ging mir darum, wie die Dame alles schönredet und mit uns einen Termin vereinbart (und Geld kassiert) hat, obwohl ich ihr von Anfang an gesagt hab, dass wir DAS nicht wollen!

Ich hab dir weiter unten noch was geschrieben, weil wir uns anfangs missverstanden haben! Weiß nicht, ob du das gelesen hast...

Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 16:10

Hallo Judit
Ich habe deine / eure Schlafentwicklung ja mitverfolgt über die letzten Monate und ich muss sagen, dass es mich nicht überrascht, dass ihr so große Probleme bekommen habt
Das meine ich nicht böse - aber es hat sich abgezeichnet.
Ich kann das, was Sandra (julimama) und sunshinemom geschrieben hat nur unterstreichen - ich glaube, dass es dem Kind besser tut, wenn es mal ein paar Tage / 1-2 Wochen sich umstellen muss auch wenn es natürlich mit Protest abläuft, als über Wochen hinweg eine Mama zu haben, deren Nerven langsam platzen und er selbst nicht so recht Struktur bekommt.

Dies ist meine Meinung - du hast ja deine feste Meinung selber drum schreibe ich das auch nicht um dir reinzureden.

Ich glaube auch, dass wir da komplett unterschiedlich sind, was ja auch nicht schlimm ist. Aber ich finde es schade, dass du das (damit meine ich dieses kontrollierte 1-Minuten Abstands Schreien lassen) meckern / schreien lassen hier so hinstellst, als sei das für ein Baby fundamental schrecklich.

Ich hoffe sehr, dass es weiterhin so gut klappt, wenn der Papa ihn ins Bett bringt - das ist echt klasse!!!
LG JULIA

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 19:35


Genauso ist es!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 19:40


Hallo,

ich möchte auch, dass mein Sohn schlafen bzw. sein Bett als etwas Schönes empfindet und es ist bis heute auch so! Manchmal will er sogar - wenn ich mit ihm in meinem Bett kuscheln möchte - in sein eigenes Bett zurück, weil man da besser turnen kann - mein Bett hat ja keine Gitterstäbe, an denen man sich hochziehen könnte...
Ja, wir müssen etwas ändern, weil die Situation in den letzten Wochen / Monaten schon extrem anstrengend war. Und es sieht wirklich so aus, als ob das Einschlafstillen für ihn das "Problem" war. Denn er wacht jetzt (so war es zumindest in den drei Nächten bisher) duetlich seltener auf und es kam jetzt auch schoon ein paarmal vor, dass er zwar wach war und mich gebraucht hat, aber er nicht an die Brust wollte. Vorher war es so, dass er bei mir NUR mit der Brust zur Ruhe kam, auch wenn er gerade mal 20 Minuten vorher getrunken hat - und das fand ich doof...

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 19:46


Ja,

es stimmt, die Kleinen brauchen nicht IMMER die Mama, wenn sie aufwachen, ist bei ihm auch so.
Sein Bettchen steht zwar direkt neben meinem, aber wenn ich ihn im Schlaf höre, warte ich immer erst kurz, oft schläft er nach ein paar Sekunden wieder ein. Wenn nicht, dann sag ich immer erst "Shhhh" oder so ähnlich, oft beruhigt ihn das auch schon. Wenn das auch nichts hilft, steh ich auf und geh zu ihm.

Und du hast Recht: Mir ist es auch wichtig, dass mein Kleiner glücklich einschläft und nciht weinend! Irgendwann werden wir es sicher vermissen, dass sie mit uns kuscheln wollen...

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 19:49
In Antwort auf luna8073

Hallo Judit
Ich habe deine / eure Schlafentwicklung ja mitverfolgt über die letzten Monate und ich muss sagen, dass es mich nicht überrascht, dass ihr so große Probleme bekommen habt
Das meine ich nicht böse - aber es hat sich abgezeichnet.
Ich kann das, was Sandra (julimama) und sunshinemom geschrieben hat nur unterstreichen - ich glaube, dass es dem Kind besser tut, wenn es mal ein paar Tage / 1-2 Wochen sich umstellen muss auch wenn es natürlich mit Protest abläuft, als über Wochen hinweg eine Mama zu haben, deren Nerven langsam platzen und er selbst nicht so recht Struktur bekommt.

Dies ist meine Meinung - du hast ja deine feste Meinung selber drum schreibe ich das auch nicht um dir reinzureden.

Ich glaube auch, dass wir da komplett unterschiedlich sind, was ja auch nicht schlimm ist. Aber ich finde es schade, dass du das (damit meine ich dieses kontrollierte 1-Minuten Abstands Schreien lassen) meckern / schreien lassen hier so hinstellst, als sei das für ein Baby fundamental schrecklich.

Ich hoffe sehr, dass es weiterhin so gut klappt, wenn der Papa ihn ins Bett bringt - das ist echt klasse!!!
LG JULIA


Du hast recht, in diesem Punkt sind wir wirklich sehr unterschiedlich. Und wir werden uns wohl gegenseitig auch nicht überzeugen können. Jeder muss es machen, wie er meint...

Ich finde das Schreien von den Kleinen WIRKLICH schrecklich! Die Kleinen wissen ja nicht, warum man sich plötzlich nicht mehr um sie kümmert. Und wenn er dann mitten im Weinen einschläft, das ist doch kein schönes Einschlafen! Wie gesagt, wir werden das NIE durchziehen!

Ja, mein Mann macht das echt super, ich war auch überrascht, dass das absolut reibungslos klappt, ab dem ersten Abend!

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 19:50

Danke!
Danke, dass du das nochmal klargestellt hast. Ich hab zwar unten schon geschrieben, dass es einen Unterschied zwischen beiden Methoden gibt, aber das kam wohl nciht so ganz bei julimama an...

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 19:52

Stimmt!
Da hast du wirklich recht! Wie gesagt, diese empfohlene Methode hätten wir NIE angewendet. Aber dass es mit dem Papa sooo gut klappt, hätte ich nie gedacht. (Ehrlich gesagt, war ich fast shcon enttäuscht, dass der Kleine mich gar nicht vermisst hat. )
Mein Mann macht das mit seeeeeeehr viel Liebe und das spürt der Kleine wohl auch. Die Beiden haben eh ein super Verhältnis - was wohl auch an den Umständen bei der Geburt liegt...

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 19:55

Noch was..
Und besonders traurig finde ich, dass das die geschulte Beraterin sagt, die uns von mehreren Seiten empfohlen wurde. Und vor allem meinte sie auch noch, dass die Kkosten für diesen TErmin von manchen KK übernommen werden. Wir werden die Rechnung natürlich einreichen, vielleicht bekommen wir echt einen Teil des Geldes zurück (wenn es shcon nicht wikrlich was gebracht hat)... Aber eigentlich ist es schlimm, wenn die Krankenkassen SO ETWAS bezahlen...

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 20:00
In Antwort auf blablabla174

Danke!
Danke, dass du das nochmal klargestellt hast. Ich hab zwar unten schon geschrieben, dass es einen Unterschied zwischen beiden Methoden gibt, aber das kam wohl nciht so ganz bei julimama an...

LG
Judit

Hey,
doch, ich habe es schon verstanden, dass Du dort einen Unterschied siehst und dass ich selbst die Feber (oder Ferber?) Methode nicht befürworte. Es gibt keinen Grund ein Baby weinen zu lassen! Da bin ich völlig Deiner Meinung.

Deshalb war mein Vorschlag für ein Familienbett auch tatsächlich ernst gemeint

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 20:10
In Antwort auf loreto_12740097

Hey,
doch, ich habe es schon verstanden, dass Du dort einen Unterschied siehst und dass ich selbst die Feber (oder Ferber?) Methode nicht befürworte. Es gibt keinen Grund ein Baby weinen zu lassen! Da bin ich völlig Deiner Meinung.

Deshalb war mein Vorschlag für ein Familienbett auch tatsächlich ernst gemeint


Okay,

dann hätten wir das auch geklärt...
Übrigens haben wir das mit dme Familienbett au ch in Erwägung gezogen, bzw. auch ausprobiert, aber seitdem der junge Mann krabbeln kann, turnt er die ganze Zeit, so dass ich dann ca. 20 cm von meinem Bett für mich hab, also ist das auch ncith das Wahre... Jetzt schläft er in SEINEM Bett, aber direkt neben meinem, und das ist für uns wohl die beste Lösung.
Und eigentlich wollte ich mit diesem Thread gar nicht über die Schlafprobleme jammern bzw. Tipps dafür haben (die hab ich schon öfter hier bekommen), sondern hauptsächlich mich über diese "Beratung" aufregen, da die Frau tatsächlich die FERBER-Methode empfohlen hat!

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 20:13

Jein...
Hallo,

so direkt probiert haben wir es jetzt nicht, weil wir dachten, die Umstellung an sich ist schon recht groß vom Einsschlafstillen zum Einschlafen im eigenen BEtt nur mit Papa daneben... Aber das Problem ist auch, dass er ein seeeeeeehr aktives Kind ist und schwer zur Ruhe kommt. Er krabbelt herum und turnt im Bett und ohne meinen Mann würde er sich wohl nie hinlegen...
Wenn es mit der jetzigen Methode gut klappt, dann werden wir einen Schritt weitergehen... ABer ehrlich gesagt, wir hätten auch kein Problem, abends die paar Minuten bei ihm zu bleiben, bis er schläft, irgendwann wird er das eh nciht mehr wollen...

LG
Judit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2010 um 20:24


Wenn ich ehrlich bin, vermisse ich das Einschlafstillen am Abend schon ein bisschen - anscheinend mehr als mein Sohn - aber natürlich ist das okay, wenn ich dafür nachts auch mal schlafen kann. Aber man darf das Begleiten der Kidner in den Schlaf nicht nur als "Pflichtübung" sehen, es ist auch etwas ganz Schönes...

LG
JUdit

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen